Römischer Kaiser

Um die Mitte des 8. Jahrhunderts tauchte zur Begründung der päpstlichen Macht das Dokument der konstantinischen Schenkung auf. Es ist das eine, wie behauptet wurde, im Jahre 317 abgefaßte Schenkungsurkunde des Römischen Cäsars Konstantin, der dem Christentum erlag. Darin überließ dieser dem damaligen Papst Silvester und allen seinen Nachfolgern das kaiserliche Diadem, den Purpurmantel, das kaiserliche Zepter und Siegel und übertrug ihm die Herrschaft über die Stadt Rom, über alle Provinzen, Orte und Städte, die zur Stadt Rom, zu Italien und zum Abendlande gehörten.

Die Fälschung machte die Geschichte!

Doch Fälschung oder nicht! Daß man derartiges Dokument nach einem angeblichen Schlummer von 450 Jahren vorwies, um darauf den Rechtsanspruch der Weltherrschaft zu stützen, zeigt jedenfalls, daß Jehovas alte Verheißungen in der Kirche Christi zur Erfüllung drängten.

Aus dem kaiserlichen Diadem der Römer wurde über die Krönung des Großen Karl die Kaiserkrone des »heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation«. Seine Herrscher mußten aus der Hand des Papstes diese Krone empfangen, aus Deutschem Blut wurden sie zu Römischen Kaisern. Damit begann der schmähliche Zug der Deutschen Könige über die Alpen zur Krönung, zur Unterwerfung, um als Römische Kaiser heimzukehren. Der falsche Schimmer der Krone zwang zur falschen Politik: Kreuzüge gegen den Islam wurden zum Aderlaß des Nordischen Blutes, das in den Wüsten Palästinas verrann.

Im Papst wurde Jehova lebendig, im Stellvertreter des Sohnes wirkte der Geist des Vaters: Gregor VII. stellte im Jahre 1075 in einem päpstlichen Diktat folgende Forderungen des Papsttums auf:

Der Papst allein darf kaiserliche Abzeichen vergeben.
Alle Fürsten müssen die Füße des Papstes küssen.
Dem Papste steht das Recht zu, Kaiser abzusetzen.

Jeder hat sich der Meinung des Papstes zu fügen, während er selbst der einzige ist, der sich der Meinung aller widersetzen kann.

Hiermit näherten sich Jehovas Verheißungen der Erfüllung, sein Reich war nahe herbeigekommen. Auf den Trümmern der Völker sollte es errichtet werden.

Siehe auch:
Irminsul
Heiliges Licht
Lebendige Gotik
Schändung
Sieg der Ehre
Widukind
Taufe
Zeichen des Todes
Hingabe
Statthalter Jehoschuach
Römischer Kaiser
Offenbarendes Symbol