Schlagwort: Tieck

Deutschland, der Träger der Welt-Kultur.

…machen Sie, als Professor der Literatur, die Bemerkung, dass „seit Goethes Zeit (also innerhalb der letzten achtzig Jahre) ausser Hauptmann und Sudermann nur ein deutscher Autor einen Weltruf erworben habe, und das sei Heinrich Heine, ein Jude.”

Welch ein Armutszeugnis für Sie! Innerhalb der letzten achtzig Jahre hatte Deutschland grosse Männer in allen Zweigen der Literatur aufzuweisen. Welcher Amerikaner kennt nicht die Philosophen Schopenhauer und Nietzsche? Sind das nicht Männer von Weltruf? Sie erwähnen nur Eucken und Häckel; letzterer ein Naturforscher und Zoologe. Wie steht es mit anderen deutschen Grössen der Literatur dieser Periode? Da sind drei weitere Philosophen: Wilhelm Wundt, Eduard von Hartmann und Ernst von Mach. Dann die Dichter: Uhland, Rückert, Schlegel, Tieck, Bürger, Emanuel Geibel, Freiligrath, Grillparzer, Hebbel. Anzengruber, Otto Ludwig, Gustav Freytag, Paul Heyse, Ernst von Wildenbruch, Konrad Ferdinand Meyer, Gottfried Keller, Victor von Scheffel, Bodenstedt, Hoffmansthal, Dehmel, Detlev von Liliencron, Otto Erich Hartleben, Walter Blöm, Gustav Frenssen, Ganghofer, Ludwig Fulda, usw. — Und Sie wagen es, als Professor der Literatur. Deutschland „arm an literarischen Grössen” zu nennen!!

Die Schöpfungen der bedeutendsten Männer Deutschlands während der letzten achtzig Jahre sind allein „Kulturerrungenschaften”, deren sich keine andere Nation rühmen kann, und von einer so befruchtenden Wirkung, dass, wenn alle anderen literarischen Erzeugnisse jener Zeit verloren gingen, die Kulturmenschheit dennoch einen Mangel an geistiger Nahrung und ethischen Vollwerten nicht empfinden würde. —

Friedrich Wilhelm von Frantzius.

Siehe auch:
Das Wort Kultur
Deutsches Alphabet
Um auf die schöngeistigen Künste zu kommen…
vom Kinde
Im Muttertum liegt die höchste Ehre der Frau
Ehre ist das gemeinsame Ideal von Frau und Mann
Arbeitsmaiden und Kinder im 3. Reich
Arbeitsmaiden im 3. Reich
In bäuerlicher Gesittung lebt die germanische Ehrauffassung weiter
Germanengut im Zunftbrauch
Zucht ist angewandtes Wissen von der Vererbung
Der Wald als Lebensgemeinschaft
Der Wegweiser
Voraussetzung zum Kind

Leitgedanken

Das Bild stellt eine ideale Vereinigung der großen Geister Deutschlands dar, die neben Goethe und Schiller um das Jahr 1803 in Weimar wirkten.

1. Goethe; 2. W. von Humboldt; 3. A. von Humboldt; 4. Wielandt; 5. Niebuhr; 6. Schleiermacher; 7. Herder; 8. Gauß; 9. W. von Schlegel; 10. Gleim; 11. Iffland; 12. Schiller; 13. Klinger; 14. Tieck; 15. Jean Paul; 16. Pestalozzi; 17. Fichte; 18. Klopstock; 19. Blumenbach; 20. Hegel; 21. H. von Kleist; 22. Voß; 23. Oken; 24. Schlosser; 25. Cornelius

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

Deutsche Gedenkhalle Deutsche Geschichte Kunstdrucke