Deutsche Gedenkhalle Deutsche Geschichte Kunstdrucke

Die Feier des 25 jährigen Erinnerungstag der Neubegründung des deutschen Reiches findet unter Entfaltung großer Pracht im Weißen Saale des königlichen Schlosses in Berlin statt. Kaiser Wilhelm II. erscheint in Garde du Corps-Uniform, das Haupt mit dem Adlerhelm bedeckt, vom roten Samtmantel umwallt. Nach Beendigung seiner dem Gedächtnisse des großen Tages gewidmeten Thronrede ergreift der Kaiser begeistert die Fahne des ersten Garderegiments zu Fuß, senkt sie vor der Versammlung und spricht mit erhobener Stimme:
„Angesichts dieses erwürdigen Feldzeichen, welches eine fast zweihundertjährige ruhmbedeckte Geschichte bezeugt, erneuere Ich das Gelübde: Für des Volkes und des Reiches Ehre einzustehen, sowohl nach Innen als nach außen, Ein Reich, Ein Volk, Ein Gott.“

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

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Zum Jahrestag der Flaggenhissung im November 1884.

Fünfundzwanzig Jahre sind in diesen Tagen verflossen, seit Karl Peters mit seinen Freunden durch Hissung der deutschen Flagge in der Landschaft Usagara den ersten Schritt getan hat zur Gründung unserer Kolonie Deutsch-Ostafrika. Diese Flaggenhissung zusammen mit den Verträgen, die er in den folgenden Tagen und Wochen im Namen der »Gesellschaft für deutsche Kolonisation“ mit verschiedenen eingeborenen Häuptlingen abschloss, sollten die formelle Grundlage bieten für die Erwerbung eines grösseren Kolonialgebiets in Ostafrika durch das Deutsche Reich. Diese kühne Tat ist um so höher zu bewerten, als die Schwierigkeiten, die Peters sogar von der heimischen Regierung in den Weg gelegt wurden, jeden andern von dem Versuch zur Ausführung eines solch gefährlichen Vorhabens abgeschreckt hätten. Wurde ihm doch bei seinem Eintreffen in Zanzibar im Auftrag des Auswärtigen Amts in Berlin von dem deutschen Konsul eröffnet, dass die deutsche Regierung jede Stützung des Petersschen Unternehmens ablehne. Es sei — hiess es in jenem Schreiben des Auswärtigen Amts — der Regierung zu Ohren gekommen, dass ein gewisser Dr. Peters sich nach Zanzibar begeben habe, um im Gebiet Sr Hoheit des Sultans von Zanzibar eine deutsche Kolonie zu gründen. Falls der „pp. Peters“ wirklich in Zanzibar eintreffen sollte, so wolle der deutsche Konsul ihm eröffnen, dass er dort Anspruch weder auf Reichsschutz für eine Kolonie, noch auch Garantie für sein eigenes Leben habe. Gehe er dennoch mit seinem Plan vor, so geschehe dies lediglich auf seine eigene Gefahr und Verantwortung.

Read More Fünfundzwanzig Jahre Deutsch-Ostafrika

Kolonie und Heimat

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