3. Reich Wehrmacht 300 deutsche Wehrmachtsbilder Abbildungen

Die Entwicklung besonderer Waffen zur Bekämpfung von Flugzielen wurde in Deutschland bereits längst vor dem Weltkriege aufgenommen. Weil damals das Flugzeug als Waffe noch keine Bedeutung besaß, sollten die in jener Zeit geschaffenen Sonderwaffen vorzugsweise der Bekämpfung von Ballonen und Luftschiffen dienen; sie trugen daher auch die Bezeichnung „Ballonabwehrkanonen“. Als Grundlage dienten die beim Heer verwendeten leichten Feldgeschütze, denen durch besondere bauliche Ausgestaltung ein größeres Seiten- und Höhenrichtfeld gegeben wurde. . Aus diesen ersten Ballonabwehrkanonen entstanden später als vollkommen neue Waffen Flakgeschütze leichten und schweren Kalibers (Flak = Flugabwehrkanone). Bereits Ende des Weltkrieges waren leistungsfähige Flakwaffen vorhanden, die als unmittelbare Vorläufer der heute verwendeten Geschütze anzusprechen sind. Die grundlegenden Anforderungen an die Waffen der Flakartillerie sind: Leichte und schnelle Richtbarkeit nach allen Seiten, um den Bewegungen der heute sehr schnell fliegenden Flugziele nachkommen zu können; hohe Geschoßgeschwindigkeit, um die Flugzeit bis zum Ziel möglichst gering zu halten, damit das beschossene Ziel nur geringe Ausweichmöglichkeiten hat; hohe Feuergeschwindigkeit, damit in der kurzen Zeit, während derer ein vorbeifliegendes Ziel beschossen werden kann, möglichst viele Schüsse abgegeben werden können. Außerdem muß leichte Beweglichkeit gefordert werden, damit der Feuerschutz gegen Luftangriffe schnellstens da eingesetzt werden kann, wo es notwendig ist.

Kommandogerät.

Das Verfahren, nach dem das Schießen der schweren Flakartillerie erfolgt, ist anders, als es bei der Artillerie des Heeres üblich ist. Ein Flugzeug, das sidi mit großer Geschwindigkeit im Raum bewegt, kann nicht unmittelbar mit einem Geschütz anvisiert werden, da es sich während der Flugzeit des Geschosses unter Umständen einen Kilometer und mehr fortbewegt. Es -bleibt auch keine Zeit zum Einschießen auf das Flugziel, d. h. zum Verbessern der Richtwerte der Geschütze auf Grund der beobachteten Trefferlage, weil beim raschen Vorbeiflug ohnehin nur Zeit für die Abgabe weniger Schüsse vorhanden ist. Die Grundlage für das Schießen der schweren Flakgeschütze muß vielmehr eine genaue Zielvermessung bieten. Hierzu und zur Ausrechnung der Angaben, nach denen die Geschütze gerichtet werden müssen, dient das Kommandogerät.

Die Vermessung eines Flugzieles erfolgt laufend, und zwar durch immer wiederkehrende Messung der Entfernung, der Seiten- und Höhenrichtung des Zieles zum Geschütz bzw. zur Batterie. Nach diesen als „Ortungswerte“ bezeichneten Meßwerten kann ein Flakgeschütz jedoch nicht gerichtet werden, vielmehr muß es auf den Punkt im Raum feuern, an dem sich das Ziel nach Ablauf der Geschoßflugzeit befinden wird. Dieser Punkt wird „Vorhaltepunkt“ genannt. Die hierfür notwendigen Werte sind die Schußwerte.

Die Ermittlung der jeweiligen Entfernung des Flugzeuges von dei Batterie erfolgt u. a. mittels eines großen Entfemungsmeßgerätes durch einen Entfernungsmeßmann (E-Meßmann). Die Umwandlung dieser Werte (Ortungswerte = Werte für Entfernung, Seitenwinkel und Höhenwinkel) in die für den Vorhaltepunkt gültigen „Schußwerte“ (Seitenwinkel, Rohrerhöhung und Zünderstellung) besorgt das Kommandogerät, das grundsätzlich eine Art Rechenmaschine darstellt und die Durchführung notwendiger Rechenoperationen in kürzester Frist ermöglicht. Das Endergebnis dieser Rechnung sind die für das Richten der Geschütze erforderlichen Angaben über Rohrerhöhung und Seitenrichtung sowie über die Zünderlaufzeit. Alle diese Werte werden laufend auf elektrischem Wege an jedes Geschütz der Batterie gegeben. Das Kommandogerät berücksichtigt sogar die durch Wettereinflüsse bedingten Verbesserungen der Schußwerte.

Mit Hilfe des Kommandogerätes ist es möglich, die Flakgeschütze laufend gerichtet zu halten, so daß beim Feuerbefehl die Kanoniere lediglich die Patronen aus der Zünderstellmaschine zu nehmen, in das Rohr zu schieben und abzufeuem haben. Die während dieser Handhabung verstreichende Zeit wird bei der Angabe der Schuß-werte bereits im vorhinein berücksichtigt.

Siehe auch:
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Starre Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bewegliche Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Anordnung der Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Abwurfwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bomben
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Flugzeugtorpedos
Die Waffen der Flakartillerie-Schwere Flakgeschütze
Die Waffen der Flakartillerie-Leichte Flakgeschütze
Alarm im Feldflughafen
Fliegerprüfung auf „Herz und Nieren“
BV 138 : Das neue Flugboot für Seeaufklärung
Straßenkampf – Fallschirmjäger erobern eine Stadt
Die brennende Stadt: Der deutsche Großangriff auf Southampton
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Der Feldpostbrief
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Bunker, Stollen, Panzertürme
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Deutsche Kriegsflugzeuge
Die Notzeit der deutschen Luftfahrt

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Die Entwicklung besonderer Waffen zur Bekämpfung von Flugzielen wurde in Deutschland bereits längst vor dem Weltkriege aufgenommen. Weil damals das Flugzeug als Waffe noch keine Bedeutung besaß, sollten die in jener Zeit geschaffenen Sonderwaffen vorzugsweise der Bekämpfung von Ballonen und Luftschiffen dienen; sie trugen daher auch die Bezeichnung „Ballonabwehrkanonen“. Als Grundlage dienten die beim Heer verwendeten leichten Feldgeschütze, denen durch besondere bauliche Ausgestaltung ein größeres Seiten- und Höhenrichtfeld gegeben wurde. . Aus diesen ersten Ballonabwehrkanonen entstanden später als vollkommen neue Waffen Flakgeschütze leichten und schweren Kalibers (Flak = Flugabwehrkanone). Bereits Ende des Weltkrieges waren leistungsfähige Flakwaffen vorhanden, die als unmittelbare Vorläufer der heute verwendeten Geschütze anzusprechen sind. Die grundlegenden Anforderungen an die Waffen der Flakartillerie sind: Leichte und schnelle Richtbarkeit nach allen Seiten, um den Bewegungen der heute sehr schnell fliegenden Flugziele nachkommen zu können; hohe Geschoßgeschwindigkeit, um die Flugzeit bis zum Ziel möglichst gering zu halten, damit das beschossene Ziel nur geringe Ausweichmöglichkeiten hat; hohe Feuergesdiwin-digkeit, damit in der kurzen Zeit, während derer ein vorbeifliegendes Ziel beschossen werden kann, möglichst viele Schüsse abgegeben werden können. Außerdem muß leichte Beweglichkeit gefordert werden, damit der Feuerschutz gegen Luftangriffe schnellstens da eingesetzt werden kann, wo es notwendig ist.

Leichte Flakgeschütze.

Zur Abwehr tieffliegender, oder im Sturzflug angreifender Flugzeuge dienen in der Hauptsache leichte Flakgeschütze. Auch sie werden gelegentlich im Erdkampf eingesetzt, z. B. zur Panzerabwehr und zur Niederkämpfung schwerer Infanteriewaffen.

Bei der deutschen Flakartillerie finden leichte Flakgeschütze vom Kaliber 2 cm und 3,7 cm Verwendung. Ihre Lafetten lassen eine besonders leichte und schnelle Kichtbarkeit zu, tun auch sehr tieffliegenden und sich daher sehr rasch durch das Gesichtsfeld bewegenden Zielen folgen zu können. Es gibt leichte Flakgeschütze, bei denen mehrere Rohre in einer Lafette vereinigt sind. Derartige Zwillings- oder Vierlingsgeschütze besitzen eine außerordentlich hohe Feuerkraft.

Leichte Flakgeschütze sind Maschinenwaffen, die Reihenfeuer abgeben und kleine Granaten verfeuern. Die Geschosse sind mit empfindlichen Aufschlagzündern versehen, die sich, wenn sie ihr Ziel verfehlen, nach einer bestimmten Flugzeit von selbst zerlegen; hierdurch wird vermieden, daß sie beim Wiederauftreffen auf den Boden Schaden anrichten. Die Ziele werden durch optische und mechanische Visiereinrichtungen unmittelbar anvisiert, wobei das auf Grund der Entfernung des Zieles und seiner Fluggeschwindigkeit ermittelte Vorhaltemaß zu berücksichtigen ist. Da che Geschosse mit einem Leuchtsatz versehen sind, lassen sich ihre Flugbahnen an der Leuchtspur mit dem Auge verfolgen, so daß notfalls die Visiereinstellung verbessert werden kann.

Auch die leichten Flakwaffen sind mit wenigen Ausnahmen motorisiert. Sie werden im Kraftzug, d. h. an gelandegängige Kraftwagen angehängt, fortbewegt. In Sonderfällen sind leichte Flakgeschütze auch unmittelbar auf Kraftfahrzeugen aufgebaut (Selbstfahrlafetten).

Siehe auch:
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Starre Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bewegliche Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Anordnung der Bordwaffen
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Die Entwicklung besonderer Waffen zur Bekämpfung von Flugzielen wurde in Deutschland bereits längst vor dem Weltkriege aufgenommen. Weil damals das Flugzeug als Waffe noch keine Bedeutung besaß, sollten die in jener Zeit geschaffenen Sonderwaffen vorzugsweise der Bekämpfung von Ballonen und Luftschiffen dienen; sie trugen daher auch die Bezeichnung „Ballonabwehrkanonen“. Als Grundlage dienten die beim Heer verwendeten leichten Feldgeschütze, denen durch besondere bauliche Ausgestaltung ein größeres Seiten- und Höhenrichtfeld gegeben wurde. . Aus diesen ersten Ballonabwehrkanonen entstanden später als vollkommen neue Waffen Flakgeschütze leichten und schweren Kalibers (Flak = Flugabwehrkanone). Bereits Ende des Weltkrieges waren leistungsfähige Flakwaffen vorhanden, die als unmittelbare Vorläufer der heute verwendeten Geschütze anzusprechen sind. Die grundlegenden Anforderungen an die Waffen der Flakartillerie sind: Leichte und schnelle Richtbarkeit nach allen Seiten, um den Bewegungen der heute sehr schnell fliegenden Flugziele nachkommen zu können; hohe Geschoßgeschwindigkeit, um die Flugzeit bis zum Ziel möglichst gering zu halten, damit das beschossene Ziel nur geringe Ausweichmöglichkeiten hat; hohe Feuergesdiwin-digkeit, damit in der kurzen Zeit, während derer ein vorbeifliegendes Ziel beschossen werden kann, möglichst viele Schüsse abgegeben werden können. Außerdem muß leichte Beweglichkeit gefordert werden, damit der Feuerschutz gegen Luftangriffe schnellstens da eingesetzt werden kann, wo es notwendig ist.

Schwere Flakgeschütze.

Die Hauptwaffe der Flakartillerie ist das schwere Flakgeschütz. Es dient zur Bekämpfung hochfliegender Flugzeuge, d.h. von Flugzielen, die sich in Höhen von etwa über 1000 m bewegen.

Die schwere Flakartillerie der deutschen Luftwaffe ist in diesem Kriege auch vielfach im Erdkampf eingesetzt worden, vor allem zur Abwehr von Panzerkampfwagen und zur Niederkämpfung von Befestigungsanlagen. Hierzu sind die neuzeitlichen Flakgeschütze wegen ihrer hohen Feuergeschwindigkeit, der gestreckten Flugbahn und großen Durchschlagskraft ihrer Geschosse vorzüglich geeignet. Die deutsche Flakartillerie verfügt in der Hauptsache über Geschütze vom Kaliber 8,8 cm. Diese unterscheiden sich von den bei der Heeresartillerie verwendeten Waffen vor allem dadurch, daß sie nach allen Seiten und nach oben bis zur Senkrechtstellung gerichtet werden können. Mit Ausnahme von ortsfesten oder auf Kriegsschiffen befindlichen Flakgeschützen ist die schwere Flakartillerie voll motorisiert. Ihr Gerät wird von gelandegängigen Zugmaschinen, die zugleich die Bedienungsmannschaften befördern, gezogen. Nach dem Abprotzen in Feuerstellung steht das schwere Flakgeschütz auf einer Kreuzlafette. In der Regel bilden vier Geschütze eine Batterie mit gemeinsamer Feuerleitung.

Schwere Flakgeschütze feuern im Einzelschuß. Sie werden mittelbar nach den Angaben eines sogenannten Kommandogerätes gerichtet; nur im Erdkampf werden Bodenziele unmittelbar anvisiert. Als Munition werden je nach Zielart Granaten mit Zeitzünder, Aufschlagzünder oder Panzergranaten verwendet; Geschoß und Kartusche mit Treibladung sind, um schnellstes Laden zu ermöglichen, zu einer Patrone vereinigt. Bei sehr hoher Geschoßgeschwindigkeit werden Sdiußhöhen von über 10000 m erreicht. Infolge der Schwierigkeiten, die für die schwere Flak bei der Bekämpfung schnellfliegender Flugzeuge bestehen, sind Volltreffer nur unter günstigsten Bedingungen möglich. Die Flakgranate besitzt deshalb eine große Sprengwirkung, die, sofern die Granate in unmittelbarer Nähe des Flugzeuges detoniert, erhebliche Beschädigungen des Flugzeuges und damit auch seinen evtl. Absturz bewirken kann.

Siehe auch:
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Starre Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bewegliche Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Anordnung der Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Abwurfwaffen
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Angriff !
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