Einst und Jetzt: 20 Jahre Rhön

Zwei Jahrzehnte — wie gering erscheint uns diese Zeitspanne, und doch umfaßt sie die Entwicklung des Deutschen Segelflugs von den kleinsten Anfängen bis zu weltbedeutenden Leistungen, vor denen selbst die Spötter und Besserwisser verstummen, die dem motorlosen Flug ein baldiges Ende vorausgesagt haben. Aus den „Rhönindianern“ ist die geschlossene und disziplinierte Front der deutschen Segelflieger geworden.

Mit diesem primitiven Gleitflugzeug wurde in den Jahren 1921 und 1922 auf der Wasserkuppe geschult. Inzwischen ist man im Segelflugzeugbau längst vom Doppeldecker-System abgekommen und ist zum Eindecker mit der weitausladenden Schwingenform übergegangen, wie wir sie an der modernen Maschine auf dem gegenüberliegenden Bild sehen.

Ein Segelflugzeug vom Baumuster „Minimoa“ beim Flug über der Rhön. Diese Konstruktion fällt vor allem durch die starke Flügelknickung auf. Der seltsam klingende Name setzt sich aus den Worten Miniatur-Moazagotl zusammen. „Moazagotl“ heißt ein erfolgreiches Leistungssegelflugzeug nach einer noch nicht ganz geklärten Wolkenbildung im Riesengebirge, die immer auf Aufwind hindeutet und deshalb von den Segelfliegern gern angeflogen wird.

Das war das Segelfliegerlager in den Anfangsjahren der Rhön-Wettbewerbe. Die Flugzeuge wurden in den halbrunden Zelten untergebracht, von denen vier auf dem Bild zu erblicken sind.

Am Startplatz für Einsitzer während des Rhön-Segelflug-Wettbewerbs 1939. Einige hundert Meter von den Hauptgebäuden der Reichssegelflugschule entfernt liegt der alte Berggasthof, der schon so manches denkwürdige Ereignis der Segelfliegergeschichte an sich vorüberziehen sah.

Vor zwanzig Jahren waren die Würste und Speckseiten nicht ganz so einwandfrei aufgehängt, aber dem Appetit der Segelflieger hat das nicht geschadet. Man sieht es dem hungrigen Zeltbewohner an, der sich von einer Dauerwurst einen ordentlichen Happen herunterschneidet.

Segelflugzeug-Transporte in alten Zeiten. Wenn das brave Rindvieh auch mit viel Hü und Hott wacker seinen Vorspanndienst tat, so mußten die Segelflieger doch immer fest Hand anlegen, um ihre Kiste auf die Startstelle hinaufzuschleppen. Die Rhönbauern haben manchem Flugbegeisterten, der irgendwo in einem stillen Tal landen mußte, aus der Klemme geholfen.

Siehe auch:
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