Die Abbildungen („Marktbauer“, Bartsch 186)und („Bauernhochzeit“, Bartsch 166—173; „Bauern in der Laube“, Bartsch 161; „Kämpfende Bauern“, Bartsch 165), die Schlussvignette („Der Genius mit dem Alphabet“, Bartsch 229) sind nach Kupferstichen von Hans Sebald Beham.

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Die Kopfleisten (Bartsch 16 u. 17; verkleinert) nach Kupferstichen von Barthel Beham.

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DAS Gesamtbild einer nationalen Kunst wird durch gewisse Züge bestimmt, die auch in weit entfernten Zeiträumen und in den verschiedensten Persönlichkeiten zum Ausdruck kommen. In ihnen gemessen wir den Volkscharakter in seiner feinsten Form. Von solchen Charakterzügen germanischer Kunst sei heute einer hervorgehoben: die Freude am Einzelnen und Kleinen, die in scharfem Gegensatz steht zu der Sehnsucht der Romanen nach schlichter Grösse. Bald äussert sie sich in der Zierlichkeit der Darstellung auf kleinem Raum, bald in einer subtilen Stoftmalcrei, bald wieder in einer ausführlichen Breite der Schilderung, die mit vielen kleinen Zügen einen Vorgang zu erläutern und zu ergänzen sucht. Namen zu nennen ist hier kaum nötig. Sie stehen einem jeden in Fülle zu Gebote aus allen Ländern germanischer Rasse und von den Zeiten der van Eyck bis herab zu unseren Tagen eines Leibl und Menzel. Mit der Schärfe der Beobachtung vereinigt sich bei solchen Künstlern gewöhnlich die Sorgfalt der Technik.

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