Auf der Fahrt zur Kaiserkrönung landete Karl V., nach seiner Zusammenkunft mit König Heinrich von England, am 1. Juni 1520 zu Vlissingen. Von da begab er sich nach Antwerpen. In Dürers Tagebuch finden wir beschrieben, wie der Kaiser bei seinem „Einreiten in Antwerpen“ mit einem köstlichen Triumph empfangen wurde, -„da waren die Pforten gar kostbar verziert- mit Schauspielen, großer Freudigkeit und so schönen Mädchengestalten, dergleichen er wenig gesehen!“

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

Deutsche Gedenkhalle Deutsche Geschichte Kunstdrucke

Abbildungen Der Kaufmann in der deutschen Vergangenheit


Der erfreuliche Aufschwung im Diamantenhandel hat in dem erwarteten Masse nicht bis zum Jahresschluss angehalten. Das Geschäft schleppt sich vielmehr träge lort. Amerika ist als Kunde schon seit längerer Zeit auf den grossen Märkten von Antwerpen und Amsterdam ausgeblieben, Im November allein haben die Amerikaner an beiden Plätzen um 3 Millionen Mark weniger eingekauft als im Oktober und im Vergleich zum November 1909 ist der Unterschied noch bedeutender. Insbesondere unterlassen die Amerikaner zurzeit den Ankauf der hochwertigen Diamantensorten, und wenn in diesen eine Besserung der Marktlage eintreten soll, so muss das Signal dazu von New York kommen; aber dort scheinen die wirtschaftlichen Zustände noch unklar zu sein, und auf absehbare Zeit hinaus iat auch mit einer Besserung nicht zu rechnen. In Antwerpen wickelt sich ein gutes Geschäft hauptsächlich in den Diamanten deutscher Herkunft ab. Letztere beherrschen den Meléemarkt mehr als zuvor und englische Ware ist, da für sie um mindestens 15 bis 17 Mk. pro Karat höhere Preise verlangt werden, so gut wie unverkäuflich.

In den letzten Tagen haben sich nun die De Beers und die Premier-Mine zu einer Preiskonvention verständigt, durch die sie den Karatpreis der besseren und grösseren Steine um 5 bis 10 Proz, erhöhen. Die Sache wäre an sich von keiner besonderen Bedeutung, wenn diese Preiserhöhung durch einen besseren Geschäftsgang in den grösseren Steinen gerechtfertigt wäre. Wie aber bereits erwähnt, ist dies nicht der Fall. Die beschlossenen Preiserhöhungen erklären sich somit lediglich durch das Bestreben der englischen Produzenten, auf diesem Wege die bei ihnen aufgehäuften bedeutenden Mengen von Meteeware zu verbilligen. Da zu diesem Zwecke eine fünf-bis zehnprozentige Erhöhung noch nicht als ausreichend angesehen werden kann, werden die beiden führenden englischen Produzenten im Laufe der Zeit versuchen, allmählich mit weiteren Preiserhöhungen vorzugehen, bis sie schliesslich ihre kleinen Diamanten zu demselben Preise wie die deutschen anbieten können. Dieses Vorgehen charakterisiert sich als eine scharfe Kampfmassnahme gegen die lästige Konkurrenz der deutschen Steine. Auf der einen Seite Ausnützung des Naturmonopols durch Diktierung willkürlich hoher Preise, auf der anderen Seite Verwendung der dabei erzielten Mehrerlöse zur Ausgleichung von Verlusten durch fremde Konkurrenz. Das Gelingen des Planes hängt aber letzten Endes doch von der Entwicklung der Geschäftslage ab. Bessert sie sich nicht ganz erheblich, so werden die europäischen Käufer bei der ansehnlichen Verteuerung der grossen Steine diesen gegenüber dieselbe Zurückhaltung beobachten, wie die Amerikaner, und der fein ausgedachte Plan der Engländer, die Berliner Diamantenregie auf diese Weise zu einer Preisverständigung zu bringen, würde gescheitert sein.

Kolonie und Heimat


In Antwerpen, dem Hauptsitze des Diamanthandels der Welt, ist bisher der Absatz der aus Deutsch-Südwestafrika stammenden Diamanten dank der ausgezeichneten Qualität der Steine, welche dem besten Material aus den englischen Gruben nicht nachsteht, ein recht flotte gewesen. Deutsche Diamanten haben als geschliffene Ware auch grösseren Absatz nach Amerika gefunden und werden dort von manchen Seilen der gleichartigen Kimberley-Ware, wenn vielleicht auch nicht vorgezogen, so doch zum mindesten gleich geachtet. Bei dieser erfreulichen Konjunktur für die deutschen Herktunfte hatten naturgemäss die Nachrichten über eine Verminderung in der deutsch-südwestafrikanischen Diamantenproduktion in Antwerpen sehr überrascht, da dadurch unter Umsiänden mit einer Preissteigerung für Melée-Ware, zu welcher die deutschen Diamanten marktmässig gehören, gerechnet werden musste. Falls nämlich die Berliner Diamanten-Regie die bisherigen Mengen nicht mehr liefern könnte, wäre das Monopol der beiden mächtigen englischen Diamantgesellschaften, der De Beers- und Premier-Mine, auch in kleiner Ware wieder in die Nähe gerückt.

Read More Die deutschen Diamanten am Weltmarkt

Kolonie und Heimat