Kategorie: Leitgedanken

Die wichtigsten Erfindungen in der Buchdruckerkunst rühren seit Gutenberg von Deutschen her, einschliesslich der Schnelldruckpresse durch König, einen deutschen Auswanderer; Ottomar Mergenthaler hat dieselbe dank seiner Genialität verbessert. Haben Sie je von Mergenthalers Linotype-Setzmaschine gehört, einem der grössten Wunder aller Zeiten, die in jeder erstklassigen Druckerei zu finden ist?

Die Mäh- und Bindemaschine ist allerdings die in Amerika gemachte Erfindung eines Schotten; aber Deutschland ist reich an landwirtschaftlichen Geräten aller Art, die sämtlich dem Mutterlande entstammen. Haben Sie je von einem elektrischen Pflug gehört, der einen grossen Fortschritt in der Landwirtschaft bedeutet? — In Deutschland ist er seit den letzten fünfzehn Jahren im Gebrauch.

Sie scheinen von dem berühmten Mausergewehr nichts zu wissen, das in der deutschen Armee im Gebrauch ist, noch vom Mannlicher Repetiergewehr, die beide deutsche Erfindungen sind.

Der Revolver ist, wie jedermann weiss, eine amerikanische Erfindung; aber der Mauserrevolver, der bis auf eine Meile sein Ziel trifft, der wirkungsvollste von allen Revolvern, ist eine deutsche Erfindung. Sodann, hat nicht Deutschland die ganze Welt in Erstaunen gesetzt mit seinen 30-Centimeter-Haubitzen? Und was sagen Sie schliesslich zu dem Krupp’schen 16 ½ -zölligen Geschütz, „der gewaltigsten aller Kriegswaffen,” — ein Geschoss für jedes Fort, — Krupps grossem Geheimnis? —

Nun zu den Schiffen !

Bauen nicht die Deutschen auf ihren eigenen Werften die modernsten Kriegsschiffe eigener Bauart? Und dies gilt auch von Torpedos und Unterseebooten. Nebenbei bemerkt, — Siemens war der erste, der eine Unterseemine durch Elektrizität zum Explodieren brachte. Dass die Deutschen wirksam tätige Torpedos besitzen, wird niemand bezweifeln: am allerwenigsten die Briten! — Und waren die Deutschen nicht, wie dieser Weltkrieg beweist, auch die ersten, die praktischen Gebrauch von den Unterseebooten machten? — Überraschten die Deutschen nicht die englische Flotte, als sie ein Panzerschiff nach dem anderen zerstörten und die feindlichen Schiffe in einen Zufluchtshafen zwangen? Und sind die deutschen Unterseeboote nicht der Schrecken der Feinde Deutschlands? Und haben sie nicht einen enormen Prozentsatz der englischen Schiffe vernichtet? Und hat nicht Deutschland auch damit bewiesen, dass es auf wissenschaftlich-technischem Gebiete den ersten Rang einnimmt?

Es ist übrigens bekannt genug, dass die Deutschen eine Menge wertvoller Erfindungen für Kriegszwecke besitzen, deren Geheimnis sie sorgsam bewahren.

Durch Tatsachen, mein lieber Herr Professor, wird die Überlegenheit einer Nation über die andere erwiesen, nicht durch leere Behauptungen! — Deutschlands siegreicher Widerstand gegen eine Welt voll offener und geheimer Feinde ist der beste Beweis für seine Überlegenheit anderen Kulturvölkern gegenüber. Die Deutschen prahlen nicht mit ihren Verdiensten und Errungenschaften, darum wussten Sie, Herr Professor, nichts davon; sonst würden Sie sich Ihre Angriffe wohl besser überlegt und dieselben vielleicht unterlassen haben. Die Tatsache, dass Sie auf Seiten der Feinde Deutschlands stehen, beweist noch nicht deren Überlegenheit in der Kultur. Durch Ihre ungerechten Angriffe fordern Sie aber die Kritik heraus, und der Grund, warum Sie für Deutschland keine Sympathie haben, ist auf Ihre Unkenntnis des Landes und seines Volkes zurückzuführen. Es gibt eine gewisse Klasse von Deutschamerikanern, die ebenfalls eine falsche Meinung über Deutschland hegen, weil sie ihr Ursprungsland nie gesehen haben.

Friedrich Wilhelm von Frantzius.

Siehe auch:
Das Wort Kultur
Deutsches Alphabet
Um auf die schöngeistigen Künste zu kommen…
Wie steht es mit Deutschlands leuchtenden Genies:
Bezüglich der schöngeistigen Literatur
Deutsche Erfindungen-Automobil und Äroplan
vom Kinde
die Überlegenheit deutscher Kultur auf dem Felde der Wissenschaft
Im Muttertum liegt die höchste Ehre der Frau
Ehre ist das gemeinsame Ideal von Frau und Mann
Arbeitsmaiden und Kinder im 3. Reich
Arbeitsmaiden im 3. Reich
In bäuerlicher Gesittung lebt die germanische Ehrauffassung weiter
Germanengut im Zunftbrauch
Zucht ist angewandtes Wissen von der Vererbung
Der Wald als Lebensgemeinschaft
Der Wegweiser
Voraussetzung zum Kind

Leitgedanken

Auch auf diesem Gebiete hat Siemens wichtige Erfindungen gemacht, die noch heute benutzt werden. Es war die oben erwähnte mit Rohöl betriebene Dieselmaschine, die ganz besonders auf dem Gebiete der Schiffahrt, im Kriege und Frieden, auch auf dem der Luftschiffahrt, so gewaltige Umwälzungen hervorbrachte. Diesel war ein Deutscher. Hat Deutschland nicht die beste und modernste Handelsflotte? — Sind die Ozeandampfer „Imperator” (52,000 Gross-Tonnen) und „Vaterland” (58,000 Gross-Tonnen) nicht das Vollendetste in der Entwicklung des Dampfschiffes? —

Das Telephon ist, wie leider viel zu wenig bekannt, in der Tat gleichfalls eine deutsche Erfindung. Philipp Reis, ein deutscher Lehrer, konstruierte den ersten Fernsprechapparat; fand aber bei den Zeitgenossen nicht die seiner Erfindung gebührende Beachtung. Das Bell- Telephon ist nur eine Verbesserung des Reis’schen Instruments — vielleicht auch nur eine Nachahmung, wie aus den Akten des vor dem Obersten Gerichtshöfe der Vereinigten Staaten geführten Patentprozesses leicht zu ersehen ist. Der Gerichtshof war nahe daran, das Bell-Patent für null und nichtig zu erklären.

Deutsche drahtlose Telegraphensysteme sind die vollkommensten in der Welt. Auch haben sie die gewaltigsten Stationen. Die Sayville Anlage auf Long Island, ein deutsches Telefunken-System, ist die bedeutendste Station in den Vereinigten Staaten. Infolge Goldschmidt’s Errungenschaft lassen sich drahtlose Depeschen über 6000 Meilen befördern, so dass auf diese Weise das Marconisystem bei weitem übertroffen wird.

In der Photographie und dem Kino beruht der Erfolg, wie allgemein bekannt ist, auf dem modernen Kodak der Jenaer Linse, der Erfindung zweier deutscher Professoren. Die Linsen der Firma Zeiss und Görtz gelten ohne Widerspruch für die besten der Welt! Jedes erstklassige physikalische Laboratorium in den Vereinigten Staaten, ja in der ganzen Welt, ist mit deutschen Mikroskopen, Mikrotomen usw. ausgestattet, und in den astronomischen Observatorien, wo nur die schärfsten und genauesten Linsen Verwendung finden können, haben die Deutschen beinahe ein Monopol. Fast alle erstklassigen Instrumente und alles in der Photographie gebrauchte optische Material wie Barytha Papier, Chemikalien usw., sind deutsche Fabrikate. Sie sind alle nach deutschen Formeln hergestellt. Dies gilt von den besten Feldgläsern, Periscopen, wie auch vom Kino. Ungefähr 75% der chirurgischen Instrumente werden in Deutschland hergestellt. Und ist nicht der deutsche Handwerker, und Arbeiter überhaupt, der gewissenhafteste und geschickteste von allen?

Der Pulmotor , eine Wiederbelebungsmaschine, ist eine der jüngsten deutschen Erfindungen.

Beim Beleuchtungswesen überrascht die Tatsache, dass auch hier die Deutschen die Führung haben. Die sogenannte „Edison-Glühlampe” ist in Wahrheit eine deutsche Erfindung. — Einer der Assistenten Edisons, der von Deutschland nach Amerika kam, erfand sie. In der Entwicklung des Leuchtgasbrenners nehmen die Namen Auer von Welsbach, Bunsen, Pintsch in Wissenschaft und Handel den ersten Rang ein. Bunsen hat als erster in den Jahren 1838-1840 künstliche Kohle für Bogenlampen hergestellt, und wieder war es Werner von Siemens, der die Kohle für Bogenlampen vervollkommnet, besonders hinsichtlich der Lichtbeständigkeit; aber die Zusammensetzung und die Art der Herstellung ist heute noch deutsches Geheimnis geblieben. Zu Ihrer Überraschung werden Sie, Herr Professor, vielleicht vernehmen, dass die sogenannte Tungsten-Lampe ebenfalls deutsches Produkt ist, desgleichen das Nernst’sche Glühlicht. Haben Sie die neue Nitrogen-Lampe gesehen, welche die wundervolle Tungsten-Lampe bei weitem übertrifft? — Ebenfalls eine deutsche Erfindung! —

Friedrich Wilhelm von Frantzius.

Siehe auch:
Das Wort Kultur
Deutsches Alphabet
Um auf die schöngeistigen Künste zu kommen…
Wie steht es mit Deutschlands leuchtenden Genies:
Bezüglich der schöngeistigen Literatur
Deutsche Erfindungen-Automobil und Äroplan
vom Kinde
die Überlegenheit deutscher Kultur auf dem Felde der Wissenschaft
Im Muttertum liegt die höchste Ehre der Frau
Ehre ist das gemeinsame Ideal von Frau und Mann
Arbeitsmaiden und Kinder im 3. Reich
Arbeitsmaiden im 3. Reich
In bäuerlicher Gesittung lebt die germanische Ehrauffassung weiter
Germanengut im Zunftbrauch
Zucht ist angewandtes Wissen von der Vererbung
Der Wald als Lebensgemeinschaft
Der Wegweiser
Voraussetzung zum Kind

Leitgedanken

Deutschland, der Träger der Welt-Kultur.

Wie verhält es sich mit dem Automobil und dem Äroplan?

Daimler, ein Deutscher, der Erfinder der modernen kondensierten Gasmaschine, deren Patent er einem Franzosen überliess, ermöglichte die Erfindung des Automobils, und Daimler war es auch, der als erster durch diese Erfindung das Motorcycle möglich machte. Dies ist der Grund, warum das Seiden-Patent vor zwei Jahren im Obersten Gerichtshöfe der Vereinigten Staaten für ungültig erklärt wurde.

Den Erfindern Diesel und Gottlieb Daimler verdanken wir Automobil, Äroplan und Motorboot. Wer kennt nicht die Dieselmachine , diesen Triumph moderner Technik, die eine so gewaltige Revolution herbeigeführt hat, die dank ihrer genialen Konstruktion so wenig Platz einnimmt und mit dem überaus billigen Rohöl betrieben wird!

Und waren nicht die deutschen Automobile „Mercedes” und „Benz” so ziemlich die ersten auf dem Weltmarkte, und sind sie nicht die begehrtesten in Amerika? — Haben diese Maschinen nicht überall den Weltpreis errungen? Erringen sie ihn nicht auch heute noch? — Wer gewinnt heute die ersten Preise für Äroplane? Dass die Deutschen heute inbezug auf Flughöhe und Ausdauer an erster Stelle stehen, wird niemand bezweifeln, wie auch, dass die Deutschen es beim Bau von Luftschiffen zur höchsten Entwicklung gebracht haben. Die verschiedenen Typen deutscher Maschinen beweisen es.

Leitgedanken

Deutschland, der Träger der Welt-Kultur.

Es freut mich, dass Sie schliesslich die Überlegenheit deutscher Kultur auf dem Felde der Wissenschaft anerkennen, der reinen sowohl wie der angewandten. Aber obwohl Darwin und Pasteur nur Stufen zum Tempel höherer Wissenschaft sind, behaupten Sie, Herr Professor, dennoch, dass diese Männer die hervorragendsten wissenschaftlichen Führer der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts sind. Es gibt Deutsche wie Rudolf  Virchow, der hochbedeutende Cellular-Pathologe, Archäologe und Anthropologe, Robert Koch, der berühmte Bakteriologe, Justus Liebig, der Entdecker der Kohlenstoffpräparate, der auch das Chloroform entdeckt hat und gleichzeitig der Begründer der landwirtschaftlichen Chemie ist. Sodann Hermann Helmholz, einer der ausgezeichnetsten Männer der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts, eine Autorität auf verschiedenen Gebieten, Ernst Häckel, der Naturphilosoph und Zoologe, und mancher andere, der ebenso bedeutend ist wie Darwin und Pasteur. Deutschland hat noch andere Söhne dieser Art hervorgebracht — Männer weltberühmter Errungenschaften: wie Professor Billroth , einen der grössten Chirurgen seiner Zeit, Professor Behring, den Entdecker des Diphtherie-Serums, Professor Ehrlich, dem wir das Salvarsan verdanken, Röntgen, welcher der Welt durch die nach ihm benannten Strahlen einen unendlichen Dienst geleistet hat, und andere, die wunderbare Erfolge zu verzeichnen haben und deren Namen für immer weltberühmt sein werden.

Von den Nobelpreisen, die bisher erteilt worden sind, hat Deutschland den grössten Prozentsatz erhalten, weit mehr als alle anderen Nationen.

Ihre Behauptung: „In der Chemie sind die Deutschen Pioniere gewesen, doch der grösste aller modernen Chemiker sei Mendelejew (1834-1907)”, ist leider mit einer starken Dosis unfreiwilligen Humors gewürzt. Mendelejews Errungenschaften sind in seinem Buche „Die Elemente der Chemie” enthalten, das im Jahre 1869 erschien. Obschon ihn diese Leistung bis zu einem gewissen Grade zum Pionier seiner Wissenschaft erhebt, ist er den Massen ein völlig Unbekannter, und sein Lebenswerk lässt sich nicht vergleichen mit den Leistungen einer ganzen Anzahl deutscher Chemiker seiner Zeit. Genannt seien nur Justus Liebig, Robert Bunsen (der bedeutendste Lehrer der Chemie, Erfinder des Gasbrenners und Aluminiums), Gustav Kirchhoff, der mit Bunsen die Spectralanalyse entdeckte, Friedrich Köhler, der zusammen mit Bunsen das Aluminium erfand. FriedrichMetscherlich, (Isomorphismus, Benzol), Adolf Baeyer (Synthese des Indigo), Julius Pintsch, Auer und Walter Nernst (der hervorragende Physiker, der die Glühlampe konstruierte), Emil Fischer, Johannes Wislicenus und unser grosser Professor Wilhelm Ostwald. Und wie steht es mit den grossen Errungenschaften in den Merck’ schen Laboratorien, wie mit dem deutschen Farbstoff, von dem vieles geheim gehalten wird und der trotz aller Versuche im Auslande nicht hergestellt werden kann? — Hier seien erwähnt die Badischen Farbwerke in Ludwigshafen, die Elberfeld und Höchst Farbenfabriken.

Sind nicht deutsche Chemiker die begehrtesten der Welt? Deutsche Erfindungen auf dem Gebiete der Chemie sind so allgemein und zahlreich, dass es überflüssig erscheint, weitere Einzelheiten anzuführen.

Wie leichtfertig Sie in Ihren Behauptungen sind, beweisen Sie drastisch, indem Sie sagen:

„Obwohl einige wertvolle Entdeckungen den Deutschen zuzuschreiben sind, vielleicht so viele wie den Franzosen oder Engländern, so ist doch der deutsche Anteil, was die praktische Anwendung wissenschaftlicher Entdeckungen anbetrifft, weit geringer als der der Vereinigten Staaten.”

Ein gleiches gilt von Ihren Worten:

„Die Deutschen hätten wenig oder nichts zur Entwicklung des Eisenbahnwesens, des Dampfschiffs, des Automobils, des Äroplans, des Telegraphen, des Telephons, des Phonographen, der Photographie, des Kinos, des elektrischen Lichtes, der Näh-, Mäh- und Bindemaschine beigetragen. Auch des Krieges furchtbare Werkzeuge, Revolver und Maschinengewehr, Turmpanzer-Schiff, Torpedogeschoss und Unterseeboot seien keine deutschen Errungenschaften; den Deutschen fehle die Erfindungsgabe, die für alle moderne Zivilisation so überaus bezeichnend sei.”

Leitgedanken