Flieger des ersten Weltkrieges-Walter Blume

Ernst von Hoeppner, Hermann Thomsen, Karl Allmenroeder, Oliver Freiherr von Beaulieu-Marconnay, Paul Bäumer, Otto Bernet, Hans Berr, Rudolf Berthold, Walter Blume, Erwin Böhme, Oskar Freiherr von Boenigk, Carl Bolle.

Hirschberg, am Fuße des Riesengebirges, ist Walter Blumes Heimat. Dort ist er am 10. Januar 1896 geboren. Als der Krieg ausbrach, hatte er gerade das Abiturium bestanden und war als Ingenieurpraktikant in einer Maschinenfabrik tätig. Er meldete sich sofort als Kriegsfreiwilliger und kam im September zum Schlesischen Jägerbataillon Nr. 5 ins Feld.

Das Bataillon stand damals auf dem Kriegsschauplatz in Ostpreußen. Im Oktober wurde er bei Lyck durch einen Gewehrschuß verwundet. Nach seiner Genesung meldete er sich zur Ausbildung als Flugzeugführer. Er hatte Erfolg, kam zur Flieger-Ersatzabteilung Großenhain und dann zur Fliegerschule Leipzig-Mockau. Nach beendeter Ausbildung kam Blume an die Westfront, zuerst zum Versuchs- und Übungspark West bei St. Quentin, dann zum Armeeflugzeugpark A nach Straßburg, schließlich zur Feldfliegerabteilung Nr. 65 nach Schlettstadt. Hier war die Front ziemlich ruhig, er konnte sich aber bei erfolgreichen Erkundungsflügen auszcichnen und wurde im August 1916 bereits Vizefeldwebel. Am 31. Januar 1917 wurde Walter Blume sodann zum Leutnant befördert.

Inzwischen hatte Bruno Loerzer im Elsaß die Jagdstaffel 26 neu aufgestellt, der damals als stellvertretender Staffelführer auch Hermann Göring angehörte. Blume gehörte zu den Auserwählten, die Loerzer hinzuzog. Er und die anderen Neulinge hörten, so berichtet Blume, mit heißen Köpfen zu, wenn die alten „Kanonen“ über ihre erfolgreichen und gefahrvollen Flüge berichteten. Anfang April wird die Staffel bei St. Quentin eingesetzt, wo es zu schweren Kämpfen mit den Engländern kommt. Am 10. Mai schießt Blume seinen ersten Gegner, einen Bristol-Fighter, ab. Nach weiteren fünf Siegen erhalt er das Eiserne Kreuz I. Klasse. Am 29. November ist es um ein Haar mit ihm zu Ende. Er bekommt in 4000 m Höhe einen schweren Brustschuß und kann nur noch mit Aufbietung seiner letzten Kräfte wenigstens die Maschine glatt zu Boden bringen, aber zum Aussteigen ist er nicht mehr fähig. Der Schwerverwundete wird vorsichtig herausgehoben und muß den Ärzten anvertraut werden.

Nach seiner Wiederherstellung finden wir Blume als Führer der Jagdstaffel 9 in der Champagne. Seine Erfolge häufen sich. Sein 25. Sieg ist gleichzeitig der hundertste der Staffel. Am 7. August wird ihm das Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen, am 2. Oktober schmückt den tapferen Flieger der Pour le le mérite.

Seinen letzten, den 28. Gegner, hat Blume am 28. Oktober 1918 zum Absturz gebracht. Nach dem Waffenstillstand kehrt er in die Heimat zurück, um zunächst seine Studien als Diplom-Ingenieur zu beenden. Wichtige Aufgaben beim Neuaufbau der deutschen Luftfahrt warteten auf ihn, denen sich der verdienstvolle Weltkriegsflieger in besonderem Auftrage widmete.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik.

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