Graf Rudolf von Habsburg erfährt während der Belagerung von Basel im Jahre 1273, daß ihn die Kurfürsten in Mainz einstimmig zum deutschen König erwählt haben. Rudolf von Habsburg steht im Zelt, zu seiner linken Burggraf Friedrich von Nürnberg; im Vordergrunde überreicht ein Abgesandter (Graf Pappenheim) die Insignien der Königswürde. Im Hintergrunde die Stadt Basel.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

Deutsche Gedenkhalle Deutsche Geschichte Kunstdrucke

Um die Führung Deutschlands.

Volk und Reich unter den Habsburgern.
Die Habsburger im Südosten.

Die herrlichen Länder am Mittellauf der Donau, am Oberlauf der Elbe, der Sau und Drau sind seit alters deutsches Land. Schon Marbod hielt in Böhmen vor fast zwei Jahrtausenden die Wacht gegen Rom. Später wurde das Deutschtum in Böhmen vor allem von Kaiser Karl IV. aus dem Hause 1348 Luxemburg in Schutz genommen. 1348 gründete er in Prag die älteste deutsche Universität.

Seit Rudolf von Habsburg bildeten die österreichischen Länder, zu denen später Böhmen und Mähren hinzukamen, den Kern der habsburgisehen Hausmacht. Aus der Reihe der Habsburger ragt Kaiser Maximilian hervor. Er stärkte die deutsche Kultur im Südosten und erhob die Wiener Universität zur bedeutendsten des Reiches. Ihm verdanken wir die Erhaltung des herrlichen Gudrunliedes. Maximilian wollte auch das Reich und das Kaisertum erneuern, aber er scheiterte an der Eifersucht und der Kirchturmspolitik der Kurfürsten.

Auf der Wacht gegen die Türken.
Wien wird gerettet.

Zur Zeit Karls V. drohte von Asien her eine große Gefahr. Diesmal waren es die Türken, die vor Wien rückten, dort aber blutig abgewiesen wurden. Doch blieben Ungarn und Siebenbürgen in ihrer Gewalt. Von hier aus unternahmen sie ihren zweiten, gefährlicheren Vorstoß.

Vom Stephansdom in Wien weht die deutsche Fahne. Graf Rüdiger 1683 von Starhemberg hat sie mit dem Schwur aufgepflanzt, mit ihr zu siegen oder zu fallen. Aber so weit sein Blick über die Felder um Wien schweift, überall Zelte mit dem Halbmond. Ludwig XIV. von Frankreich hat die Türken herbeigerufen, tun! das Reich in die Zange zu nehmen und ganz in seine Gewalt zu bringen. Schon fiel der westliche Eckpfeiler, Straßburg, in seine Hände, nun sollte der Östliche folgen, Wien! Allein mit der Bürgerschaft und einer Besatzung von 12000 Mann steht Graf Rüdiger. Was ist das gegen 200000 Türken, Tataren und andere wilde Völkerschaften Asiens! 60 Tage schon dauert die Belagerung. In höchster Not schickt Graf Rüdiger ein ganzes Bündel Raketen als Hilfeschrei in die Luft. Und über dem Kahlenberge steigt die Antwort auf. Die Befreier sind da! Ein Heer aus allen Teilen Deutschlands, von Elbe. Main und Rhein rückt an. Herzog Karl von Lothringen führt es. Auch andere Völker kämpfen mit. Die Schlacht tobt, das Besatzungsheer bricht aus den Toren. Sieg!

Sieg! gellen die deutschen Hörner. Zerschlagen ist das Türkenheer, wild flutet es zurück. Riesige Beute ward den Siegern. Im Zelte des türkischen Feldherrn findet man die Briefe Ludwigs! Dank dir. wiedergewonnene Ostmark, du hast damals Deutschland gerettet!

Der große Reichsfeldherr Prinz Eugen von Savoyen.

Im Heere des Siegers steht ein junger, 20 jähriger Offizier, Prinz Eugen von Savoyen. Er sollte später den Sieg vollenden. Klein und unscheinbar ist er, aber er will trotzdem Soldat werden. König LudwigXIV. von Frankreich weist den lombardischen Prinzenhöhnisch ab und schafft sich dadurch seinen gefährlichsten Gegner. Die kaiserliche Armee nimmt ihn auf. Er erringt Erfolg auf Erfolg, wird Hauptmann, Oberst, und mit 30 Jahren ist er bereits Reichsfeldherr. Im Feldlager ist sein Platz.

Read More Ein neues Deutschland ersteht.

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Staat und Kirche verfallen.
Das Reich verfällt.
Die kaiserlose Zeit.

1254. Als die Hohenstaufer dahingesunken waren, begann für Deutschland eine schreckliche Zeit. Niemand drängte sich, deutscher Kaiser zu werden. Fürsten und Ritter waren die Herren im Lande. Unter den letzten Staufern waren sie unabhängig geworden und hatten sich an ein eigensüchtiges Leben gewöhnt.

„Kleider aus und Kleider an,
Essen, Trinken, Schlafen gähn,
ist die Arbeit, so die Herren han!“

spottete der Volksmund. Ständig lagen sie miteinander in Fehde und brandschatzten dabei gegenseitig ihre Bauern. Besonders lockte sie der Reichtum der Städte. Sie wurden Wegelagerer, Raubritter. „Reiten und Rauben ist keine Schand“, das tun die Besten im Land!“ war ihre Entschuldigung, Die Fürsten gingen ähnlich vor, indem sie an den unzähligen Landesgrenzen hohe Zölle erpreßten. „Wann wird der Retter kommen diesem Lande!“ klagten Bürger und Bauern.

Rudolf I. begründet die Macht der Habsburger.

Wer sollte helfen ? Vielleicht Ottokar, der mächtige Herzog von Böhmen? Viel deutsches Blut war in seinen Adern, und die Deutschen Böhmens besaßen in ihm einen starken Freund. Auch die Lande der Babenberger waren in seine Hand gekommen. Aber Ottokar war dem Papst und den deutschen Fürsten zu mächtig. Darum wählten sie den kleinen, unbedeutenden Schweizer Grafen Rudolf von Habsburg und hofften, daß er sie wenig in ihrem Treiben stören würde. Doch sie hatten sich getäuscht. Mit großer Tatkraft ging Rudolf zuerst dem Raubritterunwesen zu Leibe. Er brach die Raubnester und hängte viele der „edlen Herren“ in Schwaben und Thüringen an Bäumen auf. So kehrten Ruhe und Ordnung allmählich wieder.

Ottokar jedoch hatte Rudolf nicht anerkannt. Er wurde geächtet und auf 1278 dem Marchfelde geschlagen. Im Kampfe verlor er sein Leben. Ottokars Sohn behielt nur Böhmen und Mähren; Österreich. Steiermark, Kärnten und Krain nahm Rudolf für sein Haus in Besitz. Damit legte er den Grund zu der habsburgischen Hausmacht, aus der später die Großmacht Österreich hervorging.

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