Schlagwort: Kleinmotoren

Die kleinsten stationären Motoren nach dem Viertaktsystem fabriziert die Motorenfabrik Magnet in Berlin-Weißensee. Es ist dieses ein mit Wasserkühlung versehener Motor der Motorfahrradtype.

Die Aachener Stahlwarenfabrik, A.-G., in Aachen fabriziert als Spezialität leichte Motoren für Automobile unter der Marke „Fafnir“. Die Motoren werden ein-, zwei- und vierzylindrig gebaut und an die verschiedensten Fabriken anderer Maschinen geliefert, die dann Gruppen von Pumpmaschinen, Lichtmaschinen, Hebewerken und Lokomobilen zusammenstellen.

Der kleinste Motor hat 1 PS. bei 1000 Umdrehungen in der Minute und wiegt 54 kg. Die Riemenscheibe ist 90 mm breit und hat den gleichen Durchmesser. Eine andere Ausfiihrungsform hat 4 PS. bei 1200 Umdrehungen in der Minute und wiegt 162 kg. Riemenscheibendurchmesser 140 mm, Breite 150 mm. Dieselbe kann auch direkt mit einer Dynamomaschine gekuppelt werden, wie wir auf dem untenstehenden Bilde, eine kleine Lichtstation für ca. 40 Glühlampen, sehen. Diese Stationen werden vielfach für Vorortvillen gekauft.

Ein größerer Motor von 8 PS. mit zwei Zylindern wiegt ungefähr 400 kg. Der Durchmesser der Riemenscheibe ist 250 mm bei 280 mm Breite. Dieser Motor wird auch als Lokomobile geliefert und zwar für Spiritus oder Benzinbetrieb. Die Zündung erfolgt, wie bei allen besseren Motoren, durch einen Magnetinduktor. Das Gewicht der Lokomobile beträgt ca. 1600 kg.

Der Motor arbeitet, ebenso wie es bei den größeren Spiritusmotorenlokomobilen der Fall ist, auf ein Vorgelege, welches sich vorn befindet. Dieses besitzt eine feste und eine lose Riemenscheibe von 450 mm Durchmesser und 160 mm Breite und macht in der Minute 520 Touren. Wie aus der Abbildung hervorgeht, macht die ganze Anlage einen recht guten Eindruck und dürfte jedenfalls den ersten Schritt darstellen, den Kleinmotor mit dem Großmotor in Konkurrenz treten zu lassen. Der Preis der Lokomobile beträgt 4250 Mk. ab Aachen.

Automobilmotor und Landwirtschaft