Schlagwort: Kohlmeise


KENNZEICHEN DER ART. Mit schwarzem Kopfe und weißen Schläfen, grüngelbem Genik und olivengrünem Oberleibe; Unterleib durchaus mit einem schwarzen breiten Streifen bis an den After. Beim Weibchen ist dieser Streifen schmäler und reicht nur bis in die Mitte des Bauches.

BESCHREIBUNG. Schnabel schwarz, gerade, abgerundet, beide Kinnladen gleich lang; Augenstern dunkelbraun; Nasenlöcher mit Borsten bedekt; Kopf glänzend schwarz, Wangen und Sehläfe weiß; Nacken grünlichgclb, mit etwas weiß; Rücken- und Schulterfedern olivengrün; Dekfedem der Flügel hellblau mit großen weißen Spitzen; Schwungfedern schwärzlich, die vordern oben hellblau. Unten weiß gerandet, die hintern oliverigrün gerandet; Schwanz Schwärzlich, etwas gabelförmig; die äusserste Feder auf der schmalen Fahne, die zweite an der Spitze weiß, die beiden mittlern hellblau überlaufen; Brust gelb, Bauch weiß, mitten durch beide ein schwarzer Streifen vom Kinne an bis zum After. Füße bleifarben. Die Flügel bedecken den Schwanz einen Zoll lang. Länge 5 Zoll 10 Lin. Breite 8 Zoll 4 Lin.

AUFENTHALT. Sie ist in der ganzen alten Welt zu Hause, und verbreitet sich vom Vorgebirge der guten Hofnung bis nach Norwegen und Sibirien. In Deutschland ist sie allenthalben wo Holzungen und Gärten sind, anzutreffen, Im Herbst streichen sie in Gesellschaft von einem Ort zum andern, bleiben auch im Winter bei uns und sind also deutsche Standvögel.

Naturgeschichte der Vögel Deutschlands

Bildverzeichnis unten.






















































































Bildverzeichnis:

Amsel
Augenstreif Goldhähnchen
Baumpieper
Bergfink
Blaukehlchen
Blaumeise
Bluthänfling
Brachpieper
Braunkehliger Wiesenschmätzer
Dorn-Grasmücke
Drossel-Rohrsänger
Edelfink
Erlenzeisig
Feldlerche
Feldsperling
Fitis-Laubvogel
Gartengrasmücke
Garten-Laubvogel
Gartenrotschwanz
Gebirgsbachstelze
Gemeines Goldhähnchen
Getreide Rohrsänger
Gimpel
Girlitz
Goldammer
Grauammer
Grauer Fliegenschnäpper
Grünling
Haubenlerche
Haubenmeise
Hausbaumläufer
Hausrotschwanz
Haussperling
Heckenbraunelle
Heidelerche
Heuschrecken-Rohrsänger
Kernbeißer
Kohlmeise
Kreuzschnabel
Mauer- oder Turmsegler
Mehlschwalbe
Misteldrossel
Mönch-Grasmücke
Nachtigall
Nonnenmeise
Pirol
Raubwürger
Rauchschwalbe
Rohrammer
Rotdrossel
Rotkehlchen
Rotköpfiger Würger
Rotrückiger Würger
Schafstelze
Schwanzmeise
Schwarzkehliger Wiesenschmätzer
Schwarzstirn-Würger
Seggen-Rohrsänger
Seidenschwanz
Seltene Vogelarten
Singdrossel
Spechtmeise
Sperber-Grasmücke
Star
Steinschmätzer
Steinsperling
Stieglitz
Tannenmeise
Teichrohrsänger
Trauerfliegenschnäpper
Ufer Rohrsänger
Uferschwalbe
Vogeleier Abbildungen
Vogeleier
Vogelköpfe
Vogelnestbauten
Wacholderdrossel
Wald Laubvogel
Waldbaumläufer
Wasserschwätzer
Weiden-Laubvogel
Weidenmeise
Weiße Bachstelze
Wiesenpieper
Zaun-Grasmücke
Zaunkönig
Zwerg-Fliegenschnäpper

Einzelne Vogelbeschreibungen:
Die Singvögel der Heimat – Einleitung
Haussperling
Feldsperling
Steinsperling
Heckenbraunelle
Edelfink
Bergfink
Kernbeißer
Grünling
Stieglitz
Erlenzeisig
Bluthänfling
Girlitz
Gimpel
Kreuzschnabel
Goldammer
Grauammer
Rohrammer
Feldlerche
Haubenlerche
Heidelerche
Baumpieper
Wiesenpieper
Brachpieper
Weiße Bachstelze
Gebirgsbachstelze
Schafstelze
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Uferschwalbe
Mauer- oder Turmsegler
Seidenschwanz
Grauer Fliegenschnäpper
Trauerfliegenschnäpper
Zwerg-Fliegenschnäpper
Raubwürger
Schwarzstirn-Würger
Rotköpfiger Würger
Rotrückiger Würger
Steinschmätzer
Schwarzkehliger Wiesenschmätzer
Braunkehliger Wiesenschmätzer
Hausrotschwanz
Gartenrotschwanz
Blaukehlchen
Rotkehlchen
Nachtigall
Amsel
Wacholderdrossel
Misteldrossel
Rotdrossel
Singdrossel
Pirol
Star
Wasserschwätzer
Zaunkönig
Mönch-Grasmücke
Gartengrasmücke
Dorn-Grasmücke
Zaun-Grasmücke
Sperber-Grasmücke
Drossel-Rohrsänger
Teichrohrsänger
Getreide-Rohrsänger
Ufer-Rohrsänger
Seggen-Rohrsänger
Garten-Laubvogel
Heuschrecken-Rohrsänger
Weiden-Laubvogel
Fitis-Laubvogel
Wald-Laubvogel
Gemeines Goldhähnchen
Augenstreif Goldhähnchen
Kohlmeise
Blaumeise
Nonnenmeise
Weidenmeise
Tannenmeise
Haubenmeise
Schwanzmeise
Spechtmeise
Waldbaumläufer
Hausbaumläufer
Seltenere Arten und Ausnahme-Erscheinungen der deutschen Singvogelwelt.
Vogeleier Abbildungen
Schwebende Nestbauten
Rückblick auf das Singvogelleben in der Gesamtheit

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

Text und Bild aus dem Buch: Die Singvögel der Heimat (1921), Author: Kleinschmidt, Otto.

Abbildungen Die Singvögel der Heimat

Kohlmeise, Párus*) májor L.

Die Kohlmeise heißt treffend auch Finkmeise wegen ihres finkenähnlichen Lockrufs. Auch in der Färbung zeigt sie einige Übereinstimmung mit dem Edelfinken. Im Herbst sieht sie sehr schön aus, weil da das Gefieder frisch vermausert ist, im Sommer dagegen oft sehr schmutzig und unscheinbar, weil die Federn dann beschmutzt und abgenutzt sind. Sie hat sich am meisten dem Menschen angeschlossen und lauert immer bei den Häusern auf Leckerbissen. Ihre Naschhaftigkeit verleitet sie manchmal, andere Vögel zu töten und ihnen das Gehirn auszufressen.

Name: „Kohlmeise“ wegen der kohlschwarzen Kopfzeichnung. „Pärus“ — antiker Name: Meise (Erklärungsversuche: „Parvus mus“ = kleine Maus, Meise auch = Maus. Es muß genügen, daß dies alte Vogelnamen sind), „major“ — der Größere.

Vorkommen: Überall gemein.

Artmerkmal: Gelbe Brust, Oberkopf blauschwarz.

Gröfee: Reichlich wie Feldsperling, Flügel 7,1—7,8 cm. Gewicht 17 g.

Weibchen: Wie Männchen, etwas matter gefärbt mit schmalerem Brust streif.

Junge: Etwas matter gefärbt, Wangen blaßgelb.

Lockton: „Pink, pink“, daher auch „Finkmeise“.

Gesang: „Dididih“, vom Volk übersetzt „Spitz die Schar“ oder „Schinkendieb“, letzteres wohl mit Anspielung auf gelegentliche Diebereien an Speck- oder Fleischvorräten im Winter.

Eier: 6—10 (12), weiß, rötlich gefleckt, April bis Juli, zwei Bruten.

Nest: Moos, Halme, Wurzeln, innen Haare, Wolle, Federn.

Nistplatz: Höhlen in Bäumen, Mauern, Erdlöchern, Brunnenröhren, zuweilen in Briefkästen und dergl. absonderlichen Stellen.

Nahrung: Insekten, Samenkerne usw.

Standvogel: Streicht anscheinend nur wenig nach Nahrung umher. Doch wurden auch Wanderflüge beobachtet.

Einzige deutsche Form der Realgattung Panis Fringillágo, die bis jetzt nachgewiesen werden konnte.

*) Die Meisen sind kletternde insektenfressende Singvögel mit meißelndem Schnabel und warmem Federpelz.

Siehe auch:
Die Singvögel der Heimat – Einleitung
Haussperling
Feldsperling
Steinsperling
Heckenbraunelle
Edelfink
Bergfink
Kernbeißer
Grünling
Stieglitz
Erlenzeisig
Bluthänfling
Girlitz
Gimpel
Kreuzschnabel
Goldammer
Grauammer
Rohrammer
Feldlerche
Haubenlerche
Heidelerche
Baumpieper
Wiesenpieper
Brachpieper
Weiße Bachstelze
Gebirgsbachstelze
Schafstelze
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Uferschwalbe
Mauer- oder Turmsegler
Seidenschwanz
Grauer Fliegenschnäpper
Trauerfliegenschnäpper
Zwerg-Fliegenschnäpper
Raubwürger
Schwarzstirn-Würger
Rotköpfiger Würger
Rotrückiger Würger
Steinschmätzer
Schwarzkehliger Wiesenschmätzer
Braunkehliger Wiesenschmätzer
Hausrotschwanz
Gartenrotschwanz
Blaukehlchen
Rotkehlchen
Nachtigall
Amsel
Wacholderdrossel
Misteldrossel
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Wasserschwätzer
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Mönch-Grasmücke
Gartengrasmücke
Dorn-Grasmücke
Zaun-Grasmücke
Sperber-Grasmücke
Drossel-Rohrsänger
Teichrohrsänger
Getreide-Rohrsänger
Ufer-Rohrsänger
Seggen-Rohrsänger
Garten-Laubvogel
Heuschrecken-Rohrsänger
Weiden-Laubvogel
Fitis-Laubvogel
Wald-Laubvogel
Gemeines Goldhähnchen
Augenstreif Goldhähnchen

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

Text und Bild aus dem Buch: Die Singvögel der Heimat (1921), Author: Kleinschmidt, Otto.

Die Singvögel der Heimat