Die Marshall-Inseln

I. Abschnitt, II. Abschnitt, III. Abschnitt, IV. Abschnitt, V. Abschnitt, VI. Abschnitt, VII. Abschnitt.

Die unter der Gesamtbezeichnung Mikronesien zusammengefassten Karolinen-, Marshall- und Gilbertinseln bilden ihrer Naturbeschaffenheit und ihren Bewohnern nach ein Ganzes. Die erstgenannte Gruppe ist Eigentum der Spanier, die letzte gehört den Engländern, und die mittlere, die 1788 von dem britischen Kapitän Marshall entdeckt wurde und in unserm Dichter Adalbert v. Chamisso einen begeisterten Schilderer fand, ist deutscher Besitz. Wohl nimmt der Meeresraum, der den Archipel zwischen 4 und 15° N, 161 und 174° O begrenzt, 350000 qkm Fläche ein, aber in der das Königreich Preussen an Grösse übertreffenden Wasserwüste ist ein verschwindend kleines Inselgebiet zerstreut, das mit 410 qkm oder, einschliesslich der Brown- und Providenceinseln, mit 450 qkm Flächeninhalt kaum dem Umfange des Freistaates Hamburg gleichkommt. Aus allen diesen Gründen sind die Marshall-Inseln unser kleinstes und wirtschaftlich unser unbedeutendstes Schutzgebiet, das von jeher das Stiefkind unseres Interesses war, weil es, weit abgelegen vom Strome des Weltverkehrs, wegen seiner Entfernung1), seiner beschränkten räumlichen Ausdehnung und seiner geringen Bevölkerungszahl im Welthandel keine Rolle spielt.

Der Marshall-Archipel ist aus niederen Koralleneilanden zusammengesetzt, die auf zwei unterseeischen platten Rücken ruhen und dementsprechend zu zwei durch einen breiten Kanal getrennten Reihen an-geordnet sind. In einer Längenerstreckung,.die der Entfernung zwischen Nordschlcswig und Oberschlesien entspricht, verlaufen sic von Nordwest nach Südost und sind untereinander und dem Bismarck-Archipel parallel. Die östliche Reihe (133 qkm) führt den einheimischen Namen Ratak oder Inseln gegen Tagesanbruch und zählt 15 Atolle, die westliche (277 qkm) heisst Rälik oder Inseln gegen Abend und umfasst 18 Ringinseln, die durchaus gleichartig gebaut sind und stets eine Lagune umschliessen, niemals aber eine streng kreisrunde Gestalt besitzen, sondern meist langgestreckt und in der Richtung der Inselreihen verzogen erscheinen.

1) Die Marsball-Inseln sind vom Bismarck-Archipel 2000 km (Luftlinie zwischen Petersburg und Basel) entfernt.

Ihre Grösse ist sehr verschieden, und ebenso beträchtlich wechseln Zahl und Umfang der dem Korallenriff des Atolls aufgesetzten Teilinseln, von denen bald nur zwei, bald 60 und mehr vorhanden sind. Manche dieser Inselchen sind unbedeutende, mit dürftigem Gesträuch und einigen Kokospalmen bestandene Korallenhaufen und Sandbänke, andere wieder erreichen, wie das Haupteiland des Atolls Medjeru, 50 km Länge und 1 km Breite. Das Atoll Kwadjelin ist eine der grössten derartigen Bildungen der Welt, denn es trägt 80 Teilinseln, ist 35 km breit und kommt mit 110 km Länge der Entfernung zwischen Berlin und Magdeburg gleich. Auf der bei 50 km Länge und 32 km Breite 110 km im Umfang messenden Ringinsel Jaluit, die einen der schönsten, geräumigsten und sichersten Naturhäfen umkränzt, sind 55 Inselchen zerstreut, die zusammen einen Flächeninhalt von 90 qkm haben. Die ausgedehnteste von ihnen ist das 6 km lange Eiland Jabwor, das der Mittelpunkt der Verwaltung, der Hauptsitz der Jaluitgesellschaft und schon seit 1878 deutsche Kohlenstation ist. Denn nirgends fällt die Beschaffung ausreichender Kohlenvorräte für die Kriegsschiffe schwerer als in dem ungeheuren Meeresgebiete des Stillen Ozeans mit seinen an natürlichen Bodenschätzen armen Inselwolken.

Die merkwürdigen Ringinseln, Laguneninseln oder Atolle entstehen durch die Thätigkeit der riffbildendcn Korallen, die nur in klarem, schlammfreiem und mindestens 18—20° C. warmem Salzwasser leben können und somit eine beschränkte Verbreitung innerhalb des tropischen Meeresgürtels haben. Am äussern Rande des Riffs, wo durch die Brandung und die reichlichere Nahrungszufuhr die günstigsten Daseinsbedingungen gegeben sind, entwickeln sich die Korallen rascher als am Innenrande, wo durch den Mangel an Nahrung oder durch Trübung des Wassers ihr Wachstum verzögert und schliesslich ganz verhindert wird. Infolge dieses ungleichmässigen Anwachsens stürzt die Korallenmauer nach aussen steil zu grosser Tiefe ab, während sie im Innern eine mehr oder minder flache Lagune umgiebt und durch breite Einschnitte in den Riffkranz, die sogenannten Passagen, mit dem offenen Ozean in Verbindung steht. Wegen der in ihnen herrschenden starken Strömung erfordert die Benutzung der Passagen peinliche Vorsicht, und der Binnensee wird ebenfalls durch Riffe oder Untiefen gefährdet. Da die Korallen nicht über die Höhe des tiefsten Niedrigwassers hinaus bauen können, so sterben sie ab, sobald die Meeresoberfläche erreicht ist, und nunmehr beginnen die anprallenden Wogen ihr Zerstörungswerk.

Sie zertrümmern die vorstehenden Ecken und Kanten und häufen die zermalmten Stücke auf dem Riffkamme zu scharfen, knöcheltiefen Sand-und Geröllmassen an, die 1—4 m hoch und bei Flut zu Inseln eines im übrigen unterseeischen Riffkranzes werden, über den flachgebauter Schiffe anstandslos hinwcgsegeln können. Während der Ebbe dagegen liegt das gesamte Atoll zu Tage, so dass man es trockenen Fusses durchwandern kann. Nur das Grün der Pflanzenbekleidung lässt dann deutlich erkennen, welche Teile dauernd und welche bloss zeitweilig über Wasser bleiben. Indem unter der vereinten Wirkung von Sonne und Regen die grösseren Bruchstücke allmählich zerfallen und verwittern und die Zwischenräume zwischen dem Blockwerk mit kleineren Trümmern und Muschelresten ausgefullt werden, bildet sich mit der Zeit eine dünne Erdschicht. Luft- und Meeresströmungen führen Samen und Früchte herbei, die Kokospalme und andere Pflanzen höherer Ordnung nisten sich ein und machen den Boden endlich zu menschlicher Besiedelung fähig. Da die Korallen auf der den herrschenden Winden — in diesem Falle dem Nordostpassat — zugewandten Seite viel bessere Entwickelungsbedingungen als auf der abgekehrten finden, so entstehen hier die meisten und höchsten Teilinseln, und die Vegetation zeigt eine verhältnismässig kräftige Entwickelung, während die entgegengesetzte Seite unfruchtbar ist und ganz oder grösstenteils von der Brandung überwallt wird. Aus der Ferne gesehen, scheinen aber auch die Aufschüttungsinscln in dem über die Riffe fegenden Schaume der Brandungswellen zu verschwinden. Erst beim Näherkommen heben sich aus der weissen Dampfwolkc die schlanken Wipfel der Kokospalmen ab, und endlich erkennt man die einzelnen durch die Passagen getrennten Inselchen, hinter denen das grüne Wasser der ruhigen Lagune leuchtet.

Sehr selten bringen es Dünenbildungen aus Korallensand zu 12 m Höhe, und eine noch seltenere Ausnahme ist es, wenn das ganze Riff durch unterirdische Kräfte hoch über den Meeresspiegel emporgehoben wird. Einem solchen Vorgänge, der wahrscheinlich auf eine vulkanische Schlusskatastrophe zurückzuführen ist, verdankt die hafenlose, von einem Riff umgürtete Insel Nauru oder Pleasant Island ihre Entstehung. Fast unter dem Äquator auf halbem Wege zwischen den Salomonen und der Marshallgruppe gelegen, ist sic aus einem höhlenreichen Korallenkalkfelsen auf gebaut, der die Meeresoberfläche um 40—70 m überragt und die bedeutendste Erhebung in jenem ganzen Gebiet niedriger Korallenbildungen darstellt. Das 20 km im Umfang messende Eiland ist ein nahezu versandetes Atoll und steigt terrassenförmig zu einem Ringwalle an, der ein rundliches, an der tiefsten Stelle mit Wasser erfülltes Becken umschliesst.

Die Entstehung der Atolle glaubten die berühmten Naturforscher Darwin und Dana am einfachsten durch die Annahme zu erklären, dass eine ursprünglich innerhalb des Riffringes vorhandene Insel langsam in die Tiefe sank, während ein sie umsäumendes Küsten- oder Strandriff durch die Thätigkeit der Korallen in demselben Masse bis zum Meeresspiegel erhöht wurde, weil jene unermüdlichen Baumeister des Ozeans nur bis zu 80 m Meercstiefe lebensfähig sind. Waren bei fortdauernder Senkung die höchsten Spitzen der Insel verschwunden, so blieb schliesslich nur noch der Riffkranz übrig, der nebst seinem Binnensee das Grab des versunkenen Inselkerns bezeichnet. Diese Ansicht, die erst neuerdings durch Bohrversuche in glänzender Weise bestätigt wurde, vermag wohl den Bau zahlreicher Atolle befriedigend zu erklären, sie gilt aber keineswegs für alle derartigen Bildungen. Studer, Rein, Guppy, Murray u. a. haben nachgewiesen, dass über jeder Untiefe ein Atoll entstehen kann, sobald als der Meeresgrund durch Aufschüttung von Trümmermassen, durch Aufhäufung vulkanischer Ergussgesteine, durch Hebung oder auf andere Weise in eine Tiefenzone gelangt, in der die riffbildenden Korallen Ernährungs- und Wachstumsbedingungen finden.

Auf Grund mehrjähriger Beobachtungen beträgt die mittlere Jahreswärme in Jaluit + 27°C., und der Unterschied zwischen dem wärmsten und kältesten Monat erreicht noch nicht einmal 1° C., während als höchste Temperatur bisher +37° C., als niedrigste +21° C. verzeichnet wurde. Somit ist die Luftwärmc hoch und sehr gleichmässig und stellt das typische Bild eines tropischen Secklimas dar, bei dem der Gegensatz zwischen den einzelnen Jahreszeiten so gut wie ganz verwischt ist. Auffallende Gleichförmigkeit herrscht auch im Gange des Luftdrucks, der Luftfeuchtigkeit und des Regenfalls. Der Barometerstand lässt bei einem Jahresmittel von 758,2 mm nur ‚eine Differenz von 6,4 mm erkennen, der zu 82% bestimmte Feuchtigkeitsgehalt der Luft schwankt zwischen 74 und 89%, und die ziemlich gleichartig über das Jahr verteilte Niederschlagsmenge erreicht an 300 Regentagen den hohen Betrag von 4500 mm, so dass die Marshallgruppe den regenreichsten Gebieten unserer Erde zuzurechnen ist. Doch haben die nördlichen Inseln einen viel unregelmässigeren Regenfall und sind anscheinend auch niederschlagsärmer, weshalb der Archipel von Süd nach Nord an wirtschaftlichem Wert verliert. Noch wechselnder und geringer (jährlich bloss 640 mm an 90 Regentagen) ist die Regenverteilung auf Nauru. Hier giebt es neben ungewöhnlich nassen auch äusserst trockene Jahre, die von verderblichen Dürren begleitet sind und die Eingeborenen veranlasst haben, mit einer dem Tropenbewohner sonst fremden Fürsorge Vorräte für die schlechte Zeit zurückzulegen. Leicht erklärlicherweise wirkt das Ausbleiben des Regens sehr ungünstig auf den Ertrag der Kokospalmen ein, weshalb die Ernte so starken Schwankungen unterworfen ist, dass 1893/94 von Nauru 421000 Pfund, 1894/95 aber bloss 31 500 Pfund Kopra verschifft wurden.

Im Schutzgebiet wehen fast ausschliesslich nordöstliche, östliche und südöstliche Winde, die vom August bis zum November öfters durch Stillen unterbrochen werden. In jene Monate fallen die zum Glück sehr seltenen Südwestorkane, die ungehindert und darum mit furchtbarer Gewalt über die niedrigen Korallcncilandc hinwegbrausen, die lockere Erdkrume fortführen, die Palmenhaine verwüsten, durch die Gewalt der Wogen sogar kleinere Inseln wegschwemmen und die Ertragsfähigkeit der Atolle auf Jahre hinaus vernichten.

Im übrigen ist das Klima trotz seiner tropischen Natur fieberfrei, weil der in höchstem Grade durchlässige Korallenboden die Ansammlung der Niederschläge zu Sümpfen, den Brutstätten der gefährlichen Malariakeime, verhindert. Freilich hat die poröse Beschaffenheit des Untergrundes den unangenehmen Nachteil, dass trotz der ergiebigen Regengüsse Quellen und Bäche gänzlich fehlen. Man ist lediglich auf den Genuss von Regenwasscr angewiesen, das auf den Wellblechdächern der Europäerhäuser aufgefangen oder in Gruben gesammelt wird, wo es aber wegen des Eindringens des Seewassers sehr bald einen brackigen Geschmack annimmt. Ferner sind die fortgesetzt herrschende Treibhauswärme, die sich nachts kaum merklich abkühlt, und der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Luft den Europäern nicht zuträglich. Sie verursachen häufige Herz-, Nieren-und Lungenerkrankungen, und die Schwindsucht verläuft reissend schnell, so dass Leuten mit solchen Krankheitsanlagen der Aufenthalt auf den Marshall-Inseln unbedingt zu widerraten ist.

Die magere Humusschicht ist meist nur wenige Zoll, sehr selten bis zu 2 m mächtig, sodass die Erde für die Gärten der Europäer von anderen Inseln herbeigeschafft werden musste. Dennoch trägt der Boden dank dem Überfluss der gleichmässig verteilten Niederschläge ein Pflanzenkleid von bescheidener Üppigkeit, wobei sich die südlichen Inseln wiederum vorteilhaft vor den nördlicheren auszeichnen. Die crstcren sind im Einklang mit der grösseren Fruchtbarkeit am dichtesten besiedelt. Von den letzteren dagegen sind viele gar nicht oder nur zeitweilig bewohnt, indem die Eingeborenen ein Atoll verlassen, wenn dort die Nahrungsmittel aufgezehrt sind. Freilich ist die Flora im ganzen einförmig und artenarm und umfasst kaum mehr als 100 Gefässpflanzen.

Den steinigen Untergrund überwuchert grobes Schlinggras, das, mit Buschwerk untermischt, einen sehr geringen Nährwert besitzt. Daher findet eingeführtes Schlachtvieh nur einen kümmerlichen Unterhalt und muss sehr bald geschlachtet werden, weil es schnell abmagert. Eine Nesselpflanze, eine Boehmeria, liefert einen zu Matten verarbeiteten Bast, und ein kaktusartiges Knollengewächs mit süsslich riechender Lilienblüte, die Triumfetta procumbens, dient zur Fasergewinnung. Die parkartigen, unterholzarmen Waldgruppen bestehen aus den drei Hauptvertretern der Südseeflora, der in grosser Menge angepflanzten Kokospalme, dem auf einem Luftwurzelgestell ruhenden, in 40 Spielarten gezogenen Pandang (Pandanus odoratissima) und dem gewaltigen, nach Art unserer Eichen dicht verzweigten Brotfruchtbaum, dessen Früchte den Eingeborenen in mannigfacher Zubereitung als tägliches Brot dienen. In neuerer Zeit gewinnt auch die Banane immer mehr an Verbreitung, und schon jetzt zeigen sich die segensreichen Folgen der diesbezüglichen Anpflanzungsverordnung, die anfangs mehrfach als ein Auswuchs des kolonialen Bureaukratismus verspottet wurde. Der Anbau von Körnerfrüchten ist, wie überall in der Südsee, unbekannt.

Der charakteristischste und wichtigste Baum des Stillen Ozeans ist die Kokospalme, die man bezeichnender Weise die Königin der Südsee genannt hat. Kerzengerade steigt der schlanke, astlose Stamm, der mit dem schlechtesten Boden vorlieb nimmt und sich ohne jede Pflege rasch entwickelt, zu 25—30 m Höhe an und endet in einer dichten Krone dunkelgrüner, 3—4 m langer Blätter. Die kopfgrossen Früchte, die das ganze Jahr hindurch zur Reife gelangen, enthalten die erfrischende Kokosmilch, und ihre Kernmasse, die Kopra, behauptet im Welthandel einen hervorragenden Platz. Die Faserhülle der Nüsse dient zu Stricken, Fäden und zur Anfertigung von Matten und Segeln. Die jungen Blätter geben den als Gemüse geschätzten Palmkohl, die angebohrten Stämme den Palmwein, die Blattrippcn und das Holz finden beim Boot- und Hüttenbau Verwendung, und die Blätter ersetzen die Dachziegel. So giebt es an der Kokospalme nichts, das nicht für die Menschen von Nutzen wäre, und ihr verdanken die Insulaner ihr Dasein. Denn sie liefert ihnen Nahrung, Wohnung und Kleidung und macht die unfruchtbaren Koralleneilande erst bewohnbar.

Auf allen jugendlichen Inselgebilden, zu denen die Koralleninseln gehören, ist die Tierwelt sehr dürftig und steht auch auf der Marshallgruppe beträchtlich hinter der Flora zurück. Sie beschränkte sich ursprünglich auf eine kleine Eidechse, auf einige Land- und Wasserkrabben, die, in ungeheurer Zahl heimisch, den Boden weithin unterwühlt haben und, wie der Birgus latro, bis in die höchsten Wipfel der Kokospalmen klettern, ferner auf eine Fledermaus, eine Kuckucksart und die über einen grossen Teil der Südsee verbreitete Fruchttaube. Am Strande tummeln sich Scharen von Wat- und Schwimmvögeln, die auf einigen menschenleeren Atollen z.B. auf Bikar und Gaspar Rico willkommene Brutstätten finden, ohne dass sich deshalb brauchbare Guanolager gebildet hätten. Seit langem sind Schweine, Hunde, Katzen, Ratten, Mäuse und Hühner eingeführt oder eingeschleppt worden. Die ersteren haben sich so vermehrt, dass sie zum Teil verwilderten und dass wegen des Schadens, den sie in den Anpflanzungen anrichteten, in den letzten Jahren ein förmlicher Vernichtungskrieg gegen sie geführt wurde. Während Schlangen und Frösche gänzlich fehlen, fallen Ameisen und Moskitos durch ihre Menge lästig.

Zum Unterschiede von der ärmlichen Landfauna entfaltet sich das Tierleben des umgebenden Meeres in wunderbarer Fülle und bietet den Menschen und Wasservögeln überreiche Nahrung. Im durchsichtigen, grünen Wasser erheben sich die merkwürdigen, vielgestaltigen Korallenstöcke und erscheinen bald als rote, schlanke Türme, bald als gelbe Kegel, die von ihren sie weiterbauenden Polypen wie mit zahllosen leuchtenden Blumen übersäet sind. Unter den Weichtieren bemerkt man Perlmuscheln und die zentnerschwere Riesenmuschel, zu ihnen gesellen sich Tausende phantastisch gestalteter Krustentiere und Fische von wunderbarer Farbenpracht. Obwohl es darunter mehrere giftige Arten giebt, werden sie von den Eingeborenen eifrigst gefangen, und besonders beliebt ist der Fang des scharenweise auftretenden Haifisches, weil seine Flossen in China als teuer bezahlte Leckerbissen gelten. Der früher häufige Walfisch dagegen hat infolge der unvernünftigen Verfolgungen so abgenommen, dass sich seine Jagd nicht mehr lohnt, weil er nur noch selten in die Nähe der Inselgruppe kommt.

Der umgebenden Natur entsprechen die Bewohner der Inselwelt. Sie sind Naturmenschen durch und durch und führen weltabgeschieden ein müheloses Leben bescheidenen, stillen Glückes. Kinder waren sie vor der Berührung mit den Europäern und Kinder sind sie heute noch geblieben. Sie gelten als reine Mikronesier mit Ausnahme der isolierten Nauru-Insulaner, deren abweichende Sprache und Kultur polynesische Anklänge erkennen lässt. Die Gesamtzahl der Marshallaner wird auf 13000 Seelen geschätzt, was eine für die Kleinheit des bewohnbaren Landes und die Beschränkung der Nahrungsquellen verhältnismässig hohe Volksdichte von 30 Köpfen auf 1 qkm ergeben würde. Das Atoll Jaluit z. B. dient 1100, die Insel Nauru 1437 Eingeborenen zum Aufenthalt. Die Volksmenge ist durch endlose Kriege, durch den bei zu grosser Nachkommenschaft üblichen Kindesmord und noch mehr durch die von den Kulturvölkern eingeschleppten Geschlechtskrankheiten etwas entartet, nimmt aber jetzt unter der wohlgeordneten, zweckmässigen deutschen Verwaltung eher zu als ab. Die nordöstlichen Inseln, die Chamisso 1817 sehr spärlich besiedelt fand, besitzen gegenwärtig viel mehr Bewohner, und wie Volkszählungen darthun, hat sich die Bevölkerung von Nauru in der Zeit von 1890—94 um 100 Köpfe vermehrt. Ausser den Eingeborenen giebt es noch 73 Europäer, darunter 45 Deutsche, die als Beamte und Händler ein sehr eintöniges, gleichmässig dahingleitendes Leben führen.

Die Marshallaner sind mittelgrosse, kräftige Leute mit hell- bis dunkelbrauner Hautfarbe, starkem Haar und spärlichem Bartwuchs. Das leichtlebige Völkchen liebt nichts mehr als Gesang und Tanz und betreibt beides mit gleicher Lust und Hingabe, während es sich zu Anstrengungen anderer Art nur zögernd und im äussersten Falle entschliessen kann und dabei niemals Eile zeigt. Die Nahrung, die den Eingeborenen reichlich und mühelos zufällt, besteht hauptsächlich aus Pflanzenkost und Fischen, während Schweine und Hühner sehr selten und bloss als ganz besonderes Festtagsgericht genossen werden. Ein Salzen der Speisen, selbst mit Seewasser, ist unbekannt, und während die Neger Afrikas nach Salz ausserordentlich begierig sind und es als hochgeschätzte Leckerei betrachten, ist an die Marshallaner noch nicht das kleinste Körnchen Salz verkauft worden. Dafür haben sich Reis, Hartbrot und Konserven als beliebte Volksnahrung eingebürgert, und man fröhnt leidenschaftlich dem Tabak. Dagegen hat der Branntwein glücklicherweise keinen Eingang gefunden und darf auch nicht eingeführt werden.

Die einfache Tracht, die durch eine oft den ganzen Körper bedeckende Tätowierung und durch geschmackvolle Ausschmückung mit Blumen geschickt ergänzt und verschönert wurde, macht unter dem Einflüsse der seit 1857 thätigen und von Amerika aus geleiteten Mission immer mehr einer unschönen Kleidung Platz. Aber nicht nur die Tätowierung verrät einen hoch entwickelten Kunstsinn der Eingeborenen, nicht minder Bedeutendes leisten sie im Bau von Segelbooten mit Auslegern, Plattform und aufgesetztem Häuschen. Auf diesen immerhin gebrechlichen Fahrzeugen unternehmen die Insulaner, die durch die Natur ihrer Heimat zu tüchtigen, wagemutigen Schiffern geworden sind, weite Seereisen, wobei sie sich statt des Kompasses sinnreicher Seekarten aus Holz, Muscheln und Steinchen, der sogenannten Stäbchenkarten oder Medos, zur Orientierung bedienen. Leider verschwinden die alten Kunstfertigkeiten neuerdings immer mehr, und statt der urwüchsigen Instrumente aus zugeschärften Muscheln und Steinen haben europäische Eisengeräte rasch Eingang gefunden. Besonders beliebt ist die Nähmaschine, die in keinem grösseren Haushalt fehlt.

Die landesübliche Verfassung unterscheidet vier scharf getrennte Klassen, von denen zwei besitzlos, die beiden andern besitzend sind. Doch können die Besitzlosen innerhalb des ihnen angewiesenen Gebietes so viele Früchte nehmen und Fische fangen, als sie zu ihrem Unterhalt gebrauchen. Die grosse Masse des Volkes bilden die gewöhnlichen Leute oder Kadjur, und über ihnen stehen die Leataketak oder Dorfschulzen, die das Grundeigentum der Vornehmen verwalten und die Ausführung ihrer Befehle überwachen. Die Besitzenden sind die Häuptlinge, die je nach ihrem Vermögen in kleine Häuptlinge oder Burak und in grosse Häuptlinge oder Jrodj zerfallen. Aus den letzteren geht der König hervor, der gewöhnlich der wohlhabendste Mann und der grösste Grundbesitzer der Insel ist. Eine eigentümliche Stellung nehmen innerhalb dieser vier Klassen die Frauen ein, indem nach dem bestehenden Mutterrecht die Kinder stets dem Range der Mutter folgen und somit die Frau den Gemahl entweder zu ihrem Stand emporhebt oder hinabzieht. War z. B. die Mutter niederen Standes, so sind es auch ihre Nachkommen, selbst wenn der Vater ein Jrodj war.

Die geistigen Eigenschaften der Marshallaner sind im allgemeinen gut entwickelt, und von den Zöglingen der Missionsschulen können die meisten schreiben und lesen. Doch ist allen eine unglaubliche Gedankenfaulheit eigen, die Wahrheitsliebe geht ihnen völlig ab, und auch von Heimtücke und Hinterlist sind sie nicht frei, da sie gar oft die Besatzungen anlegender oder verschlagener Schiffe ermordet haben. Allerdings ist zu betonen, dass die fremden Matrosen durch ihre rohen Gewaltthätigkeiten die von Haus aus sanften und freundlichen Menschen erst zu blutdürstigen Strandräubem gemacht haben, die in leicht erklärlichem Vergeltungstrieb jeden Weissen als Feind betrachteten und ihn zu vernichten suchten. Nachdem aber durch die Bemühungen der Mission wieder friedliche Zustände geschaffen wurden, entwickelte sich allmählich ein lebhafter Koprahandel, der vornehmlich in deutschen Händen lag und deshalb zur Besitzergreifung der Inselflur führte.

Seit der Erklärung der deutschen Schutzherrschaft ist ohne Entfaltung grösserer Machtmittel und ohne Anwendung von Gewalt Ruhe und Ordnung eingetreten, und dieser Umschwung zum Bessern ist um so erfreulicher, als anfänglich recht schwierige Verhältnisse Vorlagen. Jedes der kleinen Eilande hatte seinen besonderen Oberhäuptling, und auf manchen gab es sogar mehrere Könige, die sich beständig befehdeten. Andre Kriege entsprangen aus dem übermässigen Palmweingenuss, und wenn die Zwistigkeiten auch meist unblutig verliefen, so führten sie oft zu rücksichtsloser Zerstörung der Fruchtbäume. Seit 1888 ist dem Kriegszustand ein Ende bereitet, indem die deutsche Regierung unverzüglich die Einfuhr von Waffen, Munition und Branntwein verbot und eine allgemeine Entwaffnung durchführte. Dabei wurden auf Nauru bei einer Zahl von höchstens 300 wehrfähigen Männern nicht weniger als 765 Gewehre, 109 Pistolen und ein Revolver mit Beschlag belegt!

Nicht minder einschneidend und segensreich waren die Massregeln, durch die man die Eingeborenen von einem drückenden Hemmnis ihrer wirtschaftlichen Entwickelung befreite. Die ahnungslosen Naturkinder werden von schlauen oder betrügerischen Händlern in unverantwortlicher Weise ausgebeutet und schlugen ihren Grundbesitz zu Schleuderpreisen los oder gerieten durch die ihnen absichtlich gewährten Vorschüsse in Schuldknechtschaft. Jetzt ist der Landverkauf an Wcisse ein für allemal untersagt und das Kreditgeben dadurch unterbunden, dass kein Kredit über 200 Mark mehr bewilligt oder angenommen werden darf und dass alle Verträge über einen Wertgegenstand von mehr als 2000 Mark der Genehmigung des Landeshauptmanns unterliegen. Die Marshallaner mussten ihre Verpflichtungen, die 75000 Mark Höhe erreicht hatten, öffentlich angeben; und nicht etwa durch ganzes oder teilweises Erlassen jener Summe, sondern durch amtliche Festsetzung eines höheren Koprapreises ist es gelungen, die Schuldenlast binnen wenigen Jahren abzuzahlcn.

Ferner wird durch die Anstellung eines Regierungsarztes und durch Einrichtung einer Gesundheitspolizei für das leibliche Wohl unserer Schutzbefohlenen gesorgt und der Einschleppung ansteckender Krankheiten vorgebeugt. Andere Vorschriften schützen die besitzlosen Klassen vor der Willkür und Aussaugung durch die Häuptlinge, deren Macht überhaupt erheblich beschnitten worden ist, allerdings unter schonendster und weitgehendster Berücksichtigung der althergebrachten Anschauungen und Bräuche. Heute dreht sich Aller Sinnen und Trachten um die Vermehrung der aus dem Koprageschäft fliessenden Einnahmen; und wie die 1894 erlassene Verordnung, alles brachliegende Land mit Kokospalmen zu bepflanzen, lebhafteste Zustimmung fand, so wird auch die geringe Koprasteuer willig bezahlt, die zur Deckung der Verwaltungskosten notwendig ist.

So zeigt uns der Marshall-Archipel ein freundliches Bild fortschreitender Volkswohlfahrt. Kann auch unser kleinstes Schutzgebiet nie eine solche Zukunft haben wie die deutsch-afrikanischen Kolonien, so verweilt man doch gern bei der Schilderung der einsamen Inselflur, die mit Leichtigkeit die Mittel für ihre einfache, aber den bescheidenen Verhältnissen vollauf genügende Verwaltung aufbringt und durch die Kopragcwinnung Eingeborenen und Fremden eine lohnende Erwerbsquelle darbietet. Soweit die erhobenen Zölle und Steuern zur Tilgung der Ausgaben nicht ausreichen, werden sie von der Jaluitgescllschaft übernommen, die fast den gesamten Koprahandel der Marshall-Inseln und ihrer Nachbargruppen mit gutem Erfolg und reichlichem Gewinn betreibt.

Kurt Hassert.

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Im Lande der Pharaonen : Bilder aus Kairo
Des deutschen Kronprinzen Reise nach Ostasien
Veddamänner (Jäger) aus dem Innern von Ceylon
Der Kakao, Seine Kultur und Verarbeitung
Die Kulturfähigkeit der Mikronesier : Ernste Gedanken zum Aufstand in Ponape
Die Feuerzeuge der Naturvölker
Zur Inder-Frage in Deutsch-Ostafrika
Über die Chinesen-Frage
Küstenneger von Togo beim „Fufu“-Stampfen
Die neue Marineschule in Flensburg
Fünfzig Jahre einer deutschen Siedelung in Brasilien
Die Pest in China
Der Aufstand auf Ponape ist gesühnt
Schweinefleisch
Haschischraucher in Südkamerun
Nabus, der Hottentottenjunge
Wie lernt der Kapitän über den Ozean steuern?
Die Dankbarkeit beim Neger
Südwestafrikanische Landschaftsbilder : Die Namib
Zebra, im Norden von Südwestafrika erlegt
Chinesische Hausierer in Berlin
Reitertod
Bienenzucht in Afrika
Gerüchte über einen neuen Aufstand in Südkamerun
Zur Krisis im südwestafrikanischen Farmerbund
Marokko und die Marokkaner
Der Islam in Afrika : Seine Verbreitung und politische Bedeutung
Aus dem Leben deutscher Goldsucher in Panama
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Bakulia
Konkombakrieger aus Nord-Togo
Verzicht auf Diamantenfelder?
Der Ausbau der sibirischen Eisenbahn
Die Feuerwehr in China
Überallen
Die Tagung der Kolonialgesellschaft und des kolonialen Frauenbundes in Stuttgart
Das Lindenmuseum in Stuttgart
Eingeborenebilder aus Ostafrika: Die Wagogo
Die Eisenbahnen in unseren Kolonien
Ein deutsches Kriegsschiff in Marokko
Feuergefährlichkeit der Holzhäuser in den Tropen
Die Kolonialwirtschaftliche Ausstellung in Kassel
Vom Deutschtum im Ausland: Berlin und Potsdam im Kaffernland Nordkamerun: Ein Würdenträger des Sultans Sanda von Dikoa
Die Zukunft der Bagdadbahnländer
Die Südsee-Insulaner als Zeitungsliebhaber
Ein historischer Beitrag zur Frauenfrage in den Kolonien
Der gestrandete Dampfer
Mondfinsternis: Ein Erlebnis aus Zansibar
Die Auswanderung nach überseeischen Ländern
Der „König“ von Bimbila (Togo) beim Palaver mit einem deutschen Beamten
Landwirtschaft und Ackerbau in Persien
Kribi, der Hauphandelsplatz von Südkamerun
Die Rickschas
Drahtlose Telegraphie für unsre Kolonien
Das Afrikahaus in Hamburg
Neues aus dem Caprivizipfel
Vom Eisenbahnbau in Kamerun
Das Jubiläum einer deutschen Siedlung in Südbrasilien
Kasuarjagd in Deutsch-Neu-Guinea
Die deutschen Diamanten am Weltmarkt
Der Deutsche Kolonialkongress
Deutsches Frauenleben in Südwest-Afrika: Die Hauswirtschaft
Der angehende Farmer in Afrika
Koranschulen in Deutsch-Ostafrika
Eine Mahnung an deutsche Eltern und Erzieher
Die Schlafkrankheit in Deutsch-Ostafrika
Kolonialkriegerdank
Marmorvorkommen in Südwest-Afrika
Ein Wollschafzuchtunternehmen für Deutsch-Südwestafrika
Gesundheitsverhältnisse und Körperpflege in Südwest-Afrika
Afrika-Reisende
Die Wohnstätten der Eingeborenen Deutsch-Ostafrikas
Die 25jährige Jubelfeier der Südsee-Kolonien
Deutsche Kolonisation: Die innere Kolonisation in den deutschen Ostmarken
Panzerreiter aus Dikoa im Tschadseegebiet (Nordkamerun)
Die einträchtigen Hilfsvölker
Üb´ Aug´ und Hand fürs Vaterland
Vom Markte der Kolonialwerte
Die deutsche Flagge Übersee
Plantagenwirtschaft in Deutsch-Ostafrika
Aden und Port Said
Schlangenbeschwörer in Port Said
Nutzpflanzen der Eingeborenen in Ostafrika
Amerika zuerst von Chinesen entdeckt?
Schwarze Musik-Kapellen in Deutsch-Ostafrika
Kasi uleia
Wie kleiden wir uns in Südwest-Afrika?
Die Karolinen-Inseln
Deutsche Farmen in Deutsch-Südwestafrika
Über die Grenzregelung zwischen Deutsch- und Niederländisch-Neu-Guinea
Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien
Der Telegraph und die Tierwelt in Afrika
Die schwarzen, die weissen und die roten Menschen
Der Kronprinz reist nach Ostasien
Vom Charakter der Suaheli
Robert Koch und der Tropenhelm
Der Mann mit den 365 Krankheiten
Die Kolonialfrauenschule in Witzenhausen
Vom Schauplatz der Eingeborenen-Unruhen in Südkamerun
Ostpatagonien und die deutsche Schiffahrt
Landwirtschaftlicher Unterricht am Hamburgischen Kolonialinstitut
Zur Frage des Hafenbaus von Tanga
Marmorlagerstätten in Adamaua
Deutsche Kriegsschiffe vor Samoa
Die Deutsche Grenzexpedition im Kaiser-Wilhelms-Land
Geflügelzucht auf einer südwestafrikanischen Farm
Ostpatagonien und die deutsche Schiffahrt II
Der Kameruner Götterberg
Über die Tropenfähigkeit
Kohlen in Südwestafrika
Zur Ermordung des Kaufmanns Bretschneider
Die neue wissenschaftliche Expedition des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg
Gründung eines Kindergartens in Lüderitzbucht
Botanische Zentralstellen für die Kolonien
Jagd- und Wandertage am Rowuma in Afrika
Bekenntnisse eines Raubtier-Dompteurs
Über neue Diamantenfunde wird in den „Hamburger Nachrichten“ aus Windhuk gemeldet
Bernhard Dernburg als Staatssekretär des Reichskolonialamts
Verdurstet!
Bernhard Dernburgs Rücktritt
Blick in eine Hottentottenwerft
Aus der deutschen Kolonialgeschichte: Gustav Nachtigal
Festtage in Lome
Aus der Nordwestecke Deutsch-Ostafrikas
Die Bäckerei auf einer Farm in Südwest-Afrika: Brot und Semmeln
Die Fortschritte des Baumwollbaus in unsern Kolonien
Ein fideles Gefängnis
Über die drahtlose Telegraphie mit unseren Kolonien
Über die Verwertung der Farmerzeugnisse in Afrika
Fleischbeschau in Deutsch-Südwestafrika
Der Handel Südwestafrikas im dritten Vierteljahr 1909
Über die Arbeiterverhältniss beim Bahnbau in Kamerun
Ein koloniales Nationaldenkmal
Zehn Jahre Kolonialarbeit auf Samoa
Karawanenleben in Kamerun
Sammlungen kolonialer Produkte für Volksschulen
Über die Siedelungen am Meruberge
Der Abschluss der Diamantenregie ergibt einen Reingewinn
Die Diamantenförderung auf den Lüderitzbuchter Feldern
Die Kameruner Neger als Elefantenjäger
Lustiges vom Neger
Mäuse-Fleisch
Die Hautfarbe des Negers
Afrikanische Erziehungskunst
Probut, Longot, Lugut – Hinsetzen, Betelnusskauen und Rauchen
Todesfall
Die Plantagenwirtschaft auf der Insel Java
Musik, Tanz und Spiel bei den Eingeborenen Togos
Der Togo-Neger als Handwerker
Masai Krieger
Aus dem Leben der Papuas
Ostafrikanische Neger beim Feuermachen
Eisengewinnung in Ostafrika
Hinterwäldler-Gastfreundschaft
Eine Diebesgeschichte aus Java
Die Vorgeschichte der deutschen Kolonialbestrebungen
Chinesische Delikatessen
Löwenjagd: Eine Erzählung aus Deutsch-Ostafrika
Deutscher Handel im Orient
Der Kannibalismus in seinen Ursachen und Zuständen
Eine Bantengjagd auf Java
Etwas aus der chinesischen Spruchweisheit
Die Forstwirtschaft in Ostafrika
Kamerun: Der Sultan von Ngaumdere mit seinem Gefolge
Wir Demonstrieren!
Ein lehrreicher Beitrag zur Eingeborenenfrage
Bergung eines gestrandeten Dampfers vor Lüderitzbucht
Zum Grenzstreit am Kiwusee
Die Entwürfe für die Windhuker Feldzugs-Denkmäler
Von der Fabrik der bekannten automatischen Browning-Pistolen
Das Kokosnussfest auf Ruo
Die Gifte der afrikanischen Zauberer
Waschtag auf einer südwestafrikanischen Farm
Herbertshöhe
Ess- und Kochkünste in der Südsee
Jagd und Jägerheim in Ostafrika
Negermärchen
Der Kaufmann und die Affen
Negerschlauheit
Der sprechende Gott
Seemanshäuser
Eine Bergfahrt im Kiautschougebiet
Die Deutsch-chinesische Hochschule in Tsingtau
Das Bombardement von Zanzibar im Jahre 1896
Der Geschmack des Löwen
Deutschland, England und Belgien in Zentralafrika: Die Kongoakte
Heldentat einer deutschen Farmersfrau
Wilhelmstal: Die erfolgreiche Siedlung in West-Usambara
Hausbau in Nordwest-Kamerun
Junger Watussi aus Ruanda
Ein Tag bei Msinga, dem Sultan von Ruanda
Die Handelstadt Tanga in Deutsch-Ostafrika
An der Bagdadbahn
Die wirtschaftliche Entwicklung unser Kolonien im Jahr 1908/1909
Anzapfen eines Kautschuk Baumes
Negermärchen II
Die schönen Frauen
Die christliche Mission in Deutsch-Ostafrika
Neues vom Tabakbau in Südwestafrika
Vom Deutschtum im Ausland: Die Brandkatastrophe von Valdivia
Über die gesundheitlichen Zustände in Nord-Kamerun
Der Bau der Kilimandjaro-Bahn macht gute Fortschritte
Zwanzig Jahre im Besitz des Deutschen Reiches war am Neujahrstage Deutsch-Ostafrika
Der Baumwollbau in unseren Kolonien
Die Rechtspflege bei den alten Samoanern
Preiserhöhungen am Diamantenmarkte
Eine Höhensternwarte für die Kolonien
Der alte Konflikt zwischen Gouverneur und Ansiedlern
Die Schiffstypen der deutschen Flotte
Ostafrikanische Küstenbilder: Korallenriffe vor Daressalam
Deutschland auf der Internationalen Kautschuk=Ausstellung in London
Elefant im Kameruner Urwald
Zur Erleichterung der Eheschliessung zwischen deutschen Kolonialbeamten und deutschen Frauen
Rassenstandpunkt
Die Wasserversorgung der Stadt Daressalam
Wenn der Buschneger den ersten Weissen sieht … Stimmungsbilder aus Nord-Togo
Südseeinsulaner nach dem Schildkrötenfang
Deutsche Seekabel
Bakwiri-Frauen mit ihren Kindern beim Tanz

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