Das georgische Volk, das den Südwesten von Kaukasien bewohnt und 2 250 000 Menschen zählt (1939), ist ein Volk alter christlicher Kultur, dessen Machtentfaltung nicht unwesentlich von Byzanz her bestimmt und von den Mohammedanern auf seinen heutigen völkischen Kern zurückgeworfen wurde.

Um die Wende des 12. Jahrhunderts stand Georgien auf der Höhe seiner politischen Geschichte und seiner kulturellen Leistung. Dieses Zeitalter ist an den Namen der großen Königin Thamar (1184—1212) und des Nationaldichters Schota Rustawelli geknüpft, der das Epos „Der Mann im Pantherfell“ schuf.

Den Auftakt zur völligen Einverleibung des georgischen Königreichs in den russischen Zarenstaat (1801) bildete der zwischen Georgien und Rußland im Jahre 1783 geschlossene Beistandspakt.

Das georgische Volk hat sich in wesentlichen Teilen mit seinem Los nie ganz abgefunden, aber seine Kräfte haben zu einer Erringung der Selbständigkeit doch nicht ausgereicht. Auch der Traum staatlichen Eigenlebens, der mit der Unabhängigkeitserklärung des Jahres 1918 begann, mußte nach kurzer, heftiger, aber erfolgloser Gegenwehr gegen die jüdisch-moskowitische Fremdherrschaft 1921 wieder aufgegeben werden.

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