Die Firma H. P. Saunderson & Co. in Redford baut Petroleum- und Benzinmotoren von 2 ½ —25 PS. mit einem oder zwei Zylindern. Namentlich werden schwere Kohlenwasserstoffe benutzt, wovon meistens das billige Paraffinöl, ein Destillat, welches aus der Braunkohle gewonnen wird, bei uns deshalb auch Braunkohlenöl genannt, zur Anwendung kommt. Im Gegensatz zu dem „Ivel“motor werden bei dieser Maschine alle drei Räder angetrieben, wobei die Vorderräder zur Lenkung eingerichtet sind.

Der Antrieb der Vorderräder wird wohl in Zukunft für solche Zugmaschinen, welche Sandwege befahren sollen, gefordert werden müssen, denn die Vorderräder klettern gewissermaßen über den Sand und bohren sich nicht so fest ein, als wenn der Wagen geschoben wird. Der Motor leistet 25 PS. und ist mit einem drei- bis sechsscharigen Pfluge versehen, der abmontiert werden kann, wenn stationäre Maschinen angetrieben werden sollen, oder wenn er als Vorspann für einen Lastwagen benutzt werden soll.

Wenn die Maschine vor zwei Bindern geht, soll sie in einem Tage 20 Acker oder ca. 30 Morgen Getreide mähen und binden, wozu für 14 sh Petroleum oder für 3 sh 4 d Paraffinöl gebraucht werden. Vergleichspreise, die einen Rückschluß auf deutsche Verhältnisse zulassen, sind nicht bekannt, man kann aber mit ca. 125 Liter Petroleum pro Tag rechnen.

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Automobilmotor und Landwirtschaft