Buschmänner beim Bogenschiessen

Die Buschmänner sind eigentlich die Urbewohner des südwestlichen Teiles des afrikanischen Kontinents. Der Name Buschmann (Bosjeman = Waldmensch) stammt von den Buren resp. Holländern her. Das Volk der Buschmänner lebt in Horden und wird von allen anderen dort lebenden Völkerschaften verfolgt, so dass es an Kopfzahl immer mehr abnimmt. In Deutsch-Südwestafrika trifft man Buschmänner nur noch selten an. Sie sind hager, klein und hässlich, ziemlich scheu, träge und raubsüchtig. Als Waffen führen sie nur Bogen und vergiftete Pfeile, die schnell töten. Der Buschmann treibt weder Ackerbau noch Viehzucht, lebt in Felsspalten, ausgehöhlten Termitenhügeln oder in kleinen, armseligen Hütten.

Wenn das Wild rar ist, nährt er sich von Heuschrecken, Ameiseneiern, wildem Honig und einer Art Zwiebeln, die er in der Steppe findet. Unsre beiden Bilder zeigen uns eine Gruppe von Buschmännern in Deutsch-Südwestafrika während des Herero-Aufstandes.

Sie üben sich gerade im Pfeilschiessen. Der Europäer, welcher sich am Schiessen beteiligt, ist ein Offizier der Schutztruppe. Die Augen der Buschmänner sind voll Spannung aufs Ziel gerichtet. Dass es der Duitschman ihnen gleichtun wird, ist wohl kaum anzunehmen, denn sie sind alle meisterhafte Bogenschützen.

 

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