„Da du lebtest, lebte auch ich,
Da hättest du gerne gefangen mich.
Nun bist du tot, nun hast du mich,
Und daß ich sterbe, was hilft es dich?“

Die einzelnen Kapitel des Buches:
Deutsche Mythologie – Seelenglaube und Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Der Seelenglaube
Deutsche Mythologie – Die Seele als Atem, Dunst, Nebel, Schatten, Feuer, Licht und Blut
Deutsche Mythologie – Die Seele in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die Seele in Menschengestalt
Deutsche Mythologie – Der Aufenthaltsort der Seelen
Deutsche Mythologie – Der Seelenkultus
Deutsche Mythologie – Zauberei und Hexerei
Deutsche Mythologie – Der Maren- oder Alpglaube
Deutsche Mythologie – Schicksalsgeister
Deutsche Mythologie – Der Mütter- und Matronenkultus
Deutsche Mythologie – Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Naturerscheinungen in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Elfen und Wichte
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Zwerge
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Hausgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Wassergeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Waldgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Feldgeister
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Name und Art der Riesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Luftriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Berg- und Waldriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Wasserriesen
Deutsche Mythologie – Der Götterglaube
Deutsche Mythologie – Name und Zahl der Götter
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise – Der Feuergott
Deutsche Mythologie – Mythenkreise – Licht und Finsternis. Gestirnmythen.
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Tius
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Foseti
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Wodan
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Donar
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Balder
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Deus Requalivahanus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen
Deutsche Mythologie – Die Mutter Erde
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nerthus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nehalennia
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Tanfana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Hludana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Haeva
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Frija
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Ostara
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Baduhenna
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Walküren
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Schwanjungfrauen
Deutsche Mythologie – Der Kultus
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Gottesdienst, Gebet und Opfer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferspeise
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferfeuer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Wirtschaftsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst itn Staatsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Kriege
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst des Einzelnen im täglichen Leben
Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen
Deutsche Mythologie – Wahrsagerinnen und Priesterinnen
Deutsche Mythologie – Das Erforschen der Zukunft
Deutsche Mythologie – Ort der Götterverehrung
Deutsche Mythologie – Tempel
Deutsche Mythologie – Tempelfrieden
Deutsche Mythologie – Tempelschatz
Deutsche Mythologie – Götterbilder
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Der Anfang der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Die Einrichtung der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Das Ende der Welt

Deutsche Mythologie

Derselbe Fatalismus, der die germ. Krieger jauchzend in das Wetter der Speero trieb, der den Losorakeln im häuslichen Leben wie im öffentlichen Kultus eine solche Bedeutung beimaß, dehnte mit unheimlicher Konsequenz seine Anschauungen auch auf die Götter aus und faßte scharf und deutlich auch das letzte Schicksal der Welt und der Götter und die letzte Zukunft ins Auge. Wie der deutsche Mann kämpft und ringt und sich der Feinde erwehrt, so sind auch seine Götter in endlosem Streite gegen die finstern Mächte begriffen. Bei den Griechen lag der siegreiche Kampf der Olympier gegen die Titanen weit, weit in der Vergangenheit, der Germane dachte sich den letzten Kampf seiner Götter in der Zukunft, und nicht die Götter behaupten die Walstatt, sondern ihre Gegner. Und diese Anschauung von dem künftigen Weltuntergänge kann in der germanischen Welt nur in Form einer Verkündigung und Prophezeiung verbreitet gewesen sein; weise Frauen vor allem und tiefsinnige Dichter werden sich von Anfang an ihrer angenommen und sie in Zusammenhang mit der Entstehung der Welt besungen haben. Es ist eine erschütternde Tragik ohnegleichen, daß ein Volk seine Götter verdammt, die es nach seinem Bilde geschaffen und zu seinen Idealen erhoben hatte, weil sie ihm nicht mehr genügten. Solange die gegenwärtigen Zeitläufe bestehen, solange wird Unrecht auf der Erde wie im Himmel geschehen; auf der Idee der Sühnung beruht die germ. Vorstellung des Weltunterganges.

Schöpfungsgeschichten haben auch die andern Völker, aber nur deutscher Tiefsinn ahnte das Schicksal der Welt voraus, wie es in geläuterter und doch ähnlicher Gestalt das Christentum später verkündete. Denn mit der Vernichtung aller Dinge konnte das gewaltige Drama nicht abschließen, das uranfängliche Nichts konnte unmöglich wiederkehren. Schon bei den Germanen des Ariovist ist die Stärke des deutschen Unsterblichkeitsglaubens bezeugt; mutig und verwegen, die Wunden verachtend, gingen sie in den Tod, weil sie wußten, daß sie bei ihrem kriegerischen Himmelsgotte wieder auflebten (S. 243). Der Glaube an eine Wiedergeburt war allgemein verbreitet: die Seele eines Verstorbenen konnte in einem neugeborenen Kinde wieder erscheinen. Wie jedem Tode neues Leben, folgt jeder Nacht neues Licht. Die Gewißheit des wiederkehrenden Lebens und Lichtes, die Zuversicht auf persönliche Fortdauer macht wahrscheinlich, daß nicht nur die Nord-, sondern auch die Südgermanen mit gleicher Sicherheit auf eine Erneuerung der Welt rechneten, und zwar stellten sie sich diese als eine Welt vor, die keine Finsternis und keinen Tod mehr kennt, in der ewiger Friede herrscht. Die tiefe Sehnsucht der Germanen nach einer reinen Friedenswelt bezeugt der Namen Siegfried, d. h. „der Sieg und gefestigen Frieden besitzen soll“. Dem Christentum war durch sie der beste Boden vorbereitet. Das Christentum konnte mit der frohen Botschaft auftreten, der entzweiten Welt den ersehnten Frieden sogleich zu bringen. Eine Anknüpfung an die heidnischen Anschauungen und deren Läuterung, ein Weg innerer Bekehrung war damit gegeben, den einzuschlagen die Missionare nicht von sich weisen durften.

Die Anfrage des Bonifatius an Daniel und dessen sorgsames Eingehen auf heidnische Vorstellungen machen die Annahme wahrscheinlich, daß wenigstens die edelsten unter den Bekehrern sich mit den tiefsten Regungen der heidnischen Deutschen bekannt gemacht haben.

Die Vorstellung, daß Feuer und Lohe dereinst die Welt zerstören werde, ist uralt; sie muß entstanden sein, als noch die Kelten die unmittelbaren Nachbaren der Germanen waren. Denn Strabo (44) oder wohl schon Poseidonios weiß von den Galliern, daß nach ihrer Vorstellung einmal Feuer und Wasser die Oberhand bekommen würden. Da das den Weltuntergang durch Feuer bedeutende Wort durchaus germanisches Gepräge hat, ist es möglich, daß die Kelten diesen Glauben den Germanen entlehnt haben, sein hohes Alter ist dadurch gesichert. Dieses Wort heißt bei den Bayern im 8.—9. Jhd. müspilli, bei den Sachsen müdspelli, bei den Nordgermanen müspell. Im Heliand heißt es vom jüngsten Gericht: Müd-spelles Macht fährt über die Menschen (2592), Mütspelli kommt in düsterer Nacht (4360). Der biblische Weltuntergang trägt also heidnischen Namen. In dem bayer. Gedichte „Müspilli“ heißt es:

„Das hört ich sagen die weisesten Männer, daß der Antichrist wird mit Elias streiten. Wenn der Übeltäter [der Teufel) sich gewappnet hat, hebt an der Kampf. Die Kämpfer sind so tapfer, der Streit ist so groß. Elias streitet um das ewige Leben; er will den Frommen das Himmelreich sichern, und darum hilft ihm, der des Himmels waltet. Den beiden himmlischen Kämpfern Elias und Gott entspricht auf der feindlichen Seite der Antichrist und der Altfeind, der Satanas, der den Gott des Himmels besiegen will. Der Antichrist wird auf der Kampfstätte verwundet niederfallen und sieglos sein auf der Kriegsfahrt. Doch sind viele andere Gottesmänner auch der Ansicht, daß vielmehr Elias in dem Kampfe verwundet werde. Wenn da9 Blut des Elias auf die Erde träufelt, so entbrennen die Berge: Kein Baum bleibt mehr stehen auf der Erde, die Flüsse vertrocknen, das Meer verzehrt sich, es schwelt in Lohe der Himmel; der Mond fällt, Mittelgart brennt, kein Stein bleibt stehen. Dann fährt der Gerichtstag ins Land, er fährt daher mit dem Feuer, die Menschen heimzusuchen: dann kann kein Verwandter dem andern vor dem Müspilli helfen. Wenn dann die breite Rasenfläche ganz verbrennt und Feuer und Wind sie ganz wegfegen, wo ist dann die Feldmark, um die man immer mit seinen Verwandten Streit führte?“

Dem Dichter schweben deutlich noch Züge des heidnischen Weltuntergangs vor. Nicht nur die Wörter Mittilagart und Müspilli sind heidnisch, sondern das Betonen der Vernichtung durch die Flamme, der Umstand, daß durch das zur Erde triefende Blut des totwunden Elias alle Berge auflodern, daß der Mond herabstürzt und das Meer sich aufzehrt, ist biblischer Anschauung fremd und durchaus heidnisch. Ganz ebenso heißt es in der Edda: „Die Sonne wird schwarz, es sinkt die Erde ins Meer, vom Himmel fallen die heitern Sterne; Dampf tost und Feuer, zum Himmel leckt die heiße Lohe“ (Vsp. 57), und ein Volkslied lautet:

„Wenn der jüngste Tag wird werden,

Fallen die Sternlein auf die Erden,

Beugen sich der Bäume Spitzen,

Da die lieben Waldvöglein sitzen.“

Daß die Deutschen überhaupt den Glauben an einen Götterkampf- und Untergang gehabt haben, darf man daraus schließen, daß für die Kelten und Nordgermanen ein großer Kampf der Götter und Riesen als gemeinsame Vorstellung erwiesen ist: beide Völker glaubten, daß beim Weltabschlusse die feindlichen Heere der Götter und Riesen auf einem bestimmten Kampfplatze zusammenstießen, daß dabei der Götterkönig durch den Riesenkönig gefällt, aber durch seinen Sohn gerächt wurde, und daß der stärkste Gott und sein riesischer Gegner einander zugleich töteten.

Von den vielen Versuchen, das rätselhafte Wort zu erklären, verdienen zwei Beachtung. Der zweite Teil bedeutet wohl Zersplitterung oder besser Zerspaltung. Mit „der mott“ bezeichnet man noch heute in der Schweiz und im Elsaß das Ergebnis der Verbrennung von Rasen, Stoppeln und Gesträuch, wie sie im Herbste zur Düngung auf den Feldern stattfindet. Solche Feuer heißen noch heute Mott-, Muttfeuer. Mott bedeutet Kehricht oder Rasen, den man verbrennt, verbrannte Stoppeln und Stauden. In der Urzeit wurden zur Düngung der Felder Rasenstücke ausgehoben, wie sie nach der Brache vorhanden waren, dann mit den trockenen Stauden und Gesträuchen verbrannt und die Asche verstreut. Die Vegetation bot dem Feuer den eigentlichen Nährstoff. Auch im Muspilli entbrennen zuerst die Berge und die Bäume und dann die weite Rasenfläche, während das Sumpfland nicht mitbrennt, sondern nur sein Wasser verliert. Der Heide- und Waldbrand also, wie er sich aus den Feuern bei der Felddüngung leicht und oft entwickeln mochte, gab Anlaß zu der allgemein verbreiteten Vorstellung vom Weitende. Oder Muspilli wird als „Erdspaltung“ aufgefaßt (mü = Erdhaufen, Hügel, vgl. ahd. muwerfo): dann wären vulkanische Eruptionen des Erdfeuers die Ursache des die Erde überflutenden Feuermeeres.

Spuren dieses Mythus finden sich vielleicht auch in der vor einigen Jahren wiedergefundenen as. Genesis. Fünfzehn Verse geben die zwei Verse aus 1. Mose 1924,25 wieder:

„Der Tag brach an.

Da erhob sich gewaltig Getöse und drang bis zum Himmel,

Ein Brechen und Bersten; der Burgen jegliche Füllte mit Rauch sich; vom Himmel fiel Unendliches Feuer; die Todgeweihten ächzten,

Die leidigen Leute: die Lohe ergriff

All die breiten Burgsitze; alles zusammen brannte,

Stein und Erde, und mancher streitbare Mann Kam um und sank hin: brennender Schwefel Wallte durch die Wohnstätten, die Übeltäter erlitten Lohn für ihre Leidtat. Das Land sank hinein,

Die Erde in den Abgrund; ganz Sodomreich

Ward vernichtet, so daß nichts mehr davon übrig ist,

Und so in das tote Meer verwandelt,

Wie es noch heute steht, mit Fluten erfüllt.“

Die alten Vorstellungen vom Weltuntergänge und von der Welterneuerung lebten noch während des Mittelalters fort und haben sich im Glauben des Volkes bis heute erhalten. Sobald die aus der Fremde eingeführte Sage von einem apokalyptischen Friedenskaiser in Deutschland anfing bekannt zu werden und sich auf Kaiser Friedrich oder Karl d. G. die Hoffnung übertagen hatte, er werde vor dem Ende aller Dinge noch einmal zum Heile seines Volkes wiederkehren, mußte die Kaisersage mit volkstümlichen und mythologischen Elementen ausgeschmückt werden. Denu Fremdes, Unverständliches kann nur dann Volkssage werden, wenn es mit verwandten heimischen Anschauungen zusammentrifft und verschmilzt. Der oberste Gott, als der Wodan galt, war in den Berg gezogen. Waffen, Harnische und Schwerter schmückteu seine unterirdische Halle. Kaiser Friedrich im Kyffhäuser war an Wodan Stelle getreten, und die gleiche Verschmelzung des apokalyptischen Kaisers mit dem höchsten Gotte des deutschen Heidentums fand am Untersberg und in Kaiserslautern statt. Auf dem Walserfelde bei Salzburg oder auf dem Kirchhofe zu Nortorf in Holstein wird die letzte Schlacht geschlagen (D. S. Nr. 21—28). Der Antichrist erscheint, die Posaunen ertönen, der jüngste Tag ist angebrochen. Das Walserfeld hat einen dürren Baum, wie der Kirchhof zu Nortorf einen Holunder. Auch sonst weiß die Volkssago am Untersberge, am Kyffhäuser und an anderen Orten, daß die letzte Schlacht um einen Baum entbrennt, um eine Esche, Birke, Linde oder einen Dornstrauch. Wenn der Baum zu grünen beginnt, naht die schreckliche Schlacht, und wenn er Früchte trägt, wird sie anheben. Dann hängt Kaiser Friedrich seinen Schild an den Baum, alles wird hinzulaufen und ein solches Blutbad sein, daß den Kriegern das Blut in die Schuhe rinnt, da werden die bösen Meuschen von den guten erschlagen. Der dürre Baum, d. h. das Kreuz des Erlösers, an dessen Fuße der Kaiser zum Zeichen des Verzichtes auf sein Reich

Szepter und Krone nach der orientalischen Sage niederlegen sollte, nahm immer mehr den Charakter des aus den verdorrten Wurzeln neu ausschlagenden Weltbaumes an, und das Aufhöngen des Schildes bedeutet nicht mehr einen Verzicht auf die Krone, sondern einen entscheidenden Herrscherakt, sei es als allgemeines Friedenswirken, sei es als Aufgebot des Volkes zu Thing- und Heerfahrt. Der Kampf um das heilige Land wurde zur letzten Schlacht der Götter und ihrer Widersacher, und seit der zweiten Häfte des 17. Jhd. zu einem blutigen, aber siegreichen Kampfe für ein großes einiges, ein deutsches Vaterland.

Text aus dem Buch: Deutsche mythologie in gemeinverständlicher darstellung (1906), Author: Paul Herrmann.

Siehe auch:
Deutsche Mythologie – Seelenglaube und Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Der Seelenglaube
Deutsche Mythologie – Die Seele als Atem, Dunst, Nebel, Schatten, Feuer, Licht und Blut
Deutsche Mythologie – Die Seele in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die Seele in Menschengestalt
Deutsche Mythologie – Der Aufenthaltsort der Seelen
Deutsche Mythologie – Der Seelenkultus
Deutsche Mythologie – Zauberei und Hexerei
Deutsche Mythologie – Der Maren- oder Alpglaube
Deutsche Mythologie – Schicksalsgeister
Deutsche Mythologie – Der Mütter- und Matronenkultus
Deutsche Mythologie – Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Naturerscheinungen in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Elfen und Wichte
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Zwerge
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Hausgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Wassergeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Waldgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Feldgeister
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Name und Art der Riesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Luftriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Berg- und Waldriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Wasserriesen
Deutsche Mythologie – Der Götterglaube
Deutsche Mythologie – Name und Zahl der Götter
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise – Der Feuergott
Deutsche Mythologie – Mythenkreise – Licht und Finsternis. Gestirnmythen.
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Tius
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Foseti
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Wodan
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Donar
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Balder
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Deus Requalivahanus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen
Deutsche Mythologie – Die Mutter Erde
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nerthus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nehalennia
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Tanfana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Hludana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Haeva
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Frija
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Ostara
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Baduhenna
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Walküren
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Schwanjungfrauen
Deutsche Mythologie – Der Kultus
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Gottesdienst, Gebet und Opfer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferspeise
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferfeuer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Wirtschaftsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst itn Staatsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Kriege
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst des Einzelnen im täglichen Leben
Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen
Deutsche Mythologie – Wahrsagerinnen und Priesterinnen
Deutsche Mythologie – Das Erforschen der Zukunft
Deutsche Mythologie – Ort der Götterverehrung
Deutsche Mythologie – Tempel
Deutsche Mythologie – Tempelfrieden
Deutsche Mythologie – Tempelschatz
Deutsche Mythologie – Götterbilder
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Der Anfang der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Die Einrichtung der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Das Ende der Welt

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Deutsche Mythologie

Die von den Menschen bewohute Erde ist nach urgerm. Auffassung in der Mitte der Welt gelegen. Da im got. Midjungards, ahd. Mittilgart, as. Middilgard, ags. Middangeard, an. Midgardr den mittleren, eingehegten Raum bedeutet, herrschte bei allen Germanen dieselbe Vorstellung. Wald war ihnen die natürliche Grenze und Umgebung ihrer Niederlassungen und Gebiete; so war auch das Mittelgart überall von dichten Wäldern umgeben. Der gewölbte Himmel (ahd. ufhimil), wo die Götter herrschen, wo Wodan sein goldenes Haus hat, war die zweite Welt; die dritte war unterhalb der Erde gedacht. Dunstige schlammige Seen, Höhlengewässer und Brunnen galten als Eingang in die Unterwelt. Von gewissen Brunnen glaubt das Volk, daß sie der Eingang zur Hölle seien oder daß sie bis zur Hölle hinabgehen. Manche Brunnen heißen die Hölle. In dem Gedichte Heinrichs des Gleichsners Reinhart Fuchs (865 ff.) wird bei einer Äffung des Wolfes durch den Fuchs die Tiefe des Brunnens als das Himmelreich der Verstorbenen vorgespiegelt. In dem Märchen von Frau Holle ist der Brunnen der Einfahrtsschacht zur geheimnisvollen Unterwelt (K. H. M. Nr. 24). Ein See bildet den Eingang zu dem unterirdischen Reiche der Nerthus. Das dem Wasser entsteigende Nebelgewühl schuf die Vorstellung einer neblichen Unterwelt. In dieser Wasser- und Nebelhölle hausen die Nebelsöhne, die Nibelungen. Im Innern der Erde ist der Aufenthaltsort der geschiedenen Seelen. Für die guten Seelen war die Unterwelt kein Strafort, sondern ein Freudenaufenthalt. Aber den Seelen der bösen Menschen wurde in der Unterwelt die verdiente Strafe zu teil. Es entspricht dem ausgebildeteu Rechtssinn unserer Vorfahren, daß Verbrecher, die der irdischen Gerechtigkeit entgangen waren, nach dem Tode bestraft wurden. Nach deutscher Anschauung mußte der Übeltäter über eiue ungeheuere, mit Dornen wie eine Hechel dicht ,besetzte Heide wandern und einen Fluß von unendlicher Länge und solcher Breite durchwandern, daß keines Hornes Schall hinüberreicht; eiserne Spitzen oder Schwerter ragen aus seinen Wellen hervor und – zerfleischen den Leib. Die Germanen kannten also eine Wasserhölle, keine Feuerhölle. In heißen Ländern, wo alles nach Kühlung lechzt, ist glühende Hitze das Hauptmittel der Bestrafung; das Durchwaten grimmig kalter Ströme aber war in dem wasserreichen Germanien, wo es keine Brücken oder Fähren gab, außer der kurzen Sommerzeit wirklich eine Höllenqual. Nach den eiskalten, schneidenden Wogen, die wie Gift und Schwerter stachen, hießen Flüsse und Bäche in Deutschland Eiträ, Eitraha, Eitarbach. Es ist weitverbreiteter Volksglaube, daß sich vor diesem Flusse eine Wiese ausbreitet, ein schönes lachendes Gefilde, worin Blumen und Früchte wachsen, die zum Pflücken einladen (K. H. M. Nr. 24, Nr. 121). Eiue überaus breite und anmutige Linde erhebt sich in ihr, die über und über mit Schuhen behängen ist; mit den schützenden, ihm ins Grab mitgegebenen Schuhen überschreitet der Tote den Fluß und die Moorumgebung (Visio Godescalci; S. 33). Im Heliand wird der Aufenthaltsort der Seligen, das Himmelreich auf schöne, aber ganz heidnische Weise, als „Waldwiese“ (wang) bezeichnet: das Himmelreich die grüne Gottesaue, die Himmelsaue. Ebenso heißt im ags. das Paradies die grünen Wohnsitze. Die „Paradiesauen“ und die „himmlischen Gefilde“ haben wir bis auf diesen Tag beibehalten, freilich oft nur als poetischen Schmuck.

Das Reich der Riesen war im hohen Norden gelegen (S. 157). In die idg. Urzeit reicht die Vorstellung des Weltalls als eines ewig grünen Baumes zurück, mit einer Quelle am Fuße. Dieser mythische Baum hatte seine Abbilder im Kultus. Auf Bergen und Höhen, wo heilige Bäume standen, flössen heilige Brunnen. Der Missionar Pommerns, Bischof Otto von Bamberg, fand 1124 in Stettin eine große, vom Volke verehrte Eiche und unter ihr eine heilige Quelle, als Wohnung eines göttlichen Wesens. Im Schatten altverehrter Bäume fanden noch in später Zeit die Volksgerichte statt. Von der Irmensül, die Karl der Große 772 zerstörte, heißt es ausdrücklich, daß sie „eine allgemeine Säule war, die gleichsam das All trägt“, und sie bestand aus einem unter freiem Himmel in die Höhe gerichteten, in die Erde eingegrabenen Baumstamme von bedeutender Größe (S. 413). Man nimmt gewöhnlich an, daß dieser Weltenbaum sich aus einem Wolkengebilde entwickelt habe, dessen Zweige den ganzen Himmel bedeckten, oder aus dem Sonnenlichte, wie es sich mit der Morgenröte in den Wolken zu verzweigen beginnt. Aber die Erklärung dürfte weit einfacher und natürlicher sein. In der Urzeit schlug man seine Hütte unter einem laubreichen, schattenspendenden Baum auf, der so mitten in die Wohnung zu stehen kam: aus der an. Wölsungeu Sage (Kap. 3) und Wagners Walküre ist diese wundersame, stimmungsvolle Szenerie bekannt. Dieser Wohnungs-Baum wurde durch eine leicht verständliche und ganz natürliche Entwickelung zum allgemeinen Weltenbaume.

Für die Entstehung des ersten Menschen aus Bäumen fehlt jedes alte Zeugnis. Völlig abzuweisen ist die Meinung, daß die Worte des Tacitus, der „Ursprung der Erminonen ist vom Semnonenhaine ausgegangen“ (Germ. 39), die Herkunft der Semnonen aus Waldbäumen andeuten. Merkwürdig ist allerdings, daß unser Wort „Leute“ mit got. liudan = wachsen zusammenhängt (vgl. pöpulus Volk und pöpulus Pappel). Im 13. Jhd. brachte das älteste Zeugnis, Gervasius von Tilbury, der zur wissenschaftlichen Unterhaltung des Hohenstaufen Friedrich II. seine otia imperialia verfaßte, den Namen Germanen mit lat. germiuare = sprossen, knospen, keimen zusammen. In Rollenhageus Froschmäuselern soll Aschanes mit seinen Sachsen aus dem Harzfelsen im Walde bei einem Springbrunnen herangewachsen sein, und das bekannte Handwerksburschenlied läßt noch heute in Sachsen die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen (D. S. Nr. 428). In Siebenbürgen werden die Kinder unter einem großen, dicken Baume im Walde hervorgegraben oder aus einem Brunnen hervorgezogen, der sich unter einem großen Baume befindet. In Ostfriesland kommen die Kinder aus einem alten hohlen Baume tief im großen Walde. Vom „heiligen Baum“ in Tirol werden die neugeborenen Kinder, besonders Knaben geholt, in Hessen von einer schönen, großen Linde.

Text aus dem Buch: Deutsche mythologie in gemeinverständlicher darstellung (1906), Author: Paul Herrmann.

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Deutsche Mythologie – Die Riesen – Name und Art der Riesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Luftriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Berg- und Waldriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Wasserriesen
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Deutsche Mythologie – Name und Zahl der Götter
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Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise – Der Feuergott
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Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Tius
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Foseti
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Wodan
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Donar
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Balder
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Deutsche Mythologie – Die Göttinnen
Deutsche Mythologie – Die Mutter Erde
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nerthus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nehalennia
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Tanfana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Hludana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Haeva
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Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Baduhenna
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Walküren
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Schwanjungfrauen
Deutsche Mythologie – Der Kultus
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Gottesdienst, Gebet und Opfer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferspeise
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferfeuer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Wirtschaftsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst itn Staatsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Kriege
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst des Einzelnen im täglichen Leben
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Deutsche Mythologie

Die Deutschen rechneten in ältester Zeit nicht nach Tagen, sondern nach Nächten (Cäsar, b. g. 618; Tac. Germ. 11); vgl. Weihnachten, Fastnacht (Tag der Ausgelassenheit), die 12 Nächte, d. h. die 12 Tage von Weihnachten bis zum 6. Januar, engl, sennight: 8 Tage, engl, fortnight: 14 Tage. Ebenso galt der Winter als der Beginn der Zeit überhaupt. Diese Rechnung nach Nächten und Wintern hat mythologische Grundlage. Nach uralter, tiefer Auffassung ist Finsternis und Kälte die Keimzeit des lichten, warmen Lebens.

Es gab eine Zeit, wo noch nichts war, und mit der Verneinung der Hauptteile der Welt beginnt die deutsche Kosmogonie; weder die Erde mit Baum, Berg und Meer noch der Himmel mit Sonne und Mond war vorhanden. Die Eingangsstrophe eines vermutlich heidnischen volkstümlichen Gedichtes von der Entstehung der Welt und der Menschen scheint uns in dem Wessobrunner Gebet erhalten zu sein. Doch muß nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht werden, daß nach vielen Forschern alttestamentliche Gedanken den Inhalt des Gedichtes ausmachen (Gen. I., Psalm 89,2). Ganz ebenso liegt die Sache mit dem später zu besprechenden Gedichte Muspilli. Auf der anderen Seite sollte man annehmen, daß, wenn eine Reihe von Versen in zwei räumlich und zeitlich weit auseinanderliegenden Gedichten fast wörtlich übereinstimmt, von einem Zufalle keine Rede sein kann. Das Wesso-brunner Gebet lautet:

„Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes,

Daß die Erde nicht war noch der Himmel darüber,

Noch irgend ein Baum noch Berg vorhanden war,

Noch von Süden die Sonne schien,

Noch der Mond leuchtete, noch das weite Meer.“

Es ist der Anfang eines heidnischen sächsischen Liedes, das vom Anfänge der Erde handelt und das uranfängliche chaotische Dunkel schildert. Mit ihm stimmt ziemlich genau ein isländisches, ebenfalls heidnisches Gedicht überein, das frühestens um die Mitte des 10. Jhds. verfaßt sein kann (Völuspä 8,5):

„In der Urzeit

Da war nicht Kies noch Meer noch kalte Woge,

Nicht Erde gab es noch Oberhimmel,

Nur gähnende Kluft, doch Gras nirgends

[d. h. kein Boden, auf dem man stehen und sitzen konnte].

Nicht wußte die Sonne, wo sie Wohnung hatte,

Der Mond wußte nicht, welche Macht er hatte,

Die Sterne wußten nicht, welche St&tte sie hatten.“

In beiden Gedichten kehrt die Vorstellung eines uranfänglichen Chaos wieder, und diese Übereinstimmung läßt auf eine gemeinsame Grundlage höchsten Altertums schließen. Im 8. Jhd. kannte der Bischof Daniel von Winchester, der Freund des Bonifatius, heidnische rituale Erzählungen von einer germanischen Kosmogonie: Im Anfänge gab es noch keme Götter, sie erwuchsen erst später aus der Welt (s. u.).

Die Germanen stellten sich die anfängliche Leere als einen ungeheuren Schlund vor. Auch in der as. Genesis klagt Adam zu Eva: „Nun magst du sehen die schwarze Hölle gierig gähnen“, eine unzweifelhafte Anspielung an die gähnende Kluft. Die weitere Frage, wie aus diesem Nichts die Welt entstand, scheinen die Germanen in doppelter Weise beantwortet zu haben. Aus dem Gegensatz und der Bindung der einander entgegengesetzten Elemente des Feuers und des Wassers ging die Weltschöpfung hervor. Zwischen den Hermunduren und Chatten war über die heiligen Salzquellen Streit ausgebrochen (Ann. 1357; D. S. 363). Die Veranlassung war weniger die Sucht, alles mit den Waffen auszumachen, als der angestammte Glaube, jene Stätten seien dem Himmel besonders nahe und das Gebet der Sterblichen werde von den Göttern nirgends so aus der Nähe vernommen, deshalb lasse die Huld der Götter in jenem Flusse, in jenen Wäldern das Salz entstehen; es bilde sich nicht wie bei anderen Stämmen, indem übergetretenes Meerwasser verdunste, sondern es entstünde durch den Kampf der einander widerstrebenden Elemente, des Feuers und des Wassers, indem das Wasser über einen brennenden Holzstoß gegossen würde. Tacitus will nicht seine eigene Meinung, sondern die religiöse Ansicht der Germanen darlegen. Aus der Vermischung von Kälte und Wärme, von Wasser und Feuer entsteht das Salz, der Urquell alles geistigen Lebens, und die Chatten und die Hermunduren hegten den religiösen Glauben, daß an diesen heiligen Orten fortwährend die Werkstätte jener elementarischen Weltschöpfung offen stünde.

Eine vorgeschrittenere Zeit aber machte die Götter zu Schöpfern der Welt. Die Königin Chrodichilde drang unaufhörlich in ihren Gatten, sich taufen zu lassen und sagte: „Ohnmächtig sind die Götter, denen ihr dient, denn sie können sich und anderen nicht nützen, dieweil sie ein Gebilde aus Stein, Holz oder Erz sind. Tius und Wodan — wie weit reicht denn ihre Macht? Zauberkünste mochten ihnen zu Gebote stehen, aber die Macht einer Gottheit hatten sie nimmer“. Chlodovech aber entgegnete: „Auf unser Götter Geheiß wird alles geschaffen und erzeugt, euer Gott ist augenscheinlich ein ohnmächtiges Wesen und was noch mehr ist, nicht einmal vom Stamme der Götter“ (Greg. v. T. 229). Solch ein umständlicher Bericht von Clodovechs Heidentum kaum 100 Jahre nach dem Ereignis und aus dem Munde eines unterrichteten Geistlichen wäre abgeschmackt, wenn ihm nicht Wahres zugrunde läge. Zweierlei geht für die Kosmogonie aus ihm hervor: Die Franken hatten eine Theogonie, nach der ein Gott vom andern unmittelbar abstammte, so daß der christliche Gott in ihr nicht unterzubringen war, und Tius und Wodan (wie die andern Götter) haben die Welt geschaffen und gezeugt.

Bevor Bonifatius die Mission in Ostfranken und Hessen begann, bat er seinen Freund Daniel, Bischof von Winchester, um Auskunft, wie er den praktischen Missionsbetrieb einrichten müsse. Daniel warnt ihn, zu niedrig von den Heiden zu denken; obwohl sie sich nur mit Erde und Himmel, der sichtbaren Welt, in ihren Spekulationen beschäftigten, wären sie doch sehr wohl imstande, sich auch das unbegrenzte All vorzustellen und die christliche Lehre mit Scheinbeweisen zu bekämpfen; man solle sie nicht verspotten und reizen, sondern ihnen ruhig und maßvoll gegenübertreten. Daniel, der offenbar ein Meister in der Kunst der Dialektik ist, führt ihm ein System von Fragen vor, das auf die Vorstellungen der Heiden eingeht, sie mit biblischer Lehre widerlegt und ihnen die törichten Konsequenzen ihres Glaubens vorführt. Die Schrauben werden immer enger und enger gezogen, bis es zuletzt kein Entrinnen mehr gibt, uud der im Disputieren wenig gewandte Germane mehr verwirrt als aufgereizt über das Unzulängliche seiner Vorstellungen errötet und einsieht, daß seine ritualen Erzählungen den Christen wohl bekannt sind. In den Antworten und Einwürfen, die Daniel auf die christlichen Fragen folgen läßt, muß also deutsches Heidentum enthalten sein, und zwar handelt es sich um die Vorstellungen vom Entstehen der Götter und der Welt. Du mußt deine Fragen nach ihrem eigenen Glauben über die Genealogie ihrer auch noch so falschen Götter einrichten, heißt es in dem Briefe. Die heidnischen Deutschen glauben, daß ihre Götter nach Menschenart durch Umarmung von Mann und Frau erzeugt sind — mithin zeigst du ihnen, daß sie nicht Götter, sondern Menschen sind, und daß ihre Götter, da sie vorher nicht gewesen sind, einen Anfang haben müssen. Etwa seit dem Bestehen der Welt? Aber sie lehren im Gegenteile, daß die Welt, d. h. die Materie, von Anfang an vorhanden war, und daß auch ihre Götter erwachsen sind. Wer hat aber dann die Welt geschaffen? Dabei kannst du dich auf eins ihrer Lieder berufen, nach dem ihre Götter vor der Begründung des Weltalls nirgends einen Ort zum Verweilen oder Wohnen hatten (vgl. S. 416). Bemühe dich besonders mit vielen Beweisen und Gründen den Glauben zu widerlegen, daß die Welt immer ohne Anfang existiert habe, und frage, um sie irre zu machen: wer vor der Geburt der Götter die Herrschaft über die Welt führte, und auf welche Weise sich die Götter die Welt unterwerfen konnten, die vor ihnen da war? woher, von wem und wann der erste Gott oder die erste Göttin eingesetzt oder erzeugt war? warum ihre Götter aufgehört haben, sich fortzuptlanzen? wenn nicht, so muß ja die Zahl ihrer Götter bereits unendlich geworden sein. Zeige ihnen, daß sie ja gar nicht wissen können, wer unter so vielen und so großen Göttern der Mächtigste sei, und wie ängstlich sie fürchten müssen, bei einem Mächtigeren Anstoß zu erregen. Der Heide wird dir erwidern, daß er seinen Göttern alles zu verdanken habe, Glück uud Kuhm, Wohlstand und Gesundheit. Laß dir dann sagen, ob sie etwa glücklicher seien als die Christen. Er wird weiter sagen: unsere Götter sind allmächtig, wohltätig und gerecht, sie belohnen die, die ihnen Opferspenden darbringen und züchtigen ihre Verächter. Dann ist es Zeit, die Schlinge zuzuziehen. Frage sie, wie ein Gott allmächtig sein kann, der der Opfer bedarf, und wenn ihr Gott der Opfer nicht bedarf, so ist es ja überflüssig, ihn mit Gaben zu versöhnen. Die Ohnmacht und Ungerechtigkeit ihrer Götter geht daraus hervor, daß sie den Christen nichts anhaben können, die den Erdkreis von ihrer Verehrung zurückhalten und ihre Bilder zerstören, daß die Christen die fruchtbarsten und reichsten Länder haben, während sie den Heiden mit ihren Göttern die von Kälte starrenden Länder übrig gelassen haben. Dann muß der Heide zugeben, daß der christliche Gott allein der wahre Gott ist, der eine, ewige, allmächtige, der Schöpfer Himmels und der Erde. — Als positiver Gewinn ergibt sich erstens in Betreff der deutschen Theogonie: es gab eine Zeit, wo die Götter noch nicht waren, sie sind erwachsen oder gezeugt wie Menschen und pflanzen sich wie diese durch Ehen mit Göttinnen fort; es gibt mächtigere und weniger bedeutende unter ihnen, alle aber sind den Menschen gegenüber allmächtig, wohltätig und gerecht. Die deutsche Kosmogonie lehrt zweitens eine ungeschaffene,‘ seit Urbeginn vorhandene Materie und dehnt die Schöpfung nicht auf das Weltall aus, sondern schränkt sie auf Himmel und Erde ein. Das, wodurch sich die Götter um die urzeitliche, natürliche Welt verdient gemacht haben, ist der Segen der Kultur. Wenn auch die Götter später sind als die natürliche Welt des Organischen und Anorganischen, so haben sie doch erst die Welt wohnbar gemacht und eingerichtet. Sie stehen mithin nach germ. Glauben nicht am Anfänge der Schöpfung, sondern am Anfänge der Geschichte.

Weiteren Aufschluß über die deutsche Theogonie im Zusammenhänge mit der Anthropogonie gewährt Tacitus (Germ. 2). Der Grundgedanke des schwierigen Kapitels ist durchweg die Autochthonie der Germanen. Denn 1. ein so rauhes Land können nur Aulochthonen lieben, 2. die Göttermythen des Volkes selbst, enthalten einmal in mythischen Liedern, und zweitens in noch vorhandenen mythisch entstandenen Völkernamen, weisen ausdrücklich auf erdgehorne Götter als Ahnen des Volkes hin; 3. der sich durchgängig selbst gleiche physische Typus der Germanen schließt das Vorhandensein nicht autochthoner Elemente aus. Am Niederrheine haben Tacitus oder seine Gewährsmänner uralte heilige Lieder gehört, in denen die Germanen den erdgebotenen Gott Tuisto und seinen Sohn Mannus als Stammväter und Gründer des Volkes feierten. Dem Mannus schrieben sie drei Söhne zu, nach deren Namen die Westgermanen benannt seien, und zwar die dem Ozeane zunächst wohnenden Ingwäonen, die in der Mitte Erminonen, die übrigen Istwäonen. — Diese Theogonie oder Genealogie beginnt mit den ältesten Erinnerungen mythischen Denkens, hebt mit der unendlichen Fülle der göttlichen Macht an und verengert sich zu einem Mythus vom Ursprung und von der Abkunft der deutschen Nation. Der ältesten mythischen Zeit war jede scharfe Grenzlinie fremd, namentlich zwischen Land-und Luftwesen. Himmel und Erde verschmolz für den Menschen der Urzeit ineinander. So ist Tuisto der Doppelte, Zwiefältige oder auch der Zwiegeschlechtige, Mann und Weib zugleich. Ebenso ist Nerthus, nach der grammatischen Form Maskulinum und Femininum, als Gottheit doppelgeschlechtig, ein Geschwisterpaar, das zugleich ein Ehepaar.ist. Eine solche Vorstellung, die göttliche Zwitterwesen schafft und an die Möglichkeit des Geschlechts- und des Gestalten Wechsels glaubt (S. 334), reicht natürlich in das fernste Altertum zurück. Tuisto hat die Erde zu seiner Mutter, mithin den Himmel zu seinem Vater. In Himmel und Erde waltet er als Gott, er verkörpert in sich das All, aber durchaus noch unpersönlich. Höher entwickeltes Denken mußte daran Anstoß nehmen. Die Westgermanen konnten sich ihren Gott nur in menschlicher Gestalt und Art, d. h. als Person, als Mensch vorstellen mit bestimmtem Geschlechte, mit geistigen, sittlichen und leiblichen Vorzügen. Mannus, der Sohn des Tuisto, d. h. der von Himmel und Erde Erzeugte, ist also eigentlich dasselbe göttliche Wesen, nur nach menschlichem Bilde vorgestellt; er ist nicht der Urmensch, der Erzeuger des Menschengeschlechtes, sondern, wie die Sprache lehrt, das „erinnernde, denkende“ Wesen, die Vermenschlichung des Göttlichen überhaupt, die Gottheit bei ihrem geschichtlichen Eintritt ins menschliche Bewußtsein. In dem willkürlichen „sich erinnern“ erkennen wir noch heute den letzten Unterschied von Mensch und Tier; mennisc der Mensch ist der adjektivische Umlaut von Maimus und gehört zu gr. fiefiova, lat. moneo, memini. Damit war eine Spaltung der Gottheit Tuisto-Mannus verbunden, von der Tacitus nichts zu berichten weiß. Mannus konnte unmöglich noch Gott und Göttin in einer Person vorstelleu. Nach allgemeiner Anschauung sind die Gottheiten, die die himmlischen Erscheinungen leiten und Wetter, Regen und Donner, Licht und Wärme senden, männlichen Geschlechtes, die Gottheiten aber, die aus der Erde Fruchtbarkeit spenden, Göttinnen. So ward das früher gemeinsame Machtbereich des Tuisto-Mannus auf einen Gott des leuchtenden Himmels und auf eine Göttin der mütterlichen Erde verteilt. Tiwaz nannten die Germanen der Urzeit den hohen Herrscher des Himmels, und Nerthus „die Mäunin“ oder Frija „die Gattin“ die fruchtbare Erdgöttin. Die Genealogie des Tacitus macht aber offenbar einen Sprung. Als nächstes Glied sollte man erwarten, daß vom allgemein Menschlichen zum Germanischen übergegangen würde. Anstatt aber zu sagen: der Sohn des Mannus ist Tiwaz-Tius, dieser ist der Urahn und Begründer der Deutschen, seine Gattin ist die Erdgöttin, gibt Tacitus sogleich die drei verschiedenen westgermanischen Beinamen des Tiwaz an, nach denen sich die drei Kultverbände nannten. Denn Ingwaz, Ermnaz, Istwaz — Ingwio, Irmino, Istwio sind nicht Söhne des Mannus, sondern Beinamen des großen Volksgottes, wie Nerthus, Nehalennia, Tartfana nur andere Bezeichnungen der Erdgöttin sind. — Mit Recht hat also Tacitus diesen theogonischen Mythus als einen Beweis für die Autochthonie der Germanen verwertet, denn dasselbe Volk, das sich im stolzen Gefühle seiner Würde und seines Adels vom obersten Gott ableitet, kann auch nur gemeint haben, die Erde, aus der der Zwitter und zwiefältige Gott entstand, sei die Erde der jetzigen Germanenheimat. Auch aus diesem Mythus geht hervor, daß die germ. Götter nicht die Schöpfer des Alls waren, sondern nur die Lenker und Leiter der Geschicke des germanischen Volkes.

Liest man Tuisco = Tiwiskö (Sohn des Himmelsgottes Tiwaz und der Mutter Erde) und faßt man Mannus als „Urmenschendann als Stammvater der Germanen auf, so erhält man die Genealogie Tiwaz — Tiwisko — Mannus — Maniskones (= Mannus-Nachkommen = Menschen), uud die eigentlichsten Manniskones wären dann Ingwio, Istwio und Innino.

Als der Himmelsgott Tiwaz die Jungfrau Sonne zur Gemahlin nahm, führte sie ausschließlich den Namen Frija. Eine neue folgenschwere Verschiebung trat ein, als der ehemalige Sturm- und Nachtgott Wodan den Tius entthronte und seine Herrschaft und seine Gattin an sich riß. Davon konnte Tacitus noch nichts berichten, weil sich diese Umwälzung erst zu seiner Zeit vollzog.

Uralt ist die Vorstellung des Himmels als eines Schädels. Schädel und Himmel sind ein Wort; die Germanen nannten den Schädel mit demselben Worte (an. heili Gehini, fries. heila Kopf), mit dem die Griechen und Lateiner den Himmel benannten (gr. xottog, lat. caelum). Für beides erschien ihnen der Begriff der Wölbung charakteristisch, beide müssen ursprünglich gleich benannt gewesen sein. Nicht minder alt ist der Vergleich der See mit dem menschlichen Blute; denn Blut bedeutet eigentlich die „sprudelnde, schwellende Flüssigkeit.“ Wie das volkstümliche mythische Denken sich die Bildung der Bergo und Gewässer zurechtlegte, lehren die bayer. Sage vom Watzmann und ähnliche Riesengeschichten, wonach Hügel und Gewässer aus dem Körper und Blute eines erschlagenen Ungetüms entstanden sind (S. 170). Was jetzt nur noch die Lokalsage berichtet, ist einst allgemeiner Volksglaube gewesen, daß nämlich die einzelnen Teile der Welt ursprünglich Bestandteile eines riesigen chaotischen Urwesens waren, das in menschlicher Gestalt vorgestellt wurde. Die ritualen Erzählungen, die Bischof Daniel noch kannte, werden auch davon gehandelt haben. Die Kirche bildete
diese Vorstellungen um und übertrug sie auf die Erschaffung des Menschen aus acht Teilen des Himmels und der Erde. Am reinsten sind sie im fries. Emsigerrecht erhalten: „Adam wurde aus acht Stoffen geschaffen, das Gebein aus dem Steine, das Fleisch aus der Erde, das Blut aus dem Wasser, das Herz (die Seele) aus dem Winde, der Gedanke (das Gehirn) aus den Wolken, der Schweiß aus dem Tau, die Haare aus dem Grase, die Augen aus der Sonue. Dann blies Gott ihm den heiligen Geist ein und schuf Eva aus seiner Rippe, Adams Freundin/ Die Vorstellung, daß das Gehirn aus den Wolken (caelum-heila), die Seele aus dem Wind (animus-dW//os), das Blut aus dem Wasser geschaffen sei, kann unmöglich biblischen Ursprungs sein. Kehren wir sie um, so haben wir die gemeingermanische Lehre von der Entstehung der Dinge. Wiederum ist die Übereinstimmung mit der nordischen Kosmogonie schlagend:

„Aus des Urriesen Fleisch ward die Erde geschaffen,

Aus dem Blute das brausende Meer,

Die Berge aus dem Gebein, die Bäume aus den Haaren,

Aus dem Schädel das schimmernde Himmelsdach.

Doch aus seinen Wimpern schufen weise Götter Midgard dem Menschengeschlecht;

Aus dem Hirne endlich sind all die hartgesinnten Wetterwolken gemacht.“ (Grimnismol 40, 41).

Text aus dem Buch: Deutsche mythologie in gemeinverständlicher darstellung (1906), Author: Paul Herrmann.

Siehe auch:
Deutsche Mythologie – Seelenglaube und Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Der Seelenglaube
Deutsche Mythologie – Die Seele als Atem, Dunst, Nebel, Schatten, Feuer, Licht und Blut
Deutsche Mythologie – Die Seele in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die Seele in Menschengestalt
Deutsche Mythologie – Der Aufenthaltsort der Seelen
Deutsche Mythologie – Der Seelenkultus
Deutsche Mythologie – Zauberei und Hexerei
Deutsche Mythologie – Der Maren- oder Alpglaube
Deutsche Mythologie – Schicksalsgeister
Deutsche Mythologie – Der Mütter- und Matronenkultus
Deutsche Mythologie – Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Naturerscheinungen in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Elfen und Wichte
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Zwerge
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Hausgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Wassergeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Waldgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Feldgeister
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Name und Art der Riesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Luftriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Berg- und Waldriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Wasserriesen
Deutsche Mythologie – Der Götterglaube
Deutsche Mythologie – Name und Zahl der Götter
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise – Der Feuergott
Deutsche Mythologie – Mythenkreise – Licht und Finsternis. Gestirnmythen.
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Tius
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Foseti
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Wodan
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Donar
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Balder
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Deus Requalivahanus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen
Deutsche Mythologie – Die Mutter Erde
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nerthus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nehalennia
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Tanfana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Hludana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Haeva
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Frija
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Ostara
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Baduhenna
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Walküren
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Schwanjungfrauen
Deutsche Mythologie – Der Kultus
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Gottesdienst, Gebet und Opfer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferspeise
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferfeuer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Wirtschaftsverbande
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Deutsche Mythologie – Ort der Götterverehrung
Deutsche Mythologie – Tempel
Deutsche Mythologie – Tempelfrieden
Deutsche Mythologie – Tempelschatz
Deutsche Mythologie – Götterbilder
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt

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