Schlagwort: Köln

Abbildungen Deutsche Geschichte Stadtansichten

Alter Markt zu Köln 1655. Kpferstich. München, Kupferstichkabinet.

Siehe auch:
Mittelalterliche Hafenstadt
Erbauung von Augsburg
Deutsche Flußlandschaft
Jüdischer Wechsler im Gespräch
Mittelalterliche Landschaft
Allegorie auf die Gründung Magdeburgs
Ansicht von Köln am Rhein
Mittelalterliches Handelsschiff
Kaufmann im 14. Jahrhundert
Mittelalterlicher Kleinhändler
Vierräderiger Frachtwagen
Himmelswagen und Höllenwagen
Schiffbruch eines Kauffahrers
Abschluß eines Kaufes auf dem Markt
Edelsteinverkäufer
Ein Wannenkramer, Frauen seine Ware anpreisend
Das Geschlechterstechen zu Nürnberg v.J. 1446
Kaufleute zu Schiff
Hansische Schiffe im 15. Jahrhundert
Burgthor in Lübeck
Ansicht der Stadt Bremen
Allegorie auf die Handelschaft 1572
Augsburg mit eintreffenden Kaufmannswagen
Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig 1616
Schiff des 15. Jahrhunderts
Hamburger Schiffe des 17. Jahrhunderts
Räuberischer Überfall von Kaufleuten
Reisende zu Fuß
Allegorie auf den betrügerischen Kaufmann
Bilder aus dem Kaufmannsleben
Kaufmännischer Betrieb im 16. Jahrhundert
Beschäftigung aus dem Kaufmannsleben des 16. Jahrhunderts
Schreibstube im 16. Jahrhundert
Handelsmarken aus dem 15. und 16. Jahrhundert
Marktplatz zu Lübeck
Geldwechsler
Mehlmarkt zu Nürnberg
Vorrats- und Lagerräume
Halle und Hof eines Großkaufmannes
Haus der Hansa in Antwerpen
Artushof in Danzig 1765
Hochmut der reichen Klassen
Der reiche Kaufmann
Bestraffung der Weinfälschung im 17. Jahrhundert
Wechsler
Wucherer
Wucher und Fürkauf
Kaufmännisches Rechnen

Abbildungen Der Kaufmann in der deutschen Vergangenheit

Ansicht von Köln am Rhein. Holzschnitt aus: Chronik von Köln. Köln, Koelhoff 1499.

Siehe auch:
Mittelalterliche Hafenstadt
Erbauung von Augsburg
Deutsche Flußlandschaft
Jüdischer Wechsler im Gespräch
Mittelalterliche Landschaft
Allegorie auf die Gründung Magdeburgs
Ansicht von Köln am Rhein
Mittelalterliches Handelsschiff
Kaufmann im 14. Jahrhundert
Mittelalterlicher Kleinhändler
Vierräderiger Frachtwagen
Himmelswagen und Höllenwagen
Schiffbruch eines Kauffahrers
Abschluß eines Kaufes auf dem Markt
Edelsteinverkäufer
Ein Wannenkramer, Frauen seine Ware anpreisend
Das Geschlechterstechen zu Nürnberg v.J. 1446
Kaufleute zu Schiff
Hansische Schiffe im 15. Jahrhundert
Burgthor in Lübeck
Ansicht der Stadt Bremen
Allegorie auf die Handelschaft 1572
Augsburg mit eintreffenden Kaufmannswagen
Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig 1616
Schiff des 15. Jahrhunderts
Hamburger Schiffe des 17. Jahrhunderts
Räuberischer Überfall von Kaufleuten
Reisende zu Fuß
Allegorie auf den betrügerischen Kaufmann
Bilder aus dem Kaufmannsleben
Kaufmännischer Betrieb im 16. Jahrhundert
Beschäftigung aus dem Kaufmannsleben des 16. Jahrhunderts
Schreibstube im 16. Jahrhundert
Handelsmarken aus dem 15. und 16. Jahrhundert
Marktplatz zu Lübeck
Geldwechsler
Mehlmarkt zu Nürnberg
Vorrats- und Lagerräume
Halle und Hof eines Großkaufmannes
Haus der Hansa in Antwerpen
Artushof in Danzig 1765
Hochmut der reichen Klassen
Der reiche Kaufmann
Bestraffung der Weinfälschung im 17. Jahrhundert
Wechsler
Wucherer
Wucher und Fürkauf
Kaufmännisches Rechnen
Alter Markt zu Köln 1655
Frankfurt am Main im 17. Jahrhundert
Amsterdam im 17. Jahrhundert
Jacob Fugger
Spottbild auf dem Geldteufel
Der wucherische Münzmeister
Ein Fuhrmann für Frachtfuhrwerk 1577
Auf der Landstraße im 17. Jahrhundert
Allegorie auf das Borgen
Allegorie auf das zurückzahlen der Schulden
Allegorie auf das Eintreiben der Schulden
Kaufsüchtige Frauen des 17. Jahrhundert
Zollamt und Güterniederlage zu Nürnberg 1725
Verspottung der Kipperer und Wipperer
Kaufmännisches Kontor im 17. Jahrhundert
Kontor eines Hamburger Großkaufmanns im 18. Jahrhundert
Hamburg
Bremen im 17.Jahrhundert
Der Kornwucher
Nach Leipzig
Auerbachs Hof in der Messe zu Leipzig
Marktplatz zu Leipzig während der Messe
Thiergärtner-Thor in Nürnberg
Übergabe kaufmännischer Güter an den Fuhrmann
Bewegung gegen den ausländischen Lurus 1784
Augsburger Straße mit Verkaufsläden im 18. Jahrhundert

Abbildungen Der Kaufmann in der deutschen Vergangenheit

Als sich unter den sächsischen Kaisern das Land wieder wirtschaftlich und politisch hob, machte sich im letzten Drittel des 1o. Jahrhunderts unter den Ottonen und deren Nachfolgern ein Aufwärtsgehen der Miniaturmalerei derart bemerkbar, daß man sogar von einer Hochblüte in gewissem Sinne sprechen kann. Jetzt erst, als sich das deutsche Wesen allmählich auszuprägen begann, zeigen sich die allerersten, wenn auch noch so leisen Keime, in denen die spätere nationale Kunst schlummerte. Die hauptsächlichsten Schulen, die alle einen gemeinsamen Stilcharakter aufweisen, bestanden in Köln, Trier, Fulda, Hildesheim, Echternach, auf der Reichenau, in Regensburg und Salzburg, wo wieder Pracht-Codices für fürstliche und andere hohe Persönlichkeiten gefertigt wurden.

Mit dem engen Anschluß an karolingische Vorbilder verband man von neuem altchristliche Elemente, nachdem durch Ottos III. Römerzug eine engere Verbindung mit Italien bewirkt war; auch byzantinische Einflüsse sind jetzt infolge der Heirat Ottos II. mit der griechischen Prinzessin Theophanu nicht abzuweisen, wenn auch alle diese Anlehnungen mehr oder minder im romanischgermanischen Geiste verarbeitet wurden.

Charakteristisch für die gesamte Gruppe ist der erfreuliche Fortschritt im technischen Können, das nicht alleinig auf bessere, wohl aus Byzanz stammende Vorlagen, sondern sicherlich auch auf persönliche Fähigkeit der fortgeschritteneren Künstler zurückzuführen ist. Die aus der ortonischen Periode stammenden Miniaturen sind alle sehr solide und bis ins kleinste sorgfältig ausgeführt und alle zeigen die ererbte Vorliebe für luxuriöse Pracht. So sind besonders die den Stempel einer prunkvollen Hofkunst tragenden Werke oft mit prachtvollen Einbänden versehen, die von Gold und Silber strotzen und mit kostbaren Elfenbeinschnitzereien geschmückt sind; wurden ja doch solche Pracht- und Prunkstücke bei hohen Festlichkeiten, wie Vereidigungen, gebraucht, Kaisern sollen sie sogar mit in den Sarg gegeben worden sein, und jede größere Kirche war stolz, solch ein Kleinod ihr Eigen nennen zu können.

Inhaltlich zeigen die ottonischen Miniaturen insofern einen Fortschritt, als sich die biblischen Darstellungen, die jetzt, nachdem die „Bilderstreit“-Periode überwunden war, auch reichlicher dem Neuen Testamente entnommen sind, erheblich vermehrten, was zum Teil auch auf den Einfluß der sehr populär gewordenen Wandgemälde-Zyklen zurückzuführen sein dürfte. Ikonographisch weisen sie, ebenso wie in der karolingischen Periode, auf altchristliche Vorlagen hin, Einzelheiten erinnern lebhaft an Byzanz, jedoch auch ganz neue Motive wurden erfunden. Selbst räumlich erhalten die Bibelszenen, die z. B. im Drogo-Sakramentar noch als Schmuck der Initialen gedient haben, eine größere Ausdehnung. In den Vollbildern werden nach altchristlichem, beziehungsweise nach antik-römischem Brauche öfters mehrere Szenen nebeneinander oder untereinander in fortlaufender Erzählungsart dargestellt, die dann durch farbige Bodenstreifen getrennt werden. Als Beispiel sei angeführt die gelungene Darstellung der „Trauer Christi über Jerusalem“ und darunter die „Zerstörung der Stadt“ aus dem Evangeliar Ottos III. . Bei Beurteilung der Miniaturen dieser Zeit muß man sich klar vor Augen halten, daß das frühe Mittelalter keine naturalistische Wiedergabe der wirklichen Welt anstrebt, sondern nur durch stilisierte Symbole in der Phantasie des Beschauers ein anregendes Erinnerungsbild geben will. Daher das Zurtickdrängen der Landschaft, für die nur, wie in der karolingischen Zeit, farbige Horizontalstreifen, aber auch schon Goldgrund gegeben werden. Letzterer tritt in der ottonischen Zeit, wohl im Anschluß an Byzanz, zum erstenmal als Ersatz des landschaftlichen Hintergrundes auf. Eine Stadt wird nur stenographisch angedeutet durch ein einziges Gebäude, eine Festung nur durch einen Mauerkranz. Der Boden wird nur gegeben durch einen einfarbigen, glatten oder seilartigen Streifen, Hügel nur durch Wellenlinien, Felsen durch Zick-Zacklinien mit vielen eingezeichneten T-Formen, welche die Risse der Felsen markieren sollen, das Wasser aufrecht stehend in Form einer Welle oder eines Kegels mir konzentrischen Wellenlinien, das Meer durch eine fortlaufende Volute, ähnlich wie der sogenannte „laufende Hund,“ der Wald oft nur durch einen einzigen pilzartigen Baum oder gar nur durch eine ornamental behandelte Ranke.

Die Wolken werden dargestellt entweder durch eine ornamentale, mäanderartige Linie oder durch einen einfachen, horizontalen einfarbigen Streifen oder durch ein oder mehrere übereinandergesetzte, rundlich gelappte, oder auch spitzgezackte Bänder, aus denen manchmal bunte Strahlen hervorschießen. Auch kreisförmig geballte, an der Peripherie „gefederte“ Wolkenformen kommen vor (Abb. 9). Und das alles auch nur dann, wenn es die Darstellung des Themas absolut erfordert. Trotzdem aber der Miniator alles Überflüssige wegläßt, ist er doch bestrebt, recht deutlich und eindringlich zu erzählen. So gibt z.B. der Miniator bei unserer „Zerstörung von Jerusalem“ sogar ein Bild der eigenen Zeit mit einer Lebendigkeit, die über den sonst üblichen Gestenkanon weit hinausgeht. Freilich der innere Zusammenhang wird noch nicht durch eine künstlerische, sinnige Komposition, sondern nur durch den biblischen Inhalt, der jedem Beschauer bekannt war, erreicht.

Sehr erfreulich und anzustaunen ist, daß neben der traditionellen Darstellungsform sich hie und da auch schon rein persönliche, hochkünstlerische, fast prophetische Ausdrucksformen linden, wie besonders der „hl. Lukas“ (Abb. 9) im Evangeliar Ottos III. zeigt. Wie in einer himmlischen Verzückung sitzt der Evangelist da, in seinem Schoße die heiligen Bücher, aus seinem geradeaus blickenden Auge leuchtet uns gleichsam die göttliche Inspiration entgegen, auf weit ausgestreckten, kraftvollen Armen tragt er ein Wolkengebilde, aus dessen iVlitte uns auf goldenem Grunde das Evangelistensymbol auf den hl. Lukas hinweist. Im Umkreise halten Engel die Brustbilder von Propheten, nach allen Seiten ausgehende, blitzartige Wasserstrahlen versinnbilden die ausströmende Gnade, zu Füßen des Evangelisten trinken heilsdurstige Lämmer aus dem Gnadenborn. Eine tiefreligiöse, mystische Auffassung findet hier in einer künstlerisch hochstehenden, rein persönlichen Form ihren würdigen Ausdruck.

Das wesentlich Neue im Stil möge uns „die Verkündigung der Geburt Christi“ aus dem Perikopenbuch Heinrichs II. zeigen, das kurz vor 1014 Für den Bamberger Dom gefertigt wurde. Im Gegensatz zur mehr malerischen, koloristischen Auffassung der karolingischen Zeit tritt jetzt die Linie mehr in den Vordergrund, durch welche im Verein mit der ornamental gehaltenen Farbe und der günstigen Verteilung der Flächen eine monumentale Wirkung erstrebt und zum Teil erreicht wird. So sind die Gewänder nicht mehr wie früher in unendlich vielen kleinen Fältchen aufgebauscht, sondern sie bedecken flächenhaft den ganzen Körper. Die Falten sind nur mit einigen großzügigen, scharfen Linien markiert. Die Lokalfarben, die flächenhaft, wie in den gleichzeitigen Glasmalereien, nebeneinander stehen, werden durch keine, oder höchstens nur feine Konturen getrennt. Das Kolorit ist erheblich heller geworden, die Gesichtsfarbe ist im Gegensatz zum bräunlicheren Karnat der Karolingerzeit bleicher, manchmal fast ins Grünliche gehend, die I laare werden gerne grünlich und rötlich, seltener braun gegeben, die Modellierung wird durch weißmilchigeTöne erreicht.

Auch die lebhaft flatternden Zipfel der Gewänder und die spitzwinkligen Gewandränder werden mit schwarzweißen Linien wirkungsvoll markiert. Der seelische Ausdruck wird, ähnlich wie in der karolingischen Zeit, durch Augenverdrehen und durch deutliche Gesten mit den unverhältnismäßig großen Händen gegeben, freilich mit erheblich gesteigerter Leidenschaft. Aber diese Einfachheit in der Linie, diese unnatürlich expressionistisch wirkenden Vergrößerungen von ganzen Figuren oder deren Teilen, dieses Nichtbeachten der Perspektive, das Hinweglassen von allem Überflüssigen, dieses Hineinkomponieren in die große Goldfläche, — das alles ist nicht etwa auf absolutes technisches Unvermögenoder auf Unfähigkeit in der Beobachtung der Wirklichkeit oder gar auf linkische Naivität zurückzuführen, sondern das alles ist beabsichtigt, um hiedurch eine große, monumentale, oft archaistisch-feierliche Wirkung zu erzielen. Und darin liegt auch die Größe und Bedeutung dieser Miniaturen, die im Originale auf jeden kunstverständigen Beschauer einen tiefergreifenden Eindruck machen und selbst unserer modernen expressionistischen Kunst sehr viel Anregung gegeben haben dürften. —

Die Initialornamenrik tritt in der ottonischen Zeit im Verhältnis zum viel mehr gepflegten Bildschmuck etwas zurück. Die ganzseitigen Zierblätter weisen scharfwinklige Brechungen, eine außerordentlich lebhafte Bewegung im Rankengewinde auf, das aber, trotz des Anschlusses an die karolingischen Bandmotive doch einen mehr vegetabilen Charakter zeigt. Die breiten Bordüren sind meist mit geometrischen Motiven, wie Mäandern, oder mit ornamentalen Blättern, seltener dagegen mit stilisierten Tierfigürchen geziert (Abb. io). Beachtenswert ist, daß die Initialen meistens selbständig, oft als „Vollbilder“ behandelt werden und noch nicht in einem innigeren Zusammenhang mit dem Text stehen.

Aus dem Buch: Die deutsche Buchmalerei in ihren stilistischen Entwicklungsphasen; mit 6 Farbentafeln und 64 Abbildungen, nebst einer Bibliographie (1923), Author: Jacobi, Franz.

Siehe auch:
Die deutsche Buchmalerei – DIE GERMANISCHE STAMMESZEIT
Die deutsche Buchmalerei – DIE KAROLINGISCHE EPOCHE

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