Schlagwort: Edda

Woher kommen die Welten, die Götter, die Menschen und alle die Dinge, die zwischen Himmel und Erde sind? Und wohin gehen sie alle wieder, vor allem die Götter und Welten, die, wenngleich sie das irdische Leben des Menschen überdauern, doch einem grollen kosmischen Gesetz unterworfen sein müssen?

So fragt der Mensch aller Zeiten und Völker, und die vergleichende Betrachtung von Mythen und Märchen ergibt eine oft erstaunliche Übereinstimmung in der Fragestellung sowohl als auch in der Beantwortung. Es will deshalb zunächst auch nicht einfach erscheinen, eine russische Unterschiedlichkeit in der vergleichenden Mythenforschung zu erkennen. Und doch ist eine solche vorhanden, ist der arische Mythus der Weltentstehung grundsätzlich verschieden vom chinesischen, babylonischen oder dem der Azteken. Obwohl die Vorstellungen von einer kosmischen Ordnung auch im arischen Rassebereich auf den ersten Blick verschieden zu sein scheinen, ist doch trotz räumlicher und zeitlicher Unterschiede ein großes, gemeinsames Grundgefüge erkennbar. Gleiches Wissen um ein ewiges Weltgesetz tut sich kund im gestaltgewordenen Erlebnis des germanischen Nordlandes, im grübelnden Versunkensein des vedischen Indien und im feiernden Gebet des grollen, glaubensstarken Ariers Zarathustra.

Von den Weltentstehungsmythen, die uns aus dem arischen Rassebereich überkommen sind, geben Rigveda und Edda die erhabensten Zeugnisse. Fast 2000 Jahre vor dem Beginn der philosophischen Weltbetrachtung in Griechenland stoßen arische Weise in Indien bereits bis an die Grenzen menschlicher Erkenntnis vor, über die hinaus es kein Wissen mehr gibt. Wir können heute nur in Ehrfurcht vor der zwingenden Klarheit arischen Weistums stehen, das sich in all seiner Tiefe im 10. Buch des Rigveda, Kapitel 129, offenbart:

1. „Nicht das Nichtseiende war damals und auch nicht das Seiende; nicht der Luftraum war, nicht der Himmel darüber Was bewegte sich? Wo? In wessen Schutz? War das Wasser, die unergründliche Tiefe?

2. Nicht der Tod war damals und auch nicht die Unsterblichkeit, kein Unterschied war zwischen Nacht und Tag. Das Eine atmete ohne Wind aus eigener Kraft; nichts anderes als dieses gab es.

6. Wer weiß es gewiß, wer kann es hier verkünden, woher sie geboren ist, woher diese Schöpfung stammt? Diesseits sind die Götter von der Erschaffung dieses All. Wer aber weiß, woraus es geworden ist?

7. Woraus diese Schöpfung geworden ist, ob sie erschaffen ist oder nicht? Er, der ihr Aufseher ist im höchsten Himmel, er weiß es gewiß, oder ob auch er es nicht weiß?“

Jedem christlichen Denken wäre diese letzte Frage als ein schwerer frevel und eine Verleugnung der göttlichen Allmacht erschienen. Der arische Geist Indiens kennt keine solche lähmende Fessel, weiß um keine absolute göttliche Offenbarung, die jedes diesbezügliche menschliche Sinnen und Denken von vornherein verdammt. Gleich den Griechen Homers, gleich den Germanen der eddischen Heldenlieder, so tritt auch er mit stolzem Selbstbewußtsein und einer fast heiteren Gelassenheit seinen Göttern gegenüber. Auch er weiß, daß die Götter „diesseits sind von der Erschaffung des All“  und daß sie wie der Mensch einer größeren Weltordnung unterworfen sind. Und diesen letzten Grund der Welt in Worten zu fassen, unterfängt er sich in ganz nach innen gewandter, einsamer Versenkung in die lockenden und verheißenden Gefilde des Geistes. Was am Anfang nicht war, das vermag auch er nur zu sagen. Aber gleich einem Heimatlosen, der es nicht mehr zu deuten vermag, so sucht er und ringt um Erkenntnis, treibt das Wort in die tiefsten Gründe und findet lange vor einem Plato und Aristoteles letzte und oberste Grundbegriffe: atman und brahman — das Eine und das All. — sat und ǎsat — Sein und Nichtsein. So ist gerade unser Text ein bezeichnendes Beispiel für die Abwendung des arischen Indiens von der mythischen und bildhaften Gestaltung des dichterischen Erlebens und der Hinwendung zum grübelnden Verstand, zum abstrakten Begriff.

Das Weltenschicksal in der Edda ist noch echter Mythus, umwoben vom inhaltsschweren Nornenspruch und geheimnisdurchwirkten Gesichten weiser Seherinnen. Wo in Indien schon letztmögliche Helligkeit begrifflichen Denkens ist, da umwittert die Weissugung der germanischen Wölwa das raunende Singen des nordischen Landes, da atmet jedes Wort noch erdhafte Nähe. Gewiß, es sind in Frage und Beantwortung viele verwandte Züge unverkennbar vorhanden, jedoch wirkt „Der Seherin Gesicht“ wie eine machtvolle Musik, brausend in schicksalhaften Akkorden und wiederum flüsternd und von ewigen Dingen leise erzählend — wo sich im arischen Indien nur noch das Wort um letzte Sinndeutung müht.

Mit der Weissagung der Seherin beginnt die Edda. Daran allein schon mag die Bedeutung erkannt werden, die man ihr von alters her zumaß. Versuche dieses Gedicht vom Weltenschicksal in einem aus gänzlich anderen Regionen stammenden religiösen Sinne deuten zu wollen, sind immer wieder gescheitert. Die Weissagung der Wölwa ist keine Religion, und sie will keine sein. Sie ist eine begnadete, mythische Vision einer Zeit, die noch urtümliche Erlebnisbereiche kannte, einer Zeit, die Wäldern und Meeren wabernde Geheimnisse abzulauschen verstand.

Die Seherin berichtet ihre geheime Kunde mit einer Stimme, die allen Lärm gebieterisch verstummen macht und feierliche Stille fordert:

„Ich heische Gehör von den heiligen Geschlechtern,
von Heimdalls Kindern, den hohen und niedern;
Walvater wünscht es, so will ich erzählen
der Vorzeit Geschichten aus frühster Erinnerung.
Zu der Riesen Ahnheer reicht mein Gedächtnis,
die vor Zeiten erzeugt mich haben;
neun Welten kenn ich, neun Räume des Weltenbaums,
der tief im Innern der Erde wurzelt.
In der Urzeit war´s, als Ymir lebte:
da war nicht Kies noch Meer und kalte Woge;
nicht Erde gab es noch Oberhimmel,
nur gähnende Kluft, doch Gras nirgends!“

Welch eine Kluft zwischen dem „Sein und Nichtsein“ des Rigveda und dem „Kies und Meer und kalte Woge“ unseres Gedichts! Dort die Grenzen einsamer Grübeleien des Geistes, hier die erlebten Züge des nordischen Landes! Auf der einen Seite bereits der erste große Versuch einer rein verstandesmäßigen Erlassung eines heimatlos und in jener Umwelt nie heimisch gewordenen Ariertums, auf der anderen die großartige Ausformung von Geschautem und Erlebtem im mythischen und zugleich dichterischen Wort, das noch lebendigste Beziehung zu jenem Grunde zeigt, auf dem es gewachsen ist. Wenn irgendwo, so werden hier am besten die Klüfte ersichtlich, die den arischen Geist in der weiteren Entwicklung verschiedene Wege gehen lassen.

Der germanische Mythus von der Weltentstehung ist ein zeitloses Dokument lebendiger Wechselwirkung von Erleben und Gestalten. Und wie die Seherin zunächst die früheste Vorzeit aus der mythischen Erinnerung heraufbeschwört, so entrollt sie im folgenden Zug um Zug ein grandioses Weltbild vor unseren Augen, ein Weltbild, aus dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit unerbittlicher Notwendigkeit folgern. Götter und Menschen entstehen, ein Schaffen und Bauen ist’s, — und „da kam auch Krieg in die Welt“, eine Tatsache, mit der es sich heldisch auseinanderzusetzeu gilt. Mutet es zunächst an, wie wenn der Werdeprozeß der Welt eine großartige Symphonie in Dur ist, so flicht die Seherin bald die ersten Mollakkorde hinein. Sie ahnt das Unheil, das niemand abzuwenden in der Lage ist. Götter- und Weltendämmerung zieht herauf. Die Götter rüsten, und es rüsten die Menschen, in unnachahmlicher Weise deutet die Wölwa die untrüglichen Anzeichen des bevorstehenden Endes:

„Es befehden sich Brüder und fällen einander,
die Banden des Bluts brechen Schwestersöhne;
arg ist´s in der Welt, viel Unzucht giebt es –
Beilzeit, Schwertzeit, es bersten die Schilde,
Windzeit, Wolfzeit, eh die Welt versinkt –
nicht einer der Menschen wird den andern schonen.

Die Sonne wird schwarz, es sinkt die Erde ins Meer.
Vom Himmel fallen die hellen Sterne;
es sprüht der Dampf und der Spender des Lebens,
den Himmel bedeckt die heiße Lohe.“

Götter- und Weltendämmerung. — das ist der kühnste arische Gedanke. Er erst vollendet den Mythus der Weltentstehung und läßt das großartige Werden in einem ebenso gewaltigen Vergehen ausklingen. Eine fertige, geschaffene und dann sich selbst überlassene Welt kennt arischer Geist ebensowenig wie ein Jüngstes Gericht. Welt ist ihm vielmehr „ein aus sich selbst rollendes Rad“, sinnhaft gedeutet im Symbol des Hakenkreuzes. Vedische Texte heißen die kosmische Ordnung auch oft „das große Rad des Werdens“, das schicksalerfüllt unaufhaltsam weiterrollt. Götter- und Weltenuntergang ist selbst auch kein letztes Ende, dem ein Leben in was auch immer für einem Jenseits folgt.

Leitgedanken


In diese Zeit des größten Aufschwungs der Südkultur fällt das Emporkommen der Germanen. Wir haben oben gesehen, daß die Germanen ein Zweig der Indogermanen oder Arier sind. Als ihre nächsten Verwandten kann man die Italiker (die ursprünglich wohl in Litauen saßen) und die Slawen ansprechen. Die Germanen treten zuerst an der mittleren Donau, dann am Rhein, und noch später am Schwarzen Meere auf. Ob die Bastarner, die um 200 v. Chr. Verhandlungen mit dem Mazedonier Philipp dem Zweiten pflogen, germanischen Blutes waren, ist unsicher. Nicht einmal von den Kimbern und Teutonen ist es völlig gewiß. Der erste bestimmt beglaubigte Zug der Germanen ist der der Sueven oder Schwaben, die unter Ariovist in das Elsaß einbrachen und sich bis zur oberen Seine ausbreiteten. Wir müssen uns vergegenwärtigen, daß damals Europa noch von einer Fülle anderer Rassen bewohnt war. Von dem Atlantischen Ozean bis zur Wolga und zum Kaukasus hausten Verwandte der Tscherkessen und Georgier. Alle die oftgenannten Urvölker, die Iberer, die Ligurer, Rätier, Vindelizier und Jazygen gehörten zu dieser Rasse. Bis in die Gegenwart ragt ein Überbleibsel jener europäischen Kasstämme, nämlich die Basken. Im Norden aber, vom Weißen Meer bis nach Jütland und vielleicht bis Holland saßen die Finnen. Außerdem war ein beträchtlicher Teil Europas noch von den Kelten erfüllt, deren Niederlassungen von Portugal bis zum Bosporus reichten. Die Germanen scheinen von der Gegend zwischen mittlerer Donau und oberer Weichsel ausgegangen zu sein. Jüngste Forschung hat entdeckt, daß in der Urzeit Bayern und Angelsachsen zusammengewohnt haben. Das kann nur in der beschriebenen Gegend gewesen sein. Von Osteuropa aus breiteten sich die Germanen, den keltischen Block umfließend, zugleichnach Norddeutschland und nach der oberen Donau und dem oberen Rhein zu aus. Umstritten ist die Frage der Besiedlung Skandinaviens. Wahrscheinlich sind auch nach Skandinavien die Germanen erst spät, und zwar von Osteuropa aus gekommen. Die niederrheinischen Germanen hatten Berührungen und Reibungen mit den keltischen Beigen, die oberrheinischen mit den Alpenvölkern. Ariovist hatte zwei Gattinen zu gleicher Zeit; die eine davon war die Tochter des nichtarischen Königs vonNorikum (Oberösterreich und Steiermark). Es ist nur natürlich, daß die zahlreichen, bereits ansässigen Fremdvölker nicht ohne Rückwirkung auf das Blut und die Gesittung der Germanen blieben. In vielen Fällen wird die ältere Bevölkerung die Kulturgeberin gewesen sein. Sogar die Waffen der Germanen sind zu einem großen Teile keltischen Ursprungs. Und von den Kasstämmen hat sich so manches Wort wie Spanferkel, Zelter, Lawine bis zum heutigen Tage bei uns erhalten, gleichwie auch im Französischen und im Italienischen noch viele baskische Wörter ihr Dasein fortsetzen. Aus Urkunden läßt sich nachweisen, daß noch im zwölften Jahrhundert Rätier zwischen Garmisch und Innsbruck saßen. Der fremde Einfluß im Skandinavischen erhellt aus der seltsamen Gewohnheit des Schwedischen und Dänischen, den Artikel hintenan zu setzen. Das ist die Gepflogenheit des Baskischen und Finnischen. Die Edda erzählt, daß die Äsen das Pferd von den Thursen kennen lernten. Die Thursen aber sind, wie schon Jacob Grimm sah, die Thyrsener oder Etrusker.

Weit entfernt jedoch, der Art und Sitte der Unterworfenen sich gänzlich anzubequemen, haben vielmehr die Germanen den großen Schatz eigener Einrichtungen und Sitten, die sie mitbrachten, im wesentlichen behauptet. Sie hatten selbständige Ansichten über das öffentliche Leben, über Anlage der Dörfer und Hausbau, endlich über die Stellung der Frauen und das Walten der Gottheit. Immerhin muß darauf hingewiesen werden, daß die Namen der meisten Städte in germanischen Landen vorgermanischen, und meist vorarischen Sprachen entnommen sind, und in den Alpengegenden wenigstens hat sich die Tracht der älteren Volksschicht siegreich durchgesetzt. Das Hochziel des Germanen war Jagd oder Krieg. Den Ackerbau überließ man den Unfreien, das heißt den unterjochten Nichtgermanen, die ihren Herren frohnden und zinsen mußten. Erst allmählich gewöhnten sich auch Freie an den Gedanken, daß ein selbst ausgeübter Ackerbau keine Schande bringe.

Nun stießen die Germanen mit den in gewaltigster Ausdehnung begriffenen Römern zusammen. Ein Naturvolk, zwar hochbegabt, aber noch auf niedriger Stufe stehend, ohne Schrifttum, ohne festere Staatsformen, ohne die Zucht, die ein Zusammenarbeiten in größeren Heeresverbänden bringt, wollte den Kampf mit den unerschöpflichen Hilfsquellen, mit der Artillerie und der straffen Zucht der Römer aufnehmen. Es war ein Wunder, daß die Germanen da nicht erlagen. Ein einziger Mann rettete sie: Arminius. Er ist zuversichtlich der Siegfried unserer Sagen. Es gibt keine große Gestalt unserer Heldenlieder, die nicht geschichtlich wäre. Also muß auch Siegfried im Fleische gewandelt haben. Zudem zeigen die anderen Namen seiner Sippe, Segest, Segimer und Segistag dieselbe Wurzel wie Siegfried — eine Gewohnheit der Namengebung, die auf germanischem Boden sehr häufig ist.

Freilich waren die Germanen weiter von der Südkultur und ihrem überwältigenden Einflüsse entfernt, als die Kelten. Aus dem gleichen Grunde haben sich die Türken besser der chinesischen Umklammerung zu erwehren gewußt, als die dem Reich der Mitte näheren Tungusen. Gleichwohl haben es die Römer wahrlich nicht an Mühe und Anstrengung fehlen lassen, um die widerspenstigen Feinde im Norden zu bezwingen. Zu Wasser und zu Lande rückten sie ihnen von allen Seiten zu Leibe. Auf der ungeheuren Linie, die von der mittleren Donau und der oberen Elbe über den Spessart nach der Weser führt, drangen die römischen Legionen vor; so war die Germanenwelt von Südosten, Süden und Westen her flankiert. Auf der Nordsee aber kreuzte eine römische Flotte, die an der friesischen Küste Landungen versuchte — ein Zusammenwirken, wie es dem Geiste Wallensteins bei der Belagerung Stralsunds vorschwebte, insofern spanische Truppen von Oberitalien nach dem Niederrhein marschiert waren und Wallenstein eine spanische Flotte nach der Ostsee wünschte. Auf dem Landwege war Drusus bereits bis zur unteren Elbe gekommen, und nur wenig Jahre vergingen, da war Böhmen mit dem nördlichen Vorlande ein römischer Vasallenstaat. So fehlte wenig und der Ring wäre geschlossen worden. Arminius, der in römischen Heeren gedient hatte und dabei weit in der Welt herum, vielleicht sogar bis Armenien gekommen war, erkannte die furchtbare Gefahr. Ehre und Preis dem Manne, der aus einem dunklen Naturgefühl heraus, lediglich aus Selbsterhaltungstrieb, den heimischen Boden gegen feindlichen Einfall verteidigt. Allein Arminius stand weit höher als ein Kirgisenhäuptling, der gegen die Russen kämpft, oder ein Emir des Sudans, der sich der Franzosen zu erwehren sucht. Bei ihm war es mehr als ein dunkles Gefühl, als ein unklarer Instinkt. Arminius war ein Staatsmann von hohem Wurf. Warum sollte man ihm weniger Zutrauen als dem Ariovist oder seinen Vorgängern, die mit einer Partei in Rom und dem fernen Mithridat in Verbindung standen? Der Cherusker hat denn auch ebensoviel durch List, wie durch persönliche Tapferkeit sein Ziel erreicht. Er lockte den Varus in den Teutoburger Wald, in die Nähe der Porta Westfalika, und vernichtete fast zwanzigtausend Mann. Ihn selbst, den Befreier des Vaterlandes, traf im eignen Hause schweres Geschick; sein geliebtes Weib, Thusnelda, fiel in die Gefangenschaft der Römer. Das war so zugegangen. Mit stürmender Hand hatte einst Armin die Braut aus der Feste Segests geraubt. Der Schwiegervater wider Willen, der es ohnehin mit den Römern hielt, zürnte unversöhnlich und nun doppelt dem jungen Cheruskerfürsten. Er benutzte eine Abwesenheit Armins, um sich mit Gewalt der Thusnelda zu bemächtigen, und er überlieferte selbst die Tochter, die damals hochschwanger war, dem Neffen des Tiberius, dem Germanikus, der herbeigeeilt war, um die Niederlage im Teutoburger Walde zu rächen. Thusnelda blieb bis an ihr Lebensende in Gefangenschaft. Wer kann den Schmerz ihres hochgemuten Gatten ermessen? Vielleicht entflammte ihn der Verlust zu immer größerer Anstrengung, zu heißer Wut. Als die Nachricht von dem Kommen des Germanikus erscholl, da ritt Armin wie auf den Flügeln der Windsbraut, wie der lichtschnelle Gott Freier selbst durch die deutschen Gauen, um die Stämme zum Zusammenschluß und zum erbitterten Widerstande anzustacheln, Waffenä! erbrauste es überall, und begeistert folgten die Mannen dem erprobten Führer. Von neuem maßen sich die starken Gegner in offner Feldschlacht; es war der Sommer des Jahres 15 n. Chr. Die Wahlstatt lag etwas weiter östlich, als im Jahre 9, da Varus dahinsank. Die Männer des Südens nannten sie Idistavisus, das ist die Geisterwiese. Es wird die Gegend am heutigen Deister sein, und der Morast, in den die Legionen gerieten, wird unweit des Steinhuder Meeres gewesen sein. Beim Bade Nenndorf, in der Nähe, wird heute noch eine Römermauer gezeigt. Fast wären die Legionen neuerdings erlegen. Nur mit äußerster Mühe fochten sie sich durch. Tiberius hielt ein weiteres Ringen für zwecklose Vergeudung von Geld und Gut, gebot Einhalt, und versetzte den tatenfreudigen Germanikus, der gern einen entscheidenden Sieg davontragen wollte, nach Vorderasien. Der Kaiser, der selbst jahrelang gegen die Germanen im Felde gestanden hatte, tat dabei den denkwürdigen Ausspruch: Unsere beste Bundesgenossin gegen die Germanen ist deren eigene Uneinigkeit.

In der Tat brach bald ein Bürgerkrieg zwischen Armin und Marbod, der in „Böheim“ und Sachsen ein Reich begründet hatte, aus. Auch regte sich die Eifersucht der eigenen Verwandten gegen den Cheruskerfürst. Wie es ein vogtländischer Dichter der Spätromantik, Deeck, in einem „heldischen“ Gesänge ausgedrückt hat,

Ruhm Hermann, dem Vaterlandsretter!

Tod Hermann, dem Freiheitsdränger!

Es war die berühmte „Libertät“, um die noch während des Dreißigjährigen Krieges die Fürsten stritten. Wir nennen es heute Partikularismus. Ein Mord also war der Dank der Niedersachsen — oder waren es Hessen? — für ihre Befreiung. Sofort bemächtigte sich denn auch die Sage der Gestalt Armins. Selbst der große Geschichtsschreiber seiner Gegner, Tacitus, (um 90 n. Chr.) hat von den Heldenliedern erfahren. Die Sage laßt Siegfried durch Anstiftung seiner Verwandten fallen, nachdem er das meiste dazu beigetragen, den Ansturm eines gefährlichen Feindes zurückzuwerfen.

Der eine Trost konnte wenigstens dem Sterbenden bleiben: sein vaterländisches Werk war erfolgreich gewesen. Zwar ist fast ein Drittel Germaniens, das durch einen ungeheuren Wallgraben, den Limes, von dem freien Germanien abgeschnürt war, auf vierhundert Jahre, und in manchen Gegenden, wie bei Regensburg, noch länger der Romanisierung verfallen. Das Herz des Landes aber mit dem breitflächigen Gebiete, das sich bis jenseits derWeichselund des Riesengebirges erstreckte, war selbstständig geblieben. Nur einmal in der Weltgeschichte, wenn man von den paar spanischen Söldnern Karls V. und den Kroaten Tillys und Wallensteins absieht, ist das innere Deutschland von einem nichtgermanischen Feinde erobert worden: von Napoleon. Indessen dauerte diese Besetzung nur sieben Jahre. Wie oft sind dagegen slawische und romanische Staaten von Rassefremden, und zwar lange Zeiträume hindurch, beherrscht worden!

Der Limes ging von Kehlheim an der Donau oberhalb Regensburgs über den Spessart und Taunus nach dem Rheine, wo er gegenüber von Andernach aufhörte. Mit Vorliebe wählt der Limes den Kamm der Gebirge, weil man von darnach allen Seiten bequem ausschauen kann, und sich vor einer Überrumpelung schützt. Alle zehn bis fünfzehn Kilometer wurde ein befestigtes Lager errichtet. Auch fehlte es nicht an Wachttürmen längs der Linie. Im Taunus geht der Limes gerade über den Feldberg, gar nicht weit vom Brünhildisfelsen, berührt also heilige Stätten der Germanen. Dort im Taunus ist ein großes Lager noch in den Grundfesten erhalten, und ist auf Veranlassung Kaiser Wilhelms II. ganz in römischer Art wieder aufgebaut worden. Es ist die Saalburg. Zwei Stunden davon ist die kleinere Kapernburg. Nicht ausgeschlossen ist, daß die Römer, die von der großen Mauer Chinas Kentnis hatten, durch das chinesische Vorbild auf den Gedanken des Limes verfielen. Jedenfalls dienten beide Riesenwerke dem gleichen Zweck, die kriegerischen Völker des Nordens im Zaume zu halten. Gleiche Lage aber erzeugt wohl gleiche Maßregeln. Noch in der Gegenwart hat Lord Kitchener in Südafrika eine Art Limes mit Blockhäusern zur Abwehr der schweifenden Burenscharen ersonnen.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

Siehe auch:
Männer, Völker und Zeiten – Anfänge
Der alte Orient und Griechenland
Arier und Chinesen
Juden und Phönizier
Feudalherrschaften in China, Indien, Vorderasien und Hellas
Homer
Assyrer und Perser
Religionsstifter und Philosophen
Perserkriege
Peloponnesischer Krieg
Anfänge Roms
Politischer Niedergang Athens
Alexander der Große
China und Rom
Punische Kriege
Der Staatsbegriff im Altertum
Kelten und Romanen
Hellenismus
Wuti und Cäsar
Römischer Imperialismus

Männer; Völker und Zeiten

Allvater heißt er, der älteste und mächtigste der Götter. Er lebt und herrscht überall und allzeit, und alles, was ist, Himmel und Erde wurde aus seiner Macht.

In der Urzeit, als es weder Sand und Meer noch rinnende Woge gab, ward Nebelheim (Niflhel) geschaffen mit dem Brunnen Rauschekessel, aus dem zwölf Ströme flössen. Und weit im Süden entstand Muspelheim, das Reich des Surt; dort herrscht Feuer und Hitze, daß niemand da wohnen kann. Ein Strom von Gift ergoß sich gen Norden, und je weiter er floß von seiner Quelle, um so mehr erstarrte seine Flut, bis sie zu hartem Eise wurde. Das Gift aber dunstete aus der Flut, und als Reif sank es nieder, und so legte sich Eis zu Eise bis hinauf nach Ginungagap, der gähnenden Kluft. Im Norden ist sie erfüllt von Regen und kalten Stürmen, aber im Süden wird sie erwärmt von Glut und Funken aus Muspelheim.

In dieser Wärme schmolzen Eis und Schnee, Tropfen fielen herab, und aus ihnen entstand durch Allvaters Willen ein Wesen in Mannsgestalt. Es ist Ymir, der Brüller, und von ihm stammt das Geschlecht der Reifriesen. Kein Ase ist er, sondern bösen Sinnes wie all sein Geschlecht. Als er schlief, begann er zu schwitzen, und da wuchsen ihm unter der Achsel Mann und Weib.

Auch eine Kuh entstand aus dem tauenden Eise, und sie leckte an dem salzigen Eis. Da kam Menschenhaar hervor und am andern Tage ein Manneshaupt und am dritten ein lebendiger Mann; der wurde Buri geheißen, d. i. der Ge­borene. Sein Sohn hieß Bör; er nahm eines Riesen Tochter zum Weibe, und sie gewannen Söhne miteinander: Odhin, Wili und We, die göttlichen Asen.

Börs Söhne erschlugen den Riesen Ymir, und in dem Strom seines Blutes erstickten sie das ganze Riesengeschlecht bis auf einen; der floh in einem Boote, und von ihm stammt das junge Geschlecht der Riesen.

Aus dem Leib des erschlagenen Ymir bildeten die Asen die ganze Welt: sein Fleisch ward zur Erde, sein Blut zu Strom und Meer, aus seinen Knochen wurden Felsen und Berge, aus seinen Zähnen die losen Steine. Ymirs Schädel wurde aufgerichtet über Erde und Meer und heißt nun Himmel; vier Zwerge tragen ihn: Nord, Süd, West und Ost.

Funken, die geflogen kamen aus Muspelheim, fingen die Asen, setzten sie an den Himmel und wiesen ihnen Weg und Stunde, daß sie die Erde erleuchteten. Ymirs Gehirn warfen sie an den Himmel; daraus wurden die hartgesinnten Wolken. Aus seinen Augbrauen bildeten sie einen mächtigen Wall, und jenseits des Walles, am Meere, erlaubten sie den jungen Riesen zu wohnen; dort ist Jötunheim, die Welt der Thursen oder Riesen. So wurde die Erde erschaffen in­mitten von Ginungagap, der gähnenden Kluft, und Midgard geheißen, d. i. Statt der Mitte.

Darauf wandelten Börs Söhne am Meeresufer und fanden da zwei Bäume; daraus erschufen sie die ersten Menschen: Odhin verlieh ihnen Seele, Wili das Leben und We die Schärfe der Sinne. Dann gaben sie ihnen die Namen Ask und Embla (Esche und Ulme) und wiesen ihnen Midgard zur Wohnstätte. Von Ask und Embla kommt das Geschlecht der Menschen. Hierauf erbauten die Götter Asgard (Man muß sich Asgard nicht auf der Erde vorstellen, sondern schwebend zwischen Himmel und Erde), das Heim der Asen, inmitten der ganzen Welt. Dort wohnt nun Odhin mit seinen Brüdern und dem Geschlecht der Asen, das von ihnen stammt.

Narfi, ein Riese aus Jötunheim, hatte eine Tochter, die war dunkel und schwarz und wurde die Nacht geheißen. Ihr Gemahl war aus dem Geschlecht der Asen und beider Sohn schön und licht wie seines Vaters Geschlecht, und sie nannten ihn Tag. Da nahm Allvater den Tag und die Nacht, gab ihnen Rosse und setzte sie an den Himmel, daß sie, jeder in zwölf Stunden, die Erde umführen. Zuerst reitet die Nacht, und ihr Roß heißt Reifmähne; mit dem Schaum seines Gebisses betaut es die Erde. Hinter der Nacht reitet der Tag, sein Roß heißt Scheinmähne, und von dem Licht seiner Mähne leuchten Luft und Erde.

Gar schnell aber fährt die Sonne am Himmel daher, denn hinter ihr jagen die Wölfe Skol und Hali. Sie stammen von einem Riesenweibe im Eisenwalde, das noch anderen Un­holden zur Mutter wurde.

Von der Erde zum Himmel (von Midgard nach Asgard) haben die Asen eine Brücke gebaut; sie heißt Bifrost und bei den Menschen Regenbogen. Sie ist dreifarbig und mit großer Kunst errichtet. Aber wie stark sie auch ist, so wird sie doch brechen, wenn Muspels Söhne geritten kommen. Das Rot in Bifrost ist brennendes Feuer, und brennte es nicht, so würden die Reifriesen über Bifrost kommen und Asgard erstürmen.

Zum Thing- und Gerichtsplatz über das Geschick der Menschen hat Allvater das Idafeld bestimmt; inmitten von Asgard ist es gelegen. Dort ist die hohe Halle errichtet und die hohen Stühle der Asen um Allvaters Hochsitz. Wunder­bar ist diese Halle, und sie erglänzt wie lauteres Gold von innen und außen. Gladsheim, d. i. Haus der Freuden, heißen sie die Menschen. Auch den Asinnen bauten die Götter eine Halle, ein treffliches und schönes Heim, und bei den Menschen heißt es Wingolf, d. i. die freundliche Halle.

Die Asen bauten nun Öfen und schmiedeten Hammer und Zange, Amboß und anderes Werkzeug, und dann bearbeiteten sie Erz, Eisen, Holz und Stein und schmiedeten alles Gerät für Tisch und Halle, Roß und Mann. Und den Zwergen, die als Maden gewohnt hatten in Ymirs Fleisch, gaben sie Menschengestalt und Menschenwitz und erlaubten ihnen zu Wohnen in Berg und Stein und ihre Kunst zu pflegen. Bessere Kleinode, als die Zwerge schufen, besitzen die Asen nicht.

Auf Idafeld wächst der größte und beste aller Bäume, die Weltesche, die Yggdrasil geheißen wird. Ihre Krone wölbt sich über alle Welt; in den Himmel hinauf wachsen ihre Zweige. Drei mächtige Wurzeln halten sie: die eine ist bei den Asen, die andere bei den Reifriesen und die dritte über Nebelheim, und an dieser Wurzel nagt Nidhogg, der Neid­drache. Unter der Wurzel bei den Reifriesen quillt der Brunn der Weisheit; aus ihm trinkt Mimir, aller Riesen weisester. (Einmal kam Allvater zu Mimir und bat um einen Trunk aus Mimirs Brunnen; dafür mußte er Mimir ein Auge als Pfand lassen. Mimir schmiedete einen Becher daraus, und nun trank er täglich aus Allvaters Auge.)

Unter der ersten Wurzel, nahe bei der Thingstatt der Asen, ist der Brunnen der Urd. Dorthin reiten die Götter jeden Tag auf ihren Hengsten über Bifrost, die Götterbrücke, zum Gericht. Nur einer schreitet zu Fuß und watet durch die Ströme; das ist der Ase Thor; denn sooft Thor kommt Wenn Thor kommt, d. h. während des Gewitters, ist Bifrost unsichtbar), steht Bifrost in Flammen. Auch eine Halle steht am Brunnen der Urd, und aus ihr schreiten die Jungfrauen, die Nornen (Die freundlichen Nornen stammen von Asen und Lichtelfen, die bösen von den Schwarzelfen. Der germanische Weltbau kennt acht Welten oder reiche: Niflheim, Muspelheim, Jötunheim, Schwarzalbenheim – die Welt des Bösen – und Midgard, Asgard, Nornenheim, Lichtalbenheim – die Welt des Guten) heißen: Urd, Werdandi und Skuld. Die Nornen bestimmen jedem Menschen sein Schicksal, und jedem ist eine Norne zugesellt. Die Nornen sind verschiedenen Geschlechtes; diese stammen von den Asen, andere von den Lichtelfen, andere von den Schwarzelfen, und nach dem Geschlecht ihrer Norne ist das Geschick der Menschen verschieden. Die Nornen edlen Stammes schaffen dem Menschen freundliches Los; wer aber eine böse Norne hat, der fällt ins Unglück.

Ein Adler sitzt in den Zweigen Yggdrasils, und große Weisheit ist ihm eigen. Auf und ab am Stamm der Esche rennt Ratatosk (Rattenzahn), ein Eichhorn, und es trägt die Neidworte, die da gesprochen werden, vom Neiddrachen zum Adler und vom Adler zum Neiddrachen.

Die Nornen schöpfen Wasser aus dem Brunnen der Urd und begießen den Baum, damit er nicht verdorre. Von den immergrünen Blättern Yggdrasils träuft der Tau, den die Menschen Honig heißen.

Noch viele prächtige Wohnstätten sind in Asgard erbaut worden. Da ist Walhall, Odhins Saal; daran haben alle Götter gebaut und sein Dach mit weißem Silber belegt. Darin ist auch Odhins Hochsitz, Hlidskjalf, und sitzt er darin, so schaut er über alle Welt und sieht alles Geschehen. Schöner und prächtiger aber als jede andere Halle ist die, welche oben im höchsten Himmel liegt und Gimle heißt, d. i. Edelsteindach. Sie wird bleiben, wenn Himmel und Erde verbrennen, und dann werden dort alle Guten wohnen in Ewigkeit. Jetzt aber hausen dort nur die Lichtelfen und hüten sie, wenn Surts Lohe Himmel und Erde verbrennt.

Quelle: „Germanische Göttersagen“ von Severin Rüttgers, Bielefeld und Leipzig 1943, S. 5 – 9



























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Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Kriege
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst des Einzelnen im täglichen Leben
Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen
Deutsche Mythologie – Wahrsagerinnen und Priesterinnen
Deutsche Mythologie – Das Erforschen der Zukunft
Deutsche Mythologie – Ort der Götterverehrung
Deutsche Mythologie – Tempel
Deutsche Mythologie – Tempelfrieden
Deutsche Mythologie – Tempelschatz
Deutsche Mythologie – Götterbilder
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Der Anfang der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Die Einrichtung der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Das Ende der Welt

Germanische Schöpfungsgeschichte Nordische Mythologie

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Hier gezeigte Abbildungen:
Auf nach Walhall
Badhild in Wielands Schmiede
Baldur
Bordüre
Der Strandwart und Beowulf
Die Königin reicht Beowulf das Methorn
Dietrich fängt den Zwerg Alfrich
Dietrichs Verschwinden
Freya
Freyr
Frigga
Gudrun an Sigurds Bahre
Gudrun wird gefangen weggeführt
Hagen und Volker auf der Wacht
Hel
Helgi und Sigrun
In Walhalls Wonnen
Kampf in Atlis Saal
Loki und Sigyn
Nornen
Odin bei Gunnlöd
Odin entführt Sinsttötlis Leiche
Odin
Oserich und Oda
Ostara
Rüdiger entführt Helche und Bertha
Siegfrieds Tod
Sigmunds Schwert
Sigmunds Tod
Sigrun geht zu Helgi in den Grabhügel
Sigurd erweckt Brunhild
Sigurd prüft das Schwert
Thor
Walhall der letzte Kampf
Walhall
Walther und Hildgund auf der Flucht

Asen

Balder, Bör, Bragi, Buri, Dag, Delling, Forseti, Heimdall, Hermod, Höder, Hönir, Kvasir, Lodur, Loki, Magni und Modi, Odr, Odin, Ríg, Skjöld, Thor, Tyr, Uller, Vali, Vé, Vili, Vidar

Asinnen

Bil, Eir, Frigg, Fulla, Gefjon, Gna, Hnoss, Idun, Jörd, Lin, Lofn, Nanna, Nótt, Saga, Sif, Sigyn, Sjöfn, Snotra, Skadi, Sol, Syn, Thrud, Var (Vör)

Vanen (Wanen)

Freyr, Freyja, Gullveig, Nerthus, Njörðr

Nornen

Urd, Verdandi, Skuld

Alben

Bejla, Byggvir,

Walküren

Brynhild, Geirahöd, Geiravör, Geirölul, Gunn, Göll, Herja, Herfjötur, Hild, Hjörthrimul, Hlökk, Hrist, Mist, Randgrid, Reginleif, Rist, Rota, Sigrun, Skeggjöld, Skögul, Svipull, Thrud

Riesen (Thursen, Jöten)

Ägir, Angrboda, Aurboda, Baugi, Beli, Bergelmir, Bestla, Billing, Bölthorn, Byleist, Farbauti, Fenja, Fjalar, Fornjoter, Gerd, Gilling, Gjalp, Greip, Grid, Gunnlöd, Gymir, Hel, Hrimnir, Hyndla, Hyrrokkin, Jarnsaxa, Laufey, Logi, Menja, Mimir, Mjöll, Mundilfari, Muspells Söhne, Mökkurkalfi, Narfi, Ragnhild, Rán, Rind, Rungnir, Surt, Suttung, Thjazi, Thrym, Thökk, Utgardaloki, Vaftrudnir, Vali (Lokis Sohn), Ýmir

Zwerge

Alviss, Andvari, Austri, Berlingr, Bil, Brokkr, Dain, Dvalin, Galar, Hjuki, Ivaldi, Lit, Lofar, Modsognir, Nidi, Norðri, Nyi, Reginn, Suðri, Vestri

Menschen

Ask, Agni Skjafarbondi, Arngrim, Aurvandill, Beowulf, Bjarkie, Berserker, Domaldi, Draug, Edda, Einherjer, Embla, Frodi, Gangleri, Gjuki, Godi, Grimhild, Groa, Gudrun Gjukidottir, Gunnar Gjukison, Gylfi, Hadding, Haddingjar, Hagbard, Hedin, Lif, Lifthrasir, Thialfi, Röskva, Sygni, Sigurd Fafnisbani, Skirnir, Völva

Mythische Orte

Albenheim, Asgard, Bifröst, Bilskirnir, Breidablik, Eliwagar, Eljudnir, Fensalir, Folkwang, Gimle, Ginnungagap, Gjöll, Gladsheim, Glasir, Glitnir, Hel, Himinbjörg, Hindarfjall, Hörg, Hvergelmir, Idafeld, Jötunheim, Jarnskog, Landwidi, Lärad, Midgard, Mimameid, Mimirs Brunnen, Muspellsheim, Nastrand, Niflheim, Noatun, Schwarzalbenheim, Sessrumnir, Singastein, Sökkwabeck, Thrudvang, Thrymheim, Urdbrunnen,Utgard, Valaskjalf, Wanenheim, Vigrid, Vilmur, Vingólf, Walhall, Ydalir, Yggdrasil

Mythische Gegenstände

Andvaranaut, Brisingamen, Draupnir, Gand, Gjallarhorn, Gleipnir, Gram, Grotti, Gungnir, Hlidskialf, Hringhorni, Megingjörd, Misteltein, Mjölnir, Naglfar, Odhrörir, Reginnagl, Skidbladnir, Tyrfing

Mythische Tiere

Alsvidr und Arwakr, Auðhumbla, Dain, Dwalin, Duneyr und Durathror, Eikthyrnir, Fafnir, Fenriswolf, Garm, Geri und Freki, Grani, Gullinborsti, Gullinkambi, Gulltopp, Hati, Heidrun, Hildisvini, Hofvarpnir, Hræsvelgr, Hugin und Munin, Midgardschlange, Managarm, Nidhöggr, Ratatöskr, Rimfaxi, Skinfaxi, Skalli, Sköll, Sleipnir, Svadilfari, Sährimnir, Tanngnjostr und Tanngrisnir, Vedrfölnir, Widofnir

Germanische Schöpfungsgeschichte

Allvater heißt er, der älteste und mächtigste der Götter. Er lebt und herrscht überall und allzeit, und alles, was ist, Himmel und Erde wurde aus seiner Macht.

In der Urzeit, als es weder Sand und Meer noch rinnende Woge gab, ward Nebelheim (Niflhel) geschaffen mit dem Brunnen Rauschekessel, aus dem zwölf Ströme flössen. Und weit im Süden entstand Muspelheim, das Reich des Surt; dort herrscht Feuer und Hitze, daß niemand da wohnen kann. Ein Strom von Gift ergoß sich gen Norden, und je weiter er floß von seiner Quelle, um so mehr erstarrte seine Flut, bis sie zu hartem Eise wurde. Das Gift aber dunstete aus der Flut, und als Reif sank es nieder, und so legte sich Eis zu Eise bis hinauf nach Ginungagap, der gähnenden Kluft. Im Norden ist sie erfüllt von Regen und kalten Stürmen, aber im Süden wird sie erwärmt von Glut und Funken aus Muspelheim.

In dieser Wärme schmolzen Eis und Schnee, Tropfen fielen herab, und aus ihnen entstand durch Allvaters Willen ein Wesen in Mannsgestalt. Es ist Ymir, der Brüller, und von ihm stammt das Geschlecht der Reifriesen. Kein Ase ist er, sondern bösen Sinnes wie all sein Geschlecht. Als er schlief, begann er zu schwitzen, und da wuchsen ihm unter der Achsel Mann und Weib.

Auch eine Kuh entstand aus dem tauenden Eise, und sie leckte an dem salzigen Eis. Da kam Menschenhaar hervor und am andern Tage ein Manneshaupt und am dritten ein lebendiger Mann; der wurde Buri geheißen, d. i. der Ge­borene. Sein Sohn hieß Bör; er nahm eines Riesen Tochter zum Weibe, und sie gewannen Söhne miteinander: Odhin, Wili und We, die göttlichen Asen.

Börs Söhne erschlugen den Riesen Ymir, und in dem Strom seines Blutes erstickten sie das ganze Riesengeschlecht bis auf einen; der floh in einem Boote, und von ihm stammt das junge Geschlecht der Riesen.

Aus dem Leib des erschlagenen Ymir bildeten die Asen die ganze Welt: sein Fleisch ward zur Erde, sein Blut zu Strom und Meer, aus seinen Knochen wurden Felsen und Berge, aus seinen Zähnen die losen Steine. Ymirs Schädel wurde aufgerichtet über Erde und Meer und heißt nun Himmel; vier Zwerge tragen ihn: Nord, Süd, West und Ost.

Funken, die geflogen kamen aus Muspelheim, fingen die Asen, setzten sie an den Himmel und wiesen ihnen Weg und Stunde, daß sie die Erde erleuchteten. Ymirs Gehirn warfen sie an den Himmel; daraus wurden die hartgesinnten Wolken. Aus seinen Augbrauen bildeten sie einen mächtigen Wall, und jenseits des Walles, am Meere, erlaubten sie den jungen Riesen zu wohnen; dort ist Jötunheim, die Welt der Thursen oder Riesen. So wurde die Erde erschaffen in­mitten von Ginungagap, der gähnenden Kluft, und Midgard geheißen, d. i. Statt der Mitte.

Darauf wandelten Börs Söhne am Meeresufer und fanden da zwei Bäume; daraus erschufen sie die ersten Menschen: Odhin verlieh ihnen Seele, Wili das Leben und We die Schärfe der Sinne. Dann gaben sie ihnen die Namen Ask und Embla (Esche und Ulme) und wiesen ihnen Midgard zur Wohnstätte. Von Ask und Embla kommt das Geschlecht der Menschen. Hierauf erbauten die Götter Asgard (Man muß sich Asgard nicht auf der Erde vorstellen, sondern schwebend zwischen Himmel und Erde), das Heim der Asen, inmitten der ganzen Welt. Dort wohnt nun Odhin mit seinen Brüdern und dem Geschlecht der Asen, das von ihnen stammt.

Narfi, ein Riese aus Jötunheim, hatte eine Tochter, die war dunkel und schwarz und wurde die Nacht geheißen. Ihr Gemahl war aus dem Geschlecht der Asen und beider Sohn schön und licht wie seines Vaters Geschlecht, und sie nannten ihn Tag. Da nahm Allvater den Tag und die Nacht, gab ihnen Rosse und setzte sie an den Himmel, daß sie, jeder in zwölf Stunden, die Erde umführen. Zuerst reitet die Nacht, und ihr Roß heißt Reifmähne; mit dem Schaum seines Gebisses betaut es die Erde. Hinter der Nacht reitet der Tag, sein Roß heißt Scheinmähne, und von dem Licht seiner Mähne leuchten Luft und Erde.

Gar schnell aber fährt die Sonne am Himmel daher, denn hinter ihr jagen die Wölfe Skol und Hali. Sie stammen von einem Riesenweibe im Eisenwalde, das noch anderen Un­holden zur Mutter wurde.

Von der Erde zum Himmel (von Midgard nach Asgard) haben die Asen eine Brücke gebaut; sie heißt Bifrost und bei den Menschen Regenbogen. Sie ist dreifarbig und mit großer Kunst errichtet. Aber wie stark sie auch ist, so wird sie doch brechen, wenn Muspels Söhne geritten kommen. Das Rot in Bifrost ist brennendes Feuer, und brennte es nicht, so würden die Reifriesen über Bifrost kommen und Asgard erstürmen.

Zum Thing- und Gerichtsplatz über das Geschick der Menschen hat Allvater das Idafeld bestimmt; inmitten von Asgard ist es gelegen. Dort ist die hohe Halle errichtet und die hohen Stühle der Asen um Allvaters Hochsitz. Wunder­bar ist diese Halle, und sie erglänzt wie lauteres Gold von innen und außen. Gladsheim, d. i. Haus der Freuden, heißen sie die Menschen. Auch den Asinnen bauten die Götter eine Halle, ein treffliches und schönes Heim, und bei den Menschen heißt es Wingolf, d. i. die freundliche Halle.

Die Asen bauten nun Öfen und schmiedeten Hammer und Zange, Amboß und anderes Werkzeug, und dann bearbeiteten sie Erz, Eisen, Holz und Stein und schmiedeten alles Gerät für Tisch und Halle, Roß und Mann. Und den Zwergen, die als Maden gewohnt hatten in Ymirs Fleisch, gaben sie Menschengestalt und Menschenwitz und erlaubten ihnen zu Wohnen in Berg und Stein und ihre Kunst zu pflegen. Bessere Kleinode, als die Zwerge schufen, besitzen die Asen nicht.

Auf Idafeld wächst der größte und beste aller Bäume, die Weltesche, die Yggdrasil geheißen wird. Ihre Krone wölbt sich über alle Welt; in den Himmel hinauf wachsen ihre Zweige. Drei mächtige Wurzeln halten sie: die eine ist bei den Asen, die andere bei den Reifriesen und die dritte über Nebelheim, und an dieser Wurzel nagt Nidhogg, der Neid­drache. Unter der Wurzel bei den Reifriesen quillt der Brunn der Weisheit; aus ihm trinkt Mimir, aller Riesen weisester. (Einmal kam Allvater zu Mimir und bat um einen Trunk aus Mimirs Brunnen; dafür mußte er Mimir ein Auge als Pfand lassen. Mimir schmiedete einen Becher daraus, und nun trank er täglich aus Allvaters Auge.)

Unter der ersten Wurzel, nahe bei der Thingstatt der Asen, ist der Brunnen der Urd. Dorthin reiten die Götter jeden Tag auf ihren Hengsten über Bifrost, die Götterbrücke, zum Gericht. Nur einer schreitet zu Fuß und watet durch die Ströme; das ist der Ase Thor; denn sooft Thor kommt Wenn Thor kommt, d. h. während des Gewitters, ist Bifrost unsichtbar), steht Bifrost in Flammen. Auch eine Halle steht am Brunnen der Urd, und aus ihr schreiten die Jungfrauen, die Nornen (Die freundlichen Nornen stammen von Asen und Lichtelfen, die bösen von den Schwarzelfen. Der germanische Weltbau kennt acht Welten oder reiche: Niflheim, Muspelheim, Jötunheim, Schwarzalbenheim – die Welt des Bösen – und Midgard, Asgard, Nornenheim, Lichtalbenheim – die Welt des Guten) heißen: Urd, Werdandi und Skuld. Die Nornen bestimmen jedem Menschen sein Schicksal, und jedem ist eine Norne zugesellt. Die Nornen sind verschiedenen Geschlechtes; diese stammen von den Asen, andere von den Lichtelfen, andere von den Schwarzelfen, und nach dem Geschlecht ihrer Norne ist das Geschick der Menschen verschieden. Die Nornen edlen Stammes schaffen dem Menschen freundliches Los; wer aber eine böse Norne hat, der fällt ins Unglück.

Ein Adler sitzt in den Zweigen Yggdrasils, und große Weisheit ist ihm eigen. Auf und ab am Stamm der Esche rennt Ratatosk (Rattenzahn), ein Eichhorn, und es trägt die Neidworte, die da gesprochen werden, vom Neiddrachen zum Adler und vom Adler zum Neiddrachen.

Die Nornen schöpfen Wasser aus dem Brunnen der Urd und begießen den Baum, damit er nicht verdorre. Von den immergrünen Blättern Yggdrasils träuft der Tau, den die Menschen Honig heißen.

Noch viele prächtige Wohnstätten sind in Asgard erbaut worden. Da ist Walhall, Odhins Saal; daran haben alle Götter gebaut und sein Dach mit weißem Silber belegt. Darin ist auch Odhins Hochsitz, Hlidskjalf, und sitzt er darin, so schaut er über alle Welt und sieht alles Geschehen. Schöner und prächtiger aber als jede andere Halle ist die, welche oben im höchsten Himmel liegt und Gimle heißt, d. i. Edelsteindach. Sie wird bleiben, wenn Himmel und Erde verbrennen, und dann werden dort alle Guten wohnen in Ewigkeit. Jetzt aber hausen dort nur die Lichtelfen und hüten sie, wenn Surts Lohe Himmel und Erde verbrennt.

Siehe auch:
Deutsche Mythologie – Seelenglaube und Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Der Seelenglaube
Deutsche Mythologie – Die Seele als Atem, Dunst, Nebel, Schatten, Feuer, Licht und Blut
Deutsche Mythologie – Die Seele in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die Seele in Menschengestalt
Deutsche Mythologie – Der Aufenthaltsort der Seelen
Deutsche Mythologie – Der Seelenkultus
Deutsche Mythologie – Zauberei und Hexerei
Deutsche Mythologie – Der Maren- oder Alpglaube
Deutsche Mythologie – Schicksalsgeister
Deutsche Mythologie – Der Mütter- und Matronenkultus
Deutsche Mythologie – Naturverehrung
Deutsche Mythologie – Naturerscheinungen in Tiergestalt
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Elfen und Wichte
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Zwerge
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Hausgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Wassergeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Waldgeister
Deutsche Mythologie – Die elfischen Geister – Feldgeister
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Name und Art der Riesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Luftriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Berg- und Waldriesen
Deutsche Mythologie – Die Riesen – Wasserriesen
Deutsche Mythologie – Der Götterglaube
Deutsche Mythologie – Name und Zahl der Götter
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise
Deutsche Mythologie – Mythenansätze und Mythenkreise – Der Feuergott
Deutsche Mythologie – Mythenkreise – Licht und Finsternis. Gestirnmythen.
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Tius
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Foseti
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Wodan
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Donar
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Balder
Deutsche Mythologie – Die einzelnen Götter – Deus Requalivahanus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen
Deutsche Mythologie – Die Mutter Erde
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nerthus
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Nehalennia
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Tanfana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Hludana
Deutsche Mythologie – Die Göttinnen – Haeva
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Frija
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Ostara
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Baduhenna
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Walküren
Deutsche Mythologie – Die himmlischen Göttinnen – Schwanjungfrauen
Deutsche Mythologie – Der Kultus
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Gottesdienst, Gebet und Opfer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferspeise
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Opferfeuer
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Wirtschaftsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst itn Staatsverbande
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst im Kriege
Deutsche Mythologie – Der Kultus – Der Götterdienst des Einzelnen im täglichen Leben
Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen
Deutsche Mythologie – Wahrsagerinnen und Priesterinnen
Deutsche Mythologie – Das Erforschen der Zukunft
Deutsche Mythologie – Ort der Götterverehrung
Deutsche Mythologie – Tempel
Deutsche Mythologie – Tempelfrieden
Deutsche Mythologie – Tempelschatz
Deutsche Mythologie – Götterbilder
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Der Anfang der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Die Einrichtung der Welt
Deutsche Mythologie – Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt – Das Ende der Welt

Abbildungen Nordische Mythologie Walhall - Germanische Götter