Schlagwort: Gesundheit

Man kann das Klima in Südwest, abgesehen von einigen Fieberplätzen, durchweg als gesund bezeichnen. Eine Voraussetzung muss allerdings bei allen Einwanderern vorhanden sein: ein gesundes Herz. Das Herz hat infolge der dünnen Luft in Höhenlagen viel mehr Arbeit zu verrichten als zu Hause, und wer eine schwache Herztätigkeit besitzt, muss daheim bleiben. Ferner sollten keine bleichsüchtigen Frauen und Mädchen die Kolonie aufsuchen.

Infolge der ausserordentlich dünnen Luft stellt sich oft Nasenbluten ein, namentlich im Anfänge des Aufenthalts; ich habe allerdings fast gar nicht darunter zu leiden gehabt. Andere klimatische Einflüsse, die sich für den Neuling fühlbar machen, wüsste ich nicht zu nennen. Ich behaupte auch, dass man sich, abgesehen von einer nach und nach naturgemäss eintretenden Verdünnung des Blutes, das nach Zeiträumen von einigen Jahren in Deutschland wieder aufgefrischt werden muss, bei vernünftiger Lebensweise sehr wohl seine Gesundheit erhalten kann. Im Alkohol- und Nicotingenuss Mass zu halten, wird den Damen ja nicht gerade schwer fallen, anders steht es schon mit dem gewohnten Schälchen Kaffee und Tee, die, andauernd genossen, schon die Herztätigkeit in ungünstiger Weise zu beeinflussen imstande sind, und besonders die Nervosität steigern. Ich gehöre nicht zu den Gesundheitsfanatikern und bin der Ansicht, dass geringe Quantitäten nicht schädlich wirken können, doch da man in Südwest im allgemeinen grössere Flüssigkeitsmengen zu sich nimmt, möchte ich immerhin raten, Kakao, Malzkaffee, Milch, Zitronensaft und dergleichen zeitweise als Ersatzmittel zu gebrauchen.

Kolonie und Heimat

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