Autor: <span class="vcard">Kunsthalle Hamburg</span>

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Eine Reise in das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) Deutsches Kaiserreich ist die Bezeichnung für das Deutsche Reich zwischen 1871 und 1918. Während dieses Zeitraums war der deutsche Nationalstaat eine bundesstaatlich organisierte, am monarchischen Prinzip ausgerichtete konstitutionelle Monarchie. Die deutsche Reichsgründung erfolgte mit der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses Versailles. Vorangegangen war der Sieg des Norddeutschen Bundes und der mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten im Deutsch-Französischen Krieg. Auf kleindeutscher Grundlage und unter der Herrschaft der preußischen Hohenzollern war damit erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden.

2. Reich


Um Ostern wandelt die Christenheit der ganzen Welt im Geiste mit ihrem Erlöser den Schmerzensweg in Jerusalem. Der Palmsonntag erinnert uns an den Einzug Jesu in Jerusalem; der Gründonnerstag zeigt uns Jesus, wie er vor seinem Tode mit seinen Jüngern das letzte Mahl verzehrt und ihnen—als Beispiel seiner demütigen Gesinnung — die Füsse wäscht; der Charfreitag stellt uns unter das Kreuz auf Golgatha, und der Ostersonntag führt uns mit den Frauen an das leere Grab. Alljährlich bewegt sich um Ostern eine kaum zählbare Menge von Pilgern nach Jerusalem; ihnen genügt es nicht, im Geiste ihrem Erlöser nachzufolgen, sie wollen mit ihren eigenen Füssen den Weg wandeln, auf dem seine Füsse gestanden haben, und wollen mit ihren Lippen den Boden küssen, den seine Schritte berührt haben.

Wer die Stadt Jerusalem gut übersehen will, muss in das Kidrontal, das die Stadt im Osten wie ein tiefer, steiler Graben umzieht, hinabgehen und dann den Westabhang des Oelberges -hinanschreiten, dessen Gipfel durchschnittlich 50 m höher als Jerusalem liegen.

Die Bautätigkeit der letzten Jahrzehnt hat dem Stadtbilde Jerusalems eine grössere Mannigfaltigkeit verliehen. Während früher über die niedrigen, mit flachen Kuppeln überdeckten Häuser nur die schlanke Minarette der muslimischen Moscheen un einige grössere Kuppeln, emporragten, erblickt das Auge jetzt schon eine Anzahl vo ansehnlichen Kirchen, die nach abendländischer Weise ihren stattlichen Turm nebe sich haben.

Die berühmteste dieser Kirchen, die Kirche des Heiligen Grabes, wie wir Abendländer sagen, oder die Auferstehungskirche, wie sie das christliche Morgenland zu nennen pflegt liegt in dem westlichen Stadtteil, der vo dem Haram esch Scherîf durch ein jetzt verschüttetes Tal getrennt wird, das Jerusalen von Norden nach Süden durchzieht. Der altersgraue Bau liegt in der Mitte eines ausgedehnten Häuserviertels und ist nur an einer Seite, im Süden, durch enge Gasse hindurch für das grosse Publikum zugänglich. Vor dem Portal dehnt sich ein nicht grosser Vorhof aus, der in der Festzeit von regem Verkehr belebt wird. Da sitzen zahlreiche Verkäufer, die orientalische Tücher und Zierate, Sachen aus Olivenholz und Elfenbein, wie sie besonders in Bethlehem angefertigt werden, Rosenkränze und Wachlichter (oder auch Palmenzweige am Palmsonntage) den Pilgern und Fremden anbieten.

Deutsch-Amerikaner

— Keiner versteht einen Braten so Kunstreich zu zerlegen, als der Engländer, sei es nun der heimische Truthahn oder die ganze Erdkugel; die besten Stücke kommen auf seinen Teller.

Eine Geschichte will ich Ihnen erzanlen, die heute Geschichte geworden ist . . . Geschichte, deren Augenzeugen wir gewesen sind. Dieser schlichte Bericht soll dabei keinerlei politische Zwecke verfolgen, denn die leidige Politik ist von dem, was ich als meine Mission ansehe, weit entfernt.

Ich will diese Geschichte erzählen, weil ich bezweifle, dass Sie sie überhaupt kennen, und weil ich der Ueberzeugung bin, dass Sie, wenn Sie sie kennen, eine falsche Auffassung davon haben.

Was jedermann weiss, ist, dass das alte Oesterreich ein Flickwerk war, eines aber, das trotz dieser Tatsache mehr als sechshundert Jahre zusammenhielt; wobei die einzelnen Flicken — zehn verschiedene Nationen — durch ihre gemeinsamen Interessen zusammengehalten wurden.

Der Wappenspruch des alten Kaiser Franz Joseph, „Viribus unitis“, „Mit vereinten Kräften“, hatte eine sehr tiefe Bedeutung. So lange die verschiedenen Nationen nach diesem Spruche lebten, waren sie stark und hätten noch ein paar Jahrhunderte bestehen können. Sobald aber der Spruch und das Wappen fiel, war das Schicksal des alten Oesterreich besiegelt.

Im letzten Grunde ruht der Zusammenbruch der Doppelmonarchie auf der Tatsache, dass das Nationalbewusstsein der verschiedenen Völkerschaften über ihre gemeinsamen Interessen den Sieg davon trug.

Auch jetzt aber, nach dem Zusammenbruch des alten Staatsganzen und nach der politischen Zersplitterung seiner politischen Bestandteile, bestehen diese gemeinsamen Interessen genau so weiter fort, wie die Tatsache, dass die neuen Staaten eng an einander grenzen, nicht aus der Welt geschafft werden kann. Und erst wenn diese Tatsache von den neuen Staaten, die, wie Lloyd George sagt, „durch den Krieg ausgegraben worden sind“, restlos erkannt und zugegeben werden wird, kann die Wohlfahrt der Nachbarn wieder aufleben.

Deutsch-Amerikaner

Hätte die Hansa Amerika entdeckt, erforscht und erschlossen, die Weltentwicklung wäre unter deutscher Führung in ganz andere, der Menschheit viel segensreichere Bahnen gelenkt worden … sie wäre fortschrittlicher als die durch die Lateiner gewesen und hätte sicherlich keinen Seeraub und Sklavenhandel betrieben, wie die “frommen” Engländer, die im Zeichen der Bibel die Völker unterdrückten und ausraubten … auch das hat nicht sollen sein . . .

Die deutsche Zukunft liegt im deutschen Geiste; nicht durch die äusserste Ausbeutung der menschlichen körperlichen Arbeitskraft, sondern durch angestrengte Geistesarbeit wird Deutschland sich den ihm gebührenden Platz an der Sonne sichern . . . warum braucht es ein Indien, wenn es den Indigo billiger und besser künstlich herstellen kann als die Natur es vermag? Das war es ja gerade vor dem Weltkrieg, das instinktiv die Furcht der Völker erregte: dass Deutschland die Chemie zur Alchemie machte; dass es in den Retorten seiner Laboratorien Goldwerte erzeugte; und dass es die theoretische Wissenschaft mit der praktischen Produktion verschmolzen hatte …

Mag man auch der Kraft des deutschen Adlers die Flügel stutzen und die Fänge stumpfen; dem Schwung des deutschen Genius kann man aber nicht dauernd Fesseln anlegen . . . die Zeit wird kommen, da deutscher Geist Himmel und Erde, Luft und Wasser beherrschen wird — zum Segen der Welt…
Dem Deutschen Volke gehört die Zukunft!

„Wir Deutsche meinen Wunder, was für einen Vorteil wir davon haben, wenn deutsche Sitte, Sprache und Bildung in die Vereinigten Staaten Nordamerikas versetzt sei. Wir träumen von dem vortrefflichen Alliierten, den wir uns jenseits des Weltmeeres nach und nach bilden, während wir doch im Grunde nichts thun als uns einen gefährlichen Nebenbuhler erziehen. Zur Zeit fühlen wir das noch nicht; es wird wohl auch noch eine oder zwei Generationen dauern, bis wir es fühlen. Dann aber, wenn es zu spät sein wird, Mittel dagegen zu finden, dann werden wir erfahren, dass eine Nation nicht ungestraft Menschen und Kapital verschenken kann. So wird denn die Zeit kommen, da der Enkel des deutschen Bauern unser Deutschland mit den Produkten nordamerikanischer Industrie überschwemmt und durch diese Konkurrenz nicht bloss unsere Industrie, sondern auch die deutsche Landwirtschaft an der Wurzel angreift.“

Augsburger Allgemeine Zeitung: Wissenschaftliche Beilage vom 21. Februar 1844.

Nachstehende Festrede, wurde gehalten am 27. Januar 1908 in der „Germania“ in Chicago. Oberst Halle präsidierte; Generalkonsul Wever, der unermüdliche Vorkämpfer für deutsche Geisteskultur in Amerika, brachte den Trinkspruch auf Präsident Roosevelt aus; der Präsident der Universität Chicago, Judson, brachte das Hoch auf den Kaiser aus und nach dem Bankett hielt ich die folgende Rede.

Deutsche Landsleute! Vom stillen ehrwürdigen Boston haben Sie mich heute in Ihr junges kraftstrotzendes Chicago gerufen, von dem alten Stammsitz des reinsten Angelsachsentums zu dem gewaltigen Tummelplatz aller Völker. Und mit frohem Herzen bin ich Ihrem Rufe gefolgt, denn in dieser Feierstunde des Deutschtums empfinde ich lebhaft, wie der große Strom der deutschen Einwanderung das puritanische Boston fast unberührt ließ, Chicago aber für Hunderttausende von Deutschen eine neue Heimat geworden ist. Hier wahrlich ist der rechte Platz, deutsche Ehrentage zu feiern, und freudig danke ich es Ihnen, daß ich mich zu Ihrer deutschen Festschar heute gesellen kann und wieder einmal in der geliebten deutschen Sprache zu Deutschen reden darf.

Freilich, wenn ich mich umschaue in dieser stolzen „Germania„-Halle mit ihren Flaggen und ihren Bildern aus Deutschlands größten Tagen, vor allem, wenn ich die Begeisterung sehe, die aus Ihren Augen leuchtet, dann scheint es mir, als wenn es hier nicht erst der Rede bedarf. Ein starkes lebendiges einheitliches Gefühl hat Sie heute zusammengeführt; in größerer Schar als je sind Sie herbeigeeilt, um Ihre Treue zum Deutschtum aufs neue zu bekunden; schon haben Sie jubelnd eingestimmt, als die deutsche Hymne Sie grüßte. Was bedarf es da noch der Rede, was bedarf es anderer Worte als des einen herrlichen Festrufs, nach dem unsere Seele heute stürmisch verlangt, des Festrufs: es lebe der Kaiser!

Und doch, wir würden keine rechten Deutschen sein, wenn wir wirklich uns heute nur dem überströmenden Gefühl überließen und gedankenlos gar nicht darauf achten wollten, daß wir da doch eigentlich vor einer seltsamen weltgeschichtlichen Frage stehn. Fast alle, die sich heute zur Kaiserfeier hier zusammengefunden, sind amerikanische Bürger und somit politische Republikaner. Wir paar, die wir auch in der Neuen Welt deutsche Staatsbürger bleiben, verschwinden in der gewaltigen Überzahl.

Und nicht nur Zufallsrepublikaner wollen Sie sein, unbekümmert um die politische Gestaltung des neuen Vaterlandes, das Sie selbst oder Ihre Eltern erwählten. Nein, mit reinster und tiefster Begeisterung glauben Sie an die demokratische Republik der Vereinigten Staaten. Ihr lauter Beifall sagt es aufs neue: das stolze republikanische Bewußtsein ist es, das Sinn und Kraft Ihrer täglichen Arbeit gibt. Und trotzdem will Ihr Republikanergeist den mächtigen Monarchen feiern: wäre es unser würdig, über solchen Gegensatz stillschweigend hinwegzusehen? Würde es nicht scheinen, als wenn nur Unklarheit und Verschwommenheit solche Gegensätze vereinen kann? Oft genug hören wir es ja in allen Gassen, daß der Geist der Republik ein flammender Protest gegen die veraltete Monarchie sei. Ist es wahr, daß Sie sich selber untreu werden, wenn Sie der republikanischen Staatsform die Treue geschworen und doch mit Hochgefühl zur deutschen Kaiserkrone blicken? Wahrlich, wir werden der Weihe dieser Stunde nicht gerecht, wenn wir nicht furchtlos und klar diesem Widerspruch ins Auge schauen.

Und wenn sich so ernste Fragen für uns in den Vordergrund schieben, so bleiben wir ja nur der deutschen Art getreu. Hier im Lande feiert schon der Schuljunge das Nationalfest mit knallendem Feuerwerk und lautem Jubel. Der Deutsche empfindet anders. Als sich kürzlich von New York aus eine Vereinigung über das ganze Land hin bildete, dem wüsten Lärm am 4. Juli entgegenzuarbeiten, wurde ich gebeten, kurz darzulegen, wie die deutsche Jugend patriotische Tage feiert. Unser Feiertag, antwortete ich, ist Kaisers Geburtstag und aus frohen Jugendjahren blieb mir die alljährliche Feier in meiner Heimatstadt in dankbarer Erinnerung. In Feiertagsstimmung zogen wir zur geschmückten Schule; Lieder erklangen und in schlichter Weise führte die Rede des Lehrers uns zur Vergangenheit. Kein lautes Brüsten und kein hohles Prahlen: in weitausblickender historischer Rede wurde uns die Bedeutung des Tages vor die Seele geführt, und die Eindrücke solcher Stunden hafteten fürs ganze Leben. Ja, so soll es bleiben: wo Deutsche zusammenweilen, um nationale Ehrentage zu feiern, da gilt es, in ernstem Worte den Geist der Stunde festzuhalten, den Zusammenhang mit der Vergangenheit zu sichern und vor allem klarzustellen, mit welchem Rechte die Feierstunde unser Herz und unsere Seele fordert.

Mit welchem Recht, so steht die Frage heute vor uns, können wir des Kaisers Geburtstag hier inmitten eines Volkes feiern, das in jeder Faser seines Wesens republikanisch ist? Die Republik, in der wir leben, ist längst nicht mehr ein Experiment. Daß unser öffentliches Leben nicht frei von Schäden und Gefahren ist, weiß jedermann; aber kein Nörgler und kein Schwarzseher kann den Geist des Landes so völlig mißverstehn, daß er die Heilung der Schäden von einer Zerstörung der republikanischen Staatsform erhoffen möchte. Im Gegenteil, wer Amerika versteht, weiß es wohl, daß die Schäden seiner Demokratie gerade dort liegen, wo der demokratische Geist nicht energisch und nicht konsequent genug durchgeführt wird; nicht durch weniger, sondern durch mehr Demokratie müssen sie beseitigt werden. Die politische Republik war niemals zuvor so fest gegründet, niemals zuvor so einstimmig anerkannt. Eine soziale Aristokratie mag sich herausbilden, eine politische Aristokratie ist eine Unmöglichkeit in Amerika; und jeder von uns fühlt es tief: die Monarchie gar wäre das Ende Amerikas.

Gedankenlosigkeit und Übereifer hastet nun von hier aus weiter: der Amerikaner glaubt an die Republik — er ist sich deshalb nur dann treu, wenn er überall auf Erden den Glauben an die Monarchie bekämpft und vernichtet. Der Amerikaner ist ein Priester der Demokratie — er soll seinen Glauben zu den politischen Heiden tragen. Wer Republikaner ist, muß in jedem Monarchisten seinen politischen Gegner sehn; wer die Freiheit kennt, muß die Knechtschaft überall verachten. Und mag der Amerikaner das deutsche Volk schätzen und würdigen, die deutsche Staatsform muß er mit flammender Überzeugung bekämpfen. Wollen das gar rechte Amerikaner sein, die des Kaisers Geburtstag feiern? Zwischen dem republikanischen Amerika und dem monarchischen Deutschland klafft eine unüberbrückbare Kluft. Wie oft haben wir alle so die Torheit poltern hören — wie oft hat der Unverstand so auf uns eingescholten. Und doch, solches Gerede hat uns Deutsche nur selten irregeführt. Nicht nur unser eignes Gemüt widersprach, sondern wir sahen wohl auch bald, daß gerade die besten und reifsten Amerikaner die Engherzigkeit, ja den Widersinn solcher Geschichtsauffassung durchschauten.

Der Tieferblickende weiß in der Tat, daß es keinen Sinn hat, nach der besten Staatsform im allgemeinen zu fragen. Republik und Monarchie sind nicht logische, sondern historische Probleme. Es wäre sinnlos, zu streiten, ob Dichtkunst oder Malerei die bessere oder höhere Kunst wäre; die göttliche Komödie kann nicht gemalt, die sixtinische Madonna kann nicht gedichtet werden; ein jedes will seine eigene Form des Ausdrucks. Daß sicherlich Amerikanertum nur in der republikanischen Form sich ausleben darf, bedeutet nicht den geringsten Gegensatz gegen das Deutschtum, das die monarchische Form verlangt. Ja, wer vorurteilslos prüft, der wird finden, daß dieser äußerliche Unterschied zwischen Amerika und Deutschland nicht nur keinen Gegensatz darstellt, sondern vielmehr aus einer tiefen Wesensähnlichkeit beider Nationen hervorgeht.

Daß Deutschland und die Vereinigten Staaten viel Ähnliches und Verwandtes zeigen, wird ja meist anerkannt, aber die gemeinschaftlichen Züge werden zu oft auf der Oberfläche gesucht. Bald wird betont, daß beide einen Staatenbund darstellen mit künstlichem Gleichgewicht der bundesstaatlichen und der einzelstaatlichen Mächte. Bald wird der Schwerpunkt auf die glänzende wirtschaftliche Entwicklung gelegt; wie beide in wenigen Jahrzehnten ein unerhörtes Wachstum der wirtschaftlichen Kräfte erfahren, wie ihre Städte im Wettlauf vorangestürmt, wie die Industrie rastlos den Weltmarkt erobert. Wesentlicher aber dünkt mir ein andres: Wenn Deutschland und die Vereinigten Staaten einander gut verstehen können, so beruht es nicht auf der Ähnlichkeit äußeren Erlebens, sondern auf tiefer Seelen Verwandtschaft: gemeinsam ist beiden ein sittlicher Idealismus, der so einheitlich vielleicht nirgends wiederkehrt. Dort aber werden wir von sittlichem Idealismus sprechen, wo das Leben erfüllt ist von dem Verlangen, nicht zu genießen, sondern Aufgaben zu erfüllen, wo die Seele des Volkes nicht den Zufallszielen des Nutzens nachjagt, sondern nur das eine Ziel sucht, sich selber treu zu sein.

Deutsch-Amerikaner