Das Jubiläum einer deutschen Siedlung in Südbrasilien

Kürzlich feierte die deutsche Kolonie Brusque in St. Catharina das Fest ihres fünfzigjährigen Bestehens. Im Juli 1860 trafen die ersten deutschen Einwanderer, insgesamt 25 Familien, ein. Sie hatten sich am 10. April 1860 in Bremen auf einem dänischen Segelschiff, der Maria Theresia, eingeschifft und landeten nach 94tägiger Seefahrt in Itajahy. Von da ging es in Booten weiter, bis der Mittelpunkt der geplanten Kolonie, die damals „Don Pedro“ hiess, erreicht war. Ihr erster Direktor war ein Baron von Schneeberg. Nach dem Provinzialgouverneur de Aranjo Brusque erhielt die Kolonie später ihren jetzigen Namen. Im Jahre 1869 kamen englische und 1874 auch italienische Siedler hinzu. 1881 wurde die Kolonie ein selbständiges Munizipium, das heute bei einer Ausdehnung von 2200 Quadratkilometern 14 000 Seelen zählt. Das Klima ist gesund, der Boden fruchtbar, und die Bewohner haben ihr gutes Auskommen. 257 Kilometer Fahrstrassen erschliessen das Munizip nach allen Richtungen. Die Zahl der Deutschen in ihm beträgt zurzeit nach den Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland etwas über 2000. Von den zuerst eingewanderten 25 Familienhäuptern lebt heute noch der Kolonist Franz Hörner. Der Stadtplatz Brusque ist ein freundlicher Ort von 200 gut gebauten Häusern mit 1200 Einwohnern. Im Munizipium bestehen im ganzen 22 deutsche Schulen mit rund 700 Kindern. Die Unterrichtssprache ist im allgemeinen nur deutsch, in vier Fällen katholischer Schulen deutsch und portugisisch.

(Hamb. Nachr.)

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Kolonie und Heimat erscheint von jetzt an wöchentlich.
Die deutsche Frau in der Südsee
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Seltsame Fleischkost
Mitteilung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft
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Die Wohnstätten der ostafrikanischen Eingeborenen : Die Temben
Das Aquarium in Neapel
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Explosion in Karibib
Elefant in Afrika
Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Kamerun
Ein unfreiwilliger Weltrekord auf der Elefantenjagd
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Von Roosevelts Jagdfahrt in Afrika
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Kultur-Kolonien : Ein Wort für die Esperanto-Sprache
Bilder vom Telegraphenbau in Kamerun
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Robert Koch
Die erste Tagung des südwestafrikanischen Landesrats
Der Dauerkäse
Die deutsche Kolonialschule in Witzenhausen
Das deutsche Kolonialmuseum in Berlin
Ein Idyll aus Nordkamerun : Kaffestündchen auf der Veranda der Station Garua
Dampfa kudja! — der Dampfer ist da
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Herbstbilder aus Tsingtau
Die Wirkung des elektrischen Stromes auf einen Neger
Suahelifrauen bei der Toilette
Die Verkehrsmittel von Südwestafrika
Das Deutschtum in den baltischen Provinzen Russlands
Im chinesischen Theater zu Tsingtau
Die dankbare Schlange (Chinesisches Märchen)
Die Völker Togos
Hongkong
Afrikanische Pfahlbauten
Haifischfang im Korallenmeer
Mekkapilger
Frauenmangel in Deutsch-Neuguinea
Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Deutsch-Südwestafrika
Malaria
Arbeiter-Rekrutierung in Neu-Guinea
Seekuhjagd in Kamerun
Kapitalanlagen : Marktbericht
Im Lande der Pharaonen : Bilder aus Kairo
Des deutschen Kronprinzen Reise nach Ostasien
Veddamänner (Jäger) aus dem Innern von Ceylon
Der Kakao, Seine Kultur und Verarbeitung
Die Kulturfähigkeit der Mikronesier : Ernste Gedanken zum Aufstand in Ponape
Die Feuerzeuge der Naturvölker
Zur Inder-Frage in Deutsch-Ostafrika
Über die Chinesen-Frage
Küstenneger von Togo beim „Fufu“-Stampfen
Die neue Marineschule in Flensburg
Fünfzig Jahre einer deutschen Siedelung in Brasilien
Die Pest in China
Der Aufstand auf Ponape ist gesühnt
Schweinefleisch
Haschischraucher in Südkamerun
Nabus, der Hottentottenjunge
Wie lernt der Kapitän über den Ozean steuern?
Die Dankbarkeit beim Neger
Südwestafrikanische Landschaftsbilder : Die Namib
Zebra, im Norden von Südwestafrika erlegt
Chinesische Hausierer in Berlin
Reitertod
Bienenzucht in Afrika
Gerüchte über einen neuen Aufstand in Südkamerun
Zur Krisis im südwestafrikanischen Farmerbund
Marokko und die Marokkaner
Der Islam in Afrika : Seine Verbreitung und politische Bedeutung
Aus dem Leben deutscher Goldsucher in Panama
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Bakulia
Konkombakrieger aus Nord-Togo
Verzicht auf Diamantenfelder?
Der Ausbau der sibirischen Eisenbahn
Die Feuerwehr in China
Überallen
Die Tagung der Kolonialgesellschaft und des kolonialen Frauenbundes in Stuttgart
Das Lindenmuseum in Stuttgart
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Wagogo
Die Eisenbahnen in unseren Kolonien
Ein deutsches Kriegsschiff in Marokko
Feuergefährlichkeit der Holzhäuser in den Tropen
Die Kolonialwirtschaftliche Ausstellung in Kassel
Vom Deutschtum im Ausland: Berlin und Potsdam im Kaffernland Nordkamerun: Ein Würdenträger des Sultans Sanda von Dikoa
Die Zukunft der Bagdadbahnländer
Die Südsee-Insulaner als Zeitungsliebhaber
Ein historischer Beitrag zur Frauenfrage in den Kolonien
Der gestrandete Dampfer
Mondfinsternis: Ein Erlebnis aus Zansibar
Die Auswanderung nach überseeischen Ländern
Der „König“ von Bimbila (Togo) beim Palaver mit einem deutschen Beamten
Landwirtschaft und Ackerbau in Persien
Kribi, der Hauphandelsplatz von Südkamerun
Die Rickschas
Drahtlose Telegraphie für unsre Kolonien
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Vom Eisenbahnbau in Kamerun