Abbildungen Stadt: Venedig


Tief dringt zwischen den Mündungen von Piave und Etsch die obere Adria in die Ebene Venetiens ein: sie bildet die Lagune. Zwischen dieser Ausdehnung seichter Gewässer und dem offenen Meer ziehen sich in nordsüdlicher Richtung, Schutzwällen gleich, zwei schmale Düneninseln hin: die Lidi von Malamocco und Pellestrina. In dem vorgelagerten Sanddamm öffnen sich dem Ein- und Ausströmen der Flut, dem Ein- und Ausfahren der Schiffe drei Tore: Porto di Lido, Porto di Pellestrina, Porto di Chioggia. Aus dem Lagunenspiegel heben sich Inseln und Inselgruppen; die niedrigsten verschwinden beim Steigen der Flut. Auf dem zahlreichsten dieser Archipele, der aus 117 Inselchen besteht, erwuchs nach und nach, seit etwa elf Jahrhunderten, eine höchst eigenartige Stadt: Venedig.

Eine Brücke von 222 Bogenöffnungen trägt die Eisenbahn, und nur diese, vom Festland nach Venedig. Der Bahnhof, in den sie mündet, ist so banal und gleichgültig wie alle Bahnhöfe; kaum aber hat man ihn verlassen, so tut sich eine neue, ja einzigartige Szene auf: ein weiter Kanal, den flinke Dämpferchen durchfurchen, eine Doppelreihe von Häusern und Palästen, die aus dem Wasser aufsteigen, die edle Fassade einer Barockkirche, die sich in der Ferne verlierende Perspektive des grünen flüssigen Weges, die Harmonie eleganter Bauten, die den Horizont abschliessen. Ob sonnenbeschienen, ob mondumperlt, ob nebelverschleiert, immer ist es die Stadt der Träume und der Poesie, ist es Venedig, das uns den Willkomm bietet.

Für den fremden Besucher ist es nicht leicht, sich gleich eine klare Vorstellung von Form, Massen und der eigentümlichen Topographie dieser Stadt zu machen. Misst man sie im Umkreise, so hat man ungefähr elf Kilometer zu durchmessen. Im Süden trifft man auf einen von der eigentlichen Stadt losgelösten Bezirk: die Inseln San Giorgio Maggiore und Giudecca, die ein drei bis vierhundert Meter breiter Kanal vom Hauptteil trennt. Diesen selbst zerlegt der Canal Grande in zwei ungleiche Hälften; bogenhenkelförmig, wie ein umgekehrtes lateinisches S, schwingt er sich durch den Mittelteil der Stadt und misst vom Bahnhof bis zur Punta della Salute fast vier Kilometer. In den Canal Grande münden fünfundvierzig kleinere Kanäle, Rii genannt, die sich nach allen Richtungen verzweigen. Die Wasser Strassen begleiten im Wechsel die Steinwege, die Calli; zusammen bilden sie ein dichtes Doppelnetz mit kurzen, vielfach abgebrochenen Linien. Wo eine Calle einen Rio schneidet, wölbt sich eine Brücke: Venedig hat ihrer ungefähr dreihundert.

Auf dem engen, dem Wasser abgekämpften Raum drängen sich die Häuser so dicht an einander, dass sie an vielen Stellen nur wenig Himmelsblau durchscheinen lassen. Doch es fehlen nicht luftige Plätze und Plätzchen, Campi und Campielli genannt, nicht heitere Höfe und freundlich grüne Gärten zwischen den Mauern. Ansichten von unendlicher Mannigfaltigkeit bieten sich dem Beschauer, der aufmerksamen Blicks die sechs Sestieri durchwandert, in welche die Stadt sich gliedert (San Marco, Castello, Cannaregio, Santa Croce, San Polo, Dorsoduro): von den dunklen Torgängen und den alten Fondachi zu den lichten Wölbungen der Brücken, die sich im blaugrünen Wasser spiegeln; von der volksmässigen Kontur eines Campiello, über dem Wäsche im Winde flattert, zur immer anmutsvollen Strenge eines Adelspalastes; von dem bunten Durcheinander einer Calle, die gewöhnliche Lädchen bevölkern, zum nahen Campo, der ganz unvermutet eine Reihe unsterblicher Bauten darbietet; von der verschlafenen Bucht, wo eine Gondelschar träumt, zur Biegung, die uns plötzlich an den majestätischesten, den prächtigsten und herrlichsten Platz der Erde versetzt.

Halten wir uns einen Augenblick hier auf, am Fusse des weltberühmten Campanile. Vor uns haben wir die Markuskirche und den Dogenpalast, rechts den reizenden Bau der Markusbibliothek von Sansovino, jenseits der Piazzetta mit den zwei antiken Säulen den weiten Kanal, in dem sich die Sonne spiegelt, und weiter noch, die Insel San Giorgio mit ihrer blendenden Kirchenfassade; darüber den blauen italienischen Himmel. Vom nahen Meere kommt ein linder Irischer Luftzug, und wenn man diese Meisterwerke göttlicher und menschlicher Schöpfung, diese genialen Denkmäler der Ausdauer, der Macht, des poetischen Gefühls unzähliger Generationen betrachtet, da steigt in einem die Frage auf, wie das alles werden konnte: welch wunderbares Schicksal auf einer Handbreite Land, das kaum aus dem Wasser ragt, eine so ruhmreiche Geschichte entstehen und sich entwickeln liess.

Von den Anfängen Venedigs wissen w ir nur wenig. Das Leben der ersten Lagunenbewohner im frühen Mittelalter muss hart und schwer gewesen sein. Bald wurden sie zu einem Schififervolk, das auf bescheidenen Fischerbarken sein Leben fristete. Es stützte mit hölzernen Rosten den Schlammboden der Inselchen und errichtete darauf Hütten; seine Boote glitten gewandt über die stillen, mit grünlichen Algen bedeckten Gewässer.

Zur Zeit Karls des Grossen, etwa um 800 n. Chr., wurde die Rialto-Insel der Mittelpunkt dieser amphibischen Bevölkerung; hier schlug das politische Haupt der Lagune, der Doge, seine Residenz auf, hier vereinigten sich die wichtigsten Familien, das älteste venezianische Patriziat; und hier wurde dem hlg. Markus dem Evangelisten die erste Kirche geweiht.

Eine alte Legende erzählt, dass der Apostel auf der Fahrt von Ägypten nach Aquileia in Seenot geraten und an den Laguneninseln gelandet sei. Da sei ihm ein Engel erschienen, der ihn mit den Worten gegrüsst habe: «Pax tibi, Marce, Evangelista meus». Es war eine Art Prophezeiung: denn auf diesen Inseln sollte der Jünger Christi den ewigen Frieden finden. Die Überlieferung berichtet ferner, dass im Jahre 828 zwei venezianische Kaufleute die Leiche des Evangelisten aus Alexandrien, wo die Ungläubigen herrschten, entführt und in ihre Heimat gebracht hätten. Dort erhielt der hlg. Markus feierliche Bestattung und wurde der Schutzpatron Venedigs; die Gestalt des geflügelten Löwen neben dem aufgeschlagenen Evangelium ist noch heute Symbol der Stadt.

Venedigs erste Jahrhunderte standen unter byzantinischer Herrschaft. Das Ostreich hielt dort seine Oberherrlichkeit aufrecht und machte sie in der politischen Verwaltung, den Handelsbeziehungen, den Sitten und Bauten fühlbar. Die venezianischen Kaufleute führten in Konstantinopel erstandene Gewebe und andere kostbare Waren nach dem Westen ein; sie genossen Vorrechte an den Handelsplätzen des griechischen Kaiserreichs, sie knüpften Verbindungen mit der mohammedanischen Welt von Kleinasien bis Afrika, von Syrien bis Sizilien.

Um das Jahr 1000 etwa errang Venedig seine volle Unabhängigkeit. Nun begann es seinen politischen Aufstieg durch Niederwerfung der Piraten der Adria, wodurch es sich die Herrschaft auf diesem Meere sicherte. An der Spitze der venezianischen Flotte nahm der kühne Doge Pietro II Orseolo Dalmatien in Besitz: ihm schreibt die Sage die Einrichtung der Vermählung mit dem Meere zu, jenes symbolischen Festes, durch das die Republik alljährlich am Himmelfahrtstage ihre Macht und ihren Glanz zu feiern pflegte. Nach 1000 erfuhr Venedigs Wirtschaftsleben eine ungeahnte Entwicklung. Von seinem Arsenal stachen majestätische Geschwader von Galeeren, Drei- und Vierruderern in See. Zweimal jährlich segelten die Handelsflotten, die Caravanen, nach der Levante und den atlantischen Küsten und kehrten schätzebeladen zurück. Wohin Venedigs Schiffe kamen, dort entstand auch eine venezianische Niederlassung mit ihren Kaufhäusern und ihren Läden, ihren Ämtern und ihrer Kirche; bis ins Herz Asiens waren die venezianischen Kaufleute guten Empfangs gewiss. Die Fahrzeuge des hlg. Markus brachten die Pilger ins Heilige Land; sie trugen Verstärkungen und Lebensmittel für die Kreuzheere. Ein Kreuzzug, der vierte (1202-1204), ist geradezu von den Venezianern geführt und geleitet worden: von ihm nimmt das stolze Kolonialreich Venedigs seinen Ausgang.

Der Doge Enrico Dandolo, ein neunzigjähriger Greis von unheimlicher Energie, war es, der persönlich die auf venezianischen Fahrzeugen eingeschifften Kreuzfahrer nach Konstantinopel führte. Die Hauptstadt des Morgenlandes, die ihren Kaiser abgesetzt hatte, wurde belagert und eingenommen, das griechische Kaiserreich zwischen den Führern des Kreuzheeres aufgeteilt, wobei der Doge Venedig den Löwenanteil sicherte: Küsten und Inseln des ionischen Meeres, den ganzen Peloponnes, Kreta, viele ägäische Inseln, die strategischen Punkte der Dardanellen, die thrakischen Städte und den schönsten und reichsten Teil von Konstantinopel selbst. Als der hochbetagte Doge starb, wurde er wie ein König in der von ihm eroberten Sophienkirche bestattet.

Doch die Vorherrschaft Venedigs war nicht ohne Kampf aufrechtzuhalten. Schon im 13. Jahrhundert begannen die Feindseligkeiten zwischen der Lagunenstadt und ihrer mächtigen Nebenbuhlerin, Genua. Sie dauerten jahrhundertelang und hatten ihren Schauplatz auf den Meeren und in den Kolonien, deren Besitz die beiden Seebeherrscherinnen sich streitig machten; mehr als einmal gelangte die feindliche Drohung bis an die Einfahrt zur Lagune. Gegen Ausgang des 14. Jahrhunderts war der Kampf zu Ende; für Genua begann die Zeit des Verfalls, während Venedig, das die schwere Prüfung siegreich bestanden, kraftvoll seine gebietende Stellung wiedereinnahm.

Im 15. Jahrhundert erscheint ein neuer Feind vom Osten her: die Türken. Aus Asien vorstossend, fasst die ottomanische Eroberung an den europäischen Ufern Fuss, bemächtigt sich Konstantinopels, schliesst einen immer engeren Ring um die venezianischen Kolonien. Venedig bemühte sich lange, die Freiheit seines Handels auf dem Vertragsweg von den Türken zu erreichen; zuletzt sah es sich doch genötigt, zu den Waffen zu greifen. Von den ersten Jahrzehnten des 15. bis zu den letzten des 17. Jahrhunderts war das beherrschende Motiv der venezianischen Mittelmeerpolitik die hartnäckige Abwehr gegen das Vordringen der Türken; und mit jeder venezianischen Kolonie, die dem Ansturm unterlag, fiel ein Bollwerk der Christenheit. 1470 ging Negropont verloren; 1571 musste Cypern kapitulieren; 1669 ergab sich Kreta nach vierundzwanzigjähriger Verteidigung; 1718 waren Venedig ausserhalb der Adria nur die jonischen Inseln geblieben.

Im Laufe dieser Jahrhunderte hatten andere bedeutungsschwere Ereignisse entscheidend zu seinem Verfall beigetragen. Die Entdeckung des Seewegs nach Indien hatte den Handel von der levantinischen Route nach der Route über das Kap der guten Hoffnung abgezogen, die Entdeckung Amerikas das Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Lebens von den Mittelmeerländern nach den Ländern des Atlantischen Ozeans verschoben. Es war ein langsames Sinken, das bisweilen ein Aufflackern der alten Energie unterbricht, das bis zuletzt der Glanz einer majestätischen Tradition bestrahlt.

Der Niedergang Venedigs hält mit dem Niedergang Italiens gleichen Schritt. Das fünfzehnte Jahrhundert hatte den siegreichen Markuslöwen bis ins Herz der Po-Ebene, bis zwanzig Meilen von Mailand, vorgetragen; zu Beginn des sechzehnten wusste Venedig ganz Italien und Europa standzuhalten, die sich gegen seine Macht verbündet hatten. Als das übrige I talien erobert und zwischen die grossen europäischen Monarchien aufgeteilt wurde, hatte Venedig aufgehört, eine Grossmacht zu sein; trotzdem dauerte es als unabhängige Republik bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Der siegreiche Vormarsch der französischen Revolution unter dem jungen General Bonaparte brachte 1797 seinen Sturz: wie ein altersschwaches Gebäude brach es zusammen. Erst im 19. Jhd. hat Venedig nach den Leiden, Umstürzen und Kriegen des Risorgimento die Fremdherrschaft abgeschüttelt: 1866 wurde es mit dem Königreich Italien vereinigt, und seither weht von den Fahnenmasten vor der Markuskirche, neben dem geflügelten Löwen, die italienische Trikolore.

Das Volk, das diese grosse Geschichte lebte und die erste Seemacht, Kolonialmacht und Handelsmacht des Mittelalters aufbaute, war das Volk einer einzigen Stadt. Es war eine vergleichsweise begrenzte Gesellschaft, die ihre Wiegen und ihre Gräber auf engem Raum zusammenhielt — doppelt eng im Verhältnis zu der Weite ihres Wirkungsbereichs. Ihre herrschende Schicht war eine städtische Aristokratie von Kaufleuten und Reedern. In diesem Volke reifte bald feste politische Weisheit; kindliche Liebe zur Heimatstadt, eifersüchtige Sorge um ihre Unabhängigkeit; straffe Organisierung aller öffentlichen Ämter, strenge Überwachung selbst der Regierungshäupter; dazu eine diplomatische Feinheit und Gewandtheit, eine Kunst des Befehlens und ein Bürgerstolz, der die Treue der Untergebenen wie die Achtung der Mächtigen zu wecken verstand. Das war der Patriotismus, der die Markusrepublik gross und ruhmvoll gemacht hat.

Seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts lagen die politischen Funktionen sämtlich in den Händen von rund zweihundert Familien aus dem ältesten Stadtadel, die später als solche in das Goldene Buch eingetragen wurden. Aus ihnen wurden die Mitglieder des Grossen Rates, des Senats und der anderen hohen Behörden, die Leiter der Kolonien, die Admirale und Botschafter, endlich das gewählte Staatshaupt, der Doge, genommen. Dieses oligarchische Regime umgab sich mit strengen Überwachungs- und Kontrollorganen, um zu verhindern, sei es dass nicht zugehörige Elemente seine Autorität an tasteten, sei es dass eines seiner eigenen Mitglieder zu übermässiger Macht aufsteige. Der Rat der Zehn, 1310 zu diesem Zweck gebildet, war ein unerbittlicher Polizei- und Gerichtshof. Als der Doge Marino Faliero 1355 gegen die Verfassung zu konspirieren wagte, um sich zum Tyrannen zu machen, wurde er im Hof des Dogenpalasts als Hochverräter enthauptet. So regierte die Serenissima Signoria di San Marco jahrhundertelang mit einer Kontinuität der herrschenden Klasse und der politischen Einrichtungen, wie sie sich vielleicht nur in der Geschichte Englands wiederfindet.

Diese vielhundertjährige Geschichte ist im Bild des heutigen Venedigs noch auf Schritt und Tritt lebendig. Noch prangt der geflügelte Löwe als schützendes Sinnbild an der Stirnseite der bedeutendsten öffentlichen Bauten: über dem Eingangstor zum Palast, wo die Dogen ihren Sitz hatten, wie über dem zum Arsenal, von wo die Galeeren ausliefen. Noch bezeugen Venedigs Kirchen, von der Basilika, wo der Leichnam des Schutzheiligen ruht, bis zu den letzten, welche die Republik in der Spätzeit ihres Glanzes errichtete, die Frömmigkeit eines Volkes, das für alles, was ihm glückte, Gott die Ehre gab. Die Paläste, die den Canal Grande einsäumen, bekunden noch heute mit ihren stolzen Fassaden und der Pracht ihrer Säle den erlesenen Reichtum der alten Patrizier. Die Grabdenkmäler, welche die Wände von so vielen Tempeln zieren, erzählen beredt von den Taten und Tugenden der Bürger, die dies ihr Vaterland gross gemacht: von den Dogen des Mittelalters, die in San Marco den ewigen Schlaf schlafen, bis zum Diktator Daniele Manin, der 1848-49 Venedigs Freiheit verteidigte. Und die Bilder auf Holz und Leinwand, die Mosaiken und Statuen, wrelche die Grösse des venezianischen Volkes verherrlichen, sind in ihrer unvergänglichen Schönheit das lebendigste Denkmal für die Verehrung, die eben dieses Volk der Kunst gezollt hat.

Venedig vereinigt in ihrem Schrein die Werke der verschiedensten Jahrhunderte, wie ihr Volk auf seinen Märkten die Angehörigen der verschiedensten Länder versammelte. Die ungleichsten Stile und Fragmente finden sich hier nahe beisammen: der geheimnisvolle Bronzelöwe der Piazzetta, assyrischen oder chinesischen Ursprungs, und die ehernen Rosse von San Marco, von griechischer Herkunft; goldglänzende Mosaiken und Kapitelle, die Byzanz ankündigen, und maurische Bogen, die an arabische Moscheen gemahnen; lombardische Glocken türme, gotische Spitzbogen und Fensterrosen, Florentiner Renaissance und römisches Barock. Doch der Gegensatz verletzt nicht, weil er stets von einer echt venezianischen Note des Geschmacks, der Ausgeglichenheit, der suveränen Eleganz gemildert erscheint. Jede fremde Form hat hier durch einen charakteristischen Verfeinerungsprozess Bürgerrecht, ja beinah heimische Züge gewonnen. So hat dieses merkwürdige Volk, das im Schnittpunkt zwischen Rom und Byzanz, zwischen Morgenland und Abendland, zwischen Land und Meer erwuchs, alles an sich gezogen und sich angeeignet, was die verschiedenartigsten Gegenden bieten konnten, um das Leben zu verschönern. Dabei aber ist es stets sich selbst gleich geblieben, eigenartig und unvergleichbar in Sitten und Politik, in Kunst und Sprache: so einzig, wie es das Lächeln seines Himmels ist, wenn es aus dem lichten Spiegel der Lagune wiederstrahlt.

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