Über Maxfield Parrish:

Während des Goldenen Zeitalters der Illustration verzauberten Maxfield Parrishs „schöne Szenerien und bezaubernden Figuren“ die amerikanische Öffentlichkeit. Zu seinem Werk gehören riesige Wandgemälde in Bürogebäuden und Hotels, Magazinumschläge und Werbungen sowie auch seine Buchillustrationen.

Viele seiner Illustrationen für Kinderbücher, die heute noch populär sind, sind das Ergebnis seines Ringens darum, sich in seinen frühen Jahren um die Wende zum 20. Jahrhundert seinen Lebensunterhalt als Künstler zu verdienen.

Er wurde am 25. Juli 1870 als Frederick Parrish in Philadelphia geboren, aber er nahm den Namen Maxfield nach seiner Großmutter, einer Quäkerin, an. Sein Vater Stephen war ebenfalls ein Künstler und Parrishs größter Einflußgeber. Er studierte ursprünglich Architektur, ein Interesse, das in seinen Bildern ersichtlich wird. Er heiratete seine Frau Lydia im Jahr 1895.

„Daybreak“, sein wohl berühmtestes Bild, wurde für den Kunstdruckmarkt geschaffen. Es ist bis zum heutigen Tag immer noch populär.

Im Jahr 1900 zog Parrish sich Tuberkulose zu und erlitt dann einen Nervenzusammenbruch. Um diese Zeit herum ging er von Illustrationen zur Ölmalerei über. Seine Ölgemälde wurden mit ihren brillanten Farben und ihrer magischen Leuchtkraft bis weit in die 1940er sehr populär. Um diese magischen Effekte zu erzielen, pflegte er zahlreiche Schichten dünnen, transparenten Öls aufzutragen, wobei er mit Firnis über aufgespanntem Papier abwechselte, ein mühsamer Prozeß, der sowohl hohe Leuchtkraft als auch eine außergewöhnliche Detailliertheit bewirkte.

Die Tuberkulose hielt sich, und Parrish ging nach Arizona, um in der trockenen Hitze dort zu genesen. Während er in Arizona war, wurde er mit der Erstellung einer Serie von Landschaftsbildern beauftragt. Er begann auf Bestellung zu malen und zu reisen, und seine Karriere startete.

Parrish arbeitete in seinem Haus in Cornish, New Hampshire, das The Oaks genannt wurde. The Oaks war im Sommer ein beliebtes Reiseziel für Gäste, aber in den eisigen Wintern von New Hampshire widmete Parrish sich seiner Malerei.

1905 begegnete Parrish Susan Lewin, einem 16jährigen Mädchen, das als Kindermädchen für seinen Sohn Dillwyn angestellt wurde. Ihr Bild erscheint oft in Gemälden aus dieser Zeit bis durch die 1920er hindurch. Mit der Zeit wurde Susan zu Parrishs Assistentin, zum Modell für seine Gemälde und schließlich zu seiner Geliebten. Seine Ehefrau Lydia und Maxfield entfremdeten sich zunehmend voneinander, und sie verließ ihn im Jahr 1911. Susan blieb weitere 50 Jahre lang bei Maxfield.

Ab den 1930ern bis 1960, als er zu malen aufhörte, fokussierte Maxfield Parrish seine Aufmerksamkeit wieder auf die Welt um ihn herum und produzierte eine Serie von Landschaftsbildern für Kalender. Aber selbst diese bewahren die magische Qualität eines Fensters zur Anderswelt, die sein gesamtes Werk durchdringt.

Parrish starb am 30. März 1966 im Alter von 95 Jahren zu einer Zeit, als sein Werk eine Renaissance des Interesses genoß.









Abbildungen Maxfield Parrish