Schlagwort: Dampfschifffahrt

Auf der Werft von F. Schichau in Danzig fand am 17. Juni der Stapellauf des für Rechnung des Norddeutschen Lloyd erbauten Dampfers „Columbus“ statt, bei dem die Tochter der Besitzers der Schichau-Werft, Fräulein Carlson, die Taufe vollzog. Eine Anzahl der leitenden Beamten des Norddeutschen Lloyd waren bei der Feier anwesend neben Tausenden von Zuschauern.

Der neue Dampfer „Columbus“ ist das grösste deutsche Handelsschiff und tritt nach seiner Fertigstellung mit 32000 Brutto-Tonnen und etwa 40,000 Tonnen Wasserverdrängung, 236,3 m Länge und 25,5 m Breite an die führende Stelle deutscher Seeschiffahrt.

Die erste Klasse mit ihren für 428 Personen bestimmten Zimmern in der Mittschiffslage, unter ihnen Staatszimmer und Luxuskabinen von erlesener Pracht und Schönheit, ist als Produkt modernster deutscher Technik mit tief ergreifender künstlerischer Beseelung zu bezeichnen. Der imposante Speisesaal auf dem Hauptdeck, dessen mittlerer Teil, durch zwei Etagen gehend, sich in einer freien, lichten Höhe von etwa 6 Metern über den Boden erhebt, gewährt in seiner vornehmen und künstlerisch reichen Eleganz, die das Empfinden gespendet und die Seele geschaffen, weit mehr als der Luxussaal eines Hotels. Wohl wert, dass in ihm die herrlichen Tonwerke unserer Meister in vollendeter Technik zu Gehör kommen — bei prangenden Tafeln und lukullischem Mahle.

Deutsch-Amerikaner


Die Königlich Ungarische Fluß- und Seeschiffahrts-Aktiengesellschaft wurde im Jahre 1895 mit einem Kapital von 20 000 000 Kronen und mit der Bestimmung gegründet, auf der Donau und deren Nebenflüssen die Beförderung von Personen und Waren, ferner die Remorquirung nicht gesellschaftlicher Fahrzeuge zu besorgen und über Sulina hinaus Verbindungen mit dem Seeverkehr herzustellen. Der Sitz der Gesellschaft ist Budapest.

Im ersten Dezennium ihres Bestandes befaßte sich die Gesellschaft hauptsächlich mit dem Transporte von Massengütern in kompletten Schleppladungen. Schon im Jahre 1901 jedoch erfuhr ihre Tätigkeit durch die Eröffnung des Mehl- und Stückgutverkehres über Wien und Korneuburg eine bedeutende Ausdehnung. Der regelmäßige Stückgutverkehr wurde sodann im Jahre 1911 auf der ganzen Donau zwischen Regensburg—Galatz und vice versa aufgenommen.

Die Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild