Schlagwort: Vaterland

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In Breslau begann die Wiedererhebung Preußens gegen die Napoleonische Gewaltherrschaft. Aus allen Teilen Deutschlands sammelten sich hier die Freiwilligen, welche bereit waren, mit ihrem Leben die Freiheit des Vaterlandes zu erkaufen. Die große Zahl begeisterter Streiter ermutigte den König, den bekannten „Aufruf an mein Volk“ zu erlassen, welchem kurz darauf die offizielle Kriegserklärung an Frankreich folgte.
Das Bild stellt den Moment dar, als der König von Preußen, vom Kaiser von Rußland begleitet, die Freiwilligen vor den Toren Breslaus begrüßt, die ihm stürmisch zujubeln.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

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Wer nicht selbst ins Feld zog oder einen seiner Familie ausrüsten half, der suchte durch Gaben dem Vaterlande zu helfen. Beamte verzichten auf einen Teil ihres Gehaltes, Leute von mäßigem Wohlstande geben einen Teil ihres Vermögens, Reiche senden ihr Silbergeschirr, Ärmere bringen ihre silbernen Löffel; wer kein Geld zu opfern hat, bietet von seinen Habseligkeiten, seiner Arbeit. Allgemein wird es, daß Gatten ihre goldenen Trauringe einsenden, Landsleute schenken Pferde, Gutsbesitzer Getreide, Kinder schütten ihre Sparbüchsen aus. –
Junge Frauen senden ihren Brautschmuck, Bräute die Halsbänder. Ein Mädchen, dessen Haar gelobt worden war, schneidet es ab zum Verkauf an den Friseur, patriotische Spekulation verfertigt daraus Ringe, wofür mehr als 100 Taler gelöst werden.

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Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

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Völkische Kräfte bereiten die Befreiung vor.
Das Volk erwacht.

Gleichgültig und ergeben nehmen die meisten Deutschen ihr Schicksal hin. Aber der Freiheitswille ist nicht tot. In Wien und Berlin sammeln sich die Kräfte, die Deutschland Ehre und Freiheit wiedergeben wollen. Wer den Franzosen in die Hände fällt, verliert sein Leben. Das kümmert sie nicht, Freiheit ist wichtiger als Leben! Buchhändler Palm in Nürnberg druckt den Aufruf eines Unbekannten: „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung“. Napoleon läßt ihn erschießen. In Berlin hält unter den Augen der Franzosen Fichte seine „Reden an die deutsche Nation“: „Geht ihr ferner so hin in eurer Dumpfheit und Achtlosigkeit, so erwarten euch alle Übel der Knechtschaft, Entbehrungen, Demütigungen, der Hohn und Übermut des Überwinders. Ihr werdet herumgestoßen werden in allen Winkeln so lange, bis auf diese Weise euer Volk auslöscht“. Unsere ältesten Vorfahren haben gesiegt, weil das Ewige sie begeisterte, und so siegt immer und notwendig diese Begeisterung über den, der nicht begeistert ist.“ Der Dichter Heinrich von Kleist: „Ich will die höllische Dämonenbrut nicht lieben! Solang sie in Germanien trotzt, ist Haß mein Amt und meine Tugend Rache!“ Ernst Moritz Arndt fragt: „Was ist des Deutschen Vaterland?“ und antwortet: „Das ganze Deutschland soll es sein!“ Turnvater Jahn sammelt auf der Hasenheide bei Berlin die deutsche Jugend, stärkt im Turnen ihre Kräfte für den Befreiungskampf und predigt ihnen vom deutschen Volkstum. Schillers Freiheitsdichtung „Wilhelm Tell“ wirkt gewaltig. Sein Schwur: „Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod als in der Knechtschaft leben!“ wird das Losungswort dieser Zeit.

Deutsche Volksheere im Werden.

Erzherzog Karl führt die Freiheitsbewegung in Österreich. Für die Landwehr wird die allgemeine Wehrpflicht eingefiihrt. Der Reichsfreiherr von Stadion erneuert hier den Staat und weckt den Willen zum Widerstand.

In Preußen arbeitet General Scharnhorst gemeinsam mit dem Verteidiger Kolbergs, General Gneisenau. Er weiß, daß geworbene Söldner, die noch dazu bei den kleinsten Vergehen geprügelt werden, keinen Freiheitskampf fuhren können. Das kann nur ein Heer von Landeskindern, die ihr Hab und Gut, das Leben von Frau und Kind und ihr eigenes Vaterland verteidigen. Aber was tun? Napoleon hat im Diktat von Tilsit nur 42000 Mann erlaubt. Nun, Schamhorst weiß sich zu helfen. 42000 Mann werden eingezogen und mehrere Monate ausgebildet, dann wird ein Teil in die Heimat entlassen, andere treten an ihre Stelle. So wiederholt sich das täuschende Spiel. So wird allmählich ein Heer von einigen hunderttausend Landeskindern geschaffen. Selbstverständlich wird die entehrende Prügelstrafe abgeschafft. Auch Bürger- und Bauernsöhne können Offizier werden, nicht nur die Adligen. Endlich, als die Freiheitsstunde schlägt, wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.

Erneuerung des preußischen Staates.

Herbst 1807. Im Zimmer des Königs befinden sich die Königin Luise und 1807 der Reichsfreiherr vom Stein. ..Wir haben Euch rufen lassen“, beginnt der König, „um Euch zu fragen, ob Ihr wieder in unserm Dienst an die Spitze der Verwaltung treten wollt.“ Einen Augenblick besinnt sich Stein. „Herr vom Stein“, bittet die Königin, „besinnt Euch nicht. Nur Ihr könnt Preußen und damit Deutschland retten!“ — „Majestät, schon einmal stand ich in Eurem Dienst. Da jagtet Ihr mich als widerspenstigen, trotzigen und ungehorsamen Staatsdiener fort. Erst ein halbes Jahr ist es her!“ grollt Stein. —„Vergesset, was war'“bittet die Königin, der König schweigt. „Nun wohl, in diesem Augenblicke des allgemeinen Unglücks wäre es sehr unmoralisch, seine eigene Persönlichkeit in Ansatz zu bringen. Ich bin bereit!“ Still reicht ihm die Königin die Hand. Mit seinen Getreuen berät Stein.

„Unsere große Aufgabe ist, ein Volk zu schaffen. Wir haben jetzt Stände, aber kein Volk. Da sind der Adel, das Bürgertum, die Bauern; aber alle sind streng voneinander getrennt. Der Adlige, der Bauer können kein bürgerliches Gewerbe treiben, auch wenn sie es möchten; der Bürger darf nicht den Pflug fuhren, auch wenn das Blut seiner Vorväter ihn zur Scholle drängt. Nicht die Leistung, nicht die Tüchtigkeit entscheidet, sondern die Standeszugehörigkeit. Darum fort mit den Ständen, her mit der Volkseinheit!

Unsere weitere Aufgabe ist, aus den Untertanen Staatsbürger zu machen. Jetzt trägt niemand Verantwortung für das Ganze, alles verwalten die Beamten des Königs. Damm fühlt auch niemand Lust und Ursache, für Volk und Staat Opfer zu bringen oder gar das Leben hinzugeben. Wir müssen eine neue Ordnung schaffen. Der Bürger soll seine städtischen Angelegenheiten selbst verwalten. Dann bekommt er auch Freude an der Gemeinschaft.

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