Bilder vom Telegraphenbau in Kamerun

Wenn eine Kolonie wirtschaftlich erschlossen werden soll, so gehört vor allen Dingen auch dazu, dass neben den erforderlichen Verkehrsmitteln ein geordnetes Nachrichtenwesen eingerichtet wird.

Wer in fremden, noch unkultivierten Ländern geweilt hat, wird wohl auch die Beobachtung gemacht haben, dass sogar die Eingeborenen bereits über ein System verfügten, welches es Ihnen ermöglichte, wichtige Nachrichten in kürzester Zeit an den Bestimmungsort gelangen zu lassen So haben wir z. B. die Trommelsprache, welche namentlich noch in Kamerun von den Eingeborenen häufig angewandt wird.

Als Kamerun immer mehr erschlossen und durch Vordringen unsrer Truppe in den Bereich einer geordneten Verwaltung gezogen wurde, so dass sich in steigendem Masse Europäer ansiedeln konnten, sah sich auch die Reichspost- und Telegraphen-Verwaltung gezwungen, die wichtigsten Orte des Schutzgebietes miteinander zu verbinden. An der Vervollkommnung des bereits jetzt bestehenden Telegraphennetzes wird fortwährend gearbeitet.

Mit welchen Schwierigkeiten man aber gerade in Kamerun beim Bau einer Telegraphenlinie zu rechnen hat, davon kann sich der Laie gar keinen rechten Begriff machen.

Zunächst muss bei Anlage einer derartigen Linie ein Frcischlag durch den Urwald angelegt werden. Dieser Freischlag, welcher genügend breit hergestellt werden muss, verteuert auch die Baukosten ganz erheblich. So mancher Baumriese muss dabei der Axt zum Opfer fallen. Und da es sich dabei vielfach um Bäume von 30—50 Meter Höhe und 1—3 Meter Stammesdurchmesser handelt, so kann man sich die Schwierigkeiten ausmalcn, die dem Telegraphenbau im Wege stehen. Freilich werden die Freischläge nicht lediglich für die Telegraphenlinie angelegt, sondern diese folgt wie bei uns in der Regel dem Verlauf der vorhandenen Wege.

Sämtliches Baumaterial wird von Deutschland bezogen und muss dann vom Hafen aus durch Träger nach der Baustelle befördert werden. Als Telegraphenstangen werden eiserne Mannesmannsrohre verwendet. Diese werden in den Grössen von 6,5 m und 8 m geliefert. Ausserdem werden bei Flussübergängen noch eiserne Masten bis zu 18 m Höhe aufgestellt, wie wir einen solchen auf unserm ersten Bilde sehen. Das übrige Baumaterial ist das gleiche wie in Deutschland. Schwierig ist die Arbeiterfrage. Aus schwerer Arbeit macht sich der Neger bekanntlich nicht allzuviel. Und eine Arbeit bei der er denken muss, liegt ihm erst recht nicht. Es ist daher oft recht schwer, die farbigen Arbeiter für die einzelnen vorkommenden Bauarbeiten auszubilden. Hat man sie dann endlich soweit, so werden sie gewöhnlich anmassend und verlangen fortwährend Lohnerhöhung.

Immerhin haben wir jetzt schon eine Anzahl brauchbarer Leute, welche als farbige Hilfsbeamte in festerem Vertragsverhältnis zur Postverwaltung stehen. Telegraph und Fernsprecher haben sich bei den Eingeborenen, wenigstens im Küstengebiet, bereits recht beliebt gemacht und werden auch von ihnen häufig in Anspruch genommen. Für die zahlreichen Weissen, welche sich dort draussen ansässig gemacht haben, sind diese modernen Hilfsmittel unentbehrlich. Und neuerdings findet auch die Funkentelegraphie, wie in Nummer 12 geschildert wurde, praktische Verwendung.

Schröder, Telegr.-Leitungsaufseher.

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