Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Kamerun


Der erste Ostafrika behandelnde Band unsres Illustrationswerkes, der vor kaum einem halben Jahre erschienen und an dieser Stelle in Nr. 5 eingehend geschildert worden ist, hat erfreulicherweise soviel Anklang gefunden, dass gleichzeitig mit der Ausgabe des vorliegenden zweiten Bandes eine neue Auflage des ersten erscheinen muss.

Von zahlreichen Sachkennern, Männern der Schule, der geographischen Wissenschaft und des kolonialen Lebens, sind uns freundliche Worte der Anerkennung und Ermunterung für unser Werk gezollt und wertvolle Winke für dessen weitere Ausgestaltung gegeben worden. Auch bei der massgebenden Tages- und Fachpresse hat das Buch allgemein freundliche Aufnahme und verständnisvolle Förderung gefunden. Und der Absatz des ersten Bandes hat uns gezeigt, dass namentlich der Lehrerschaft unser Werk sehr willkommen ist. Damit ist ein wesentlicher Zweck erreicht, der uns bei der Herausgabe des Werkes geleitet hat: ein Lehr-und Anschauungsmittel für den Unterricht über unsre Kolonien zu schaffen, das geeignet ist, die Lehrbücher der Geographie in dieser Richtung zu ergänzen. Gleichzeitig haben wir aber darauf Wert gelegt, dass das Werk durch seine  äussere Ausstattung und die Art der Schilderung, die den Bildern beigegeben ist, den Charakter eines vornehmen Geschenkwerkes erhält und dadurch auch in die Familie des Kolonialfreunds und des „alten Afrikaners“ sich Eingang zu verschaffen vermag.

Im Grossen und Ganzen ist die sachliche Einteilung des vorliegenden zweiten Bandes dieselbe geblieben wie die des ersten. Natürlich musste den geographischen Besonderheiten des Landes Rechnung getragen werden. In Ostafrika kann man viel eher von landschaftlichen Charakterzügen sprechen, die fast dem ganzen grossen Lande gemeinsam sind; und auch die Bevölkerung gehört, abgesehen von den Gebieten längs der Nordgrenze, ein und derselben Rasse an. Im Rahmen der politischen Grenzen Kameruns dagegen sind zwei völlig verschiedene natürliche Gebiete vereint, die sich besonders auch durch ihre Pflanzenwelt und ihre Bevölkerung unterscheiden. Dementsprechend findet sich bei der Behandlung Kameruns häufig eine Zweiteilung des Stoffes im Gegensatz zu den kleineren, in sich abgeschlossenen Bildern der Darstellung Ostafrikas. — Aus demselben Grunde musste auch die Zahl der Bilder vermehrt werden. Infolgedessen sind an die Stelle von ganzseitigen Bildern vielfach Zusammenstellungen von 4—6 kleineren Bildern getreten. Der Inhalt des illustrativen Teils ist demnach bei Kamerun wesentlich reicher geworden wie bei Ostafrika. Der Umfang des Textes ist derselbe geblieben, nur die Seereise nach Kamerun ist etwas eingehender behandelt und durch Beigabe von Bildern anschaulicher gestaltet. Der Reise ist die Idee zugrunde gelegt, dass auf der Heimfahrt von Kamerun unsre Kolonie Togo berührt werden wird; deren Schilderung folgt im nächsten Bande.

Der Text ist von dem Schriftleiter der Zeitschrift „Kolonie und Heimat“, Rudolf Wagner, ausgearbeitet, unter Mitwirkung und Beratung von Professor Dr. C. Uhlig.

Wie der Band über Ostafrika, so bietet auch derjenige über Kamerun ein in sich abgeschlossenes Bild der Kolonie. Landschaft, Tier- und Pflanzcnleben, Bevölkerung, Handel und Wandel, insbesondere unsere Kolonialarbeit werden im Bilde vorgeführt. Jedes einzelne Blatt ist typisch für das Gebiet, um das es sich handelt. In kurzen in sich abgeschlossenen Aufsätzen wird neben dem Bilde in unterhaltender Form das Mass an Erläuterungen gegeben, welches für die Allgemeinheit wissenswert ist. Insbesondere ist darauf Wert gelegt, dass die Richtlinien der wirtschaftlichen Zukunft der Kolonie, soweit sie sich bis jetzt übersehen lassen, deutlich zutage treten.

Der vorliegende Band über Kamerun, den wir hiermit der Oeffentlichkeit übergeben, enthält 2 Karten und 209 Bilder, darunter 14 ganzseitige, und umfasst 7 Bogen mit 129 Seiten. Angesichts dieser Reichhaltigkeit ist der Preis von 5 Mk. als sehr niedrig zu bezeichnen. Den Einband ziert die oben verkleinert wiedergegebene mehrfarbige Zeichnung. Unsre beiden andern Bilder vermögen allerdings auch nur einen schwachen Begriff von der Schönheit und Deutlichkeit der auf Kunstdruckpapier gedruckten 209 Abbildungen zu geben.

Obwohl es über Kamerun eine stattliche Reihe von wertvollen Werken, namentlich auch verschiedene anschauliche Reiseschildcrungen gibt, mit denen sich der vorliegende Band hinsichtlich Ausführlichkeit der Darstellung nicht messen kann, so zweifeln wir doch nicht daran, dass dieser in Kreisen der Kolonialfreunde, Lehrer und Schüler denselben Anklang finden wird, wie sein Vorgänger. Er hat vor den erwähnten Werken jedenfalls das voraus, dass er trotz gedrängter Form doch einen geschlossenen Ueberblick über die Natur und Wirtschaft der Kolonie bietet und dass allen Schilderungen entsprechende Bilder gegenüberstehen, in einer Reichhaltigkeit und Anschaulichkeit, wie sie bis jetzt kein Werk geboten hat.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“
Eine Straussenfarm in Deutschland
Wie der Neger in Togo wohnt
Deutsche Diamanten
Zur Frauenfrage in den deutschen Kolonien und andere Bekanntmachungen
Die Landesvermessung in Südwestafrika
Bilder aus dem Norden von Deutsch-Südwest: Namutoni
Koloniale Neuigkeiten
Deutschland, England und Belgien in Zentralafrika
Das Deutsche Institut für ärztlich Missionen in Tübingen
Bilder von der afrikanischen Schutztruppe
Die Kolonien in der Kunst
Der Handelsagent in Deutsch-Afrika
Bierbrauerei der Eingeborenen in Afrika
Samoanische Dorfjungfrau
Losso-Krieger aus dem Norden von Togo
Allerlei aus dem Leben des Togonegers
Ostafrikanisches Obst
Ostafrikanische Küstenbilder
Tabakbau und Tabakverarbeitung in Havanna
Die französische Fremdenlegion
Kamerun : Totentanz der Küstenneger
Ein Rasseproblem
Blick in eine Wanjamwesi-Siedlung bei Daressalam
Der Botanische Garten zu Berlin als Zentralstelle für koloniale Landwirtschaft
Die Kirchen in Daressalam
Das Meer und seine Bewohner : Seevögel
Sie riss das Gewehr an die Backe, zielte einen Augenblick und schoss . . .
Wie man in Afrika in der Regenzeit reist
Auf den Diamantenfeldern von Lüderitzbucht
Die Diamanten-Regie des südwestafrikanischen Schutzgebiets in Berlin
Bilder aus der ostafrikanischen Vogelwelt
Vom Deutschtum im Ausland (Chile)
Medizintanz der Baias in Kamerun
Hamburg als Hafenstadt
An der Trasse der Bagdadbahn
Die Baumwollfrage
Die Mischehen unter fremden Rassen
Das Haar
Deutsches Leben in Deutsch-Südwest Afrika
Unteroffiziere der Schutztruppe in Südwest-Afrika feiern Weihnachten
Wenn der Buschneger den ersten Weissen sieht …
Berittene Spielleute des Sultans Sanda von Dikoa
Ein Morgenpirschgang in Ostafrika
Die Kilimandjaro-Bahn
Die Aufgaben der deutschen Frau in Deutsch-Südwestafrika
Kolonie und Heimat : Rückblick und Ausblick
Prosit Neujahr!
Wie die Ponapeleute entwaffnet wurden
Goldgewinnung an der Goldküste
Eingeborenen-Bilder aus Kamerun : Die Wute
Wie schafft man sich gesundes Blut?
Bilder aus der Tierwelt Südafrikas
Totengebräuche auf den Salomons-Inseln
Fünfundzwanzig Jahre Deutsch-Ostafrika
Eine Reise durch die deutschen Kolonien
Neues aus dem Innern von Neu-Guinea
Der Nord-Ostsee-Kanal
Bilder aus der Kameruner Vogelwelt
Die landwirtschaftliche Ausstellung in Keetmanshoop
Herero-Mann Deutsch-Südwestafrika
Die Straussenzucht in Südwestafrika
Kolonie und Heimat erscheint von jetzt an wöchentlich.
Die deutsche Frau in der Südsee
Die Ölpalme
Frauenerziehung in China
Seltsame Fleischkost
Mitteilung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft
Die Herstellung von Rindentuch in Zentralafrika
Südwestafrikanische Früchte in Deutschland
Windhuk
Der Panamakanal
Bilder aus Kiautschou : Unsre Besatzungstruppe
Bilder aus Kiautschou : Chinesische Verkehrsmittel
Ein Besuch in der chinesischen Stadt Kiautschau
Das neugierige Krokodil
Bilder vom Wegebau in Kamerun
Negerkapelle
Verarmte deutsche Ansiedler in Jamaika : Ein Notschrei aus Westindien
Pestgefahr in Kiautschou?
Gastfreundschaft in Deutsch-Ostafrika
Eine leckere Mahlzeit
Südseeinsulaner aus Jap (Westkarolinen)
Kalkutta
Liebesdienst
Die Ausfuhrprodukte Deutsch-Ostafrika
Die Bewohner von Ruanda
Die Heuschreckenplage in Südafrika
Südseeschutzgebiete
Deutsch Ostafrika : Gefangene junge Elefanten in Udjidji am Tanganjikasee
Koloniale Plastik
Wie der Europäer in Südafrika wohnt
Bilder von der ostafrikanischen Nordbahn
Die Tropenhygiene auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung
Kamerun: Ein Haussa-Fleischer in Bamum räuchert Fleisch
Ein afrikanischer Operettenkrieg
Der tote Buschmann
Das neue Südafrika
Auf einer Station im Innern von Südkamerun
Die drahtlose Telegraphie und ihre Bedeutung für unsere Kolonien
Das Museum für Meereskunde in Berlin
Ein Besuch in Bombay
Bilder aus Ceylon
Suahelifrau im Festgewand
Hamburg als Hafenstadt II
Idyll aus Deutsch-Südwest: Fütterung eines jungen Springbocks
Die Bremer Baumwollbörse
Rund um Afrika
Schlangen in Südwest-Afrika
Mädchen von der Karolineninsel Jap
Milchwirtschaft auf einer südafrikanischen Farm
Auf den Lüderitzbuchter Diamantenfelder
Missionspredigt in einem Dorf von Süd-Togo
Altindische Baudenkmäler
Ein neuer Ostafrika-Dampfer
Haartrachten der Eingeborenen in Afrika
Totengebräuche im alten Samoa
Badende Kinder auf Samoa
Eine Fahrt auf der sibirischen Eisenbahn
Äquator Taufe
Buschmänner beim Bogenschiessen
Die Bekämpfung der Pest in Kiautschou
Kamerun: Marktszene aus Banjo
Wei-hai-wei
Jugendbelustigungen in Niederländisch-Indien
Diamantendiebstähle
Der findige Telegraphist
Toto, der erste aus Ostafrika nach Deutschland gebrachte Elefant
Fischerboot an der ostafrikanischen Küste
Vom Deutschtum im Stillen Ozean : Deutsche Arbeit auf Hawaii
Die Post im Innern Afrika
Hamburg als Handelsstadt : Aus Hamburgs Vergangenheit
Vom Deutschtum im Ausland
Wieviel Menschen sprechen Deutsch?
Echtheitsbestimmungen der Diamanten
Allerlei vom ostafrikanischen Neger
Tanzmasken der Graslandbewohner im nordwestlichen Teile von Kamerun
Die Fürsorge für die Mischlingskinder in Südwest-Afrika
Die Wohnstätten der ostafrikanischen Eingeborenen : Die Temben
Das Aquarium in Neapel
Bilder aus Marokko
Explosion in Karibib
Elefant in Afrika

2 Comments

  1. […] : Die Temben Das Aquarium in Neapel Bilder aus Marokko Explosion in Karibib Elefant in Afrika Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Kamerun Ein unfreiwilliger Weltrekord auf der Elefantenjagd Der Gorilla Von Roosevelts Jagdfahrt in Afrika […]

    11. Oktober 2016
  2. […] : Die Temben Das Aquarium in Neapel Bilder aus Marokko Explosion in Karibib Elefant in Afrika Eine Reise durch die deutschen Kolonien : Kamerun Ein unfreiwilliger Weltrekord auf der Elefantenjagd Der Gorilla Von Roosevelts Jagdfahrt in Afrika […]

    12. Oktober 2016

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