Bilder von der ostafrikanischen Nordbahn


In unserer Kolonie Deutsch-Ostafrika nähert sich der Bau der zuletzt vom Reichstage bewilligten Teilstrecke, der Nordbahn seiner einstweiligen Endstation am Fusse des Kilimandjaro, und aus wirtschaftlichen wie technischen Gründen erscheint der ununterbrochene Weiterbau der Bahn, am Natron-See vorbei zum Victoria-Njansa, dringend notwendig. Nebenstehend einige Bilder von der bisher fertigen Bahnstrecke.

Die Bilder 1 und 2 zeigen das Treiben in dem sehr guten, durch einen kleinen Pier noch besonders geschützten Hafen von Tanga, bezw. die Erdarbeiten, welche zur Erweiterung der Hafenanlagen noch gemacht werden. Tönte uns vor wenigen Jahren noch bei Berichten aus Ostafrika immer der Ruf der Pflanzer in die Ohren: „Wir sind pleite“, so ist es heute um so erfreulicher zu hören, dass die Bahnverlängerungen Ein- und Ausfuhr so belebt haben, dass die ersten Hafenanlagen jetzt nicht mehr genügen, den Verkehr zu bewältigen. Es muss also doch vorwärts gegangen sein im Inneren.

Bild 3 ist ein Bahnhofsbild von der Station Mombo, dem einstigen Endpunkt der zweiten Teilstrecke, auf km 129, von Tanga aus gerechnet; Bild 4 gibt ein sehr anschauliches Bild vom Bau der Bahn. Es zeigt uns die Ausführung einer gewaltigen Dammschüttung bei km 290. Die Bahn überschreitet hier in etwa 1000 m Meereshöhe das tief eingeschnittene Lembeni-Tal mittels eines 11 m hohen Dammes. Dieses Tal sowie das des benachbarten Kisagire soll von den arbeitsamen und friedlichen Wanyamwesi-Leuten, die auch in grosser Zahl, gegen 7000, beim Bahnbau beschäftigt werden, reich bepflanzt sein und einen sehr freundlichen Eindruck machen.

Die Bahn hat nun noch einmal den Pangani-Fluss zu überschreiten, zu dessen Ebene sich die Trasse etwas hinabsenkt, um dann von neuem sanft ansteigend die Endstation zu erreichen. Von Moschi sollte die Linie baldigst nach dem 70 Kilometer weiter westlich gelegenen Aruscha  am Meruberg weitergeführt werden, denn dort befinden sich deutsche Ansiedlungen, die zu ihrer Entwickelung die Eisenbahn dringend  brauchen. Weiteres Siedelungsland ist hier allerdings, wie es heisst, nicht mehr zu vergeben; ein Beweis für die Güte des vorhandenen und ein fernerer für die Notwendigkeit, durch den Weiterbau der Bahn neues Land in erreichbare Nähe zu rücken.

Erwähnt sei zum Schluss noch, dass die Bahnbau-Gcsellschaft beabsichtigt, in der Nähe von Aruscha ein Hotel zu erbauen. Bis jetzt fehlt cs in den Tropen-Kolonien meist noch an  passender Unterkunft für Reisende, die bisher immer die Gastlichkeit der wenigen Weissen in Anspruch nehmen müssen.

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