Schlagwort: Kinder

Deutschland ist das Land der Spielwaren

Deutsches Spielzeug hat sich die Herzen aller Kinder und damit die Welt erobert. Diesen Sieg hat ihm auch der Hass nicht rauben können, denn die Kinderherzen wissen nichts von Hass. Als die Alliierten ein Verbot erliessen gegen die Einfuhr deutscher Spielwaren, haben sie nicht mit der unwiderstehlichen Kraft der Kinder gerechnet; die forderten befehlend das liebgewonnene deutsche Spielzeug, sie bestanden auf dieser Forderung und die Eltern mussten wohl oder übel sich ihren Wünschen fügen. Die Kinder wussten nichts vom Hass während des Krieges, sie wollten noch weniger von dem dauernden Hass nach dem Kriege wissen — und so kamen die deutschen Spielwaren als erste Versöhnungszeichen wieder in die „Feindeslande“.

Der Deutsche hat sich nie damit begnügt Spielzeug zu schaffen, das nur dem Spiel und Zeitvertreib diente, er war immer bestrebt dem Kinde Anregung zu geben und den Geist des Kindes zu bilden. So entstanden die beweglichen, dann die mechanischen und schliesslich die wandlungsfähigen Spielzeuge. Das Kind begnügt sich auf die Dauer nicht mit einem toten Gegenstand, der sich immer gleich bleibt, es will unbewusst selbstschöpferisch wirken — es will dem toten Spielzeug Leben einhauchen.

Deutsch-Amerikaner

Na, Klein-Lieschen, ob du wohl die Schürze jetzt mal aus dem Mund nimmst – bist doch sonst nicht so schüchtern?

Arbeitsmaiden und Kinder — das beides läßt sich nicht trennen, denn kaum sind die Arbeitsmaiden in ihr neues Lager im Dorf eingezogen, da sind auch schon die ersten Kleinen da — ein wenig scheu noch und schüchtern sind sie, aber da gibt es bald so vieles, dem ein Kinderherz nicht lange widerstehen kann: beim Einkäufen darf man mitgehen — abends singen die Arbeitsmaiden immer so schön an der Linde vor dem Lager, und sonntags zeigen sie den Kindern feine Spiele — am schönsten aber ist es, wenn sie Märchen und Geschichten erzählen!

„- und da kamen viele, viele Soldaten anmarschiert, und sie sangen und winkten allen Kindern auf der Straße zu – – seht Ihr?“
Die Arbeitsmaid mit Ihren Schützlingen im NSV.-Kindergarten.

3. Reich

Die Samoaner gehören zu den reinlichsten Menschen der Welt. Das ist freilich in einem Lande, wo ewiger Frühling herrscht und herrliche Gebirgswasser aus dem Innern in Hülle und Fülle dem Meere zueilen, weiter kein Wunder. Samoa ist überdies ein Land, wo Milch und Honig lliesst und den Eingeborenen alles sozusagen in den Mund wächst. Sie brauchen sich um ihres Lebes Nahrung und Notdurft nicht weiter anzustrengen und haben viel Zeit zu allerhand Kurzweil, und dazu gehört namentlich auch das Baden.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“

Kolonie und Heimat

Unter den vielen verschiedenen Neuerungen, die die Regierung Chinas in den letzten Jahren vorgenommen hat, ist das Schulwesen, soweit es die männliche Jugend betrifft, dahin gefördert worden, dass die Notwendigkeit geordneter Schulverhältnisse allmählich ins Bewusstsein der grossen Allgemeinheit übergeht, wenn schon die tatsächlich obwaltenden Verhältnisse noch lange keinen praktischen Beweis hierfür liefern und von irgend einem Idealzustand noch nicht die Rede sein kann.

Trotzdem geht man in China rüstig auf dem Wege der Reform vorwärts, und so hat die Zentralregierung in neuester Zeit ihr Interesse einem Gebiete zugewendet, das ganz besonders der Neuorganisation bedarf, dem Mädchenschulwesen. In China ist bislang die Erziehung der weiblichen Jugend völlig vernachlässigt worden.

In der chinesischen Gesellschaftstheorie nimmt die Frau eine Stellung ein, die viel höher ist als in allen ausserchristlichen Kulturkreisen. Eine persönliche Wertung des einzelnen Individuums besteht allerdings nicht. Das vereinigt sich nicht mit der chinesischen Anschauung, die ausschliesslich Staats- und Familienzusammenhang ins Auge fasst. Ihre volle Würdigung findet die Frau in der Gesellschaft daher nur als Gattin und Mutter. Die chinesische Tradition hat eine Menge Beispiele von dem Einfluss der Frau. „Wie den heiligen Kaisern im Altertum“, sagt Hi Scheng, „ihre Gemahlinnen als treuste Gehilfinnen zur Seite stehen und als solche der Ehren ihrer Gatten teilhaftig werden, so ist auch der unheilvolle Einfluss verführerischer Schönheit im Verein mit moralischer Verworfenheit ein beliebtes Thema der chinesischen Legende. Nichts zeigt die verhältnismässig freie Stellung der Frau im chinesischen Altertum besser als die entzückenden Liebeslieder, die aus alter Zeit überliefert sind, und die ein ganz anderes Bild von den Beziehungen der Geschlechter ergeben, als man es in China zu finden gewohnt ist.“

Die Einrichtung des Systems der Nebenfrauen änderte hieran nichts; diese Einrichtung stellte ursprünglich nur eine Korrektur der Verhältnisse dar, indem die kinderlose Frau durch Zulassung einer ihr gehörigen Dienerin als Nebenfrau wenigstens indirekt für die Nachkommenschaft sorgte, damit ebenfalls indirekt die Familientradition wahrte und den Mann der Pflicht enthob, seine Gattin verstossen zu müssen. Den Konkurrenzkampf zwischen Mann und Frau ums tägliche Brot kannte man nicht. Das ist erst ein Produkt der modernen Zeit. Hingegen hatte der Chinese eine klare Vorstellung, welchen Anforderungen eine vollkommene Frau bezüglich der Gemütsbildung, der ästhetischen und Häuslichen Fähigkeiten genügen musste.

Kolonie und Heimat