Kasseler Galerie

Bildverzeichnis der Abbildungen unten.








































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Bildverzeichnis:

JACOB ISAAKSZOON VAN RUISDAEL – Der Wasserfall
ADRIAEN VAN DE VELDE – Strand von Scheveningen
ADRIAEN VAN DER WERFF – Der verliebte Schäfer
ADRIAEN VAN OST ADE – Bauern unter einer Sommerlaube
ANTONIS MOR – Bildnis des Johann Gallus
ANTONIS MOR – Bildnis Wilhelms I. von Oranlen-Nassau
ANTONIUS VAN DYCK – Sebastian Leerse mit Frau und Kind
ANTWERPENER SCHULE – Die Anbetung der Hirten
ARNOUD VAN DER NEER – Sonnenuntergang
FLORENTINISCHE SCHULE – Bildnis des spanischen Dichters Garcilaso de la vega
FRANS HALS – Der junge Mann mit dem Schlapphut
FRANS HALS – Die singenden Knaben
GERARD DOU – Rembrandts Vater
GERARD DOU – Rembrandts Mutter
GERARD TER BORCH – Die Lautenspielerin
GONZALES COQUES – Der junge Gelehrte und seine Schwester
HANS IHOMA – Landschaftsstudie
JACOB JORDAENS – Der Apfelschimmel
JACOB SALOMONSZOON VAN RUISDAEL – Die Herde am Waldeingang
JACOPO TINYORE – Bildnis eines Edelmannes
JAN BRUEGHEL DER ÄLTERE – Dorfstraße
JAN STEEN – Das Bohnenfest
JOHANN ROTTENHAMMER – Heilige Familie
MELCHIOR D’HONDECOETER – Der weiße Pfau
NICOLAS POUSSIN – Bacchische Szene
PAOLO VERONESE oder LAMBARD SUSTRIS – Die sterbende Kleopatra
PAUL POTER – Kühe auf der Weide
PETER PAUL RUBENS – Der Orientale
PETER PAUL RUBENS – Die Flucht nach Ägypten
PHILIPS WOU WERMAN – Feldarbeiter bei der Mittagsrast
PHILIPS WOUWERMAN – Der Schreck vor, der Schmiede
REMBRAND VAN RIJN – Winterlandschaft
REMBRANDT VAN RIJN – Der Architekt
REMBRANDT VAN RIJN – Der Segen Jakobs
REMBRANDT VAN RIJN – Die sogenannte Holzhackerfamilie
REMBRANDT VAN RIJN – Landschaft mit Ruine
REMBRANDT VAN RIJN – Nicolaus Bruyningh
REMBRANDT VAN RIJN – Saskia
THOMAS GAINSBOROUGH – Landschaft
TIZIANO VECELLIO – Bildnis eines vornehmen italienischen Kriegsmannes

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Kasseler Galerie Kunstdrucke

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In der Galerie – Kunstgemälde der Kasseler Galerie (1907) werden 40 Abbildungen gezeigt.

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Ausgewählte Abbildungen aus der Galerie.
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Gezeigte Kunstgemälde in der Galerie

1. ANTONIS MOR, Bildnis Wilhelms I. von Oranlen-Nassau
2. FRANS HALS, Die singenden Knaben
3. FRANS HALS, Der junge Mann mit dem Schlapphut
4. REMBRANDT VAN RIJN, Saskia
5. REMBRANDT VAN RIJN, Nicolaus Bruyningh
6. REMBRANDT VAN RIJN, Der Architekt
7. GERARD TER BORCH, Die Lautenspielerin
3. JACOB ISAAKSZOON VAN RUISDAEL, Der Wasserfall
9. PETER PAUL RUBENS, Der Orientale
10. FLORENTINISCHE (?) SCHULE, Bildnis des spanischen Dichters Garcilaso de la Vega
11. TIZIANO VECELLIO, Bildnis eines vornehmen italienischen Kriegsmannes
12. PAOLO VERONESE (?) oder LAMBARD SUSTRIS, Die sterbende Kleopatra
13. REMBRANDT VAN RIJN, Die sogenannte Holzhackerfamilie
14. REMBRANDT VAN RIJN, Landschaft mit Ruine
15. REMBRANDT VAN RIJN, Der Segen Jakobs
16. JAN STEEN, Das Bohnenfest
17. PHILIPS WOUWERMAN, Der Scheck vor, der Schmiede
18. PHILIPS WOU WERMAN, Feldarbeiter bei der Mittagsrast
19. ADRIAEN VAN DE VELDE, Strand von Scheveningen
20. MELCHIOR D'HONDECOETER, Der weiße Pfau
21. JACOB SALOMONSZOON VAN RUISDAEL, Die Herde am Waldeingang
22. PETER PAUL RUBENS, Die Flucht nach Ägypten
23. ANTONIUS VAN DYCK, Sebastian Leerse mit Frau und Kind
24. ANTWERPENER SCHULE (?), Die Anbetung der Hirten
25. GONZALES COQUES, Der junge Gelehrte und seine Schwester
26. ANTONIS MOR, Bildnis des Johann Gallus
27. GERARD DOU, Rembrandts Vater
28. GERARD DOU, Rembrandts Mutter
29. ADRIAEN VAN OST ADE, Bauern unter einer Sommerlaube
30. ADRIAEN VAN DER WERFF, Der verliebte Schäfer
31. NICOLAS POUSSIN, Bacchische Szene
32. JACOPO TINYORE ro, Bildnis eines Edelmannes
33. JOHANN ROTTENHAMMER, Heilige Familie
34. REMBRAND VAN RIJN, Winterlandschaft
35. PAUL POTER, Kühe auf der Weide
36. ARNOUD VAN DER NEER, Sonnenuntergang
37. JAN BRUEGHEL DER ÄLTERE, Dorfstraße
38. JACOB JORDAENS, Der Apfelschimmel
39. THOMAS GAINSBOROUGH, Landschaft
40. HANS IHOMA, Landschaftsstudie

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Landschaftsstudie


Die hier wiedergegebene Landschaftsstudie Hans Thomas stammt aus dem Jahre J880. Sie trägt entschieden südliches Gepräge. Thoma war 1874 in Italien gewesen, er war mit gefüllten Skizzenbüchern heimgekehrt und hatte 1876 seinen dauernden Wohnsitz in Frankfurt am Main genommen. „Dieser Aufenthalt in Italien“, so schrieb Hans Thoma selbst, „war von bestimmendem Einfluß für mein Schaffen, ich brauchte es nicht zu ändern, sondern ich strebte nach Vollendung und Klarheit. Was andere taten und wie die Ausstellungen aussahen, war für mich gleichgültiger als je. Der Gedanke, einsam zu sein, drückte mich nicht mehr, ein hohes Freiheitsgefühl belebte mich und ließ alle kleinlichen Sorgen, die sich massenweise nahten, nicht zum Siege kommen.0 — Es war in Frankfurt damals noch längst nicht die Zeit, da Hans Thoma Mode war. Im engeren Kreise fand er Freunde und Bewunderer seiner Kunst, weitere Kreise hatten noch immer nur Spott und Mißachtung für sein Schaffen. „In diesen Frankfurter Jahrzehnten, in welchen die Handelsstadt nichts von ihm wissen wollte, ihre ausendmarkscheine für Grützner, Achenbach und Knaus ausgab und Grützner, Achenbach und Knaus für unverrückbare Werte hielt, malte er nach seinem freien Willen und Geschmack. Die Notizen in seinem Skizzenbuch, die noch viel reicheren Notizen in seinem eminenten Gedächtnis wurden zu Bildern. Aus dem Schwarzwald und aus Italien, aus der Wirklichkeit, aus der Legende, aus dem Märchen, aus der Phantasie überströmten ihn die Stoffe — er gab ihnen Gestalt, Farbe, Leben —, bedauerte, daß er nicht längere Tageshelle, daß er nicht mehr Hände habe. Sein ganzes unablässiges Schaffen, nach der Natur, nach dem Modell, nach Gedächtnis und Phantasie, wie es diese siebziger und achtziger Jahre erfüllte, war ein frohes Ernten.“ (A. Spier in der Kunst unserer Zeit, 11. Band.) In den Jahren 1880 und 1887 war Thoma wieder in Italien, schaute, zeichnete, malte, brachte neue Reichtümer nach Hause. Zu diesen gehörte unsere Landschaftsstudie. Ob aber auch das Motiv italienisch ist, man sieht es auf den ersten Blick, daß nur ein Deutscher das Bild gemalt haben kann, und von diesen eben wieder nur Hans Thoma., Es ist Größe und Kraft in dem Motive, aber ebensoviel anheimelnde Innigkeit und tiefe Empfindung. Wie köstlich ist die Gruppe zur Linken, die man als Flucht der heiligen Familie nach Ägypten deuten mag, wie reizvoll ist die Gruppe der drei spielenden Kinder im Vordergründe, wie natürlich und ungezwungen geben die Gestalten auf dem Wege die Empfindung des Heimkehrens. Natur und Menschen eins — Sonnenschein, Heiterkeit, Frieden, Ruhe, stilles Glück —, all das spricht zu uns in keuscher, aufrichtiger Innigkeit. Wer die Natur so sieht und malt, der muß sie innig lieben, und wir lernen sie wieder lieben durch den Künstler, der so eins ist mit ihrer stillen Schönheit.

Aus dem Buch “Album der Casseler Galerie” von 1907.

HANS THOMA 1839-1924 Kasseler Galerie