Umfassungsmauer des Heiligtums. Aufnahme der Kgl. Preußischen Meßbildanstalt.

Der Name Baalbek bedeutet den Sitz des »Ba´ al der Bekâ des »Gottes des fruchtbaren Tales«, und sein Kult ist zweifellos ursprünglich phönikisch gewesen. Die Griechen setzten den Gottesdienst fort, jedoch wurde der Name Baals in den des Sonnengottes Helios verwandelt, und der Ort selbst hieß Heliopolis. Die Römer endlich verwandelten den Kult in den des Jupiter Heliopolitanus. Daneben wurden die Gottheiten Merkur, Venus und Bacchus verehrt. Der Kaiser Theodosius d. Große (375—395 n. Chr.) zerstörte die Kulte und errichtete im Hofe vor dem großen Sonnentempel eine Kirche. In arabischer Zeit diente der Tempelbezirk als Festung, deren gewaltige Mauern vielen feindlichen Angriffen widerstanden haben. Unsere Tafel zeigt die berühmten großen Steine, von denen die der unteren Schicht 9 m lang sind, die der oberen Schicht sind länger als 19 m bei 4,34 m Höhe und 3,65 m Dicke. Professor Otto Puchstein, welcher in den Jahren 1900—1904 die deutschen Ausgrabungen, welche auf Befehl Kaiser Wilhelm II. gemacht wurden, leitete, schreibt darüber:

»So kolossale Steine aus dem Steinbruch hierher zu transportieren, auf die Höhe zu heben und so sicher zu versetzen, und das alles nur mit Hilfe von Rollen, Hebeln, Winden, Flaschenzügen, schiefen Ebenen und – unendlicher Geduld, ist eine erstaunliche Leistung der römischen Ingenieure in Baalbek.« Die im Hintergrund sichtbaren Säulen des großen Sonnentempels sind 19 m hoch, und die Schäfte bestehen aus einem Stück und haben 2,20 m Durchmesser.

Ein großes Prachtwerk über die deutschen Ausgrabungen in Baalbek ist in Vorbereitung. Bis zu seinem Erscheinen unterrichtet man sich am besten über die Ergebnisse aus dem von Otto Puchstein verfaßten »Führer durch die Ruinen von Baalbek«, nebst einem besonderen »Album« mit den Hauptansichten, sowie aus Puchsteins Berichten im Jahrbuch des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts Bd. XVI, 1901 S. 133—160 und Band XVII 1902 S. 87—124. Zur Geschichte von Baalbek vgl. den Aufsatz von Hermann Winnefeld im »Rheinischen Museum für Philologie« N. F. Bd. 69, 1913 S. 139ff.

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Abbildungen Alte Denkmäler aus Syrien und Palästina und Westarabien

Palmyra. Links: Grabturm. Aufnahme der Expedition Sobernheim.

Auf Taf. 66 lernten wir die Form des säulengeschmückten Grabtempels kennen; hier zeigt sich eine zweite, ganz verschiedene und für Palmyra charakteristische Form: der im Jahre 83 n. dir. errichtete Turm des Jamlichos. Er ist im Sockelgeschoß durch ein kleines Portal zugänglich. Dieses führt auf einen reich geschmückten Vorplatz von 8:6m Größe, an dessen Seite sich Schiebegräber befinden. Diese waren mit Reliefplatten verschlossen, auf denen sich die Porträtbüsten der Verstorbenen befänden. Seitlich des Eingangs führt eine Steintreppe in die vier oberen Stockwerke, die mit ähnlichen Bestattungsvorrichtungen versehen sind. Der hier abgebildete Turm ist etwa 18 m hoch. Er läßt an seiner vorderen Außenseite die seitlichen Lichtluken für die Beleuchtung der Treppe und die in der Mitte befindlichen Luken zur Beleuchtung der oberen Stockwerke erkennen. Den Namen des Grabherrn kennen wir aus einer Inschrift, die in griechischer und palmyrenischer Sprache auf einer Tafel unterhalb der vorspringenden Konsolen zu lesen ist. Diese Konsolen stellen getlügelte Figuren dar und tragen ein Skulpturen werk, das den Jamlichos in reicher Tracht gelagert darstellt. Das Dach des Turmes ist vielleicht pyramidenförmig zu ergänzen. Vgl. Holtzinger, Die altchristliche und byzantische Baukunst S. 130ff., Fig. 204 und 205.

Eine dritte Form des palmyrenischen Grabes: die unterirdische Anlage, zeigt Taf. 68.

Rechts: Hallensäulen des Sonnentempels, Südwestecke, von der Westhalle aus gesehen. Vgl. dazu Taf. 64.

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Abbildungen Alte Denkmäler aus Syrien und Palästina und Westarabien

Palmyra. Der Sonnentempel.

Oben: Ostfront mit dem großen Tempelportal.

Unten: Westliche (Rück-) Front des Tempels.

Zum Hauptportal fuhrt eine große Treppe empor. Seine Gewände sind bedeckt mit reichster Ornamentik. Besonders bemerkenswert ist die Dekoration des Türsturzes: ein Adler schwebt mit ausgebreiteten Schwingen, vor einem mit Sternen bedeckten Hintergrund, beiderseits davon erblickt man Genien. In einer Seitenhalle des Innern ist der Tierkreis mit allen seinen Sternbildern dargestellt.

Bei den Kapitellen der äußeren Säulen des Tempels fallt das Fehlen des korinthischen Blattwerkes auf. Dieses war jedoch, wie Spuren beweisen, aus Bronze angefügt. die vermutlich vergoldet war. so daß sich auch darin der Tempel als ein ganz außergewöhnliches Bauwerk in weite Ferne für den aus der Wüste Herannahenden zu erkennen gab.

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Abbildungen Alte Denkmäler aus Syrien und Palästina und Westarabien

Palmyra. Ostseite der großen Sonnentempelterrasse von außen.

Links die Nordostecke; dann folgt eine, in moderner Zeit ausgefüllte Lücke der Mauer, hierauf ein großes, spitzbogiges und von Zinnen gekröntes Portal aus islamischer Zeit, wo der Sonnentempel als Kastell diente. Antik sind die beiden an den Ecken erscheinenden korinthischen Pfeiler dieses Portals. Im Innern erkennt man die Säulen der den eigentlichen Tempel umgebenden Hallen.

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