Kategorie: 2. Reich

Berlin-Halle-Breslau-Bonn-Braunschweig-BremenDanzigDresdenFrankfurt am MainHamburg-Hannover-Karlsruhe-Kassel-Köln-Leipzig-Lübeck-Magdeburg-Mannheim-München-Stettin-Straßburg-Wiesbaden-Würzburg.

Eine Reise in das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) Deutsches Kaiserreich ist die Bezeichnung für das Deutsche Reich zwischen 1871 und 1918. Während dieses Zeitraums war der deutsche Nationalstaat eine bundesstaatlich organisierte, am monarchischen Prinzip ausgerichtete konstitutionelle Monarchie. Die deutsche Reichsgründung erfolgte mit der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses Versailles. Vorangegangen war der Sieg des Norddeutschen Bundes und der mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten im Deutsch-Französischen Krieg. Auf kleindeutscher Grundlage und unter der Herrschaft der preußischen Hohenzollern war damit erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden.

2. Reich

The Illustrated Weekly
Deutsch-Amerika

Vol. VIII. No. 37   –   Samstag, 14. Oktober 1922   –   Preis 10 Cents

Schwarze schande, Weisse schmach.

So wird dereinst das Schicksal, richtend über Frankreichs Sünden, unbarmherzig und unerbittlich den Tod des Volkes dekretieren, das auf seiner Schuldliste das schlimmste, brutalste, gemeinste Verbrechen verzeichnet hat — ein Verbrechen, das in seiner Ungeheuerlichkeit unverzeihlich ist: das Verbrechen gegen die eigene Rasse . . . . die Schwarze Schande.

Der deutsche Botschafter, Dr. Wiedfeldt, wies bei seiner Rückkehr darauf, hin, dass die Schandtaten, die die farbigen Franzosen am Rhein begehen, immer noch nicht aufgehört haben. Man wird ihm, wie jedem Deutschen, der seine Stimme gegen die Schwarze Schande erhebt, den Vorwurf der Partei machen. Zugegeben, dass deutsche Herzen die ihnen angetane Schmach heftiger und tiefer empfinden, als die Angehörigen anderer Nationen, das schliesst nicht aus, dass sich unter den Bürgern jener anderen Nationen Ehrliche und Gerechte finden, die Frankreichs Verbrechen an Deutschland als das empfinden, was es unbedingt ist: eine Todsünde am heiligen Geist der weissen Rasse, ein Verbrechen gegen das Leben der weissen Rasse, ein bewusster Mord der Zivilisation und Kultur.

Der Amerikaner Hitchcock, Bundessenator von Nebraska, erklärte vor wenig Wochen im Senat:

„Berichte zurückkehrender Amerikaner und Briefe amerikanischer Touristen melden, dass Frankreich Tausende von schwarzen Truppen unter der deutschen Bevölkerung einquartiert hat und dass abstossende Verbrechen wiederum den Rassenhass entflammen. Wir mögen es ruhig mit ansehen, wie Frankreich in seinem Wahn die deutsche Republik zu verkrüppeln, wenn nicht zu vernichten fortfährt, indem es Gutmachungen verlangt, die, wie die ganze Welt weiss, Deutschland zurzeit unmöglich zahlen kann. Wir mögen es ruhig mit ansehen, wie die deutsche Republik stürzt und das deutsche Volk in seiner Verzweiflung den ränkesüchtigen Monarchisten überliefert oder dem Bolschewismus in die Arme getrieben wird. Aber wir sind als Nation dafür teilweise mitverantwortlich dafür, dass das Rheinland militärisch besetzt ist, und es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht, dagegen zu protestieren, dass halbzivilisierte schwarze Truppen unter weissen Menschen einquartiert werden, wo sie als Sieger auftreten und als Verbrecher handeln.“

Der Italiener Nitti, früherer Ministerpräsident, veröffentlicht im ,,Paese“ folgenden Appell:

„Wenn die Deutschen, um das amerikanische Volk zu erniedrigen, in die Städte der atlantischen Küste Negerregimenter aus Afrika gebracht und verlangt hätten, dass das amerikanische Volk, um die Gelüste der Neger zu befriedigen, diesen amerikanische Frauen zu liefern hätte, so würde ganz Amerika vor Entsetzen aufgeschrien haben. Der Schmerzensschrei der deutschen Frauen trifft unsere Seele. Er ist der furchtbarste Vorwurf, der christlichen Völkern gemacht wird, die angeblich mehrere Jahre für den Triumph der Zivilisation und Gerechtigkeit gekämpft haben. Amerika, das den Sieg entschieden hat, darf diesen Zuständen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Seine gewaltige Stimme muss sich gegen die Rückkehr der Barbarei erheben. Amerika muss uns nicht nur seine ökonomische Suprematie, sondern zugleich auch seine Moral auferlegen, da diese in Europa in gegenseitigem Hass verloren gegangen ist. An den Ufern des Rheins sind viele schreckliche Dinge geschehen. Niemals haben sie aber früher die Gesichter von Negern gesehen, die aus Afrika gekommen sind, um den zivilisiertesten Männern der Welt die Rechte des Siegers und den Frauen das Recht der Gewalt aufzuerlegen, Frauen, die überall durch ihre Erziehung und ihre häuslichen Tugenden in der Welt bekannt sind.“

Die Engländerin Frances Evelyn, Countess of Warwick, hat in dem Londoner „Sunday Illustrated“ (vom 18. Juni) einen flammenden Aufruf erlassen:

2. Reich Deutsch-Amerikaner

Deutsche Zukunfts-Architektur auf der Turiner Ausstellung.

Unsere Öffentlichkeit, natürlich nur die der bevorzugtesten Gebildeten, erfährt jetzt vielleicht zum ersten Male, dass man nur ganz oberflächlich und schwächlich redet, wenn man von einer »neuen Kunst« spricht. Es sind tiefer strömende, ernstere Gewalten, die sich ein Bett suchen im festen Land europäischen Kulturlebens und denen in der »neuen« Kunst nur eines ihrer Mittel, freilich das mächtigste und edelste, zubereitet wird.

Wenn man schöpferische deutsche Bau-Kunst kennen lernen will, eine Bau-Kunst, die mehr ist als geschickte und geschmackvolle Anwendung gelehrter Forschungen, so muss man Projekte und Ausstellungen studieren. Die deutsche Kultur ist noch lange, lange nicht reif genug, ist noch viel zu sehr kleinstaatlichängstlich, ist noch viel zu wenig »grossdeutsch« , um die hohen Gedanken kühner Baumeister in Thaten umsetzen zu können.

Es ist eigentlich gar nicht zu verwundern, dass es so ist und dass man einstweilen in deutschen Ländern und Ländchen das biedere Gelehrt-Thun, die wackere Altertümelei, die archaeologische Wissenschaftlichkeit noch höher schätzt: das ist so die Art kleiner Bürger in kleinen Gemeinwesen, das hat sich weiter vererbt und schwindet nur ganz allmählich.

Im »grösseren Deutschland«, das die politische und geistige Jugend dieses nach kulturellen Thaten heiss verlangenden Volkes erringen will, wird es anders sein. Wie es sein wird, davon gibt uns die Turiner Ausstellung eine Ahnung. Das »Rückgrat« der deutschen Abteilung wird hier durch eine Flucht grösserer Räume gebildet, welche mit dem Hamburger Vestibulum von Peter Behrens beginnt; daran schliesst sich der Kaiser Wilhelm-Saal von Billing, von dem aus sich nach links ein von Kandelabern flankiertes Bogen-Thor in den preussischen Repräsentations-Raum von Bruno Möhring öffnet.

2. Reich Kunstartikel

„An die Gewehre noch einmal im Feld; noch einmal zu Hause heraus mit dem Geld!“ — „Deutsche draußen und drinnen, helft das Ende gewinnen.“ — „Durch Gold und Schwert zu Sieg und Herd.“ — „Wir schlagen sie; helft uns!“ — „Ich wage mein Leben, gib Du dein Geld; so werden wir siegen!“ — „Unser Glaube der Sieg, der die Welt überwindet; unsere Treue die Kraft, die den Sieg an unsbindet!“ — „Geld wird Tat!“ — „Helft Alle mit, dann haben wir gewonnen! “ — „Keine Hand darf fehlen, die Saat will reifen!“

Ende Dezember 1917 erließ das Kriegspresseamt (Berlin) ein Preisausschreiben, um für die bevorstehende achte Kriegsanleihe Entwürfe zu einem Plakat zu gewinnen. Zugelassen zudiesem Ausschreiben waren ausschließlich Angehörige des deutschen Heeres.

Dieser Wettbewerb fand eine ungeahnt zahlreiche Beteiligung : von der Front und aus Ersatztruppenteilen, aus der Etappe und Heimat, aus Lazaretten und Genesungsheimen gingen über 1900 Entwürfe ein, die des Spruches harrten. In Hinblick auf die zahlreichen und mannigfaltigen Schwierigkeiten, welche die Teilnehmer an dem Ausschreiben in jedem Sinne zu überwinden hatten, hatte man darauf verzichtet, Vorschriften und Bestimmungen über Format und Ausführung der Entwürfe zu erlassen. So war der Phantasie und den technischen Herstellungsmöglichkeiten der weiteste Spielraum gegeben: jedes Format und jedes, oft recht primitive, Material wurde verwendet! Pack- und Schreibpapier dienten als materielle Basis des Gedankens; Ölfarbe, Bunt- und Schwarzstift, ja sogar in einem Falle Ofenlack gaben ihm Form und Gestalt.

So wurde jede Art malerischer wie zeichnerischer Technik in den Dienst einer Aufgabe gestellt, die, wie die zahlreiche Beteiligung am Ausschreiben bezeugt, auf das Interesse und die Anteilnahme weiter Kreise gestoßen war. Und solche Mannigfaltigkeit trat auch in der Verpackung gar vieler Entwürfe zu Tage; zu Konservenbüchsen und Ofenrohrfragmenten hatte mancher gegriffen, um sein Werk an den Ort der Bestimmung gelangen zu lassen! In allen Farbenstufen und in Schwarz-Weißmanier trat manch’ neuer Gedanke ans Licht, unterstützt durch ein zündendes Wort, das von Vaterlandsliebe und Zuversicht kündet und das die mahnende und werbende Wirkung der bildlichen Darstellung gut unterstützt.

Gerade die Blätter, die aus ungeschultem Können stammen, zu deren Ausführung die des Griffels und Stiftes lange entwöhnte Hand wieder zum friedlichen Werkzeuge griff, bieten nach Form und Inhalt das weiteste Interesse; das Denken und Fühlen des Mannes, der seit Jahr und Tag in mannigfacher Weise im schweren Kampfe für die Heimat steht, hat sichtbare Gestalt angenommen und überträgt sich in fast unstillbarer Mitteilsamkeit auf die Heimat. Ein starkes Zielbewußtsein ist der Geist, der da draußen, wo diese Entwürfe entstehen, herrscht; er drückt sich in Bild und Unterschrift immer wieder, in allen Abwandlungen des gleichen Gedankens aus.

Übergroß ist der Reichtum der Gesichte, der gestaltet worden ist; Kriegswerkzeuge wie Scherenfernrohr und Tank, Geschütz und Flugzeug werden realistischoderstilisiert verwendet; das Schwert mit dem Lorbeerzweig, der Helm, der den Goldsegen in sich aufnimmt, der Friedensengel groß und klein sind etliche Symbole, die zur Verwendunggelangen; Typen des Volksheeres, der Feinde und der heimatlichen Gefilde in scharfer Profilierung wie in lebendigster Anschauung kommen zur Darstellung. Ein außerordentlicher Reichtum an Phantasie und Gedankenarbeit ist aufgeboten, um den notwendigen Zielen und Zwecken des Ausschreibens gerecht zu werden.

Von den Schlagworten, zu welchen die Unterschriften der Entwürfe sich oft geformt haben, hier nur einige wenige: „An die Gewehre noch einmal im Feld; noch einmal zu Hause heraus mit dem Geld!“ — „Deutsche draußen und drinnen, helft das Ende gewinnen.“ — „Durch Gold und Schwert zu Sieg und Herd.“ — „Wir schlagen sie; helft uns!“ — „Ich wage mein Leben, gib Du dein Geld; so werden wir siegen!“ — „Unser Glaube der Sieg, der die Welt überwindet; unsere Treue die Kraft, die den Sieg an unsbindet!“ — „Geld wird Tat!“ — „Helft Alle mit, dann haben wir gewonnen! “ — „Keine Hand darf fehlen, die Saat will reifen!“

Von der Fülle des Reichtums an künstlerischen Gedanken, die dieses Ausschreiben zur Tat werden ließ, kann hier naturgemäß nur ein geringster Ausschnitt wieder gegeben werden; eine Ausstellung der Entwürfe, die in Berlin in den Räumen der alten Sezession stattfindet, gibt eine Übersicht über all das Geleistete, dessen bester Ruhmestitel es ist, daß die Gleichmäßigkeit des Inhaltes durch die Vielseitigkeit der Darstellung restlos überwunden worden ist. Es war auch an dieser Stätte hier notwendig, auf Grundgedanken und Resultate des Ausschreibens hinzuweisen………. p. a. mkrbach.

Siehe auch:Das Baltikum
Das Balten-Gebet
Baltikum-Die ersten Freikorps
Litauen war ehemals mächtige europäische Großmacht
Baltikum-11. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Das Baltikum wird zerstückelt
Das Ende Alt-Livlands
Rußlands Dauerprobleme mit seinen Ostseeprovinzen
Der Untergang des Deutschen Ritterordens
Und immer wieder russische Grausamkeiten
Das Baltikum zwischen Bolschewisten und Zaristen
Der Erste Weltkrieg im Baltikum
Deutsche Truppen im Baltikum-Abwehrkämpfe gegen die Roten
Baltikum-Die Landeswehr
Das Baltenregiment
Das Baltikum und seine wechselnden Staatsformen
Baltikum-Das Ende der deutschen Dominanz

2. Reich