Schlagwort: Hamburg

Kontor eines Hamburger Großkaufmanns im 18. Jahrhundert. Kpfr. J.F. Fritzsch. Hamburg, Kunstgewerbemuseum.

Siehe auch:
Mittelalterliche Hafenstadt
Erbauung von Augsburg
Deutsche Flußlandschaft
Jüdischer Wechsler im Gespräch
Mittelalterliche Landschaft
Allegorie auf die Gründung Magdeburgs
Ansicht von Köln am Rhein
Mittelalterliches Handelsschiff
Kaufmann im 14. Jahrhundert
Mittelalterlicher Kleinhändler
Vierräderiger Frachtwagen
Himmelswagen und Höllenwagen
Schiffbruch eines Kauffahrers
Abschluß eines Kaufes auf dem Markt
Edelsteinverkäufer
Ein Wannenkramer, Frauen seine Ware anpreisend
Das Geschlechterstechen zu Nürnberg v.J. 1446
Kaufleute zu Schiff
Hansische Schiffe im 15. Jahrhundert
Burgthor in Lübeck
Ansicht der Stadt Bremen
Allegorie auf die Handelschaft 1572
Augsburg mit eintreffenden Kaufmannswagen
Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig 1616
Schiff des 15. Jahrhunderts
Hamburger Schiffe des 17. Jahrhunderts
Räuberischer Überfall von Kaufleuten
Reisende zu Fuß
Allegorie auf den betrügerischen Kaufmann
Bilder aus dem Kaufmannsleben
Kaufmännischer Betrieb im 16. Jahrhundert
Beschäftigung aus dem Kaufmannsleben des 16. Jahrhunderts
Schreibstube im 16. Jahrhundert
Handelsmarken aus dem 15. und 16. Jahrhundert
Marktplatz zu Lübeck
Geldwechsler
Mehlmarkt zu Nürnberg
Vorrats- und Lagerräume
Halle und Hof eines Großkaufmannes
Haus der Hansa in Antwerpen
Artushof in Danzig 1765
Hochmut der reichen Klassen
Der reiche Kaufmann
Bestraffung der Weinfälschung im 17. Jahrhundert
Wechsler
Wucherer
Wucher und Fürkauf
Kaufmännisches Rechnen
Alter Markt zu Köln 1655
Frankfurt am Main im 17. Jahrhundert
Amsterdam im 17. Jahrhundert
Jacob Fugger
Spottbild auf dem Geldteufel
Der wucherische Münzmeister
Ein Fuhrmann für Frachtfuhrwerk 1577
Auf der Landstraße im 17. Jahrhundert
Allegorie auf das Borgen
Allegorie auf das zurückzahlen der Schulden
Allegorie auf das Eintreiben der Schulden
Kaufsüchtige Frauen des 17. Jahrhundert
Zollamt und Güterniederlage zu Nürnberg 1725
Verspottung der Kipperer und Wipperer
Kaufmännisches Kontor im 17. Jahrhundert

Abbildungen Der Kaufmann in der deutschen Vergangenheit

In einer der letzten Nummern, in dem Aufsatz: „Hamburg als Handelsstadt“, ist das Alt-Hamburger Kaufmannshaus in seiner den früheren Handelsverhältnissen angepassten vornehm-praktischen Einrichtung geschildert worden.

Heute soll unsern Lesern eine moderne Hamburger Handelsstätte vorgeführt werden, das Afrikahaus. Wenn man von der Ausschmückung der Portale mit spezifisch kolonialen Emblemen absicht, weicht es von dem modernen Geschäftshaus, wie wir es in allen grossen Städten sehen können, nicht wesentlich ab. Es ist auch nicht unser Zweck, das Haus an sich zu schildern, das nicht einmal ausschliesslich kolonialen Handelszwecken dient. Wie aus dem mittleren Bild ersichtlich, birgt es u a. die Geschäftsräume einer Zweigniederlassung der Elektrizitätsgesellschaft Siemens und Halske.

Kolonie und Heimat


Heute, da wir auf ein Vierfeljahrhundert kolonialer Tätigkeit zurückblicken, dürfen wir neben den Taten unsrer Kolonialheroen, Nachtigal, Liideritz, Peters usw., auch das Wirken der Handelsherren unsrer Hansestädte nicht vergessen. Sie waren es in erster Linie, die unsrer kolonialen Ausdehnung Uebersee die Wege gewiesen und geebnet haben. Insbesondere Hamburgs Handelsbeziehungen bildeten vielfach die Grundlage zu territorialen Erwerbungen für das Deutsche Reich. In allen unsern Kolonien war der Hamburger Kaufmann vor dem eigentlichen Kolonialpionier da, wenn er nicht, wie Adolf Lüderitz, sogar die territoriale Erwerbung unmittelbar veranlasste. Unsre Erwerbungen in der Südsee sind geradezu aus den Niederlassungen des Hamburger Hauses Godeffroy hervorgegangen. In Kamerun waren es insbesondere die Firma Woermann, in Ostafrika die Häuser O’Swald und Hansing, deren Niederlassungen den Gedanken an Landerwerbungen nalielegten. Doch das alles soll den Gegenstand einer späteren Darstellung bilden, denn es fällt in die neuere Geschichte der freien und Hansestadt Hamburg. Zunächst soll uns ein Blick in das Handelsgetriebe Alt-Hamburgs die eigenartige wellbeherrschende Stellung, die Hamburg auch heute noch im Weltverkehr einnimmt, verständlich machen.

Kolonie und Heimat Stadtansichten

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Die Geschichte des Hamburger Hafens ist so alt wie die Geschichte der Stadt selbst. Die Anfänge der Stadt wie des Hafens bestanden in Fischerniederlassungen an der Alster, dem reizvollen Nebenfluss der Elbe. ln dem Masse wie dann die Handelstätigkeit der Bewohner sich entwickelte, mussten durch künstliche Erweiterung des Unterlaufes der Alster und durch Schaffung von Seitenkanälen bessere und gesicherte Liegeplätze für die Segelschiffe gesorgt werden, die zunächst nur geringen Tiefgang aufwiesen. Sie konnten mit Hilfe der Flut direkt bis an die Häuser der Kaufherren gelangen, um dort zu löschen und zu laden. Die noch heute die Stadt durchziehenden „Flethe“ legen Zeugnis von diesen Zeiten ab.

Die Zerstörung der alten Handelsstadt Bardowiek durch Heinrich den Löwen wurde von grosser Bedeutung für Hamburg, da viele Bardowieker Handelsherren nun hier ihre neue Heimat suchten. Und seit vollends mit dem Anschluss Hamburgs an den Bund der Hanse, in der Mitte des 13. Jahrhunderts, eine Zeit grossen Aufschwungs und der Anknüpfung zahlreicher neuer Handelsbeziehungen cinsetzte, musste für die Bedürfnisse der Seeschiffahrt in immer stärkerem Masse gesorgt werden. So wurde nach und nach die ganze Alstermündung zum Hafen ausgebildet.

Kolonie und Heimat Stadtansichten