Schlagwort: Pueblos

Seit der Zeit der ersten Entdeckung Neu-Mexikos und Arizonas durch die Expedition des Franzisco Vasquez de Coronado 1540—1542 sind die dort ansässigen Pueblo-Indianer ein Gegenstand kühnster Hypothesen gewesen. Die ihnen eigentümliche Siedelungsweise in geschlossenen Dörfern mit mehrstöckigen, in Terrassen aufsteigenden Steinhäusern,1) ihre die gesamte Soziologie durchdringende Religion, die Unmenge Ruinen und die Höhlenwohnungen in den Canons sind die drei Charakteristika der Pueblo-Indianer und ihres Landes, durch die sie sich von den umwohnenden Indianerstämmen abheben und über sie erheben. Frühzeitig schon beschäftigte man sich mit der Lösung der Frage, wie sich diese Höhe und zugleich Isoliertheit der Kultur erkläre, ob sie mit anderen Kulturen verwandt sei, ob die Ruinen den Vorfahren der heutigen Pueblo-Indianer zuzuschreiben seien und wie sich das auffällige Zahlenverhältnis der vielen hundert Ruinen zu den noch bestehenden 26 Dörfern erkläre.2)

Indianerleben