Eisen- und Metallgießerei, Maschinenfabrik und Kesselschmiede

Die günstige geographische Lage der Stadt Regensburg inmitten eines hauptsächlich der Landwirtschaft dienenden fruchtbaren Geländes war wohl mit einer der Hauptfaktoren, daß sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, im Jahre 1852, der ehemalige Werkmeister Ernst Zorn entschloß, in Regensburg eine Fabrik zu gründen, die sich hauptsächlich mit der Erzeugung landwirtschaftlicher Maschinen befaßte. Das anfänglich kleine Unternehmen florierte infolge der allmählich eintretenden günstigen Konjunktur immer mehr, so daß sich alsbald  eine Vergrößerung der Anlage als notwendig erwies. Der für die Erzeugung der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte benötigte Rohguß wurde in der dem Unternehmen ungegliederten, eigenen Eisengießerei hergestellt. Das sich anfangs der siebziger Jahre als besonders günstig zeigende Absatzgebiet in Oberösterreich veranlaßte den Gründer der Firma, in Wels ebenfalls eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen zu errichten. Das Regensburger Werk verlegte sich dafür, stets mit der Landwirtschaft in engster Fühlung bleibend, hauptsächlich auf die Fabrikation von Maschinen und Geräten für die landwirtschaftlichen Brennereien.

Mit dem zunehmenden Aufschwung des Holz- und Bretterhandels im bayerischen und Böhmerwalde wurde der Bau von Holzbearbeitungsmaschinen, insbesondere von Voll- und Saumgattern, Kreis- und Pendelsägen etc. neu aufgenommen und demselben ganz besondere Sorgfalt gewidmet. Die große Anzahl im Betriebe befindlicher Holzbearbeitungsmaschinen vorgenannter Art legt ein beredtes Zeugnis ab von der Leistungsfähigkeit der Firma in dieser Branche. In den Neunziger Jahren wurde von den Söhnen des Gründers dem Unternehmen noch eine Kesselschmiederei ungegliedert und auch diese Abteilung der Fabrik erfreut sich stets einer guten Beschäftigung und großen Vertrauens.

Im Jahre 1906 wurde das Etablissement von einer schweren Brandkatastrophe heimgesucht. Große Schwierigkeiten, die sich dem Wiederaufbau der Fabrikgebäude entgegenstellten, veranlaßten den ohnehin damals schon leidenden Inhaber der Firma, Herrn Kommerzienrat Ernst Zorn, das Unternehmen seinem Neffen und langjährigen Prokuristen, Herrn Ingenieur Franz Weigert, abzutreten; letztgenannter ist seither Alleininhabcr der Firma.

Die oberpfälzische Kreisausstellung im Jahre 1910 gab der Firma Veranlassung, ihre Erzeugnisse auch einem größeren Publikum vor Augen zu führen und der Allgemeinheit von ihrer Leistungsfähigkeit Beweis zu erbringen. Sie wurde dabei mit der Staatsmedaille ausgezeichnet.

Die Firma beschäftigt seit einer langen Reihe von Jahren durchschnittlich 80 bis 100 Personen, darunter großenteils Leute, die schon mehr als 30 und 40 Jahre dem Werke treu dienen, gewiß ein schönes Zeichen für das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Siehe auch:
Aktien-Papierfabrik Regensburg
Express-Fahrradwerke A.G.Neumarkt in der Oberpfalz
Jesuitenbrauerei Regensburg in Regensburg
Schlüssel-Bleistift-Fabrik J. J. Rehbach in Regensburg
Das Elektrizitätswerk der Stadt Regensburg
Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft Hamburg. Benzinfabrik Regensburg.
Dampfsägewerk Arnschwang
Johann Müller, Perlmutterknopf-Fabrik
Eisengießerei Carolinenhütte
Dampfsäge, Hobel- und Spaltwerk, Kistenfabrik
Staatliche Eisenindustrie in der Oberpfalz Amberg-Weiherhammer-Bodenwöhr
Prinz Rupprecht-Quelle vormals Silvana-Sprudel in Groschlattengrün
Bayerische Granitaktiengesellschaft in Regensburg
Tonwerk Prüfening und Braunkohlengrube Friedrichzeche
Städtisches Lagerhaus Regensburg am Luitpoldhafen
Die Kalkindustrie der Walhallastraße
Kalblederfabrik Furth i. Wald
Bayerische Braunkohle-Industrie
Die Malteserbrauerei in Amberg
Terranova-Industrie C. A. Kapferer & Co. in Freihung.
Königlich Bayerische Hofglasmalerei Georg Schneider in Regensburg
Das neue Gaswerk der Stadt Regensburg
Die Stadt Weiden
Naabwerke für Licht- und Kraftversorgung
Kalksandsteinfabrik Roding G.m.b.H.
Königl. Schwellenwerk in Schwandorf
Bayerische Maschinenfabrik Regensburg
Metallhammerwerk u. Bronzefarbenfabrik in Rothenbruck Opf. Aluminiumbronzefabrik in Rauhenstein Opf.
Die Entwicklung des Fahrrades
Tonwerk Blomenhof, G.m.b.H., Neumarkt i. Opf.
Die Flügel- und Piano-Fabrik von Georg Weidig in Regensburg
Eisen- und Metallgießerei, Maschinenfabrik und Kesselschmiede
Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Übigau A.G. Werft in Regensburg
Die Anlagen der Benzinwerke Regensburg
Portland – Cementwerk Burglengenfeld
Bürgerbräu Weiden
Aktiengesellschaft Porzellanfabrik Weiden
Holzhandlung, Werke für Holzimprägnierung und Kyanisierung
Porzellanfabrik Tirschenreuth
Stanz- und Emaillierwerke in Amberg
Bayerische Schlauchfabrik, mechanische Hanf- und Drahtseilerei
Die Wasserversorgung der Stadt Regensburg
Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke
Cahücitwerke Nürnberg. Fabrik in Neumarkt Oberpfalz.
Bayerische Überlandcentrale A.G. Haidhof
Portland-Cementwerk Berching A.G. in Berching
Die Spulen-Fabrik Max Borger in Cham
Teerprodukten-, Dachpappen- und Isoliermaterialienfabrik
Eisenwerkgesellschaft Maximilianshütte in Rosenberg (Oberpfalz)
Die industriellen Betriebe in Friedenfels
Dampfsäge- und Hobelwerke, Kistenfabrik (Bayer. Wald)
Möbelfabrik von A. Schoyerer in Cham – K. Bayer. Hoflieferant.
Hartpapierwarenfabrik in Dietfurt
Eichhofen, industrielle und landwirtschaftliche Besitzung des Herrn Wilh. Neuffer
Weck & Sohn : Bau- und Möbelschreineret Dampfsägewerk, Holzhandlung und Kistenfabrik
Porzellanfabrik und Malerei
Dampfsäge- und Hobelwerk, Holzwollefabrik
Krystallglasfabrik F. X. Nachtmann in Neustadt Waldnaab
Die Fabrikbetriebe der Firma Carl Zinn in Neumarkt i. Oberpfalz