die heraldischen Farben

und die Art, sie in Schwarz schraffiert darzustellen.

Heraldik (Wappenkunde) ist die Lehre oder die Wissenschaft von den Regeln und Rechten der Wappen.
Das heißt, sie lehrt nicht nur die Regeln, nach denen vorhandene Wappen beschrieben (blasoniert) werden müssen, sondern bietet auch die Mittel, zu untersuchen, welche Personen das Recht haben, Wappen zu verleihen und solche zu führen.

A. Tincturen.






NB. Alle Farbentöne werden hell genommen, und zwar nimmt man dazu: Chromgelb, Zinnober oder Mennige, Kobaltblau oder Ultramarin, Schweinfurter Grün oder Grünspan. Die Tincturen haben keine Rangordnung. Man vermeide aber Farbe auf Farbe zu malen, sondern nehme Farbe auf Metall und Metall auf Farbe. Bei der Schraffierung sind die Schraffierstriche, je nach der Art, stets zur Grundlinie des zu schraffierenden Gegenstandes zu stellen; ist dieser daher geneigt, z. B. geneigter Schild, so machen sie die Bewegung mit.

B. Damascierungen.

Nur auf leerem, mit keiner Figur belegten Metall auch auf Farbe-Flächen, in damastartiger, arabeskenartiger Zeichnung in verchiedenen Mustern anzubringen. In älterer Zeit finden sich auch Muster mit gekreuzten Linien, kleinen Bosetten, Punkten u. s. w.

Heraldische Schilde.

Das Schild ist, wie schon in der Einleitung gesagt, der unerlässliche Haupttheil des Wappens. Er kann wohl allein angewendet werden ohne die anderen Bestandtheile, diese aber nie ohne ihn.

Unter einem heraldischen Schilde versteht man einen mit einem Wappen versehenen Schild. Die Form ist verschieden, je nach der jeweiligen Zeit. Im Mittelalter ist sie dieselbe wie die der Schilde, die die Ritter im Krieg und Kampfspiel wirklich genutzten. Erst in späterer Zeit weicht sie mehr und mehr von der alten Form ab, dennoch ist die künstlerische Blüthezeit der Renaissance die classische Zeit der Heraldik zu nennen. Später wurden die Formen immer willkürlicher und barocker und mit dem Verfall der Heraldik immer schlechter. Erst seit einigen Jahrzehnten hebt sich das Verständniss für Heraldik, und, um sie wieder vollständig zur Blüthe zu bringen, ist es dringend zu empfehlen, nur Schilde anzuwenden, die mit Fug und Recht Heraldische Schilde genannt werden können. Von diesen unterscheiden wir hauptsächlich den frühgothischen, den spätgothischen, den halbrunden, die Tartasche, den Renaissance- und den neuen Schild.

Siehe auch:
Heraldik-Wappenkunde
Deutsche Exlibris
Heraldik – Heraldisches Handbuch
Französische Heraldik
Dame Heraldik
Schottische Heraldik
Peeps at Heraldry
Die Kunst der Heraldik Teil 1
Die Kunst der Heraldik Teil 2
Die Kunst der Heraldik Teil 3
Galerie – Die Kunst der Heraldik
Heraldik – Faksimile eines alten Wappenmanuskript Teil 1
Heraldik – Faksimile eines alten Wappenmanuskript Teil 2
Galerie – Faksimile eines alten Wappenmanuskript
Heraldik – Ungarn