Der deutsche Bauer und sein Schicksal

Wer die Waffe verliert, verliert die Freiheit. Am deutschen Bauern rächte sich der Verlust der Wehrhaftigkeit bitter. Fürsten, Ritter, Geistliche und Bürger bestimmten das politische Schicksal Deutschlands zur Kaiserzeit, der Bauer hatte keinen Anteil daran. Er wurde zum Hintersassen, zum Hörigen oder gar zum Leibeigenen der adligen, geistlichen oder städtischen Herren. Wo sich Bauern zusammenschlossen, um ihre Freiheit zu verteidigen, wurden sie blutig unterdrückt. Nun häuften sich die Lasten auf den Schultern der Bauern immer mehr, so daß sie dem Druck fast erlagen.

Dennoch vollbrachte das Bauerntum große Leistungen. Besser als irgendein anderes Volk bebaute der deutsche Bauer den Boden der Heimat. Stolzer und kunstvoller als anderswo erhebt sich in den deutschen Gauen der Bauernhof. Auch in Kleidung, Hausrat und Gerät zeigt sich der ererbte Adel des deutschen Bauern.

Zum Glück blieb das edle, nordische Blut des Bauerntums unvermischt. Seine hervorragenden Erbanlagen wurden von Geschlecht zu Geschlecht an einen reichen Kindersegen weitergegeben und so dem deutschen Volk erhalten.

Treu wie sein Blut bewahrte der Bauer auch das germanische Geisteserbe. Sagen und Märchen gab er von Geschlecht zu Geschlecht weiter. Uraltes Brauchtum germanischen Lichtglaubens wurde treu gepflegt und erhalten. Eine tiefe Lebenserfahrung und ein gesundes Lebensgefuhl singt und klingt in Sprichwörtern und Volksliedern heimischer Zunge. Spätere Forscher entdeckten im Landvolk eine reiche Quelle für all diese versunkenen Schätze.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.

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