Das deutsche Volk will die Einheit.

Kräfte und Gegenkräfte.
Technik und Industrie führen zum Zollverein.

Während Deutschland noch immer vergeblich um die staatliche Einheit seines Volkstums rang, vollzog sich in Leben und Wirtschaft überall eine völlige Umwälzung. Schon 1765 hatte der Engländer James Watt die Dampfmaschine erfunden, wenig später folgte der mechanische Webstuhl. 1807 fuhr das erste Dampfschiff, 1816 sah man den ersten Dampfer auf dem Rhein. 1825 setzte Stephenson die erste Lokomotive auf die Schienen. 1835 erbaute man die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth, die Deutschen Gauß und Weber schufen 1832 den Telegraphen. Damit waren die Grundlagen für das Zeitalter der Maschinen und der Technik gegeben. Fabriken und Bergwerke, Kohlen-, Eisen-, Holz-, Leder-und Porzellanindustrien wuchsen überall empor. England und Nordamerika, die riesige Gebiete ihr eigen nannten, zogen den größten Nutzen daraus. Deutschland konnte dieser Entwicklung nur langsam folgen. Zahlreiche Zollgrenzen zerrissen sein Wirtschaftsgebiet und hemmten Handel und Wandel. Das mußte anders werden!

Neujahrsnacht 1834. An den geschlossenen Schlagbäumen vor den Zollhäusern stehen die Frachtwagen, festlich geschmückt; die Peitschen der Fuhrleute tragen bunte Bänder. Als die Glocken das neue Jahr einläuten, heben sich die Schlagbäume zum letzten Male, um sich nie mehr zu senken.

Fröhlich knallen die Peitschen, die Pferde ziehen an, die Kutscher singen:

„Dein Vaterland ist viel zu klein, das ganze Deutschland soll es sein!“

Und ohne Zoll geht’s weiter.

Was war geschehen? Schon bald nach den Freiheitskriegen hatte Preußen die Zollgrenzen innerhalb seines eigenen Landes aufgehoben und so aus sich 1834 selbst eine wirtschaftliche Einheit gemacht. 1834 gründete es mit benachbarten Staaten den Deutschen Zollverein. Mit ihm begann Deutschlands Einigung. Handel und Verkehr hatten nun freiere Bahn und blühten mächtig auf. Der Vorkämpfer einer starken, deutschen Nationalwirtschaft.

Friedrich List, schrieb: „Erst der Zollverein hat die Deutschen die Notwendigkeit und Nützlichkeit der politischen Ausbildung und Einigung gelehrt!“ Österreich aber fand in dem neuen Wirtschaftskörper keinen Platz.

Judentum und freie Wirtschaft.

Die politische Weltanschauung der Französischen Revolution, der Liberalismus, fand in Deutschland immer mehr Anhänger. Er brachte dem Judentum goldene Tage. In fast allen Staaten wurde den Juden die Gleichberechtigung verliehen. Auch in Preußen wurden sie den Deutschen gleichgestellt.

Die Juden waren bald nach der Zeitwende mit den römischen Heeren nach Germanien gekommen und hatten sich als Händler in den Städten am Rhein, in Koblenz, Trier, Speyer, Worms und Köln, niedergelassen. Später saßen sie auch in Merseburg, Magdeburg und allen anderen deutschen Städten Sie lebten ausschließlich vom Geldgeschäft. Die Kirche hatte den Christen verboten, Geld auf Zinsen zu verleihen, das durften nur die Juden. Sie nahmen 40—175%, und der Zins hieß „Judenschaden“. Die Städte und Fürsten, die durch Kriege und Wohlleben häufig in Geldnot kamen, gerieten nach und nach in die Abhängigkeit von Juden. Auch an den Sitzen der Bischöfe und Erzbischöfe war es nicht anders. Kein Wunder, daß das Volk sich immer wieder empörte. Da gab man den Juden zu ihrem besonderen Schütze das Recht, in eigenen Stadtteilen zu wohnen, deren Tore nachts geschlossen wurden. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Unordnung, welcher Schmutz und Gestank in den Gassen der „Ghettos“ herrschte! Viele Städte, die besonders schwer unter den Juden zu leiden hatten, wiesen sie schließlich aus. Aber bei der Kleinstaaterei brauchten sie nur wenige Wegstunden zu gehen, um in einem anderen Staate wieder in Sicherheit zu sein. Die Fürsten holten sie gern zurück, denn sie hatten durch den Judenzoll und die Judenschutzbriefe große Einnahmen.

Das Judentum aber war nicht damit zufrieden, reich zu werden. Es wollte politische Macht gewinnen und damit die Völker vollends in seine Hand bringen. Es brachte die Macht in den Logen an sich und suchte überall Revolutionen zu erregen. Jetzt zeigte sich, wie der Dank der Juden aussieht. Die Günstlinge der Fürsten waren bald die größten Hetzer gegen ihre Beschützer. In der Französischen Revolution erreichten die Juden 1791 die Gleichberechtigung. Nun konnten sie ungehindert Staatsstellen bekommen und das Volk noch leichter unterjochen.

1812. In Preußen erreichten sie ihr Ziel unter dem Staatskanzler von Hardenberg, der selbst viel in jüdischen Häusern verkehrte, hoher Freimaurer war und bei dem jüdischen Bankhaus Amschel Rothschild tief in der Kreide stand. Er gab in einem Gesetze 1812 den Juden auch in Preußen die Gleichberechtigung. Die verhängnisvollen Folgen für Staat und Volk blieben nicht aus. Juden waren es vor allem, die nun überall nach „Freihandel“ und „freier Wirtschaft“ riefen. Alles müsse für Geld frei verkäuflich sein, selbst Grund und Boden und die Arbeitskraft des Menschen. Vom Staat dürften Handel und Gewerbe in keiner Weise geregelt werden, ja, in der ganzen Welt solle es keine Schranken für den Handel geben. Darum waren sie für „Kapitalismus“ (Geldherrschaft), für „Weltwirtschaft“ und „Weltrepublik“. Was kümmerte es die Juden, ob die Länder und Völker Schaden litten und zugrunde gingen, wenn sie nur reicher und mächtiger dabei wurden.

Der Wirrwarr des Jahres 1848.

Während man die Juden hätschelte, wurden in fast allen deutschen Ländern die völkischen Vorkämpfer verfolgt und unterdrückt. Aber der Ruf: Ein Volk, ein Reich, ein Kaiser! wollte und wollte nicht verstummen. Weil die deutschen Fürsten ihre Wünsche mit Verfolgung und Gefängnis beantworteten, versuchten die Vaterlandsfreunde von sich aus Besserung zu schaffen. Sie forderten eine Volksvertretung und eine Verfassung, in der die nationalen Wünsche ihre Verwirklichung finden sollten. Der Riß zwischen Fürsten und Volk erweiterte sich zum Abgrund. Die Juden und Freimaurer merkten sehr schnell, daß sie im trüben fischen konnten. Sie arbeiteten emsig daran, den Spalt zu erweitern. Heimlich wiegelten sie das Volk auf, tuschelten ihm die Worte „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ ins Ohr und bemühten sich, es auf die Straßen zu treiben. Auch nationale Forderungen schrieben sie zum Schein auf ihre Fahnen. So suchten sie auch Deutschland ihrem Ziel, der Weltrepublik, näherzubringen.

1848. Das „tolle Jahr“ 1848 begann. In Frankreich wurde der König gestürzt und die Republik ausgerufen. Im März brach auch in Wien der Sturm los. Studenten und Bürger gingen auf die Straße, und es kam zu blutigen Kämpfen. Metternich mußte fliehen. Eine Reichsversammlung wurde einberufen und beriet die neue Verfassung. Der jüngste Abgeordnete, der Schlesier Hans Kudlich, erkämpfte hier den Bauern Österreichs die Freiheit. Die Vormacht des Deutschtums in Österreich kam durch den Umsturz in große Gefahr. Venetien und die Lombardei fielen offen von Österreich ab. Die Ungarn riefen ihre Unabhängigkeit aus und erklärten die Habsburger für abgesetzt. Die Kroaten und Serben wiederum wollten von Ungarn los. Auch die Tschechen forderten eine eigene Regierung.

Die Deutschen Österreichs aber hofften auf ein Deutsches Reich. Der Kaiserstaat war völlig gelähmt und stand vor dem Zerfall. Die Armee unter Feldmarschall Radetzki und Fürst Schwarzenberg brachte im letzten Augenblick den Umschwung. Sie warf die Aufstände nieder, und Schwarzenberg übernahm als Ministerpräsident des achtzehnjährigen Kaisers Franz Joseph die Macht. Die Verfassung wurde aufgehoben und der habsburgische Einheitsstaat wiederhergestellt. In kürzester Zeit stand Österreich wieder als Großmacht da.

In Berlin tobten im März gleichfalls Straßenkämpfe. Obwohl die Truppen siegreich waren und die Barrikaden stürmten, erhielten sie doch den Befehl, Berlin zu räumen. Nun stand der König Friedrich Wilhelm IV. mehrere Monate unter dem Druck der Massen. Er wurde gezwungen, mit den Farben der Revolution durch die Straßen zu reiten. Wohl schufen die Waffen wieder Ordnung. Doch noch zwei Jahre verhandelte der schwankende König mit der gewählten Nationalversammlung hin und her. Dann löste er sie auf und verkündete, gestützt auf Armee, Beamtenschaft und Adel, selbst ein Staatsgrundgesetz. Bis 1918 hat diese Verfassung mit Dreiklassenwahlrecht, Abgeordnetenhaus und Herrenhaus bestanden. Sie brachte keine Entscheidung, sondern nur einen Waffenstillstand zwischen Monarchie und Republik. Das Parlament war hier wie überall der Kampfplatz eigensüchtiger Mächte: der jüdisch-freimaurerischen Demokratie, des Jesuitismus und des monarchischen Obrigkeits- und Adelsstaates. Das Volk war mit seinem Herzen an diesem Kampfe nicht beteiligt; es hat das parlamentarische Gezänk nie verstanden, weil es dabei nie um seine Lebensnotwendigkeiten ging.

Durch Reden und Mehrheitsbeschlüsse wird kein Reich geschaffen.

Der Gegensatz zwischen den beiden deutschen Großmächten konnte auch durch die nationale Einheitsbewegung des Volkes nicht überwunden werden. In den Maitagen des Jahres 1848 traten die vom ganzen Volke gewählten 1848 Abgeordneten feierlich in der Paulskirche in Frankfurt a. M. zur Nationalversammlung zusammen. Die Fürsten hatten dem Volke diese Wahl, aus der die Gründung eines neuen deutschen Reiches hervorgehen sollte, nicht verweigern können, innerlich aber standen sie der Selbsthilfe des Volkes feindlich gegenüber. Eine hochachtbare Versammlung war zustande gekommen. Gelehrte, Dichter, Männer aus Deutschösterreich und den Niederlanden, Arndt, Jahn und viele andere. Aber auch einflußreiche Juden saßen unter ihnen. Viele begeisternde Reden wurden gehalten. Erzherzog Johann von Österreich wurde zum Reichsverweser gewählt. Dann verhandelte man monatelang über die „Grundrechte des deutschen Volkes“. Die Grundpflichten wurden dabei leider vergessen. Und wie ging das durcheinander! Soll Österreich ins Reich eingeschlossen werden oder nicht? Soll es mit oder ohne Fremdvölker kommen? Soll Deutschland eine Monarchie sein oder eine Republik, soll an der Spitze ein Erbkaiser, ein Wahlkaiser oder ein Präsident stehen? Die Juden, die in der Versammlung saßen, erreichten zielbewußt die Beseitigung der letzten Reste ihrer Sonderstellung und konnten nun hemmungslos an der Verjudung des gesamten Lebens in Deutschland arbeiten. Von den deutschen Staatsmännern wußte nur Schwarzenberg, was er wollte. „Entweder kommt Österreich ganz ins Reich oder gar nicht“, das war sein Standpunkt. Die Nationalen jener Zeit aber schreckten vor so viel Fremd Völkern zurück und beschlossen ein Kleindeutschland ohne Österreich. Der Jude Simson wurde beauftragt, König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone anzubieten. Der König lehnte ab, die Annahme hätte den Krieg mit Österreich bedeutet. Damit war die Aufgabe der Nationalversammlung gescheitert. Sie löste sich auf, der Rest, der sich nach Stuttgart begeben hatte, wurde dort durch Soldaten auseinandergejagt. Die Neugründung eines starken Reiches, vom deutschen Volke seit Jahrzehnten verlangt, war gescheitert. Auch der beste und stärkste Volkswille vermag nichts, wenn der Mann fehlt, der ihn gestaltet und durchsetzt.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.

One Comment

Comments are closed.