Kategorie: Kaiser-Friedrich-Museum

BERLIN/ Kaiser-Friedrich-Museum / Christoph Amberger (etwa 1500 — 1561) /Bildnis Sebastian Münsters. Photographie von F. Bruckmann A.-G. München.

In Christoph Ambergers, des Augsburger Malers, Kunst lebt der Geist des jüngeren Holbein, seines Landsmannes, weiter. Neben Kirchenbildern und Altären hat Amberger besonders dem Bildnis sein Interesse zugewandt im Berliner Museum z. B. hängt außer dem hier repro-duzierten Gemälde auch ein Porträt Karls des Fünften aus Ambergers Hand. Neben starker dekorativer Wirkung, in der sich die venetianischen Studienjahre Ambergers kundtun, eignet den Porträts des Meisters scharfe Charakteristik. Das Bildnis des Kosmographen Sebastian Münster ist der Typus des deutschen Humanistenbildnisses.

Siehe auch: HYACINTHE RIGAUD, ALBRECHT DÜRER, TIZIAN, RAFFAEL, FERDINAND BOL, ADRIAEN VAN DER WERFF, SALOMON KÖNINCK, JAN VAN DER MEER VAN DELFT, CARLO DOLCI, KASPAR NETSCHER, GERARD DOU, REMBRANDT VAN RIJN, JAN DAVIDSZ DE HEEM, GABRIEL METSU, REMBRANDT VAN RIJN, ADRIAEN VAN OSTADE, DER MEISTER DES TODES DER MARIA, JUSEPE DE RIBERA, GUIDO RENI, LORENZO LOTTO, FRANCISCO DE ZURBAR AN, RAPHAEL MENGS, REMBRANDT VAN RIJN, BARTOLOME ESTEBAN MURILLO, HANS HOLBEIN DER JÜNGERE, JEAN ETIENNE LIOTARD, ANTON GRAFF, ANGELICA KAUFFMANN, ANTONIO ALLEGRI DA CORREGGIO, JAN VAN EYCK, ANTONIUS VAN DYCK, JACOB VAN RUISDAEL, CLAUDE LORRAIN, ANTOINE WATTEAU, PAOLO VERONESE, MEINDERT HOBBEMA, PETER PAUL RUBENS, CIMA DA CONEGLIANO, JAN WEENIX, PALMA VECCHIO, JAN WILDENS, MICHELANGELO CARAVAGGIO, POMPEO BAtONI, FRANCESCO FRANCIA, JAN VAN DER MEER VAN HAARLEM, DAVID TENIERS DER ÄLTERE, WILLEM KLAASZ HEDA, ADRIAEN BROUWER, JAN FY , HRISTIAN LEBERECHT VOGEL.

Christoph Amberger etwa 1500 — 1561 Deutsche Bilder - Deutsche Galerien Kaiser-Friedrich-Museum

BERLIN / Kaiser-Friedrich-Museum / Hans Holbein d. J. (1497—1543)/ Bildnis des Georg Gisze. Photographie von F. Bruckmann A.-G. München.

Der große schwäbische Meister Hans Holbein d. J., der von allen deutschen Malern der erste vcar, der internationalen Ruf genoß und als gesuchter Porträtist besondersin England viele Aufträge erledigte, hat gelegentlich seines zweiten Aufenthaltes in London im Jahre 1552 den damals vierunddreißigjährigen aus Danzig stammenden Kaufherrn Jörg Gisze (als den ihn die verschiedenen Briefaufschriften, die man auf dem Bild erblickt, auswreisen) in seiner Schreibstube porträtiert: ein wundervolles Jünglingsbild, wohl für die Braut des Gisze bestimmt, denn das Venetianerglas mit den Nelken kennzeichnet ihn als Bräutigam. Herrlich ist alles Stillebenhafte auf dem Gemälde, reizvoll bis ins kleinste Detail, rührend echt und wahr in seiner Stoffhaftigkeit, und doch von einem großen Zug, der das Beiwerk nicht über die Hauptsache, das beseelte Antlitz, den Sieg erringen läßt.

Siehe auch:

Deutsche Bilder - Deutsche Galerien HANS HOLBEIN DER JÜNGERE 1497-1543 Kaiser-Friedrich-Museum

BERLIN / Kaiser-Friedrich-Museum/LukasCranach (1472— 1555)/Ruhe auf der Flucht. Photographie von F. Bmckmann A.-G. München.

Ein poetisch-religiöses Genrestück, eine von musizierender Grazie erfüllte Legendengeschichte: so mutet dieses Frühwerk Cranachs an, das er als Zweiunddreißigjähri-ger im Jahre 1504 malte. DieWertschätzung, die unsere Zeit dem vorübergehend etwas vernachlässigten Meister entgegenbringt, gilt besonders seinen Arbeiten aus den Jahren von 1500—1550 später verfiel er in Handwerksmäßigkeit, ließ die meisten Bilder von seinen Gehilfen ausführen und legte selbst nur die letzte Hand an. Hier dagegen ist ein Meisterwerk, das vom ersten bis zum letzten Strich Cranachs Eigentum ist, erfüllt von Stimmung und Tiefe der Auffassung, kompositioneil eigenartig, koloristisch in tiefer, satter Glut der Farbe erstrahlend.

Siehe auch:
Cranachstudien
Cranach und die Graphik in Norddeutschland

Deutsche Bilder - Deutsche Galerien Kaiser-Friedrich-Museum Lucas Cranach

BERLIN/Kaiser-Friedrich-Museum/Hans Baidung Grien (um 1480—1545) / Anbetung der Könige (Ausschnitt). Photographie von F. Bruckmann A.-G. München.

Aus dem großen, farbengewaltigen Anbetungs-Bild des oberdeutschen Malers Hans Baldung Grien, der in Straßburg lebte und wirkte und zu Mathias Grünewald in Beziehung gestanden zu haben scheint, ist hier ein Ausschnitt genommen, um Technik und Art des Meisters klarer zu veranschaulichen. Der „Dreikönigs-Altar“ dürfte um 1507 entstanden sein, gehört also der Frühzeit Hans Baidungs an; für eine gewisse feierliche Steifheit, die den Werken aus dieser Periode des Meisters eigen ist, entschädigt die Innigkeit der Empfindung und der ungemein konzentrierte Ausdruck.

Siehe auch:
Hans Baldung Grien – Hexensabbat

Deutsche Bilder - Deutsche Galerien Hans Baldung Grien Kaiser-Friedrich-Museum