Schlagwort: Schlösser

„In diesen heil’gen Hallen kennt man die Rache nicht . . . .

Salzburg steht wieder im Zeichen der Mozart-Festspiele und in diesem Zeichen finden sich die Verehrer seiner Muse ohne Unterschied der Nation zusammen.

Salzburg, malerisch an der Salzach gelegen, die hier zwischen dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg hinströmt.

Im Altertum befand sich auf diesem von der Schönheit gesegneten Fleck Erde die von den Römern an den Ufern der Igonta (Salzach) erbaute Stadt Juvavum. Diese Stätte antiker Kultur wurde aber im 5. Jahrhundert vom Orkan der Völkerwanderung hinweggefegt. Menschenleer, ein Trümmerfeld, tot; bis nach langem der heilige Rupertus ins Land gezogen kam und am Fusse des Mönchsberges das Kloster St. Peter erstehen liess, womit zugleich der Grundstein zur Stadt Salzburg gelegt war.

Unter dessen Nachfolgern, welche dann als Bischöfe ausser der Stadt auch weitum das Land beherrschten, ragen u. a. Bischof Arno, der berühmte Zeitgenosse und Freund Karls des Grossen, Erzbischof Wolf Dietrich und Leonhard von Keutschach als besonders kunstfördemd hervor.

Deutsch-Amerikaner Stadtansichten

Das Bild stellt eine ideale Vereinigung der großen Geister Deutschlands dar, die neben Goethe und Schiller um das Jahr 1803 in Weimar wirkten.

1. Goethe; 2. W. von Humboldt; 3. A. von Humboldt; 4. Wielandt; 5. Niebuhr; 6. Schleiermacher; 7. Herder; 8. Gauß; 9. W. von Schlegel; 10. Gleim; 11. Iffland; 12. Schiller; 13. Klinger; 14. Tieck; 15. Jean Paul; 16. Pestalozzi; 17. Fichte; 18. Klopstock; 19. Blumenbach; 20. Hegel; 21. H. von Kleist; 22. Voß; 23. Oken; 24. Schlosser; 25. Cornelius

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

Deutsche Gedenkhalle Deutsche Geschichte Kunstdrucke

Verzeichnis der Abbildungen unten.


















































Bildverzeichnis:

Belvedere im Park von Sanssouci
Berlin – Palais Kreutz-Klosterstraße
Berlin – Prinzessinnenpalais
Berliner Schloß – Haupttreppenhaus
Berliner Schloß – Schlütterhof II
Berliner Schloß – Schlütterhof
Berliner Schloß Teesalon
Charlottenburg Bibliothekspavillon
Gräflich Schwerinsches Palais
Kolonnade beim Neuen Palais
Lusthaus des Großen Kurfürsten in Bornim
Marmorpalais bei Potsdam – Ankleidezimmer
Marmorpalais bei Potsdam – Großer Saal
Marmorpalais bei Potsdam – Vorderseite
Marmorpalais bei Potsdam
Marstall beim Potsdamer Stadtschloß Risalit
Neues Palais bei Potsdam
Palais Schulenburg
Palais Schwedt in Berlin
Park von Sanssouci
Potsdam – Rechter Kommunsbau beim Neuen Palais
Potsdam – Villa Charlottenhof
Potsdam Neues Palais
Prinzessinnenpalais
Salon im Schloß Freienwalde a. d. Oder
Sanssouci – Park und Schloß
Schloß Charlottenburg – Goldene Galerie
Schloß Charlottenburg – Goldener Saal
Schloß Charlottenburg – Orangeriesaal
Schloß Charlottenburg
Schloß Monbijou im Originalzustand
Schloß Paretz – Gartensaal mit gemalten Tapeten
Schloß Paretz – Mittelteil der Rückfront
Schloß Paretz – Schlafzimmer Friedrich Wilhelm III.
Schloß Rheinsberg – Saal
Schloß Rheinsberg – Seeseite
Schloß Sanssouci Rückfront
Schloß Sanssouci Vorderfront
Schloß Schwedt a. d. Oder – Gartenfront
Stadtschloß Potsdam – Bronzesaal
Stadtschloß Potsdam – Hof und Hauptrisalit mit Treppenhaus
Stadtschloß Potsdam – Konzertzimmer Friedrich des Großen
Stadtschloß Potsdam – Speisezimmer
Stadtschloß Potsdam – Vorderfront
Stadtschloß Potsdam mit der Kolonnade vor der langen Brücke
Waisenhaus der Luise Henriette beim Schloß Oranienburg
Schloß Oranienburg
Schloß Berliner Schloß nach Schlüters Entwurf
Schauspielhaus im Park von Charlottenburg
Palais Prinz Heinrich

Siehe auch:
Preussische Königsschlösser – Vorwort
Bedeutung und Charakter der Preusischen Königsschlösser
Geschichtlicher Überblick über die Preussischen Königsschlösser
Der Grosse Kurfürst und die Frühzeit Kurfürst Friedrichs III.
Das Berliner Schloss Friedrichs I. und Andreas Schlüter um 1700
Weitere Schlossbauten Friedrichs I.
Die Zeit Friedrichs Wilhelms I.
Die Schlossbauten Friedrichs des Grossen nach dem Siebenjährigen Krieg
Die Schlossbauten Friedrichs des Grossen nach dem Siebenjährigen Krieg II
Preussische Königsschlösser – Schluss

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Die Schlösser Friedrichs Wilhelms II. und der Frühzeit Friedrichs Wilhelms III.
Schlossbauten Friedrichs Wilhelms III. , Friedrichs Wilhelms IV. und Wilhelms I.

Abbildungen Preussische Königsschlösser

PRINZLICHE PALAIS / CHARLOTTENHOF/GLIENICKE / NEUBABELSBERG UND POTSDAM- SCHINKEL /PERSIUS/ HESSE UND ANDERE

Auch nach den Freiheitskriegen und bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts hinaus hat die Tätigkeit des Hohenzollernhauses auf dem Gebiete des Sehloßbaues ungemindert fortgedauert. Aber die Schöpfungen dieser Epoche des langsam sinkenden Architekturempfindens können in einer kurzen kritischen Darstellung nur einen untergeordneten Platz einnehmen.

Gegenüber den Werken von Schlüter, Knobelsdorff und Langhans dürfen die nach 1815 von Schinkel und seiner Schule errichteten Schlösser nicht den Anspruch einer gleich eingehenden Behandlung erheben.

Schinkel selbst hat in dem Jahrzehnt nach den Freiheitskriegen für den König und seine Söhne Friedrich Wilhelm IV., Wilhelm I., Karl und Albrecht eine Reihe von Um- und Neubauten ausgeführt, beziehungsweise die Entwürfe dazu geliefert. Für den König den schönen, viereckigen Bibliothekspavillon im Charlottenburger Park hinter dem Ostflügel Friedrichs des Großen, im Inneren mit groteskenWandmalereien (Tafel64 oben). Für den Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. das Schlößchen Charlottenhof in dem von Lencc angelegten Parke südlich vom Parke von Sanssouci (Tafel 64 unten). Das aus einem Landhause des 18. Jahrhunderts umgebaute Schlößchen ist in griechischen Formen gehalten, mit einer dorischen Säulenhalle auf der Rückseite, die sich zu der von einer Pergola eingefaßten und hinten durch einen halbrunden, säulenumschlossenen Sitz begrenzten Gartenterrasse öffnet. Das Innere, das die feinen Raumverhältnisse des älteren Baues bewahrt hat, ist durch die farbigen Papiertapeten und die schlichte Möbelausstattung im Biedermeierstil ausgezeichnet. Die Villa war gedacht als Mittelpunkt einer großen Anlage in der Art der Villen des Plinius, doch ist nur Einiges, wie das „Hippodrom“ gegenüber und rückwärts am See das römische Haus mit einem säulenumstellten Atrium und Malereien im pompejanischen Geschmacke, zustande gekommen. Im Berliner Schloß richtete Schinkel 1825 für das Kronprinzenpaar eine Wohnung im ersten Stocke nach dem Schloßplatz ein, von der der viereckige Teesalon mit Wandgemälden und ein Saal mit korinthischer Säulenstellung einigermaßen erhalten sind (Tafel 63). Die Wohnräume des kunstbegeisterten, feinsinnigen Kronprinzenpaares im Schloß und in Charlottenhof sind in farbigen Aquarellen in der Hausbibliothek überliefert. Für den Prinzen Karl erbaute Schinkel in Glienicke in dem wundervollen Park an der Havel das Schloß und den Teesalon in ganz schlichten Formen, beide noch den schönen ockergelben Ton des alten Bewurfs tragend. An der Ecke des Parks, wo die schöne, von Schinkel erbaute Backsteinbrücke über die Havel durch eine besonders ungünstige Eisenbrücke unter dem letzten Kaiser ersetzt worden ist, entstand ein Rundbau nach dem Vorbilde des Lysikratesdenkmals in Athen. In Berlin baute Schinkel für den Prinzen Karl das früher genannte, von de Bodt entworfene Johanniterpalais am Wilhelmsplatz in griechischen Formen um. Neben Charlottenhof gehören diese Schöpfungen zu den glücklichsten des Meisters. Im Inneren des Berliner Palais verdient die lange Galerie mit Malereien nach Schinkels Entwürfen einen bevorzugten Platz unter seinen dekorativen Malereien. Für den Prinzen Albrecht gestaltete der Meister das Innere des gleichfalls erwähnten ehemaligen Palais Vernezobre in ähnlicher Weise um, mit Treppenhaus und Mittelsaal. Auch das Äußere, namentlich die Kolonnade an der Straße, verdankt Schinkel einige Umänderungen; in dem herrlichen Park errichtete er in Backstein die leider dieses Jahr dem Abbruch verfallenden Backsteinbauten des Marstalls und der Reitbahn. Für Prinz Albrecht entstand ferner nach Schinkels Entwürfen das große Schloß Kamenz in Schlesien in Formen eines gotischen Kastells.

Prinz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I., ließ sich Anfang der dreißiger Jahre durch den jüngeren Langhans, den Schöpfer des schönen Leipziger Theaters, an der Ecke des Opernhausplatzes Unter den Linden an Stelle des ehemalig markgräflich Schwedtschen Palais ein Palais errichten, das im Äußeren zu den vornehmsten Bauten der Epoche gehört. Das Innere, das eine sehr glückliche Grundrißanlage aufwies, ist später durch Strack und andere umgestaltet worden und bietet heute durch die Überladung mit geschmacklosem Haus- und Zierat keinen günstigen Eindruck dar. Auf der Höhe des Babertsberges gegenüber von Glienicke schuf sich der Prinz nach Skizzen Schinkels das Schloß Neubabclsberg im englisch-gotischcn Stile, das durch Persius und Gottgetreu erweitert worden ist. Als Architektur von geringer Bedeutung wirkt das Schloß doch im Rahmen der von Lenee und Graf Pückler Muskau geschaffenen Parklandschaft mit, die den Blick auf die Havel und Potsdam schweifen läßt. Im Inneren gleicht es dem Berliner Palais an Geschmacklosigkeit.

Im Augenblicke der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV., 1840, starb Schinkel, und so kamen die großartigen Pläne, die der mit so reicher Bauphantasie begabte Monarch mit dem Meister für die Anlage eines weitläufigen Schlosses am Südufer der Havel hinter Potsdam ausgearbeitet hatte, nicht zur Ausführung. In Schinkels Schüler Persius fand Friedrich Wilhelm IV. einen Meister, der seine Ideen ins Leben zu führen geeignet war. Persius ist bereits einen Schritt weiter als Schinkel auf dem Wege zur Romantik gegangen, indem er den Stil der italienischen Villen und der altchristlichen Kirchen in einer zeitgemäßen malerischen Auffassung an die Ufer der Havel übertragen hat. In dieser Richtung liegt der Reiz seiner Bauten, unter denen die Heilandskirche am Rande des Parks von Sakrow und die Erlöserkirche am Eingänge des Parks von Sanssouci als Kirchenbauten und die Pförtner-, Gärtner- und Försterhäuser im Parke von Sanssouci und im Wildpark erwähnt seien. Zahlreiche kleine Bauten, teils in klassischem, teils in italienischem Villenstil, auch einzelne gotisierende Bauten schuf Persius in dem Parke von Glienicke, im Neuen Garten und in Charlottenhof. Ein Grundzug der Persiusschen Kunst ist der Bruch mit der strengen Symmetrie, die teilweise Schinkel noch beibehalten hatte, zugunsten der malerischen Wirkung, ein folgenschwerer Schritt für die Zukunft Fre lich starb Persius bereits im Jahre 1845. Sein Nachfolger wurde Hesse, dessen schönste Schöpfung beiläufig die Berliner Tierarzneischule von 1840 ist. Er führte auf dem Pfingstberg die mächtige Schloßanlage mit den beiden Pavillons aus, die die Landschaft um Potsdam weithin beherrschen. Auf dem Hügelzuge zwischen Sanssouci und dem Belvedere Friedrichs des Großen schuf Hesse in den Formen der Villa Borghese die ausgedehnte Orangerie, die durch die unglückliche Treppenanlage des letzten Kaisers in ihrer Wirkung sehr gelitten hat. Doch ist der Bau an sich das Zeugnis einer bereits erstarrten architcktonischen Empfindung. Die Ausstattung des Inneren mit reichen Möbelgarnituren, Seidenbespannungen und vergoldeten Schnitzereien im Geschmacke des zweiten Rokokos veranschaulicht in selten klarer Weise den Abstand dieser künstlichen Neubelebung von dem Originalstile des Rokokos hundert Jahre früher, den man wenige Schritte entfernt im Schlößchen Sanssouci vor sich hat. Ein verhältnismäßig feines Werk ist das kleine Schlößchen Lindstaedt, das der König am Ende des Hügelzugcs bei Eiche durch Arnim erbauen ließ. Im Park und auf der Terrasse und um die Fontäne von Sanssouci hat der König eine Reihe von oft wenig glücklichen Marmordenkmälem errichten lassen. Er hat, die Arbeiten Friedrich Wilhelms III. fortsetzend, den Park durch Lcnec im englischen Stile umwandeln und stellenweise erweitern lassen.

Im Berliner Schlosse hat der König ebenfalls eine Reihe von Um- und Ausbauten vorgenommen. Stülcr errichtete die Kuppel mit achteckigem Tambour über dem Eosanderportal in guten Verhältnissen, im Inneren die Kapelle. Unglücklich sind die Bereicherungen der Paradekammern, z. B. die vergoldeten Zinkgußtüren. Den weißen Saal hat Stüler in den fünfziger Jahren umgebaut. Doch ist diese Ausstattung, von der uns farbige Aquarelle eine Anschauung bewahren, abermals durch den letzten Kaiser nach Entwürfen Ihnes umgeändert worden. Dieser reich mit Marmor verkleidete, prunkvolle, weiße Saal zeigt an den Wänden die Statuen der Hohenzollernfürsten vom Großen Kurfürsten bis zu Kaiser Friedrich III. Noch steht hier der Thronbaidachin, unter dem Wilhelm II. im August 1914 die Kriegsproklamation unter tiefster Bewegung der Versammelten verlaß. Und niemand ahnte, daß vier Jahre später der preußische Thron zusammenstürzen sollte.

Text aus dem Buch: Preussische Königsschlösser, Verfasser: HERMANN SCHMITZ.

Siehe auch:
Preussische Königsschlösser – Vorwort
Bedeutung und Charakter der Preusischen Königsschlösser
Geschichtlicher Überblick über die Preussischen Königsschlösser
Der Grosse Kurfürst und die Frühzeit Kurfürst Friedrichs III.
Das Berliner Schloss Friedrichs I. und Andreas Schlüter um 1700
Weitere Schlossbauten Friedrichs I.
Die Zeit Friedrichs Wilhelms I.
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Die Schlossbauten Friedrichs des Grossen nach dem Siebenjährigen Krieg II

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Preussische Königsschlösser