Der Grünling

KENNZEICHEN DER ART. Gelbgrün; Flügelrand und untere Flügeldekfedern hochgelb; Schwanz in der Mitte der äußern Fahne hellgelb; Füße fleischfarbig.

BESCHREIBUNG. Schnabel blaß fleischfarbig, oben dunkler; Stirn gelb; Scheitel und Hinterkopf grüngelb, mit einer grauen Spitze; der Grund des Oberschnabels mit abwärts stehenden Borsten; Zügel bräunlich; Augenstern dunkelbraun; Ohrgegend grau; Wangen gelb; Unterhals grüngelb; Brust hochgelb, an den Seiten ins Graue übergehend; Bauch, After und untere Dekfedern des Schwanzes weißgelb besprizt; Oberleib grüngelb, Flügelrand und untere Flügeldekfedern hochgelb; die g. Ruderfedern schwärzlich , an der äußern Fahne in der Mitte hellgelb; die übrigen braunschwärzlich, an der äußern Fahne grau gerandet; obere Dekfedern des Schwanzes grüngelb mit grauen Spitzen; die vier äußern Schwungfedern hellgelb, mit einer schwärzlichen Spitze; die fünfte schwärzlich, auf der schmalen Fahne olivengrün, gegen den Grund hellgelb; die beiden mittlern schwärzlich, an der schmalen Fahne olivengriin gerandet; Füße fleischfarbig, Nägel braun. Die Flügel erreichen die Hälfte des Schwanzes.

Länge 5 2/3 Zoll, Breite 10 Zoll,

Das Weibchen: ist nicht so gelb als das Männchen, Hinterkopf bräunlichgrau; Ohrgegend und Seiten des Halses grau; Rücken schwach zeisiggrün mit vielen bräunlichen, undeutlichen Strichen versehen;, der Bauch hat mehr Weißes. Sein AUFENTHALT ist das südliche und mittlere Europa. Er ist in Deutschland ein Strichvogel, der im Sommer in Feld-und Vorhölzem lebt, im September in kleinen Gesellschaften seine Nahrung auf den Feldern sucht, in den folgenden Monaten aber sich in großen Heerden zusammen hält und von einem Ort zum andern zieht. Im März besucht er seinen gewöhnlichen Stand wieder.

EIGENSCHAFTEN. Er lebt gern einsam, ist scheu und wild im Freien, wird aber doch im Zimmer bald zahm und lernt sogar sein Wasser schöpfen. Wenn er hinlängliche Nahrung hat, so beträgt er sich gegen andere Stubenvögel verträglich. Seinen Gesang, der nicht unangenehm und hell ist, läß er, vier bis fünf Monate ausgenommen das ganze Jahr hindurch hören. Im Flug, der ziemlich schwer ist, schreit er: iäk, iäk, im Sitzen aber; schwoinz.

NAHRUNG.

Er frißt Leindotter- Hanf-Rüb-Lein-Salat-Distel- Wolfsmilchsamen, die Kerne von dem Kellerhals – und Wachholderbrrren, im Winter, wenn ihm der Schnee die Erde verbirgt,, Eichen-Sahl- und Palmweidenknospen.

FORTPFLANZUNG.

Das Nest, welches aus Flechten, Corallenmoos, Wolle und kleinen Wurzeln besteht, findet man auf Bäumen, in Hecken und Gebüschen, Das Weibchen legt darein vier bis sechs spitzige, hell silberfarbene mit zimmtbraunen und hell violetten Pünktchen versehene Eier, die beide Geschlechter in dreizehn Tagen wechselweise ausbrüten. Das Weibchen brütet so eifrig, daß es sich mit den Händen auf dem Neste ergreifen läst. Es legt des Jahrs zweimal Eier: Die Jungen sind vor dem ersten Mausern dem Weibchen ähnlich, am Unterleibe hellgelb mit bräunlichen Längsstreifen, am Scheitel, Oberhals, Rücken graubraun mit dunkeln Längsflecken,

NUTZEN. Man hält ihn seines Gesangs wegen in dem Zimmer. Sein Fleisch ist schmakhaft und wird, gegessen, SCHADEN bringen sie in Hanfäckern und Küchengärten. FEINDE hat er an dem Sperber und dem Wiesel.

JAGD UND FANG. Er kann mit der Flinte geschossen werden. Gewöhnlich wird er im Herbst auf dem Strich auf dem Vogelherd gefangen.

VERSCHIEDENHEITEN.

1. Loxia Chloris candida.

2. Loxia Chloris varia. Nobis.

Bauch und um den Hals weiß. Brust gelb und weiß; Kopf und Nacken graubraun; Oberleib grüngelb und weiß, Flügel und Schwanz wie gewöhnlieh.

ANMERKUNGEN.

In dem Magen von vier Jungen vom 3o. Mai fanden wir mehrere rothe Steinchen. Die innere Magenhaut war grün. Die großen, mittlern und kleinen Grünlinge, die man hin und wieder findet, machen weder eine Abart noch eine besondere Art aus.

Siehe auch:
Der Uhu
Der Dorndreher
Die Elster
Der Kernbeisser
Der Gimpel
Die Kohlmeise
Der Turmfalke
Der Grünspecht
Die Dohle
Der Stockfalke
Der Pirol
Das Rotschwänzchen
Die weisse Bachstelze
Die Lachtaube
Der Staar

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    31. März 2017
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    31. März 2017
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    1. April 2017
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    1. April 2017

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