Bergung eines gestrandeten Dampfers vor Lüderitzbucht


Seit 2 ½ Jahren sass der Dampfer „Dunbeth“ als hilfloses Wrack auf dem Felsen der Küste vor Lüderitzbucht. Die Vertreter der Versicherungsgesellschaften, ebenso diejenigen von namhaften Bergungsgesellschaften und die Sachverständigen der führenden Kapstädter Ingenieur-Firma erklärten, nach der „Lüderitzbuchter Ztg.“, das Schiff einstimmig als nicht abschleppbar, sondern als totales Wrack. Was alle diese Herren, die man doch für urteilsfähig halten muss, als unmöglich erklärten, ist dem Ingenieur Howaldt und seinem Bruder mit wenigen Hilfskräften und primitiven Werkzeugen gelungen. Sechswöchentliche Arbeit mit zwei Weissen, zwei Kapboys und zwei Eingeborenen sowie die eigene maschinelle Einrichtung des Schiffes haben ausgereicht, um das Schiff flott zu machen und es soweit zu reparieren, dass es die Heimreise auf eigenem Kiel antreten kann. Das ist eine Leistung, auf die die Unternehmer stolz sein dürfen.

Der Schiffsraum wurde luftdicht gemacht und dann der Dampfer durch Einpumpen von Pressluft gehoben. Unsre Bilder zeigen den Dampfer vor der Hebung und die Arbeit beim Abdichten des Zwischendecks.