Der Sohn des verheißungsvollen Jehovas war gekreuzigt worden auf das Verlangen der frohen jüdischen Priester und einer aufgehetzten Meute konservativer Juden, die noch nicht begriffen hatten, daß ein von Rom hoffnungslos besiegtes Jerusalem eine neue Kampftechnik verlangte.

Die neue Geistesrichtung für den Sieg des Judentums, die sich im Sohne Jehovas verkörpert hatte, bedeutete eine Entwertung aller bis dahin geltenden Werte. Auch die hohen Priester zitterten um den Rest ihrer Macht.

Ein Jude hat jetzt auf die jüdisch-nationale Bedeutung des Judas Ischariot hingewiesen, der den Messias verriet und den hohen Priestern auslieferte. Judas machte den Revolutionär des jüdischen Priesterstaates bewußt zum Märtyrer, zum Opfer einer erstarrten jüdischen Theokratie und brachte ihn damit zum jüdischen Machtwillen in einen scheinbaren Gegensatz, der bis heute die Christusgläubigen täuschte.

Der Sohn Jehovas wurde ans Kreuz geschlagen, nun herricht in Rom selbst ein Statthalter, der Papst, und erfüllt das Vermächtnis Jehovas.

Juda triumphiert im Christentum:

»Ihr wisset nicht, was ihr anbetet, wir wissen aber was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden. Heben wir denn das Gesetz des alten jüdischen Bundes auf durch den christlichen Glauben? Das sei ferne! Wir richten das Gesetz auf, denn Jesus Christus ist ein Diener gewesen der Juden und der Wahrhaftigkeit willen Jehovas, zu bestätigen die Verheißung, unseren Vätern gegeben.« Zu bestätigen die Verheißung, die da lautet: Du mein auserwähltes Volk der Juden »wirst alle Völker verzehren, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen, denn das würde dir ein Strich sein. Laß dir nicht grauen vor ihnen, denn deinn Gott ist unter dir, der große und schreckliche Gott. Er wird viele Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Dein Gott wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit großer Schlacht schlagen, bis er sie vertilge, und wird ihre Könige in deine Hände geben, und du sollst ihre Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgest.«

(Joh. 4,22, Röm. 3,31, Röm. 15,8,5. Mose 7,16,21-24.)

Doch wir brechen vor dieser dämonischen Machtgier nicht mehr in die Knie, noch sind wir nicht vertilgt, noch gibt es hellsichtige Künder:

Erstmals – ich glaub´im Jahr des Heiles Eins –
sprach die Sybille, trunken sonder Weins:
»Weh, nun geht´s schief!
Verfall! Verfall! Nie sank die Welt so tief!
Rom sank zur Hurre und zur Huren=Bude,
Roms Cäsar sank zum Vieh, Gott selbst – ward Jude!«

Nietzsche

Siehe auch:
Irminsul
Heiliges Licht
Lebendige Gotik
Schändung
Sieg der Ehre
Widukind
Taufe
Zeichen des Todes
Hingabe
Statthalter Jehoschuach
Römischer Kaiser
Offenbarendes Symbol

Abbildungen Statthalter Jehoschuach Werner Graul