Schlagwort: Nationalsozialismus

Vom Parlamentarismus zu autoritären Systemen

Die nach der Unabhängigkeit etablierten demokratischen Systeme konnten sich nicht festigen. Mangelnde Erfahrung, das Aufkommen radikaler Strömungen und Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise stellten sie bald in Frage. Die Regierungen in Reval waren zwischen 1919 und 1933 durchschnittlich ganze acht Monate und 20 Tage im Amt.

Veteranen des Unabhängigkeitskrieges, in der »Liga der Freiheitskämpfer« zusammengefaßt, schlugen eine Verfassungsänderung für Estland vor, die bei einer Volksabstimmung im Oktober 1933 von fast 73 Prozent angenommen wurde und eine Trennung von Ministerpräsident und starkem Staatspräsident beinhaltete. Zu dessen Befugnissen gehörte unter anderem die Ausrufung des Ausnahmezustandes.

Diese Verfassung war seit dem 24. Januar 1934 in Kraft. Gleichzeitig lief ein stark polarisierter Wahlkampf für das Amt des Staatspräsidenten an, bei dem der Kandidat der reaktionären populistischen »Freiheitskämpfer«, General Larka, die besten Aussichten hatte. Daraufhin machte der amtierende Staatspräsident, Konstantin Päts, von seinen neuen Befugnissen, Gebrauch, erklärte am 12. März den Ausnahmezustand, verbot die »Liga der Freiheitskämpfer« wegen angeblicher Putschpläne und 1935 außerdem alle Parteien. An ihrer Stelle rief er die Einheitsorganisation »Vaterländische Union« (Ismaaliit) ins Leben. Sein Präsidialregime war autoritär, mitunter überdehnte er den großzügigen Rahmen seiner verfassungsmäßigen Rechte. Dennoch bestätigte eine erneute Volksabstimmung im Februar 1936 vor dem Hintergrund eines rechtzeitig aufgedeckten Umsturzversuches der im Untergrund nach wie vor tätigen »Freiheitskämpfer«, eine von Päts vorgeschlagcne neue Verfassung, die in den wesentlichen Punkten seine Macht bestätigte. Zugleich näherte sie sich aber tendenziell wieder einer parlamentarischen Demokratie an. Jedoch nicht sie, sondern die stalinistische Okkupation wurde bald darauf Realität.

Baltikum


Die deutsche Wehrmacht hat den vom bolschewistischen Moskau aus Lüge und Verdrehung gewobenen Vorhang, durch den der Blick in den Ostraum so lange versperrt war, für immer zerrissen. Ihrem opferbereiten Ansturm, ihrer kämpferischen Ueberlegenheit hat Europa, hat die Welt dafür zu danken, daß die Wirklichkeit in einem Staat, der fast ein Sechstel der Erdoberfläche umfaßte, wieder klar vor aller Augen liegt. Die deutsche Führung wird nunmehr ihr Augenmerk darauf richten müssen, daß die Gegebenheiten dieses Riesenraumes in allen Fragen des Volkstums, des Einsatzes an Mensch und Gut und der verwaltungsmäßigen und wirtschaftlichen Gestaltung zum Segen des gesamten europäischen Kontinents zur Auswirkung gelangen.

Wie unendlich groß sind die Gebiete des bisher wiedererschlossenen Ostens! Ihre Einführung in die neue europäische Völkergemeinschaft räumt mit allen irrigen Vorstellungen auf, die das ehemalige Moskowitertum geschaffen und aufrechterhalten und der dahinscheidende Bolschewismus mit einer erlogenen marxislisch-leninistisch-stalinistischen Hülle umgeben haben. Nie wieder darf die Behaupiung Glauben finden, daß die erst zaristisch und dann bolschewistisch regierten Länder von einem Volk bewohnt wurden. Niemand konnte eindeutiger als der deutsche Soldat feslslellen, wie verschieden nach Rasse, Volkstum, Sprache, Art und Sille die Menschen sind, die man von der Eismeertundra über Wälder hinweg bis zur baumlosen, mit Gräsern und Kräutern bedeckten Steppe zwischen dem Schwarzen mad der Wolga an traf. Finnen, Esten, Letten, Litauer, Weißruthenen, Küssen, Ukrainer, Donkosaken, Krimtataren, Nordkaukasier, Georgier, Aserbeidschaner, Armenier, Idel-Uraier, Turkestaner und viele andere, darunter auch Deutsche, waren in einem Staatsmonstrum zusammengeschlossen, in dem die europateindlichen Kräfte durch Jahrhunderte hindurch immer wieder einen Ansturm gegen den Westen unternahmen und die Schicksalsfrage zunächst für Moskowien entschieden

Genau so wie der Zarismus setzte die Sowjetmacht das unter ihre Führung gezwungene Völkergemisch für die politischen Ziele ein, die sich aus den inneren und äußeren Umständen der zusammengeklammerten Menschen und Räume ergaben. Sprach jener von einem Einheitsrussen, der gar nicht existierte, so erfand diese den Sowjetbürger. Dieser Zweckbegriff sollte der eigenen Bevölkerung und der gesamten Welt vorgaukeln, daß es dem Kreml gelungen sei, über alle rassisch-völkischen Unterschiede hinweg eine ungezählte Masse von sowjetischen Einzelwesen zu schaffen, die in bolschewistisch-ideologischer Verbundenheit geeinigt seien. So erdachte und propagierte man den Sowjetpatriotismus, durch dessen trügerische Konstruktion alle Volkstumsverschiedenheiten wenn nicht gänzlich ausgetilgt, so doch wenigstens zum Schweigen gebracht werden sollten. Da Moskau hierbei jedes Machtmittel bis zum hemmungslosen Mord anwenden ließ, wurden Wille und Möglichkeiten zum Widerstand, zum Eigenleben und Selbstbewußtsein mehr und mehr eingeengt. Es entstand jene Fassade der „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“, die eine Einheit vortäuschen sollte. Die Kremlgewaltigen errichteten sie im Inland aus Terror und Blut, im Ausland aber sorgten die bezahlten, meist jüdischen Propagandisten dafür, daß Schaubilder, Statistiken und Reportagen den Glauben an Echtheit und Zuverlässigkeit dieser Behauptung verbreiteten.

3. Reich Die Sowjet-Union

„Fünf Mädels brauche ich, die mir beim Kochen für den Arbeitsdienst helfen“; so sagte an einem Heimabend unsere Führerin zu uns Mädels. Weiter fügte Sie noch hinzu: „Der Küchendienst ist in keiner Weise dem Arbeitsdienst angegliedert, eure Arbeit wird nicht der eines Arbeitslagers gleich gewertet. Aber wer sich nun meldet, muß jeden Morgen für eine Woche hindurch um 4:30 Uhr in der Kochküche, die sich in der Luipoldschule befindet, sein; denn um 6 Uhr wird schon der Kaffee, die Brote und die Marmelade abgeholt und das zweite Frühstück für 10 Uhr wird ebenfalls gleich mitgenommen, das aus Marmelade oder Wurst besteht. Zwei Mädels müssen dann zum Frühdienst antreten bis 10 Uhr, die andern zum Mittagsdienst von 10 Uhr ab. Zweimal in der Woche wird dann mit dem Früh- und Mittagsdienst abgewechselt. Um 13:30 Uhr muß das Mittagsessen fertig sein, abends um 18:00 Uhr wird das Abendbrot abgeholt, das meißt aus Tee, Rahmkäse und Butterbrot besteht. Da gibt es natürlich viel Arbeit, und Schlafmützen kann man da erst recht nicht gebrauchen.

Aber trotzalledem flogen 45 Hände und noch mehr wie auf Befehl in die Luft, alle wollten mithelfen. Es war wirklich schwer, da eine Auslese zu halten, aber schließlich hatte man doch fünf Mädels herausgewählt und die andern auf die nächste Woche vertröstet, denn der Arbeitsdienst besteht ja schließlich nicht nur eine Woche lang.

Gleich am nächsten Morgen darauf begann dann der Kochdienst. An einem der darauffolgenden Wochentage, an einem Freitag war es, überfiel ich unsere „Köchinnen“, um meine Neugierde zu befriedigen. Gleich am Eingang wurde ich beinahe von zwei Mädels umgerannt, von denen die eine einen Putzeimer schwang, die andere aber einen Henkelkorb trug, der solche Ausmaße hatte, daß man hätte meinen können, sie wolle damit unser ganzes Städtchen auskaufen. Als wir uns von dem Zusammenprall etwas erholt hatten, fragte die eine: „Geh nur weiter, gerade links die Treppe runter.“ Erwartungsvoll ging die Treppe hinab. Wie würde es dort unten aussehen? Als ich durch die Tür trat, sah ich zuerst gar niemand, dafür hörte ich aber um so mehr. Ich hörte einen nassen Aufwaschlumpen auf den Boden aufklatschen, hörte das Brodeln in einem Feuerkessel und das Rasseln einer Kaffemühle. Ich ging weiter und sah nun auch die Heinzelmännchen, die diesen Lärm verursacht hatten. Die eine lauerte gerade am Boden und drehte den Lumpen aus, sie hat heute Frühdienst, da gehört das auch dazu. Die andere steht an einem der drei Kessel und rührt mit einem mordslangen Kochlöffel in dem Kessel herum; sie nickt mir mit ihrem weißen Kopftuch und ihrer weißen Schürze luftig zu und lädt mich ein, doch etwas näher zu kommen. „Heute gibt es Linsensuppe und Würstchen.“ „Ah, da würde ich auch gleich mithalten.“ „Das kannst du, du mußt nur warten bis 13:30 Uhr, da holen nämlich 3-4 Mann vom Arbeitsdienst in großen Milchkannen das Essen. Was da zuviel ist, bekommen wir.“ „Ja,“ flicht die dritte ein, die inzwischen auch näher gekommen ist, und gestern hat uns unsere Führerin sogar davon abhalten müssen, nicht gar so hohe Berge auf unsere Teller zu laden, obwohl kurz vorher noch eine erklärt hatte: In meinem ganzen Leben habe ich noch keine Tomatentrunke leiden mögen.“

Während dieses Gespräches kommt unsere Führerin, die die Küche über sich hat, wieder zurück. Sie war gerade fort gewesen, um Warenbestellungen zu machen. Für den Arbeitsdienst wird alles im großen eingekauft, weil dies viel rentabler ist. In zwei großen Regalen stehen da Blechofen mit Maggiwürfeln, Kaffee und Tee, ein Flaschenkorb und Essig, eine Kanne mit Öl, Schachteln mit Lebensmitteln aller Art, und unter den Regalen liegen Säcke mit Mehl, Zucker und Salz.

Aber nun wieder zurück zur Küche. Unsere Köchinnen haben schon wieder alle Hände voll zu tun, aber flink geht ihnen die Arbeit von den Händen, denn was sie tun, tun sie freiwillig, nur von dem Wunsche erfüllt, einerseits etwas intensiver in die Kochkunst einzudringen, da es ja in unserer Stadt selbst keine Kochschule gibt, anderseits sind sie auch glücklich, mithelfen zu dürfen für eine Gemeinschaft, freiwillig zu arbeiten, auch wenn sie für ihre Arbeit nicht bezahlt und entlohnt werden.

Oppersheim/Rheinpfalz

Siehe auch:
Alarm im Feldflughafen
Fliegerprüfung auf „Herz und Nieren“
BV 138 : Das neue Flugboot für Seeaufklärung
Straßenkampf – Fallschirmjäger erobern eine Stadt
Die brennende Stadt: Der deutsche Großangriff auf Southampton
Wir jagen Panzer
Wie die Luftwaffe einer Großstadt den Lebensnerv abschneidet
Der Feldpostbrief
Flak auf Skiern
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Fliegerschützen auf der Schulbank
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Leitgedanken