Während man sich in Babylonien zumeist mit der Verbrennung des Bildes der Hexe begnügte, führte dieser Aberglaube in Europa unter der Führung der Kirche zum grausamen Tod auf dem Scheiterhaufen. Während in Babylonien schon Hammurabi im § 2 seiner Gesetzessammlung jeden, der jemanden unschuldig der Hexerei anklagt, mit dem Tode und der Konfiskation seiner Güter bedroht, wurden im Abendland Millionen von unschuldigen Opfern auf dem Scheiterhaufen verbrannt, darunter Persönlichkeiten wie Huß, Giordano Bruno und Jeanne d’Arc. Haben die Hexenverbrennungen seit der „Aufklärung“ in Europa aufgehört, so lebt der Teufelsglaube in den Kirchenreligionen unverändert fort…


Auch du warst am Anfang nur eine Handelsexpositur von Eridu und Ur, den beiden großen sumerischen Handelsemporien an der Mündung des Euphrat, aber du hast sie und alle andern Städte im Zweistromland überflügelt und hast deinem Namen Ewigkeit verliehen! Schon die Wahl deines Namens war selbstbewußt und in die Zukunft weisend, Babilu, „Pforte des Herrn“!

Deine Feinde und Eroberer, die kriegsgeübten Bergvölker, Assyrier, Kassiten, Churri und Hettiter befriedetest du durch deinen Geist und ließest sie zu deinem Ruhm beitragen. Du warst widerspenstig und aufwieglerisch, stets begierig, das fremde Barbarenjoch abzuwerfen, wofür du oft und bitter gebüßt hast mit Blut und Ruinen. Es straften dich die Assyrerkönige Tukulti-Ninib, Sargon, Sanherib, Assurbanipal und der Perser Xerxes. Und jeder von ihnen zerstörte auch den Hochtempel deines großen Schutzgottes, des Marduk, der deine Triumphe ebenso wie deine Mißgeschicke mit dir geteilt hat, mit dir groß wurde, aber auch mit dir in die assyrische Gefangenschaft ging. Denn, wie die irdischen Könige mit dem Titel auch die Macht der unterjochten Herrscher usurpierten, so eigneten sich ihre Siegesgötter auch die Machtbezirke der unterjochten an, und so kamst du, Marduk, in Besitz von Anus Macht, des Königs der Götter, Ellüs Macht, des Herrn der Länder, und Bels Macht, des Herrn des Luftreiches.

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Asien


Alle Kinder der DDR besuchen pflichtgemäß vom 6. bis 16. Lebensjahr die zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule. Der Besuch der Schule sowie aller anderen Bildungseinrichtungen ist kostenlos.

Mit dem Abschluß der 10. Klasse, den rund 90 Prozent aller Schüler erreichen, sind jedem Abgänger bereits ein Lehrvertrag oder die Aufnahme an einer Fachschuleinrichtung gesichert. Für Schüler, die die 10. Klasse nicht erreichen, stehen ebenfalls genügend Lehrstellen zur Verfügung, die mit dem Facharbeiterabschluß enden. Jugendliche mit sehr guten schulischen Leistungen und dem Wunsch, einmal zu studieren, können nach dem Abschluß der 10. Klasse für zwei weitere Jahre zur erweiterten Oberschule delegiert werden, die sie mit dem Abitur, der Hochschulreife, beenden.

Alle Schüler der 11. und 12. Klassen erhalten eine monatliche finanzielle Unterstützung, alle Lehrlinge ein Lehrlingsentgelt und alle Studenten ein nichtrückzahlbares staatliches Stipendium. Es gibt weder Jugendliche ohne Lehrstelle noch junge Facharbeiter ohne Arbeitsplatz, denn jeder Betrieb ist verpflichtet, mit dem Jugendlichen nach Abschluß der Lehre einen Arbeitsvertrag abzuschließen. Ebenso erhalten ausnahmslos alle Studenten, die ihre Ausbildung an den 54 Universitäten und Hochschulen sowie 240 Fachschulen abgeschlossen haben, 1984 waren es 67000, einen Arbeitsplatz.

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DDR Heute

In dem gegenwärtigen Kampf, der die ganze Erdkugel umspannt, hat Europa dieselbe Stellung inne wie das alte Griechenland im Zeitalter der Perserkriege. Wie jenes damals der Hort höchster menschlicher Kultur gewesen ist, so ist es Europa heute. In der Not hat sich das zerspaltene Griechentum gebündet, und der gemeinsame hellenische Einsatz hat die persische Todesgefahr gebannt. Mögen die europäischen Völker vor diesem unsterblichen Vorbild bestehen! Seit dem 22. Juni 1941 tobt die große Landschlacht im Osten, das zweite Marathon. Das zweite Salamis wird auf dem ganzen Weltmeer geschlagen. Siegen aber muß und wird heute wie damals die Macht der Idee, die Macht der edleren Gesittung und höheren Ordnung. Wie der griechische Sieg die Menschheit vor einer Katastrophe bewahrte und das kostbarste Kulturgut fortwirken ließ bis auf den heutigen Tag, so wird auch der europäische Sieg die Arche der Menschheit vor dem Untergang retten und das Licht der europäischen Kultur leuchten lassen in alle Zeit.

Europa steht und stürzt mit Deutschland. Wie 1683 ein türkischer Sieg nicht nur Deutschland, sondern Europa unter die Herrschaft des Sultans gebracht hätte, so würde ein bolschewistischer Sieg über Deutschland ganz Europa bolschewistisch machen. Das Land der Mitte ist eben kein beliebiges Land, sondern das Hauptland des Erdteils, das Land der europäischen Schwerkraft, der Schicksalsträger Europas. Wenn der Westen oder Osten einer europawidrigen Gewalt verfällt, kann und muß sie von der Mitte her aus Europa hinausgeworfen werden. Ist die Mitte in dieser Gewalt, dann gibt es keine rettende Macht mehr. Deshalb sind die europäischen Völker, ob sie es wissen oder nicht, dem Volk der Mitte schicksalhaft verbunden. Deshalb ist deutsche Schwäche europäische Schwäche, deutsche Stärke europäische Stärke. Deshalb müssen die europäischen Völker für alle Zukunft dem zwischenvölkischen Streit innerhalb Europas entsagen und sich um das Volk der Mitte scharen, mit dem sie untergehen oder emporsteigen.

Die Zeit mag kommen, da der jahrtausendalte europäische Staaten- und Völkerstreit nur noch eine historische Erinnerung sein wird, so wie der innerdeutsche Bruderzwist vor 1871 und 1938. Die Selbstbesinnung der europäischen Völker muß dazu führen, daß sie aus dem Zustand einer zerkämpften Völkergesellschaft hinfinden zu der friedlichen Lebensgemeinschaft einer Völkerfamilie. Litauer, Letten und Esten haben nach der bolschewistischen Schreckenszeit gerne den Schutz des Reiches angenommen. Die slawischen Völkerschaften Mitteleuropas werden es mehr und mehr für das größte Glück ihrer Geschichte ansehen, daß sie in deutscher Nachbarschaft den sozialen Tiefstand überwunden haben, auf dem sich Sowjetrußland noch heute befindet. Der großrussisch ausgerichtete Panslawismus hätte die höherstehenden Slawen herabgezogen, das vom Reich geführte Europa wird sie weiter emporziehen. Alle Völkerschaften, nicht zuletzt die nordischen, werden erfahren, daß Abkapselung zur Verkümmerung führt, Hingabe aber an eine große Gemeinschaft erhebt und bereichert.

Siehe auch: Deutsche Geschichte in Bild : Von Theoderich bis Adolf Hitler
Germanen der älteren Bronzezeit (um 1600 v.Chr)
Theoderich der Große
Hermann der Cherusker (Arminius)
Die Krone des Heiligen Römischen Reich
Karl der Große
Sachsenherzog Widukind
Otto der Große
Kaiser Heinrich II.
Siegel Otto des Großen und Heunrichs IV.
Der Bamberger Reiter
Heinrich der Löwe
Kaiser Friedrich I. (Barbarossa)
Rudolf von Habsburg
Kaiser Maximillian I.
Kaiser Karl V.
Martin Luther
Albrecht Wallenstein, Herzog von Friedland
Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
Prinz Eugen
Friedrich der Große
Kaiserin Maria Theresia
Kaiser Josef II.
Erzherzog Karl von Österreich-Teschen
Andreas Hofer
Das letzte Aufgebot (1809)
Freiherr vom und zum Stein
Gebhard Leberecht Fürst von Blücher
Gerhard von Scharnhorst
Ernst Moritz Arndt
Der Wiener Kongreß
Kaiser Wilhelm I.
Otto von Bismarck
Reichspräsident Hindenburg
Der Berliner Kongreß
Krieger vom Grabmal des Unbekannten Soldaten
Conrad von Hötzendorf
Heldenfriedhof der Tiroler Kaiserjäger am Pordoijoch in den Dolomiten
Erich Ludendorff
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler
Großdeutschland entsteht!

Landkarten Deutsche Geschichte:
Die germanische Weltherrschaft zur Zeit des Theoderich
Das Reich Karls des Großen
Das Heilige Römische Reich auf der Höhe seiner Macht : Deutschland um 1197
Die Auflösung des Heiligen Reiches um 1500
Der Kampf um das Zweite Reich
Das deutsche Sprachgebiet in Europa

Europäische Gemeinschaft

Niemand kann es wundernehmen, wenn ein Bergwerk sich über jedes Mehr an Ausbeute, wenn eine Fabrik sich über jede Zunahme der Aufträge, jede Erweiterung des Absatzgebietes freut.

Aber auch unsere Städte frohlocken über jedes neue Zehntausend der Einwohnerzahl, und die Hochschulen erblicken im 2000. oder 3000. Studenten einen vom Himmel gesandten Gast, der mit Freitisch und goldener Uhr geehrt werden muß. Ebenso jubeln die „Expansionisten“ über jeden Zuwachs der Anhänger deutscher Kultur und Industrie im Ausland, über jeden fremden Staat der deutsche Militärinstrukteure anwirbt. Nicht so die Weise. des Altertums, die eine Veröffentlichung ihrer heiligsten Gedanken verboten; nicht so die Spartaner, deren Gesetz davor warnte, zu oft Krieg mit den selben Gegnern zu führen, weil sonst die Gegner die spartanische Kriegskunst erlernen könnten. Daß die Sucht, sich als Lehrer zu fühlen, nicht immer nützlich ist, hat längst unsere Industrie erkannt. Sie hat gar kein so übermäßiges Wohlgefallen an den Japanern, die, den Hut in der Hand, gewinnendes Lächeln um den Mund, deutsche Fabriken besuchen und dann daheim deutsche Fabrikate nachahmen. Nicht minder nehmen japanische, russische, amerikanische Geologen und Chemiker, Professoren jeder Art den deutschen Wissenschaftlern den Platz weg. Aber Wissenschaft ist doch keine Ware, ist nicht materiell, nicht verhökerbar? Gemach! Philosophie, Sprachen, Geschichte den Fremden, soviel sie wollen; alle andre Übermittlung an sie ist von zweifelhaftem Wert — für uns. So besonders die der Medizin. Zu Tausenden drängen sich auswärtige Studenten, besonders russische, in unsere Seziersäle und Laboratorien und nehmen den Söhnen des Landes den Platz weg. Mit Recht ist denn auch die Abneigung gegen die osteuropäischen Jünglinge im Wachsen, zumal sie häufig Syphilis verbreiten; mit Recht wird ihnen, da jeder Musensohn den deutschen Staat 6—700 Mark jährlich kostet, eine Sondersteuer (die noch viel zu gering ist) auferlegt von etwa 50 Mark, damit auch sie zu den Unterhaltungskosten der Hochschulen und ihrer Einrichtungen beisteuern. Waren doch in Tübingen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Promotionsgebühren (und die geistigen Ansprüche) für fremde Doktoren geringer als für einheimische.

Es hieß: wenn wir diese „Russendoktoren“ auf unsere östlichen Nachbarn loslassen, so tun sie ein gutes Werk, indem sie unsere Gegner verringern helfen. Heute drängen sich die Osteuropäer nicht nur zu den medizinischen, sondern vorzugsweise auch zu den volkswirtschaftlichen Vorlesungen. Wenn sie dann nach, Hause kommen, verwerten sie ihre neuen Kenntnisse, um die revolutionäre Propaganda zu nähren. Nun ist bekannt genug, daß die russische Feuersbrunst auch verschiedene Funken und große brennende Balken in die Nachbarländer geworfen hat. Unmittelbar auf den Generalstreik im Zarenreiche ist der Bahnstreik in Galizien und Ungarn gefolgt, war ein gewaltiges Aufflackern der Umsturzgelüste bei unsern Sozi zu spüren. So zahlen also die deutschen Regierungen Millionen für die Ausrüstung von, Lehrstühlen dazu, daß die Revolution in Europa genährt wird. Natürlich war das weder die Absicht der Stifter noch der Hochschullehrer, wenn auch der ausgesprochene Staatssozialismus unserer Theoretiker und unserer Regierungen gelegentlich nach dieser Richtung wirken mußte. Die Sache verhält sich wie ein Stück Fleisch, das, durch den Löwenmagen verdaut, zu Löwenfleisch wird, durch den Hundemagen zu Hundefleisch, durch; den Schlangenmagen zu Schlangenfleisch. Jeder nimmt eben« nur das an Bildung auf, was er aufsaugen und seiner Eigenart assimilieren kann. Nun kommen vorzugsweise die Söhne der niederen Schichten aus dem Orient zu uns. Bei ihnen dient die schönste Theorie nur dazu, niedere Gedanken zu nähren. Ehedem war das ganz anders. Da kamen aus dem Ausland fast hur die Söhne der besten Sippen zu uns, um des Abglanzes deutscher Dichtung und Wissenschaft teilhaftig zu werden. Ein vornehmer Franzose, ein Engländer erzählte noch nach Jahrzehnten mit leuchtenden Augen, daß ihn einst Goethe empfangen, daß er zu Füßen Fichtes gesessen, daß er von Humboldt persönlichen Verkehrs gewürdigt wurde. Damals handelte es sich um Ästhetik und Philosophie, um religiöse Umwerter wie Baur und David Friedrich Strauß, kurz, um ideale Dinge.

Heute dagegen sind die Eindrücke und Kenntnisse, die von unsern ausländischen Besuchern gesucht werden, höchst materieller Art. Die Herren wollen Chemie lernen, wollen Fabrikgeheimnisse spionieren, wollen Mediziner werden und Elektriker. Weltanschauungswerte auszutauschen ist wunderschön und verpflichtet außerdem die Empfänger dem Geber; von einer besonderen Dankbarkeit der Jünger der Industrie und der Soziologie hat man wenig gehört. Die fremden Jünger unserer Soziologen beschimpfen höchstens Deutschland wegen seiner Rückständigkeit — im Revoluzzen. Dazu kommt noch ein entscheidendes Moment. Man möchte so gern den deutschen Gedanken zu einem Gegenstück der französischen Lebenskunst erheben. Gewiß, Rumänen und Levantiner, Brasilianer und Mexikaner schwärmen für die Boulevards der „Lichtstadt“ Paris und für den französischen Esprit, und die Franzosen weisen zufrieden, triumphierend auf die Errungenschaften hin, die ihre Kultur in der Fremde wirbt. Sie können das leicht, denn sie haben weder in Paris noch an den Grenzen von Rumänen und Mexikanern zu leiden, die ihnen vielmehr viel Geld ins Cafe de la Paix und ins Maxim tragen. Uns sind die Polen und Slowaken ein Pfahl im Fleische, uns kommen Russen und Tschechen selbst auf den Hals.

Siehe auch:
Der deutsche Gedanke in der Welt
Kultur-Europa bei den andern Völkern
Orient und Weltpolitik – die Weltlage
Der Nationalismus in Asien
Orient und Weltpolitik – Der Aufstieg des Balkans
Orient und Weltpolitik – Die Balkanvölker im einzelnen
Die Fragen der asiatischen Türkei
China und der Dreibund
„Timeo Danaos“ oder Englands Schwenkung zu Deutschland
Orient und Weltpolitik – Die Irrtümer der deutschen Politik
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Vorwort
Die Türkei, Deutschland und die Westmächte.
Deutschlands Verhältnis zur Türkei
Der Verkauf deutscher Kriegsschiffe an die Türkei
Die Sorgen der türkischen Marine um ausreichende Transportschiffe
Frankreich — noch immer die „christliche Vormacht“ im Orient
Frankreich als Lehrmeister der neuen Türkei
Eine türkische Studienreise nach Frankreich
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Überraschungen
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Nervosität
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Übertreibungen
Der Streit um die Bagdadbahn
Deutschland und die Bagdadbahn
Die Bahn von Bagdad nach Damaskus
Der Anteil Deutschlands am Handelsverkehr in Bassra und Bagdad
Einiges über Kapitalanlagen in türkischen Eisenbahnbauten und über die Bagdadbahn
England deckt im Streit um die Bagdadbahn seine Karten auf
Kuweit als Endpunkt der Bagdadbahn aufgegeben?
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Eine Enttäuschung
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Politische Phantasien
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Persien
Die Entwicklung des deutschen Handels mit Persien
Rußlands Handel mit Persien
Vom persischen Markt
Der Anteil der einzelnen Staaten am persischen Handel.
Die Zukunft des Eisenbahnbaues in Persien.
Deutschland und Persien
Eisenbahnbauten in Persien
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Persien II
Der Streit um Persien

Orient und Weltpolitik