Karl der Große empfängt in der Basilika St. Petersburg in Rom die Kaiserkrone aus den Händen des Papstes Leo III.
Von den Frauengestalten hinter dem Kaiser ist die dem Beschauer nächste die Kaiserin Irmengard, die zweite die Schwester des Kaisers, Prinzessin Bertha; das Kind neben der Kaiserin, der Prinz Ludwig. Hinter der Kaiserin steht Alkuin. Der jugendliche Ritter links, der den rechten Arm ausstreckt, soll den Roland der Sage vorstellen. Rechts im Vordergrunde sieht man Einhard, den Historiographen des Kaisers.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

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Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.

Aus dem Glaubenskampf der Reformation war nach und nach eine Fürstenkirche entstanden. Noch hatte der Kaiser die Fürsten nötig und ließ sie deshalb gewähren.

Karl V. stand in einem harten Kampf nach zwei Seiten. Franz I. von Frankreich sah sein Land durch die Macht der Habsburger, die Deutschland, Italien, Burgund und Spanien beherrschten, eingeschlossen. Um jeden Preis wollte er die Umklammerung sprengen. Er verbündete sich mit dem Papst und zugleich mit den Türken, die vom Balkan her Wien bedrohten.

Er selbst griff den Kaiser in Burgund und Italien an. Aber er kämpfte unglücklich, wurde von Karl geschlagen und gefangengenommen und mußte zweimal Frieden schließen. Auch die Türken, die Wien belagerten (1529), wurden zurückgedrängt. Endlich hatte der Kaiser die Hände frei und konnte zum entscheidenden Schlage gegen den Bund der evangelischen Fürsten ausholen. Er sammelte seine Truppen und führte sie über die Donau. Unter den evangelischen Fürsten fand sich ein Verräter, Herzog Moritz von Sachsen, der an Stelle seines Vetters Kurfürst werden wollte. Nun war es dem Kaiser ein leichtes, die Fürsten zu schlagen. Als Sieger zog er in Wittenberg ein, die evangelische Sache schien verloren. Doch warf sich jetzt Kurfürst Moritz Zu deren Retter auf. Er schloß ein Bündnis gegen den deutschen Kaiser mit — Frankreich, dem er Metz, Toul und Verdun versprach. Als der Kampf neu entbrannte, rückte Frankreich sofort über die Grenze und raubte 1552 diese deutschen Städte. Der Kaiser mußte vor Moritz flüchten. Er gab seine Weltreichspläne auf, teilte das Reich in eine deutsche und eine spanische Hälfte und legte die Krone nieder. Bei der Teilung ging wieder wertvollster deutscher Boden verloren: die reichen, schönen Niederlande kamen an Spanien.

Der Glaubensstreit wurde 1555 in Augsburg geregelt. Die evangelische Kirche wurde neben der katholischen Kirche als gleichberechtigt anerkannt. Aber nur die Fürsten durften ihr Bekenntnis frei wählen, das Volk mußte das Bekemitiiis der Fürsten annehmen oder die Heimat verlassen.

Damit war der erste Abschnitt des großen deutschen Erneuerungskampfes abgeschlossen. Durch Luthers überragende Persönlichkeit war er ganz in religiöse Bahnen gelenkt. Volk und Reich der Deutschen im ganzen wurden nicht erneuert. Auch die Glaubensfreiheit war nicht für das Volk, sie war nur für die Fürsten erreicht. Dafür zog sich ein neuer Riß durch das deutsche Volk, die Glaubensspaltung. Sie hat namenloses Unglück über unser Volk gebracht und uns jahrhundertelang geschwächt. Wir überwinden sie, indem wir uns alle zusammenfinden im Glauben an Deutschland und seinen Führer.

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Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.

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Abbildungen Monographien zur deutschen Kulturgeschichte

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