Kategorie: Kunst im 3. Reich

„Die Hauptsache ist, daß die Rasse rein bleibe! Rein und sich selber gleich, wie schon Tacitus sie einst rühmte. So nur werden wir ein Volk! So nur werden wir eine Einheit! So nur werden wir Offenbarungen und Betätigungen der Geisteswelt und fähig, das Grundelement des Urvolkes der Germanen zu erhalten und zu steigern, ohne das Große und Gute aller Zeiten und Völker von uns wegzuweisen.“

Johann Wolfgang Goethe.

Wer ein Kunstwerk verstehen und genießen will, der gehe womöglich ohne Begleitung und kaufe sich einen Stuhl, wenn solcher zu haben ist, setze sich in richtiger Distanz und suche, in Schweigen verharrend, wenigstens für eine Viertelstunde sein verehrliches Ich zu vergessen. Geht ihm nichts auf, dann komme er wieder, und ist ihm nach acht Tagen nichts aufgegangen, dann beruhige er sich mit dem Bewußtsein, das Seinige getan zu haben. Fängt aber innerhalb dieser Frist der magnetische Rapport an zu wirken, wird es ihm warm um das Herz und fühlt er, daß seine Seele anfängt, sich über gewisse Alltagsvorstellungen und gewohnte Gedankenreihen zu erheben, dann ist er auf gutem Wege, begreifen zu lernen, was die Kunst ist, und was sie vermag.

Anselm Feuerbach.



Weitere 60 Abbildungen.

3. Reich Abbildungen Kunst im 3. Reich Nordisches Blutserbe im süddeutschen Bauerntum

Die Tonkunst unserer großen Meister, insbesondere Richard Wagners, ist über alle Zeiten hinweg nie versiegender Kraftquell unserer Nation. In der deutschen Musik ist deutsche Religiosität und Innerlichkeit Gestalt geworden. Vor ihr neigen wir uns als vor dem tiefen Geheimnis deutscher Seele.

Abbildungen Arno Breker Kunst im 3. Reich

Adolf Reich Kunst im 3. Reich Kunstdrucke

Bildverzeichnis der 79 Abbildungen unten.

1943

STATT EINER VORREDE

Der Künstler kann kein einziges Element aus der Wirklichkeit brauchen, wie er es findet. Sein Werk muß in allen Teilen ideell sein, wenn es als ein Ganzes Realität haben und mit der Natur übereinstimmen soll.

Schiller

Der Laie sagt, etwas wäre ausgeführt, wenn er es von nah ansehen kann. Nach seiner Meinung müßte ein Bild möglichst glatt zusammengestrichen sein, und wenn dann feine Striche für Fingernägel oder Augenbrauen zu sehen sind und gar irgend ein Schönheitsfleck genau Umrissen — für Spitzen weiße feine Linien wie abgedrückt zu erkennen sind, findet er ein derartiges Bild entzückend. Was ihm nicht aus der Nähe klar und verständlich erscheint, urteilt er als etwas Unfertiges unbarmherzig ab. Es liegt daran, daß das Publikum nicht das Ganze zu sehen versteht, sondern eben nur auf das Einzelne seinen Blick richtet.

Lovis Corinth

 

Jede Natur, die im Kunstwerk zur Erscheinung kommt, muß das Gepräge einer individuellen Künstleranschauung, einer originellen Auffassung in sich tragen. Der Künstler muß von der zu arbeitenden Natur eine bestimmte, ihm eigentümliche klare Anschauung bekommen und imstande sein, dem empfänglichen Beschauer gerade jene individuelle, eng begrenzte Stimmung wieder zu erwecken, so daß er das ganze Bild, wie es durch das Gemüt des Künstlers gezogen und dadurch uns menschlich nahe gerückt ist, mit gleicher Lebhaftigkeit nachempfinden kann.

Adolf Bayersdorfer

Es gibt Schönmaler, wie es Schönschreiber gibt. Den Wert dieser beurteilt man nach dem sauber geschriebenen Buchstaben, unbekümmert um den Sinn desselben. Aber der Wert jener ist sehr gering, wenn er nicht Höheres umfaßt als eben schön zu malen.

Caspar David Friedrich

Es kann jemand ein vollkommen gut gebautes und organisch gesundes, ja ausgezeichnet scharfes Auge oder feines Gehör haben, ohne daß damit irgend eine Wahrnehmung des Schönen oder der eigentliche Sinn für die Kunst verbunden wäre.

Friedrich Schlegel

Es ist nicht der Gegenstand, der dem Bilde künstlerischen Wert gibt, sondern die Anschauung ist es, die Summe von anschaulicher Erkenntnis, die sich im Werke ausspricht. So ist eines der bedeutendsten Bilder, die es überhaupt gibt, der im Schlachthaus aufgehängte Ochse von Rembrandt. Die ganze Poesie des Sehens ist in diesem Bilde enthalten, — es ist ein Bild voll Schönheit, voll geheimnisvoller Schönheit, die allen denen verschlossen ist, die darin nichts anderes sehen als ein Stück Ochsenfleisch.

Hans Thoma

Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten.

Goethe

Was der Laie von der Malerei will, sind Bilderbogen für große Kinder.

Karl Schuch

Von Velazquez gibt es Hündchen-Porträts, welche eine gleich vornehme und innerliche Charakteristik bieten, wie die eines spanischen Granden; es kommt in der Kunst alles auf die Auffassung an; das Wie ist weit wichtiger als das Was; ein geistvolles Hundeporträt ist besser als ein geistloses Goetheporträt.

Julius Langbehn

Nur wer die Kunst weder einem ästhetischen noch einem symbolischen Zwecke dienstbar macht, wird ihr ganz gerecht werden können; denn sie ist mehr als ästhetisches Reizmittel und mehr als eine Illustration, sie ist eine der Erkenntnis dienende Sprache.

Konrad Fiedler

Um nationale Kunst braucht man nicht besonders besorgt zu sein; wo eben die Fähigkeit zur Kunst aus einer deutschen Seele wächst, da trägt die Kunst auch den Stempel des deutschen Wesens — der Künstler mag behandeln, was er will.

Hans Thoma

Daß der Künstler Eigenes geben soll, dem stimmen gar viele zu, die dann verlangen, daß die Eigene ganz so aussehen solle, wie sie es sich denken.

Hans Thoma

Wer ein Kunstwerk verstehen und genießen will, der gehe womöglich ohne Begleitung und kaufe sich einen Stuhl, wenn solcher zu haben ist, setze sich in richtiger Distanz und suche, in Schweigen verharrend, wenigstens für eine Viertelstunde sein verehrliches Ich zu vergessen. Geht ihm nichts auf, dann komme er wieder, und ist ihm nach acht Tagen nichts aufgegangen, dann beruhige er sich mit dem Bewußtsein, das Seinige getan zu haben. Fängt aber innerhalb dieser Frist der magnetische Rapport an zu wirken, wird es ihm warm um das Herz und fühlt er, daß seine Seele anfängt, sich über gewisse Alltagsvorstellungen und gewohnte Gedankenreihen zu erheben, dann ist er auf gutem Wege, begreifen zu lernen, was die Kunst ist, und was sie vermag.

Anselm Feuerbach

Die Form will so gut verdaut sein als der Stoff, ja, sie verdaut sich viel schwerer.

Goethe

Persönlichkeit findet Persönlichkeit: dieser Glaube ist mir geworden und bleibt mir, und ich spreche es aus, daß die Kunst von Vereinigungen, von sogenannter öffentlicher Meinung nie Gutes zu erwarten hat. Sie wird von oben gesetzt von der Persönlichkeit, deren Ausdruck sie ist.

Hans Thoma

Wo der Kunst der Gegenstand gleichgültig, sie rein absolut wird, der Gegenstand nur der Träger ist, da ist die höchste Höhe.

Goethe



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