Die Kolonialwirtschaftliche Ausstellung in Kassel

Seit einigen Jahren ist es Brauch geworden; dass mit der alljährlichen Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft eine Koloniale Ausstellung verbunden wird. Die Kasseler Kolonialausstellung ist von überraschender Reichhaltigkeit, es fehlt in ihr kaum eins der kolonialen Produkte,

In der Abteilung I „Roherzeugnisse von Pflanzungen und Eingeborenenkulturen“ fielen vor allem die Ausstellungen der ostafrikanischen Kaffeeplantage Sakarre auf, die ein sehr anschauliches Bild einer durchaus modernen Anlage bieten. Arabischen Bergkaffee stellt auch die Usambara-Kaffeebaugesellschaft aus.

Sisalhanf bringt die Lindi Handels- und Pflanzungs-Gesellschaft sowie Wilkins & Wiese aus Ostafrika und die Neuguinea-Kompanie zur Anschauung.

Baumwolle und Baumwollsaat wird in allen erdenklichen kolonialen Sorten vorgeführt, besonders umfassend und übersichtlich ist die Ausstellung, die Erich Fabarius-Bremen zeigt, indem er die „Standards“ (Baumwollsorten bezw. Klassen) vorlührt, darunter drei aus Togo und drei aus Ostafrika.

In Abteilung II „Rohe und veredelte Erzeugnisse der tropischen Forstwirtschaft“ sind es zahlreiche Holzsammlungen, die dem Publikum, vor allem aber auch dem Holzfachmann zeigen, welch herrliche Hölzer wir in Kamerun, Ostafrika und Neuguinea haben.

Ostafrika ist, was Holz anbetrifft, gut durch Wilkins & Wiese vertreten (10 Arten). Ein sehr schönes Mobiliar aus Mkweoholz zeigt die prachtvolle, oft variierende Zeichnung dieses Holzes. Weiter stellt dieselbe Firma noch Zedernholz aus derselben deutschen Kolonie aus, sowie Podokarpusholz. Im Anschluss daran werden Zündhölzer verschiedener allgemein bekannter Firmen (u. a, Union Augsburg) und Bleistifte von den ersten Firmen, z.B. A W Faber, vorgeführt, zu denen verschiedene afrikanische Hölzer verwendet sind, in erster Linie Zedernholz, das Holz einer Juniperus- (Wachholder-) Art.

Zu Streichholzschachteln hat man das Kameruner Schirmbaumholz mit gutem Resultat verwendet. Die Hamburgischen Botanischen Institute stellen nun gar 40 Holzarten aus. Verlangt wird von diesen Hölzern im Handel bis jetzt Juniperus procera, das oben erwähnte Bleistiftholz aus Ostafrika, von westafrikanischem Holz ganz neuerdings in sehr grossen Mengen das Baumwollholz (Ceiba pentandra), das zu Blindfournieren reichliche Verwendungfindet. Unter dem Namen „Afrikanischer Birnbaum“ werden Njabi und die gänzlich verschiedene Mangrove in den Handel gebracht.

Das Forst-Botanische Institut in Hann.Münden bringt in seiner Holzsammlung eine Probe Tanda-Mangrove, während die Deutsch-Westafrikanische Handelsgesellschaft in Verbindung mit H. Hartert in Marburg sich fast ganz auf diese Holzart beschränken.

Die Radfelgen aus einem Stück gebogen, die Stuhlreifen und dergl. zeigen, dass die Biegungsfähigkeit trotz der enormen Härte des Holzes eine hervorragende ist. — Auch Holzpflaster aus Mangroveholz zeigen die Letztgenannten, das wesentlich billiger ist als das so viel verwendete australische Tallowwood. Neben diesen Produkten finden wir die sehr anschaulichen Darbietungen der Südsee-Phosphatwerke.

In Abteilung IV, „Verarbeitung der wichtigsten kolonialen Erzeugnisse durch inländischen Gewerbefleiss“, finden wir, ausgestellt von der Abt. Kassel der Deutschen Kolonialgesellschaft, eine sehr schöne Diamantenkollektion aus Südwest. Die Chemnitzer und andere Spinnereien und Webereien zeigen Fabrikate aus deutschkolonialen Rohstoffen, die denen aus anderen Rohstoffen nicht nur gleichwertig, sondern überlegen sind.

Wie unendlich verschiedenartige fetthaltige Produkte uns aber unsere Kolonien darbieten, das ersieht man erst, wenn man sich die ganze Ausstellung darauf hin ansieht. — Hervorragend ist in dieser Beziehung die Kollektion Schlink & Co., die uns das Rohprodukt, Halb- und Fertigfabrikat bis zur Seife und dem so beliebten Speisefett „Palmin“ vorführt.

Kautschuk finden wir selbstverständlich bei vielen Ausstellern. Eine mit grosser Mühe und Sachkenntnis zusammengestellte Sammlung von rohem, gewaschenem, gewalztem und fertig fabriziertem Kautschuk stellt die bekannte Firma Louis Peter in Frankfurt a. M. zur Schau. In ähnlicher Weise führt uns die Kasseler Firma Hansen & Co das Entstehen der Schokolade aus dem Rohkakao vor Augen.

Unter den Sonderausstellungen ist an erster Stelle die des Kolonialwirtschaftlichen Komitees zu nennen, die 5000Pfund ostafrikanische Baumwolle und 5000 Pfund Togobaumwolle ausstellt; ferner eine ungemein reichhaltige, für den Pflanzer besonders lehrreiche Zusammenstellung der zum Baumwollbau verwendeten Geräte und Werkzeuge.

Mit offensichtlichem Interesse durchwandert fast jeder Besucher — sei er Kolonialfachmann oder nicht — das Tropenhaus von Christoph & Unmack und sieht sich das Tropenzelt der Kasseler Firma Salzmann & Co. an. — Ja, wer hatte vor 20 Jahren in Afrika wohl etwas derart Vollendetes! Von ganz besonderem Interesse für die Fachleute ist auch die von der Sächsischen Maschinen-Fabrik in Chemnitz aufgestellte Maschine zur Entfettung der Baumwolle. — Auch die Fowlerschen Strassenlokomotiven und Dampfpflüge zeigen das von Erfolg gekrönte Bestreben der Industrie, sich mehr und mehr den besonderen Anforderungen der überseeischen Landwirte anzupassen.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“
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Vom Deutschtum im Ausland (Chile)
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Fünfundzwanzig Jahre Deutsch-Ostafrika
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Die landwirtschaftliche Ausstellung in Keetmanshoop
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Kolonie und Heimat erscheint von jetzt an wöchentlich.
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Frauenerziehung in China
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Die Herstellung von Rindentuch in Zentralafrika
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Ein Besuch in der chinesischen Stadt Kiautschau
Das neugierige Krokodil
Bilder vom Wegebau in Kamerun
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Verarmte deutsche Ansiedler in Jamaika : Ein Notschrei aus Westindien
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Gastfreundschaft in Deutsch-Ostafrika
Eine leckere Mahlzeit
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Deutsch Ostafrika : Gefangene junge Elefanten in Udjidji am Tanganjikasee
Koloniale Plastik
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Die drahtlose Telegraphie und ihre Bedeutung für unsere Kolonien
Das Museum für Meereskunde in Berlin
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Hamburg als Hafenstadt II
Idyll aus Deutsch-Südwest: Fütterung eines jungen Springbocks
Die Bremer Baumwollbörse
Rund um Afrika
Schlangen in Südwest-Afrika
Mädchen von der Karolineninsel Jap
Milchwirtschaft auf einer südafrikanischen Farm
Auf den Lüderitzbuchter Diamantenfelder
Missionspredigt in einem Dorf von Süd-Togo
Altindische Baudenkmäler
Ein neuer Ostafrika-Dampfer
Haartrachten der Eingeborenen in Afrika
Totengebräuche im alten Samoa
Badende Kinder auf Samoa
Eine Fahrt auf der sibirischen Eisenbahn
Äquator Taufe
Buschmänner beim Bogenschiessen
Die Bekämpfung der Pest in Kiautschou
Kamerun: Marktszene aus Banjo
Wei-hai-wei
Jugendbelustigungen in Niederländisch-Indien
Diamantendiebstähle
Der findige Telegraphist
Toto, der erste aus Ostafrika nach Deutschland gebrachte Elefant
Fischerboot an der ostafrikanischen Küste
Vom Deutschtum im Stillen Ozean : Deutsche Arbeit auf Hawaii
Die Post im Innern Afrika
Hamburg als Handelsstadt : Aus Hamburgs Vergangenheit
Vom Deutschtum im Ausland
Wieviel Menschen sprechen Deutsch?
Echtheitsbestimmungen der Diamanten
Allerlei vom ostafrikanischen Neger
Tanzmasken der Graslandbewohner im nordwestlichen Teile von Kamerun
Die Fürsorge für die Mischlingskinder in Südwest-Afrika
Die Wohnstätten der ostafrikanischen Eingeborenen : Die Temben
Das Aquarium in Neapel
Bilder aus Marokko
Explosion in Karibib
Elefant in Afrika
Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Kamerun
Ein unfreiwilliger Weltrekord auf der Elefantenjagd
Der Gorilla
Von Roosevelts Jagdfahrt in Afrika
Die Trommelsprache der Waldlandneger Kameruns
Kultur-Kolonien : Ein Wort für die Esperanto-Sprache
Bilder vom Telegraphenbau in Kamerun
Zanzibar
Robert Koch
Die erste Tagung des südwestafrikanischen Landesrats
Der Dauerkäse
Die deutsche Kolonialschule in Witzenhausen
Das deutsche Kolonialmuseum in Berlin
Ein Idyll aus Nordkamerun : Kaffestündchen auf der Veranda der Station Garua
Dampfa kudja! — der Dampfer ist da
Die Marienburg
Herbstbilder aus Tsingtau
Die Wirkung des elektrischen Stromes auf einen Neger
Suahelifrauen bei der Toilette
Die Verkehrsmittel von Südwestafrika
Das Deutschtum in den baltischen Provinzen Russlands
Im chinesischen Theater zu Tsingtau
Die dankbare Schlange (Chinesisches Märchen)
Die Völker Togos
Hongkong
Afrikanische Pfahlbauten
Haifischfang im Korallenmeer
Mekkapilger
Frauenmangel in Deutsch-Neuguinea
Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Deutsch-Südwestafrika
Malaria
Arbeiter-Rekrutierung in Neu-Guinea
Seekuhjagd in Kamerun
Kapitalanlagen : Marktbericht
Im Lande der Pharaonen : Bilder aus Kairo
Des deutschen Kronprinzen Reise nach Ostasien
Veddamänner (Jäger) aus dem Innern von Ceylon
Der Kakao, Seine Kultur und Verarbeitung
Die Kulturfähigkeit der Mikronesier : Ernste Gedanken zum Aufstand in Ponape
Die Feuerzeuge der Naturvölker
Zur Inder-Frage in Deutsch-Ostafrika
Über die Chinesen-Frage
Küstenneger von Togo beim „Fufu“-Stampfen
Die neue Marineschule in Flensburg
Fünfzig Jahre einer deutschen Siedelung in Brasilien
Die Pest in China
Der Aufstand auf Ponape ist gesühnt
Schweinefleisch
Haschischraucher in Südkamerun
Nabus, der Hottentottenjunge
Wie lernt der Kapitän über den Ozean steuern?
Die Dankbarkeit beim Neger
Südwestafrikanische Landschaftsbilder : Die Namib
Zebra, im Norden von Südwestafrika erlegt
Chinesische Hausierer in Berlin
Reitertod
Bienenzucht in Afrika
Gerüchte über einen neuen Aufstand in Südkamerun
Zur Krisis im südwestafrikanischen Farmerbund
Marokko und die Marokkaner
Der Islam in Afrika : Seine Verbreitung und politische Bedeutung
Aus dem Leben deutscher Goldsucher in Panama
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Bakulia
Konkombakrieger aus Nord-Togo
Verzicht auf Diamantenfelder?
Der Ausbau der sibirischen Eisenbahn
Die Feuerwehr in China
Überallen
Die Tagung der Kolonialgesellschaft und des kolonialen Frauenbundes in Stuttgart
Das Lindenmuseum in Stuttgart
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Wagogo
Die Eisenbahnen in unseren Kolonien
Ein deutsches Kriegsschiff in Marokko
Feuergefährlichkeit der Holzhäuser in den Tropen