Im Kaukasusgebirge selbst und nördlich davon lebt eine Reihe kleiner bodenständiger Bergvölker, die zum Teil Reste ehemaliger größerer Steppenvölker sind. Zusammen mit noch unbedeutenderen Turkstämmen bilden sie die nordkaukasische Völkerfamilie.

Die wichtigsten Völker in Nordkaukasien sind: Tschetschenen (407 600), Osseten (354 500), Tscherkessen (252 000), Awaren (158 800), Lesgier (134 500) und Darginen (108 9001)

Wenn diese und zahlreiche kleinere Volksgruppen auch keine nationalpolilische Einheit darbieten, so besitzen sie doch viele gemeinsame Merkmale, die sie als Ganzes gegen das Moskowitertum abheben. Ihre Zusammengehörigkeit wird unterstrichen durch ihre jahrzehntelangen Kämpfe gegen den zaristischen Imperialismus und durch den Islam, dem sie zum großen Teil angehören, und in dessen Zeichen der heldenhafte Widerstand im 19. Jahrhundert geleistet wurde.

Aus dieser gegen den Zarenstaat gerichteten Schicksalsgemeinschaft erwuchs schließlich im Jahre 1918 für eine kurze Zeit das unabhängige Nordkaukasien, dem aber die Weiße Armee unter General Denikin bald ein Ende bereitete.

Da der nordkaukasische Zusammenhang nur zu einem Kampf gegen das Zarentum gelangt hatte, aber nicht genug Kräfte für ein kulturelles oder gar politisches Eigenleben vorhanden waren, war es den Sowjets leicht möglich, sie in eine Anzahl Bestandteile der RSFSR. zu verwandeln.

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